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Jüdische Presse · 1922-10-27 · 40 (27.10.1922) · page 5

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Journal
Jüdische Presse
Volume
8 (1922)
Issue
40 (27.10.1922)
Date
1922-10-27
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
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Nr. 40 JÜDISCHE PRESSE Seite 839 hamidrasch, das eine Zeitlang nicht seiner historischen Wurde gemäß benützt wurde, wieder dank des idealen Verständnisses der Gemeinderepräsentanz in Glanz und Pracht ihrem alten Zwecke zugeführt. Das Hausherrenrecht wurde seitens der Gemeinde Herrn Oberrabbiner Schreiber eingeräumt, auf dessen Wunsch die Schas-Chewra ihre Abendvorträge hier abhalten werde, auch dafür wird gesorgt, daß es tagsüber jedem zugänglich gemacht werden soll. Kultnrgionismus in Rnssinsko. Den Talmud- Thoras und Chedorim in Podkarpatska Ruß, die in jüdisch althergebrachten Formen und Lehrmethoden trotz Schwierigkeiten und Beschwerden seitens Behörden und Feinden im alten Ungarn bestanden, droht jetzt die Gefahr, sukzessive von den unjüdisch hebräischen Schulen der Zionisten und Misrachisten verdrängt zu werden. So wurden Schulen in Munkacs, Huszt, Szöllös, Volove, Torony, Jaszin und Rosvigov errichtet. Nach Meldung des Uj-Közlöny ist der Unterricht in allen Schulen, außer in Munkacs, im vollsten Gange. In Munkacs. wo etwa 200 Kinder um Aufnahme in die zionistische Schule eingekommen sind, gibt es noch kleine Schwierigkeiten, da der Schulreferent gegen den Lehrer, der galizischer Zuständigkeit ist, Einspruch erhoben hatte. Der Schulvorstand intervenierte beim Vizegouverneur Ehrenfeid, und bat ihn, von dem Gesetz, wonach jeder Lehrer auf dem Gebiete der Republik tschechoslowakischer Zuständigkeit sein muß, ausnahmsweise Abstand zu nehmen, da hebräische Pädagogie nur in Lemberg und Jerusalem gibt, die keine Hörer aus der Tschechoslowakei haben. (Anm. der Red. Die jüngste Rabbinerversammlung hatte die hebräischen Schulen in schärfster Weise mißbilligt.) Spiäska Bela. In der Gemeinde Bela fand am 21. v. M. die Einweihung der neuerbauten Synagoge statt. Der Initiative des Herrn Aladar Kleinborger gelang es, unter Mithilfe einiger opferwilliger Gemeindemitglieder in ganz kurzer Zeit die Mittel aufzubringen, ein würdiges Bethaus errichten zu lassen. Er selbst spendete hiezu den namhaften Betrag von K 10.000, in gleich rühmenswerter Weise beteiligte sich auch die Firma Giesinger, ebenso verdient Herr Philipp Gärtner Dank und Anerkennung. Die Feier nahm im Tempel, welcher mit Blumen und Girlandenschmuck geschmackvoll dekoriert war, um 3 Uhr ihren Anfang und es machte einen besonders erfreulichen Eindruck, nebst den Vertretern mehrerer israelitischen Nachbargemeinden auch die Führer der Belaer Stadtgemeinde und andere Honoratioren der Stadt und Umgebung, als auch die Geistlichkeit der anderen Konfessionen daselbst versammelt zu sehen. Nachdem der Kantor Klein, unterstützt von einem improvisierten Chor, mit klaugvoller Stimme das einleitende Gebet gesungen hatte, bestieg Gemeindepräses Anton Kleinberger die Kanzel zu einer kurzen, gediegenen Ansprache, worin er in bewegten Worten den Gefühlen der Stunde Ausdruck verlieh und zum Schluß der Stadtbehörde, den hochherzigen Spendern sowie allen, die zum Gelingen des schönen Werkes beigetragen haben, den Dank der Gemeinde verdolmetschte. Den Glanzpunkt der Feier bildete die wohldurchdachte, zum Herzen führende Weiherede des Oberrabbiners Nathan Grünburg, die wieder von dessen Wissen und der Rednerkraft Zeugnis ablegte. Er gab dem Wunsche Ausdruck, daß der nun vollendete neue Tempel die Gemeindemitglieder stets in Frieden und Einigkeit versammeln möge und der fleißige Tempelbesuch auf die Gemeinde anspornend und aneifernd wirke und somit zum Ausgangspunkt echt religiösen Lebens werde. Mit einem Gebet für das Wohl des Staates, der Belaer Stadtgemeinde und der israelitischen Gemeinde schloß Redner seine mit großem Beifall aufgenommene Predigt. Die tschechoslowakische Musterschau in Jaffa. „Corriere d'Ualia" schildert in einem Bericht seines Korrespondenten in Jerusalem die Rührigkeit der tschechoslowakischen Republik, welche eine permanente Musterschau ihrer Erzeugnisse in Jaffa vorbereitet. Besonders die Glaswaren, Webstoffe und Maschinen tschechoslowakischer Provenienz erfreuen sich allgemeiner Beachtung. Die Lieferanten stellen die Fakturen in tschechoslowakischer Valuta aus und gewähren sechs- bis zwölfmonatiges Ziel, wenn eine solide Bankgarantie beigebracht wird. Rabbi Jizchok Schweiger ^'f. Am 13. Tischri verschied in Velkö Topolcany der hervorragende Talmudgelehrte Rabbi Jizchok Schweiger. Er stammte aus Ung. Brod und war Schüler des berühmten Chsav Soifer ^»J. Bis zu seinem Tode leitete Jizchok Schweiger über ein Menschenalter lang die berühmte Jeschiva in Topolcany und war auch der Gründer der dortigen Machsikeh Thora. Der Verewigte der sein ganzes Leben der Grand Sanatorium Wasserheilanstalt Bratislava (Preßburg), tiefer Oleg Erstklassige diagnostische, diätetische und physikotherapische Anstalt Für Nerven- und innere Krankheiten. Chirurgie, Geburtshilfe, Orthopädie. Abteilungen für Augen-, Ohren-, Kehlkopf- und Hautkrankheiten, Röntgenbehandlung. Chemische und bakteriologische Laboratorien. Täglicher Pauschaipreis von ÖK 55 aufwärts Pauschalpreis für Entbindung von 5K 1100 bis cK 1800. Wasserkur auch für Auswärtige 6K (5. Freie Aerzftewahl. Rituelle Verpflegung unier Aufsicht d, Preßburger orth. Rabbln. Thora und der jüdischen Gelehrsamkeit widmete, war weit über die Grenzen seiner Heimat als „Gaon" bekannt und von nah und fern scharten sich Schüler um ihn. Eine große Anzahl berühmter Talmudiaten und Rabbiner sind stolz darauf, seine Schüler gewesen zu sein. Ganz kurz vor seinem Tode beendete er noch sein Werk »Birchath-Jizchok*, welches bald im Druck erscheinen und dann seinen Schülern und Anhängern als ein letztes Geschenk ihres Meisters übergeben wird. Aufler seiner Gelehrsamkeit zeichnete Jizchok Schweiger seine tiefe Frömmigkeit, seine Bescheidenheit und Friedensliebe und vor allem auch die innige Liebe aus, mit der er an seinen Schülern hing. Am Rüsttage des Sukkothfestes wurde dieser edle Mann bestaltet. Die Beteiligung an seinem Begräbnisse zeugte von der großen Beliebtheit und Wertschätzung, der sich der Verstorbene erfreute: von nah und fern strömten Freunde und Schüler herbei und alle die zahlreichen Redner an seiner Bahre wußten von neuen edlen Zügen seines Charakters zu sprechen. Ein unersetzlicher Verlust hat die Stadt, in der er wirkte, betroffen. Der Name Jizchok Schweiger wird ein Ruhmesblatt in der Geschichte der slowakischen und mährischen Judenheit sein. % Literatur. „Hatoren." Monatsschrift, Vol. IX. Nr. 7, September. New York. „The Origin of Letters and Numerais." Phincas Mordell, Philadelphia.- „The Sinaist". The organ of the American Sinai Assotiation A Journal of Traditional Judaism. Vol. 1. No. 1. Tischri 5683 (Besprechung folgt). „Jüdische Jagendblätter." Schriftleitung Berlin. Verlag München, Rindermarkt 13. — Unter diesem Titel haben gesetzestreue Jugendführer eine Monatsschrift geschaffen, die frei von jeder jüdisch-politischen Tendenz und Stimmungsmache sich nur an die Jugend wendet. Ihr Ziel ist: Altjüdisches Wissen in modern pädagogischer Darstellung zu verbreiten, und das gesamte tägliche Leben des Jungen und Mädchens jeder Altersstufe von einem einzigen Gesichtspunkt zu umfassen: Dem des überlieferten Judentums. In geschickter Weise wird versucht, die Synthese zwischen altjüdischer und moderner Weltanschauung herzustellen und den Gegensatz zwischen Profanschule und Religionsunterricht im Herzen des Kindes zu überbrücken. Es wird der Jugend dafür ein jüdisches Milieu geschaffen, in dem das Kind nichts anderes kann, als jüdisch denken. Da auch die aus Denken und Fühlen der Jugend anknüpfende Darstellungsweise bevorzugt ist, und jede unterrichtsmäßige Behandlung streng vermieden wird, scheint auf glückliche Weise das alte Problem gelöst, wie der oft streng und hart erscheinende jüdische Pflichtenkreis lebendig und jugendlich erfaßt werden kann. Uebersichtliche Darstellungen und Zusammenfassungen vermeiden die Gefahr des Sich-Verlierens im Einzelnen, wie sie in der Schule oft gegeben. Neben modern jüdischen Erzählungen und Märchen erscheinen alte Midraschim und Gleichnisse, auch ethisch wertvolle Schöpfungen nichtjüdischer Dichter werden berücksichtigt. Jüdische Spiele und Handarbeiten, Rätsel und Lieder streben die Gedankenwelt des Kindes auch außerhalb des Gesetzeskreises aufs Jüdischwerden und Judesein zu lenken. Besondere Themata kommen in Sammelheften zur Darstellung (so ein Hagadaheft, in dem Wörtchen und Erklärungen gesammelt sind, eine Schema-Jisroel-Nummer, ein Palästinaheft u. a. m.), Auch Heiteres und Lustiges wird nicht vergessen. So läßt sich denn diese Zeitschrift für unsere Jugend nur aufs wärmste empfehlen. Und da auch der Preis trotz der wirtschaftlichen Nöte sehr niedrig gehalten ist (Mk. 7 pro Heft), sollten alle jüdischen Eltern diese Blätter Ihren Kindern in die Hand geben. Wenn der jetzt beginnende vierte Jahrgang hält, was seine drei Vorgänger versprochen, so darf der Weg der jüdischen Jugendblätter als eine beachtenswerte Lösung der Frage betrachtet wereen! Was soll jüdische Jugend lesen? Zur Bibliographie der Gedächtnis- und Trauervorträge in der hebräischen Literatur. Von Dr. Bernhard Wachstein, Wien 1922. Selbstverlag der Bibliothek der israelitischen Kultusgemeinde. Vorliegendes Werk erscheint als dritte Folge der Veröffentliehungen der Bibliothek der israelitischen Kultusgemeinde Wien und ist ein erfreuliches Zeichen der Energie, mit welcher Herr Dr. Wachstein seine ausgezeichnete wissenschaftlichd Arbeit fortsetzt. Alle Liebhaber der geneologischen und bibliographischen Forschung auf jüdischem Gebiete werden ihm für diese neue Veröffentlichung, die eben so viel Mühe wie wissenschaftliche Sorgfalt verrät, warmen Dank widmen. Hoffentlich wird seitens der kaufkräftigen Freunde jüdischer Bibliographie und Familienforschung die Bedingung erfüllt, welche Herr Dr. Wachstein für die Fortsetzung der Veröffentlichungen stellt; nämlich aus dem Erlöse dieses Werkes sollen die Kosten der nächsten Arbeit, und von dem Erlöse dieser dann die der weiter folgenden u. s. f. bestritten werden. Gesammelte Schriften von Josef Grob. (Hickl-Verlag, Wien—Brünn.) Jede Literatur ist ein Produkt ihres religiösen, geistigen und sozialen Milieus. Je ausgeprägter das Milieu, dem der Autor seinen Stoff entnimmt, ist, desto ausgeprägter und klarer sind die Charaktere seiner Personen. Als Werke der „jiddischen" Literatur, ein Produkt der Osfjuden-Kultur, allmählich der europäischen Leserwelt — zumeist in deutschen Uebersetzungen — bekannt wurden, war der Eindruck ein gewaltiger. Und wir glauben, wenn die stille, gläubige Dichtung eines Jizchok Leib Perez beim westlichen Publikum Gefallen fand, so ist dies hauptsächlich dem Umstände zuzuschreiben, daß alle diese feinen religiösen Skizzen und Novellen Perez's, den ich zufällig aus der Reihe der anderen herausgreife, ganz milieu-verwachsen waren und den gar nicht profanen Hauch jüdisch-religiösen, chassidischen Lebens an sich trugen. Ist somit ausgeprägte Milieu-Schilderung für die jiddische Literatur kennzeichnend, so vermissen wir eben diesen — notwendigen! — Vorzug in den uns vorliegenden „Gesammelten Schriften* Grob's. Josef Grob, der wohl aus Galizien stammt, hier in Wien aber längere Zeit ansässig ist, zeigt sich in seinen Schriften als ein östlich-angehauchter Mitteleuropaer. Die's ist entscheidend. Seine Charaktere sind einesteils verschwommen gezeichnet, gewissermaßen der Welt der Erinnerungen entnommen, andererseits aber ganz den SchoIem-AIejchan*schen Dichtungen entlehnt. Doch mußte der Autor seine Schriften mit viel Humor, der manchmal zu einem bittern, echljüdischen Galgenhumor wird, auszustatten, was eben dieses Buch zu einer sehr angenehmen und anregenden Lektüre macht. Von den 18 Skizzen und Schilderungen seien „Pejsi der Weltchasen* und „In der daitschen Schul* hervorgehoben, von denen die erstgenannte als erlebte Milieu-Schilderung, die zweite aber als recht origineller Monolog Anspruch auf unbedingtes Lob haben. Den Lesern jidditc her Literatur sei dies Buch, das voll sympathischen und anregenden Humors ist, recht warm empfohlen. Spendenausweis der Sozialen Fürsorge der Agnda Jisroel. Ignatz Wolf K 30.000, M. Berger 1000, Nelly Grünberg 5000, Leopold Lourie 5000, Bernhard Altmann 50.000, Gesellschaft für chemische und metallurgische Produkte 50.000, Max Böhnel 1000, Sarah Müller 3000, S. Deutsch 5000, Berthold Falk 3000, Max Hulles 10.000, Dr. Dietrich Moldauer 20.000, Heinrich Denies 2000, Samuel Fischer 10.000, Karl Neurath 5000, S. Sobatka 1000, Rudolf Hellmer 1000, Philipp Steiner 2000, J. Better 10.000, Karl Stumm 1000, Bernhard Bettelheim 1000, Freiberger & Co. 10.000, Direktor Siegfried Kulka 25.000, Moritz Steinhof 60.000, Ign. Bernfeld 20.000, „Semperit" 2000, Adi Tuscau 10.000, Sandor Weiß 8000, Wilh. Morgenstern 1000, Bernh. Gabel 6000, Samuel Mittelmann 10.000, Adolf Löwy 5000, Internationale Export- und Import-A.-G. 10.000, Mina Grünvvald 1000, Herrn. Pollacks Söhne 200.000, Heinrich Klinger 25.000, Artur Goldschmidt 1000, Josef Berger 1000, Ing. Kuno Haas 1000, Elsa Mastbaum 10.000, E. Löffler 1000, Ing. Ig. Taussig 3000, L. Goldstein 1000, Dr. Max Gelber 1000, M. Feigenbaum 5000, W. Oppenheim & Co. 5000, M. Weiner G. m. b. H. 10.000, Sandwerke M. Glockner 3000, Wilhelm Adler 5000, Oskar Tauber 14.000, Leopold Mayer 6000, J. Klüger (Baden) 126.000, Ing. Alfons Sandhoff 5000, Jakob Weigl 1000, M. Grünberger 2000, M. Schwarz 1000, Simon Manheit 2000, Josef Samet 5000, Perl Altmann 1000, A. Herzmansky 6000, G. Dukea 1000, Ch. Manderer 1000, Deutsch & Beinhacker 1000, Ing. Gustav Beran 3000, S. Koliks Sohn 5000, G. Bado 10.000, Pauline Oppenheim (Baden) 10.000, Herrn. Sobatka 1000, Siegfried Fröschl 1000, Adolf Freiwillig 6000, Dir. Paul Halpern 50.000, Max Deutsch 2000, Samuel Deutsch 5000, Ing. Otto Fischer 5000, Brüder Rabinek 20.000, Rudolf Berger 20.000, Norbert üanath 20.000, Leopold Weinstein 6000, M. Wohlmann 5000, Otto Grünfeld 3000, S. Schnepp 1500, Daniel Banyhadi 2000, Armin Fleischmann 2000. Julius Rabl 1000, D. Nachtigall 5000, Kappel Frisch 1000, Josef Axelrad 10.000, Oswald Reicher 10.000, Vas & Barna 5000, Emil König 1000, M. Rosenblatt 1000, Herrn. Spielmann 1000, Ignatz Fischer 1000, Bern. Bauer 1500, Josef Silberstein 5000, Ed. Benak & Co. 6000, M. Haßbergs Nachf. 5000, Josef Rübmer 1000, Dr. Julius Neumann 2000, Siegf. Bettelheim 1000. Briefkasten. Die moderne Heilmethode der Zuckerkrankheit. Bei Zuckerkranken hat man sich lange damit begnügt, den Patienten den Genuß von Zucker und Kohlenhydrat (Mehlarten) zu untersagen, während sie Fleisch und Fett in welcher Menge immer genießen durften. Bei dieser Diät war der Zucker zwar verschwunden, statt dessen ist aber der noch viel gefährlichere Aceton aufgetreten. Darum wird heute nicht nur der Genuß von Zucker und Kohlenhydrat restringiert, sondern auch der Genuß von Eiweiß (Fleischarten) und Fett. Bei Zuckererkrankungen, ebenso wie bei Fällen von Nierenleiden, Gallenstein, Gicht und Herzleiden sind nur so sichere und bleibende Erfolge zu erwarten, wenn wir dem Kranken ständig eine seiner Konstitution und seinem jeweiligen Zustand quantitativ und qualitativ entsprechende Nahrung zukommen lassen. Mit diesem System ist nicht nur das zu erreichen, daß der Kranke zucker- und acetonfrei wird, also vollständig genesen, sondern es wird auch jene maximale Quantität von Kohlenhydrat, Fett und Eiweißnährstoffen festgesetzt, man nennt dies Feststellung der Toleranz, welche die Konstitution des Betreffenden gut aufzuarbeiten, assimilieren imstande ist und bei welcher Nahrung der Kranke seine Wohlgenährtheit, sein Wohlbefinden und seine Arbeitskraft zurückerlangt. Im Preßburger Grand Sanatorium werden die Zucker-, Nieren-, Herzkranke und Gichtleidende laut den neuesten wissenschaftlichen Prinzipien individuell behandelt. Diesem Umstände ist es zu verdanken, daß die grandiose Anstalt schon so große Erfolge in der Behandlung von Stoffwechselerkrankungen aufweist. (Bezahlt.) m^^B^^i KALBNDARTUM. S^^^KS^^Ä rvmisvsmn WmrVÄSB»^ Tag Cheschw. Oktober Notizen Sonntag 7. 29. Tod R. Abraham Pollak Prag 5392 — Tod R. Simon W. Auerbach Przemysl 6392 Montag 8. 30. Türken verbrennen deutsche Synagoge Jerus. 5485 — Tod R. Jakow Poniewez 5600 — Rabbinersynode Mainz ordnet Steuerfragen 1223 Dienstag 9. 31. Tod des Rosch 5088 — Tod R. Schlomo Salman Lemberg 5479 — Tod R. Awrom Mosche Pschewarsk (Mech. des Noam Elimelech) 5554 Mittwoch 10. 1. Nov. Geburt und Tod Don — Tod R. Michel Krakau (Seder Gittin) 5421 — Tod R. Arje'L. Auerbach-Buczacz-Stanislau (Sohn des Hamburg Raw. R. Mordechäi) — Tod R. Abraham Oppenheim (Eschel Awrohom) 6587 — Tod R. Meir Lemberg-Ostroha 5550 — Tod R. Josef Gliniany 5592 Donnerstag 11. 2. Tod Metuschelach 1656 — Geburt und Tod Benjamin — Tod Raheis — Tod R. Mosche Krotoschin — Geburt R. Akiba Eger II 6522 — Tod R. Jakow bar Jakow (Chachme haklaus) Brody 5528 Freitag 12. 3. Päpstliche Bulle gegen Ritualmärchen 5088 — Märtyrertod von Juden Heilbronn 5069 — Abarbanel beginnt Kommentar der Bibel 5244 — Tod R. Note-Eibenschitz Samstag 13. 4. Lech lcho — Haftoro lorao taumar — Papst verbrennt Talmud Venedig 5814 — Tod R. Juda Lewoe, Großvater des hohen Rabbi Löw Prag 5200 (Stammbaum bis R. Hay-Gaoi) — Tod R. Mendel .Rothschild-Hamburg 5492 — Tod des Kabbalisten R. Baruch-Kossow 5544

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