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Jüdische Presse · 1922-10-20 · 39 (20.10.1922) · page 2

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Journal
Jüdische Presse
Volume
8 (1922)
Issue
39 (20.10.1922)
Date
1922-10-20
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
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Seite 230 JÜDISCHE PRESSE > - Nr. 39 nüchterne Betrachtung der jüngsten fünfzig Jahre ergibt mit zwingender Klarheit, daß sowohl die reine Politik, also etwa die Gruppierung der Mächte auf der möglichst breiten Linie gemeinschaftlicher Interessen als auch die Geltung überstaatlicher und wirtschaftlicher Momente die Menschheit in das Unglück stürzten, in dem sie sich heute befindet. Denn beide Richtungen haben eine Gedankenwelt vollkommen ausgeschaltet, die man am Besten mit den Worten „öffentliches Gewissen" bezeichnet. Es steht fest, daß alle Versuche, den Gedanken eines gesetzlich nicht festzulegenden Maßes von Verantwortlichkeitsgefühl zum Allgemeingut zu machen, gescheitert sind. Das ist gleichzeitig der unwiderlegliche Beweis dafür, daß sowohl in der Gesetzgebung der einzelnen Staaten, als auch in dem Völkerrecht keine Spur des G-ttlichen sich findet. Welch gewaltige prophetische Kunde ruht demgemäß in den j Psalmenworten, daß die Völker der Erde nichts wissen und nichts wissen wollen von dem, was der Allmächtige als Recht bezeichnet. Nur wenn es gelänge, in die Menschen unserer Tage so etwas hineinzutragen, was man als öffentliches Gewissen bezeichnen könnte, wäre es möglich mit den Faktoren abzurechnen, welche mit abscheuerregendem Zynismus Not und Hunger unzähliger Menschen ins Unendliche verlängert haben. Es hat Zeiten gegeben, in welche außerordentlich kluge Politiker selbst die Stimme des öffentlichen Gewissen in das Netz ihrer selbstischen Interessen zu ziehen verstanden. Aber trotzdem hat endlich die Stimme des Guten gesiegt. Zum Beispiel bei dem Kampfe um die Befreiung der Neger in Amerika. Wir wählen dieses Beispiel, das scheinbar so ferne liegt, deshalb, weil damals in einem Zeitalter, welches noch die Eierschalen des Mittelalters auf dem Rücken trug, ein so umfassender Gedanke, wie die Gleichheit aller Menschen in bezug auf die elementarsten Rechtsbegriffe Raum gewinnen konnte. Man sollte doch wirklich meinen, daß nach 200 Jahren sogenannter fortschreitender Entwicklung etwas so Elementares wie das Recht aller Menschen auf ein Stückchen Brot, wenn es so geknebelt wird, wie in unseren Tagen, einen Schrei der Entrüstung durch die ganze Welt auslösen müßte. Da ist viel leichter festzustellen, wie bei der Frage nach dem Ursprung des Krieges, wer denn eigentlich der Schuldige ist. Man begreift es allenfalls, wenn Menschen, die zur Ohnmacht verdammt sind, in kraftloser Verbitterung schweigen. Man wird aber in der Geschichte im ersten Augenblick des Wiedererwachens öffentlichen Gewissens die Staatsmänner und Parlamentsmitglieder als Mörder bezeichnen, welche aus politischen und wirtschaftlichen Gründen die Stimme des eigenen ..un4,des . öffentlichen G^wißsens ersticken. , Wenn diese Ausführung schon Geltung' beanspruchen möchte in bezug auf die allgemeine Frage der Menschheit, um, wie viel mehr müßte sie Platz greifen in bezug auf jüdische Fragen. Wir kennen ja den in Gesetzes-Form geschriebenen und in heiliger Ueberlieferung niedergelegten Willen G-ttes, und das öffentliche Gewissen der jüdischen Gemeinschaft fühlt sich nach dem Wortlaute des Gesetzes und nach der ganzen Richtung seines Denkens und Wollens als Hüter des Rechtes. Das öffentliche Gewissen der jüdischen Gemeinschaft duldet nicht und dürfte nicht dulden auch die Abkehr des Einzelnen, diese Stimme des öffentlichen Gewissens zwang und befugte jeden Einzelnen, den Anderen zu führen und ihm zu wehren und den Uebertreter zur Rechenschaft zu ziehen; diese Stimme des öffentlichen Gewissens zwang .und befugte den Einzelnen, bei jeder Entweihung des g-ttlichen Namens in tiefe Trauer zu versinken. Diese Stimme des öffentlichen Gewissens zwang und befugte die Gemeinschaft, die Ungetreuen auszuschließen von jeder Gemeinsamkeit in heiligen Dingen. Fast zweitausend Jahre übte diese Stimme des öffentlichen Gewissens ihre Funktionen aus. Aber so wie der erste Führer des jüdischen Volkes im ersten Augenblick gegenüber dem Ansturm eines Korach sprachlos blieb, so versagte das öffentliche Gewissen der jüdischen Gemeinschaft in dem Augenblick, in dem man, um die alte Phrase zu wiederholen, die Religion zur Privatsache erklärte. Unsere ganzen Kämpfe gegen diese Unterstellung und Entstellung gehen ja letzten Endes auf das Ziel hin, das öffentliche Gewissen wieder zu erwecken. Qarum bäumen wir uns auf gegen den Versuch aus dem Leben der Gesamtheit das religiöse -Sollen auszuschalten, die man zUv einem Volke ohne Inhalt gestalten will. Gerade für die Zeit, in der das Volkstum Judas in höchster, in einziger Blüte stand, ist die Vorschrift gegeben, daß in jedem dritten Jahr der Jude dem öffentlichen Gewissen Rechenschaft ablegen mußte über seine Anschauung und über sein Tun. Die alte jüdische Weisheit nannte dieses Widdui und erfüllt wurde diese Pflicht im heiligen Tun. Dieses Bekenntnis der Dinge, die nur im Privatleben sich vollzogen, erörterte Fragen, wie man sein Gut verwaltet, wie man seinen Genuß vollzogen hat. Nachdem man die Widdui vollzogen und sich also dem öffentlichen Gewissen unterworfen hatte, durfte man beten um den Segen für G-ttes Volk und G-ttes Land. Wenn jetzt in diesen Tagen ernste Millionen von Juden zum-Vollzug der Widdui, des Sündenbekenntnisses, wie man es nannte, sich rüsteten und an der Pforte der Umkehr pochte, da mag man wissen, daß ihr Bekenntnis kein Bekenntnis, daß ihre Umkehr keine Umkehr ist und sie nicht berechtigt sind zu beten für G-ttes Volk und G-ttes Land, solange sie nicht auf den Schwingen des öffentlichen Gewissens sich und ihr Volk in der Einheit des Glaubens emporzutragen sich bemühen, s. n. Binlieitsfront und Trennungs- Orthodoxie. Der Zionistische „Moniteur" beschäftigt sich wieder, wenn auch nur im Feuilleton, mit der Trennungs-Orthodoxie. Im Leitartikel wird das Sukkotfest, der Lulaw und Esrog mit reizenden Farben geschildert, als höchster Ausdruck des nationalen Bauernbewußtseins. In allen nationalen Blättern wird immerfort das Lied von der Einheit des Judentums gesungen und die böse Trennungs- Orthodoxie ist das Karnickel, das den Frieden und die Einheit stört. Auch die Zionistenführer sind sich klar darüber, dafl die religiöse Judenschaft die große Majorität des jüdischen Volkes bildet und um diese in die Einheit hineinzulocken, versetzt man ihr konsequent die brutalsten Faustschläge. Dabei rechnet man, leider mit Erfolg, auf den Mangel an Organisation der Orthodoxie und auf den Dollarstrom, den die Zionistenführer in ihre Hände zu bekommen wußten und der vielen Frommen Schweigen befiehlt. In ErezJisroel begehrt man das Frauenwahlrecht (auch von den Misrachisten bekämpft), als ob der ganze Liberalismus auf dieser Frage beruhen würde. Die englische Regierung ist illiberal genug, auf das Frauenwahlrecht zu verzichten, weil es die Araber nicht wünschen. Antireligiöse Juden sind ver... genug, dank ihres erschlichenen Einflusses (mit welchen Verleumdungen gegen die Orthodoxie da gearbeitet wurde, deutsche Agenten, französche Emissäre usw., übersteigt jedes Maß), die Orthodoxie zu terrorisieren. Bekanntermaßen ist dem Juden das Heiligste die Reinheit der Ehe, der Grundpfeiler derselben ist das jüdische Eherecht. Die englische Regierung, deren Mitglieder, im Gegensatze zu den Zionistenführern (vielleicht gibt es da Ausnahmen), Respekt vor Bibel und Religion haben, will für die Juden in ErezJisroel das jüdische Eherecht einführen. Herr Weizmann lehnt ab, um gewiß Bastarde in die jüdische Gemeinschaft einzuführen. Und da gibt es Zionisten, die steif und fest behaupten, Herr Weizmann sei eher zu Kompromissen geneigt als seine Kollegen. in ihrer Hilfstätigkeit erlahmen. Es kann nicht genug energisch betont werden, daß die Not noch immer alle europäischen Begriffe übersteigt und daß infolge des großen Mangels an Kleidungsstücken und infolge der uneindämmbaren Epidemien ein großer Teil des russischen Volkes und darunter ein großer Teil der jüdischen Bevölkerung Rußlands in einer Lage, deren Schrecken zu schildern unsere Kraft übersteigt, sich befindet. Es soll an dieser Stelle noch hervorgehoben werden, daß die russische Judenheit zurzeit nicht nur physisch dem Tod geweiht ist, falls nicht rasche Hilfe kommt, sie befindet sich auch in einer religiösen Not, welche selbst das vielgeprüfte jüdische Volk nicht oft zu erdulden hatte. Es hat unter diesen Umständen die Leitung der Agudas Jisroel mit großer Befriedigung erfüllt, daß sie nicht nur eine Hilfsaktion zur Linderung der Hungersnot leitet, deren Ergebnis, wenn auch an dem Maßstab des russischen Hungers gemessen winzig, doch im Vergleich zu ähnlichen Hilfsaktionen überwältigend groß bezeichnet werden muß, sondern auch zur Erleichterung der religiösen Qualen unserer russischen Brüder beitragen konnte. Dies geschah durch Uebermittlung von Arba Minim und anderer Ritualien, welche mittels Luftschiffen noch rechtzeitig an ihren Bestimmungsort gelangten. Möge der heiße Dank, den Agudas Jisroel in jedem Brief aus Rußland für die edlen Spender erhält, nicht nur eine Genugtuung für die Gebefreudigen, sondern ein mahnender Ansporn für» die Säumigen sein, die noch nicht ihre Bruderpflicht erfüllt haben^ * Spendenausweis für jüdische Hungernde in Rußland. (Fortsetzung.) Joel Barbasch K 15.000, Koschitzky (Triest) 50.000, Ignatz Klein 5000, Stern durch A. Stroh 5000, Heinrich Sonnenfeld durch Rabbiner S. Fürst 20.000, Rosa Kallman 1000, Frau Gisela Saphir 3000, Herr Muschel für Benützung der Sukkoh 50.000, gesammelt durch Aba Goldfeld Hermann Eltbogen und Söhne 10.000, Kandl und Koralik 5000, Meiseies 4000, Neumanh, Kestenbaum, Fabian, Königsberg, Tobie Gersen, Goldhirsch, Gottesmann, Nürnberger je 1000 (8000), Hauptmann 2000, Blumenstock 500, Isaak Knopp 300, Glasband, Blumenstock, Treist, Schneider je 200 (800), Krummer und Bruder 1400, Grundland, Liebermann, Perlmutter je 100 (300), mehrere Ungenannte 13.000, zusammen 45.300, N. N. durch Jakob Schönfeld 10.000, Rosenberger (Wr.-Neustadt) 30.000, Mirjam Stern in Klock durch Akiba Schreiber 10.000, durch Bethausverein „MachsikeThora" (V., Wiedner Hauptstraße 83) 259.000, Spendeneingang im Bethausverein „ThoraEz Chaim" 318.500, Dr. Haase 2000, Marcus Ungar (Prag) durch Eduard Deutsch 200.000, Frau Jakob Bernfeld 20.000, Daniel Bonyhady (Salzburg) 10.000, durch B. Jugendgruppe, Wien E. W. (Wien) 5000, J. Kessler 1320, Voitek Link 13.000, Salomon Weiß. 8420, zusammen 22.740, Sammlung durch Aba Goldfeld Schlesinger 10.000, N. N., N. N., Loser Gottfried je 5000, Frau Schlesinger 4000, Kahan 8000, Greher, Tattelbaum, Wolf Pappenheim, Lewinsohn aus Holland, Frau Völkmann, Stern je 1000 (6000), Rubinstein 810, Steinhardt, Zimmer je 500 (1000), Jakob Schächter 400,, Leblang 200, mehrere Ungenannte 10.400, zusammen 50.810, durch Gruppenverband Agudas Jisroel (Halberstadjt) Dollar 590,, A. Schuckf ter' (Zürich) 10, A. Schuckster (Zürich)' schw. Frcs. 10, für Markenerlös holl. fl. 2, Samuel Halpern (Amsterdam) durch Rabbiner H. Twersky 10, Prof. Max Eisler Mk. 200, durch Rabbiner Sch. J. Lewithan (Ghristiania) 10.000, anlaßlich der Genesung Moritz Stein durch Abraham Stein K 18.000; Gesamtsumme der Spenden K 1,140.350, Dollar 610, schw. Frcs. 10, holl. fl. 12, Mk. 10.200. Widdui. Der Sturm der Zeiten, $er bange Druck des Augenblickes läßt kaum in irgend einer Seele Raum für geruhsame Erwägungen. Schon hat sich in der großen Welt draußen sichtbar eine Zweiteilung vollzogen in der Frage, ob als Heilmittel der furchtbar stetig wachsenden Not wirtschaftliche oder politische Maßnahmen zu gelten haben. Wir wissen nicht, zu welchen Weg sich die wirklichen oder die scheinr baren Machthaber entschließen. Wir-wissen nur das Eine, daß beide Wege nicht genügen, denn eine Schulmauern wollten auch einfallen, und eine jedwede wollte ihren Leib davor beschützen. Durch solches Wesen drängte eine die andere und stürzten viele übereinander, daß viele starke Leute erst imstande sind, um sie aus dem Haufen zu ziehen und Luft zu machen. Sie konnten aber keine vom Platz bringen, wie auch etwelche Männer mit Leitern in die Weiberschule stiegen, um die Weiber, die noch drinnen waren, zurückzuhalten, und welche schon hinausgedrängt, stehen und liegen, nicht noch zu überlasten. Sie sagten ihnen: Seht nur her, es ist doch nichts eingefallen in der Schule, auch ist keine Gefahr, wie man noch sehen kann. Sie sind aber nicht „capabel" gewesen, um sie zurückhalten zu können, weil schon solche Gedanken in ihnen waren, daß sie meinten, die Mauern und die Gewölbe wären auf sie gefallen, obwohl doch nichts zu sehen gewesen. Nun hat man solches nicht mehr länger angesehen, man hat Leitern gebracht, die Männer sind hinaufgestiegen und haben die Weiber an den Haaren herausgezogen und das eiserne dicke Stangengeländer eingebogen, um Luft zu machen. Da hat man eine nach der anderen herabgeworfen, bis man Platz gehabt hat. Da hat man gefunden, welche mit den Köpfen herab und mit den Füßen hinaufgelegen. Sechs fand man tot, nämlich: 1. Bella, die einzige Tochter des R. Ber See. 2. Bräunle, Tochter von Chajim König, Frau des Salman Wante. 3. Die Witwe Kele, Köchin im Hause des Vorstehers Gottschalk Lewi. '4. Zippor, Tochter des Sanwel Wante. 5. Hannele, Tochter von Ber Lewi, Frau von Wolf 1. Meir, die schwanger gewesen. 6. Gnendle, Tochter des Jakob Merchingen, Frau von Moses Baß. An diesen ist scheinbar zu sehen gewesen, wie sie zertreten worden sind und das Blut an die Wand gespritzt war. Nun observieren Sie, wie die Metzer Juden zu Brummen und Klagen, Schreien und Weinen Ursache haben. Es entstand eine große Verwirrung. Die eine Frau suchte ihre Mutter, die andere die Tochter, der Mann die Frau. Sie hatten viele Beulen und Wunden. Die meisten mußten mit entblößtem Haupte gehen und mehr als vierzig waren stark blessiert. . . . Die Tritte von den Fersen und Füßen sind an den Leibern nnd Gesichtern viel zu viel zu erkennen gewesen und sie hatten nicht die Kraft, sich auf ihren Füßen zu erhalten.8 Dem weiteren Berichte Benjamin von Krailsheim entnehmen wir, ohne besondere Ueberraschung, wie die sagenbildende Phantasie des Volkes sofort an der Arbeit war, eine mirakulöse Erklärung für die Katastrophe zu geben. Ueberraschender ist es schon, daß der Autor auch nicht ein Wort dafür findet, wenigstens für seine Person den Glauben an diese Erklärung abzulehnen. Mit aller Naivetät erzählt er noch, was eine — infolge des Schreckens von ein,er Frühgeburt überraschte — Frau über das Entstehen der Panik berichtet: »Eine Frau, die man mit ihrem kleinen Sohne, das Gebetbuch in der Hand, auf der Treppe sitzend antraf, erzählte, sie hätte gesehen sechs Gestalten von Weibern mit großen Schleiern. Die sechs fingen zugleich, aneinander gedrängt, in die Weiberschule hinein, obwohl doch die Schleier so breit sind, daß eine Frau allein, die einen solchen trügt, gewöhnlich sich seitwärts wenden muß, um durch die Türe hineinkommen zu können. Diese sechs gingen aber zugleich hinein und noch weit „luftiger" hinaus. Sie haben große Augen gehabt, und sie hätte sie nicht zu erkennen vermocht. Es sind wahrscheinlich Geister des Verderbens, die in solcher Gestalt hier erschienen waren." Der Verfasser, der schon zu Beginn seiner Schrift, dem Ereignisse drei hebräische» Klagelieder gewidmet hatte, schließt auch mit wehmütigen Betrachtungen und Klagen. Er erwähnt aber auch noch, daß die bei dieser Katastrophe um das Leben gekommenen Frauen, jede in einem besonderen Sarge, aber in einem gemeinsamen Grabe, ihre letzte Ruhestätte fanden und daß ein Denkstein errichtet wurde, der eine Beschreibung dieses Ereignisses enthielt. Die Trauer der Gemeinde gewapn auch in verschiedenen Bußübungen ihren Ausdruck, die durch die berufenen Faktoren angeordnet wurden. In der jüdischen Gemeinde von Metz dürfte die Erinnerung an die Katastrophe sicherlich noch nicht ganz erloschen sein, wenngleich es wundernehmen muß, daß im Laufe der Zeiten nichts geschehen ist, um die Inschrift auf dem Denkstein zu erhalten oder zu erneuern. G. Em. **.

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