Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 9 (1923)
- Issue
- 4 (26.1.1923)
- Date
- 1923-01-26
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 4 JUDISCHE PRESSE Seite 21 2. Die endgültige Wahl des rabbinischen Rates der Gesamtaguda kann erst bei Gelegenheit der Kenessio gedaulo erfolgen. Damit die Institution sich einlebt, wird zunächst nach den unter 1 angegebenen Grundsätzen eine rabbinische Kommission von 15 Mitgliedern gewählt, die bis zur Kenessio gedaiilo die Funktionen des künftigen rabbinischen Rates ausübt. 3. Die Zuständigkeit des rabbinischen Rates erstreckt sich nicht auf die inneren Angelegenheiten der einzelnen Landesorganisationen, sondern lediglich auf solche Fragen, die die Gesamtaguda berühren. Ueber die Frage, welche Aguda-Angelegenheiten in seine Kompetenz fallen, befindet der rabbinische Rat selbst. Zur Frage der Jewish Agency. 1. Agudas Jisroel legt erneut Verwahrung ein gegen die öffentlich-rechtliche Anerkennung der zionistischen Organisation als Jewish Agency in dem Mandat für Palästina und fordert für die von ihr vertretenen überlieferungstreuen Massen, auf deren wirtschaftlichen und moralischen Leistungen der Jischuw bis zum heutigen Tage fast gänzlich aufgebaut ist, zum mindesten paritätische Anerkennung. 2. Die Entsendung eines Vertreters oder mehrerer Vertreter in die Jewish Agency ist für Agudas Jisroel nur dann möglich, wenn a) gleichzeitig die im Mandat nur als vorläufig vorgesehene Monopolstellung der zionistischen Organisation für beendet erklärt wird, b) wenn jede Majorisierung in Angelegenheiten, die von den Vertretern der Agudas Jisroel als religiöser Natur oder mit der Religion in Zusammenhang stehend bezeichnet werden, ausgeschlossen wird. Kenessio Gedaulo. Der Zentralrat beschließt, die Kenessio Gedaulo für den Sommer 5683 einzuberufen. Der Geschäftsführende Ausschuß wird beauftragt, mit den Landesorganisationen wegen der Wahl des Ortes und der näheren Bestimmung des Zeitpunktes in Verbindung zu treten. Zur Frage des Weltkongresses. Agudas Isroel fühlt sich verpflichtet, zunächst die Jabotinski ans der Exekutive und ans der zionistischen Organisation ausgetreten. Die Schlußsitzung der gegenwärtigen Berliner Tagung des zionistischen Aktionskomitees brachte gleich am Beginn eine große Sensation. Herr Jabotinski hat ein Schreiben an den Präsidenten des Aktionskomitees gerichtet, in welchem er konstatiert, daß ihm die Beschlüsse des A. C. mit den Prinzipien und den Interessen des Zionismus unvereinbar erscheint. Hauptsächlich aus folgenden Gründen: 1. „Der Waad ha-Leumi, die gewählte Vertretung der palästinensischen Judenheit, hat an das A. C. ein Schreiben gerichtet, in welchem die Beziehung der Landesregierung zu den Juden und zum Zionismus und die dadurch geschaffene politische Lage mit bitterer Entrüstung geschildert war. Das A. C. hat diesen Notruf zurückgewiesen." 2. „Der XII. Kongreß hatte seinerzeit beschlossen, an Sir Herbert Samuel eine Delegation zu senden, um ihm die Notwendigkeit einer grundlegenden Aenderung seiner Politik zu unterbreiten. Dieser Kongreßbeschluß wurde von der Exekutive fallen gelassen. Jetzt habe ich das A. C. aufgefordert, daß wir dem High Commissioner und seinem Vorgesetzten in England es klar machen sollten, welchen zerstörenden Einfluß die durch seine Politik geschaffene Lage auf unsere Geldsammlungen ausübt. Das A. G. hat sich geweigert, dieser Forderung Folge zu leisten. 3. Ich habe das A. G. zu einer Stellungnahme in bezug auf die Anwesenheit von antizionistischen und sogar antisemitischen Hochbeamten im „National Home"-Lande aufgefordert. Das A. C. hat-diese Resolution fallen gelassen. 4. Angesichts der weitverbreiteten Auffassung, daß die zionistische Organisation auf das Herzische Ideal verzichtet habe, wurde das A. C. von mir aufgefordert, zu erklären, daß die Bewegung fest auf dem Boden des Inhaltes und historischen Geistes des Basler Programms steht und daß unsere Verpflichtungen gegenüber der Mandatarmacht nur in diesem Sinne aufgefaßt werden dürfen. Das A. G. hat es abgelehnt, diese Erklärung abzugeben. Durch diese Beschlüsse hat es das A. C. ermöglicht, diejenige Taktik, die die Bewegung zum Verfall und die jüdische Arbeit in Palästina zum Bankerott zu bringen droht, ohne Aenderung fortzusetzen. Ich betrachte es daher als meine Pflicht, diese schädliche Taktik durch öffentliche Bekämpfung und durch unabhängige politische Schritte unmöglich zu machen. Da ich aber die Lage der Jewish Agency, soweit wie möglich schonen will, erkläre ich damit meine Demission aus der Exekutive und — da ich selbstverständlich die Autorität dieser Exekutive nicht mehr anerkenne — betrachte ich mich aus Üer Zionistischen Organisation als ausgeschieden. Es ist unseren Lesern wohl bekannt, daß wir in Jabotinski die Verkörperung des modernen jüdischen Nationalismus erblickten und bekämpften. Er bewegte sich ganz in dem Gedankenkreis der Führer anderer Nationalitäten, die ihre Interessen nur durch reale Machtmittel oft bloß durch das nackte Faustrecht erreichen zu können glauben. Von diesem Gesichtspunkt aus haben wir sowohl das Abkommen, das Jabotinski mit den Pogrommhelden Petl-Jura geschlossen hat, wie seine Idee durch jüdische Legionen die Lage in Palästina zu beeinflußen, schärfsten» bekämpft. Heute aber, wo er die Konsequenz seiner Ueberzeugung zieht, können wir ihm die Sympathie, die jedem konsequenten Menschen gebührt nicht versagen. In diesem Falle schon deshalb nicht, weil wir aus der Handlungsweise Jabotinskis auf jene Kreise eine wohltätige Wirkung erwarten, die wohl ihre Prinzipien mißachtet sehen, aber den Mut zu Konsequenzen nicht besitzen. Allerdings sind diese Prinzipien nicht politischer und wirtschaftlicher, sondern bloß religiöser Natur. Der jüdische Nationalrat in Palästina (Waad Leurai) von der englischen Regierung nicht anerkannt. Die langwierigen Verhandlungen, die seitens des jüdischen Nationalrates mit der englischen Regierung gepflogen wurden, sind ergebnislos verlaufen. Die zwei Hauptforderungen des Waad Leumi wurden von der Londoner Regierung nicht bewilligt. Weder wurde der jüdische gesammelten Kräfte der Orthodoxie für die Kenessio gedaulo einzusetzen. Nach stattgehabter Kenessio gedaulo ist Agudas Jisroel bereit, ein Votum des inzwischen konstituierten Rabbinischen Rates, darüber herbeizuführen, unter welchen Bedingungen der in der Agudas Jisroel organisierten unabhängigen Orthodoxie die Teilnahme an einer Weltkonferenz der an Erez Jisroel interessierten Weltorganisierten für die wirtschaftliche Arbeit in Palästina möglich ist. Die Schlußsitzung des Zentralrates in Breslau. Rosenheim (Frankfurt) faßt die Ergebnisse der Breslauer Tagung zusammen und ruft die Mitglieder des Zentralrates auf, dem Geschäftsführenden Ausschuß bei der Lösung der seiner wartenden großen Aufgaben kräftig zu unterstützen. Und nun erklärt der Vorsitzende Herr Wreschner die Tagung der Zentralratssitzung für beendet und erteilt Herrn Oberrabbiner Weber das Schlußwort. Herr Oberrabbiner Weber führt aus: „Gestatten Sie meine Herren, daß ich einige Abschiedsworte an Sie richte, die Sie in dem Sinne verstehen mögen, wie vor Kurzem der bevollmächtigte Minister für die Slowakei Dr. Mißura bei einem ähnlichen Anlaß den Abschied verstanden haben wollte. Als gelegentlich der jüngsten Ministerkrise in der tschechoslowakischen Republik, Minister Micura aus seinem Amte schied und wir uns von ihm verabschieden wollte, sprach er: „Wir können uns wohl verabschieden, wir bleiben aber trotzdem beisammen." Auch ich sage Ihnen meine Herren, wir können uns nach tagelangen mühe- und arbeitsvollen Beratungen von einander verabschieden, aber wir bleiben auch weiterhin beisammen. Ja wir müssen beisammen bleiben, denn der Kampf für die Interessen des glaubenstreuen Judentums ist nicht beendet, wird vielmehr erst jetzt recht beginnen. Meine Herren! Im Laufe der Beratungen ist das Wort gefallen, daß die slowakische Delegation den Vulkan dieser Versammlung bildet. Gestatten Sie mir, daß ich hiezu folgendes bemerke: Vom großen Chassam Sofer erzählt man, er hätte gesagt, daß er im Din und Psak, bei Entscheidungen in rituellen Fragen niemals geirrt hat. im Pilpul hingegen, bei der Begründung des. Psak hat Chassam Sofer zugegeben, nicht immer das Richtige getroffen zu haben. In einem überaus interessanten Schreiben, das auch im Druck erschien, erzählte er, daß ihm einmal schien, daß er durch den Nikolsburger Raw eines Irrtums überwiesen worden sei, doch nach Jahren wurde er von Reb Salmen Margulies aufmerksam gemacht, daß seine Horaa eine richtige war. Dasselbe sage ich hier von der slowakischen Orthodoxie! Im Psak, im Prinzip und in der Auffassung, daß die wahren Interessen der Jereim Vacharedim am besten im Lager der vollständig selbständigen und unabhängigen Orthodoxie gesichert erscheinen, haben wir uns nicht taue gewesen. Beim Pilpul und in der Debatte dagegen konnte uns ein Irrtum unterlaufen. Ich bitte den sehr geehiten Herrn Rosenheim aus Frankfurt, dessen überragende Persönlichkeit, dessen tiefe G-ttesfurcht, dessen würdiger Ernst beim Verhandeln von Klall- Angelegenheiten und dessen noble Kampfesweise bei uns in der Slowakei die vollste Würdigung finden, die harten Worte, die während der Debatte unsererseits vielleicht gefallen sind, dem Umstände zuzuschreiben, daß wir in der Diskussion nicht immer gerecht sein können. In der Haroo hingegen und in der bereits vor fünfzig Jahren gefallenen Entscheidung, daß die Zukunft der Thora der selbständigen Orthodoxie gehört, müssen und werden wir recht behalten. Darum, meine Herren, sage ich Ihnen allen bei unserem Auseinandergehen, wir verabschieden uns von einander aufs herzlichste, bleiben und halten zusammen aufs innigste und festeste." (Allseitiger stürmischer Beifall und Ovationen.) Nationalrat (Waad Leumi) als eine juristische Person, als Vertreterin der palästinensischen Jmlenheit anerkannt, noch wurde ihm das Recht gegoben, Steuern einzugeben. Diese Nichtanerkennung bedeutet einen schweren »Schlag für den Nationalrat in Palästina, den die orthodoxe Judenheit auch so schwer empfinden würde wie die Zionisten, wenn der nunmehr nicht anerkannte jüdische Nationalrat nur das leiseste Verständnis für das Wesen und für die Forderungen der palästinensischen Orthodoxie gezeigt hatte. Der Waad Leumi hat von vornherein durch seine Zusammensetzung, durch den Geist, der in ihm herrscht, die orthodoxen Elemente brüskiert und würde seine Anerkennung eine schwere Gefahr für die Orthodoxie bedeutet haben. Es ist nun diese Gefahr vorbei und hoffentlich werden jene Kreise aus dieser Begebenheit die Lehre ziehen, daß das Unrecht, welches man andern zufügt, am eigenen Leibe gerächt wird. Wie der Sonderberichterstatter des J. C. B. in Rußland erfährt, ist die Stadt Jekaterinoslaw im Aussterben begriffen. Die Geschäfte stehen still. Die Industrie ist lahmgelegt. Man z.'ihlt 30.000 notleidende jüdische Einwohner. Im Verlaufe des Monats Dezember sind 300 jüdische Einwanderer in Palästina eingetroffen. Zum Wochenabschnitt. W^&l (Aus Talmud und Midrasch.) Dr. Max Nordau, der Vorkämpfer des modernen und antireligiösen jüdischen Nationalismus ist im hohen Alter in Paris gestorben. In den letzten Jahren stand er zu der zionistischen Leitung in der heftigsten Opposition. Dr. Chaim Weitzmann, Präsident der zionistischen Organisation, berichtete in Paris vor den führenden zionistischen Persönlichkeiten über die Notwendigkeit von Durchführung; von Sparmaßnahmen und Reduzierung der Beamtengehalter ungefähr mit 50.000 Pfund, die zur Unterstützung der 4000 jüdischen Arbeitslosen, die jetzt in Palästina dem Elend ausgesetzt sind, helfen sollen. Das britische Colonial Offtee leilt die amtlichen Ziffern der jüngsten in Palästina folgend mit: Moslems 589.564, Juden 88.749, Christen 78.026, Drusen 7028, andere Nationalitaten 2505, somit insgesamt 755.858. Nach Mitteilungen der amerikanischen Konsulate in Polen ist die Einwandernngsquote aus Polen für die Vereinigten Staaten für dieses Jahr Juni 1922 bis Juni 1928 gänzlich ausgefüllt, so daß keine neuen Einreisevisa mehr erteilt werden. Die ukrainische Sowjetregierung erließ eine Verordnung, nach der sämtliche in Privathäusern untergebrachte religiöse Lern- und Bethäuser geschlossen werden sollen. Durch diese Verordnung kommen die jüdischen Gemeinden in große Verlegenheit, da die meisten dieser Lern- und Bethäuser sich in Privathäusern befinden. Es wird berichtet, daß bisher nur die Lokalbehörden in Kiew Ausnahmen zulassen. Nach einer offiziellen Mitteilung wird der britische Oherkommissär für Mesopotamien, Sir Percy, am 19. Jänner an Bord eines Postflugzeuges nach England fliegen, um mit der britischen Regierug über die Angelegenheiten des mittleren Orients Rücksprache zu nehmen. Die direkte Schiffsversendung der diesjährigen palästinischen Orangen nach England begann am 28. November. Auf dem Dampfer „Cyprian Prince" wurden 16.500 Kisten nach Liverpool verfrachtet; Ende November sind weitere 64.000 Kisten abgegangen. Der erste Sekretär der polnischen Gesandtschaft in London, Dr. Georg Adamkiewiecz, ist zum diplomatischen Agenten und Konsul in Jerusalem ausersehon. Der Sonderberichterstatter des .1. C. B. in Rußland teilt mit, daß der Joint daran geht, Heime für die in den Straßen hetfelnd herumirrenden Flüchtlingskinder zu errichten. Einige tausend Emigranten sind aus Sowjetrußland in Riga eingetroffen und werden in kurzem von hier die Weiterreise nach Amerika antreten. Im Jahre 1921-22 waren an allen 16 polnischen Hochschulen 33.752 Hörer inskribiert, unter ihnen 8426 Juden. Am 1. April soll die Tätigkeit des Joint in Lettland eingestellt werden. Alle durch Joint geschaffenen und unterstützten Anstalten werden nunmehr selbst für ihre Fortexistenz sorgen müssen. Und Moses sprach zu den Kindern Israels, allein sie gaben ihm kein Gehör. Wie ist dies möglich'? Gibt es denn einen Menschen, der in härtester Knechtschaft schmachtet und der Verkündigung der nahenden Befreiung kein Gehör schenkt? Die Kinder Israels waren aber schon so sehr mit allen Sitten und Gebräuchen, heidnischner Kultur vertraut, daß es ihnen schwer fiel, .sich vorn Götzendienst zu trennen. Darum schenkten sie Moses kein Gehör.'.. * „Und G-tt sprach also zu Moses und Aaron und befahl ihnen an die Kinder Israels..." G-tt sprach zu ihnen: Wisset, meine Kinder sind jähzornige, streitsüchtige, hartköpfige Geschöpfe. Seit darauf gefaßt, sie werden euch fluchen, sie. werden euch steinigen... „Siehe morgen um diese Zeit laß ich einen sehr schweren Hagel regnen... und nun laß dein Vieh und alles was du auf dem Felde hast flüchten..." Komm und sieh' die Barmherzigkeit G-ttes, der auch in der Stunde des Zornes sein Mitleid mit den Frevlern und ihrem Vieh nicht vergißt. Da G-tt die Plage des Hagels nicht über die Menschen sondern über die Gewächse des Landes senden wollte, warnte er sie noch rechtzeitig, sich und ihr Vieh in Sicherheit zu bringen, damit sie vom Hagel nicht getötet würden. * In Micha, Kapitel 6 heißt es: Und ich sandte Moses, Aron und Mirjam Dir voraus. Diese Bibelstelle lehrt, daß nicht der Herr allein Israel aus Mizrajim führen wollte; Moses aber sprach zu dem Ewigen; „Wer bin ich?" Hast Du den Israels Vätern versprochen, daß Du ihre Söhne durch mich einen Staubgeborenen erlösen wirst? Wer hin ich denn, daß ich gehen boII die Kinder Israels herauszuführen? Sollte ich vielleicht der sein, von dem geschrieben steht: v^tf p| „Ich werde richten", daß Du mich sendest sie zu erlösen? 'Hast denn nicht Du Abraham versichert und ihm gesagt: Auch das Volk, daß sie knechten wird, werde ich richten. Hast denn nicht Du also zu, Jakob gesprochen? Ich ziehe mit Dir nach Mizrajim und ich werde Dich von dort heraufbringen. Und jelzt sagst Du es mir. Wer bin ich? Da sagte ihm der Heilige gelobt sei Er, bei deinem Leben, ich selbst ziehe hinab um sie zu erlösen. Bin ich doch einmal um einer einzigen Frau willen nach Mizrajim gezogen um sie zu retten. Wann dies war? Zur Zeit da Pharao die Sara raubte. Wie es heißt: Und der Ewige züchtigte den Pharaon. Und was ich einer einzigen Frau wegen getan, sollte ich für 600.000 Mann und 600.000 Frauen und ebensoviel Kinder nicht tun um sie zu retten? Nur wollte ich Euch voraussenden um bekannt zu machen, daß ich hinunterziehe sie zu erlösen. So ist der Sinn des Verses: Ich sandte Moses, Aron und Mirjam Dir voraus. * „Moses rief alle Aeltesten Israels." Darauf bezieht sich der Vers in Iliop. (Kap. 12) Bei den Alten ist Weisheit. Warum haben die Alten das Verdienst gehabt, daß Israel durch sie erlöst wurde? Dem ist so. Als der Heilige, gelobt sei Er, im Dornbusche Moses erschien, sagte er ihm: Gehe versammle die Alten Israels. Sobald Moses nach Mizrajim kam, ging er mit Aron und versammelte die Alten des Volkes, und die Folge war, daß das Volk glaubte. Da sprach der Heilige, gelobt sei Er: Ich will es den Alten vergelten, daß sie Israel zum Glauben an meinen Namen gebracht haben.