Mannheim
Compact Memory

Jüdische Presse · 1922-11-24 · 44 (24.11.1922) · page 5

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Presse
Volume
8 (1922)
Issue
44 (24.11.1922)
Date
1922-11-24
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2629891-2629953-2629993--0767-2632424
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Nr. 44 JÜDISCHE PRESSE Seite 259 Zügen kennzeichnete Redner dann die Katastrophe, welche durch die Entwertung der Mark über die blühende Doresch Zion-Schule hereingebrochen. Der packende Appell an die anwesende Agudajugend, ihrer Altersgenossen in Palästina nicht zu vergessen und für die Erhaltung der orthodoxen Chinuch alle Kräfte einzusetzen, ging sicherlich an niemanden spurlos vorbei. Die innerpolitiseh-jüdisehen Verhältnisse Palästinas wurden von dem Redner auch kurz gestreift und die sichere Zuversicht ausgesprochen, daß allmählich — wenn auch erst nach Kämpfen und Enttäuschungen — die Ideologie der Agudas Jisroel bei der gesamten palästinensischen Orthodoxie Anerkennung finden werde. Agndas Jisroel für die Ukrainer Kinder. .Agudas Jisroel* in Berlin hat aus seinen Mitteln eine Kinder-Speiseanstalt in der Ukraine eröffnet. Polen. Der „Kinzker Raww b'Xl Einer der Größten unserer Zeit war Rabbi Jacob Josua, genannt der „Kinzker Raw", der dieser Tage im Alter von 76 Jahren verstorben ist. Aus allen Gegenden strömten die Jünger zu ihm, um aus seinem Wissensborn zu schöpfen und von allen Seiten wurde er in schwierigen Fragen um/religiöse Entscheidungen angegangen. Sein vor wenigen Jahren erschienenes Werk 3 KV r\pbn gehört zu den populärsten halachischen Werken unserer Zeit. In jungen Jahren war er rtKlin miö beim „Sochatschewer Rebben*, später Rabbiner in Lutomirsk, Gostanin, Konin und zuletzt in Kinzk, von wo aus sein Ruhm über ganz Polen ging. Der Sochatschewer Rabbi pflegte ihn mit Rücksicht auf sein nntrpD einen „lebendigen Bücherschrank" zu nennen. Die Beteiligung an der 'H)b war eine gewaltige. P",T« Die agndistaschen Hitglieder des polnischen Parlaments. In dem neugewählten Sejm sitzen folgende agudistische Abgeordnete: E. Kirschbraun, Oberrabbiner M. Schapira, Sirkis, Stempel, Münsberg und Oberrabbmer Aron Lewin aus Ostgalizien, im Senat der frühere Lodzer Deputierte Mendelsohn, ferner Deutscher und Jakob Trokenheim. Lehrerstreik an den „Tarbuth-Schulen" in Polen. (J. G. B.) 60 Lehrer der von der Kultur-Organisation „Tarbuth* erhaltenen hebräischen Schulen sind in den Streik getreten, weil ihnen seit einem Vierteljahr das Gehalt nicht ausgezahlt wurde. Eitauett. Die Verteilung" der jüdischen Mandate in Litauen. (J. G. B.) Die von der Hauptwahlkommission als gewählt bezeichneten drei jüdischen Deputierten gehören alle der zionistischen Partei an Es sind dies die Herren Dr. Brutzkus, Dr. Josef Berger und Garfunkel (Zeire Zion). Laut einer Abmachung unter den jüdischen Parteien müßte aber das dritte Mandat an den Vorsteher der „Achduth'-Organisation Dr. Rachmilevritsch abgetreten werden. Da sich aber die jüdischen Parteien darüber einig sind, daß der Sejm zu boykottieren sei, hat die Frage der Mandatsverteilung jetzt noch kein aktuelles Interesie. Die Frage des Sejm-Boykotts vor dem jüdischen Nationalrat in Litauen. (J C. B.) Nach dem Schluß der ersten Plenarsitzung des jüdischen Nationalrates entspann sich in der zweiten Sitzung eine politische Debatte über die Frage der Beteiligung der jüdischen Deputierten am litauischen Sejm. Der Vertreter der orthodoxischen Organisation „Achdut*, Rabbiner Feiwelsohn, trat dafür ein, daß die gewählten drei jüdischen Deputierten in den Sejm gehen sollen und dort für die Rückgabe der geraubten drei.jüdischen Mandate kämpfen sollen, da man durch Boykott allein nichts gewinnen, aber sich die Feindschaft der Litauer zuziehen könne. Galwanowskis über die jüdische Taktik im litauischen Sejm. (J. C. B.) Aus Anlaß der Eröffnung des litauischen Sejm fand ein Bankett statt, welchem die jüdischen Deputierten ferngeblieben sind. Unter den Pressevertretern war nur der Redakteur der .Jiddischen Stimme" anwesend. Der litauische Ministerpräsident Galwanowskis zog den jüdischen Redakteur in ein Gespräch, in welchem er sich mit Bezug auf die jüdische Taktik gegenüber dem neuen litauischen Sejm dahin äußerte, daß die Instruktion des jüdischen Nationalstes an die jüdischen Deputierten, an den Sitzungen des Sejm nicht teilzunehmen, ihm als ein Fehler erscheint, da drei jüdische Deputierte, trotz der relativ kleinen Zahl, dennoch viel erreichen können. Er wies ferner darauf hin, daß ein Boykott des Sejm durch die Juden der antijüdischen Front als eine Waffe gegen das jüdische Ministerium und den jüdischen Nationalrat dienen kann. „Man muß", sagte der Premier, „kaltes Blut bewahren, um nicht später Anlaß zur Reue zu haben, ebenso wie die Polen ihren seinerzeitigen Beschluß, den konstituierenden Sejm zu boykottieren, später bereut haben.* Im übrigen sagte Galwanowskis, er werde in diesen Tagen demüsionieren und an der Spitze des neuen Parteikabinetta gewiß nicht mehr stehen. Rußland. Die jüdische Sektion gegen Sabbatrahe in den Schulen. (J. G. B.) Nach Meldungen der russischen Presse hat die jüdische Sektion in Schitomir durchgesetzt, daß an den jüdischen Arbeitsschulen auch an den Sonnabenden Unterricht stattzufinden habe, obwohl die Lehrer vor diesem Experiment gewarnt haben, weil durch das Ausbleiben eines großen Teiles der Schüler an den Sabbat-Tagen die pädagogische Arbeit sehr leiden würde. Die jüdische Sektion glaubt dagegen, daß der Versuch in Schitomir gelingen würde und daß der Sabbatunterricht sodann an allen jüdischen Arbeitsschulen eingeführt werden wird. Gegenüber der Tatsache, daß die Ghedarim und Jeschiwoth im Gouvernement Schitomir sämtlich liquidiert wurden, bedauert es die kommunistische jüdische Presse, daß man unter den jetzigen schweren Bedingungen das Schulnetz nicht so ausdehnen kann, um alle Chederkinder einzuschließen. Rumänien. Eine rumänische Regierungserklärung Uber die antijüdischen Exzesse. (J. G. B.) Der rumänische Justizminister M. Marseski gab folgende Erklärung ab: .Die rumänische Regierung, die erst unlängst die Gleichberechtigung der Juden garantiert hat, darf keine antisemitischen Demonstrationen zulassen. Die Regierung hat den lokalen Behörden anbefohlen, die antisemitischen Agitatoren zu verfolgen.* Der Sekretär der „Vereinigung der rumänischen Juden*, Deputierter Magdor, wird alle Städte, wo antijüdische Ausschreitungen stattgefunden haben, besuchen und das gesammelte Material der Regierung unterbreiten. England. Ansprüche der Angora-Begiernng anf das Palästina-Mandat. (J. G. B.) „Jewish Chronicle" weiß aus autoritativer Konstantinopeler Quelle zu melden, daß sich die Angora-Regierung durch ihren Konstantinopeler Vertreter Hamid Bey an den Oberrabbiner der Türkei mit einer vertraulichen Bitte gewandt hat, in allen Orten der Türkei, in denen Juden wohnen, Volksversammlungen und andere Manifestationen zu veranstalten, in welchen die gemeinsame Losung ausgegeben werden soll, daß man die Türkei mit dem Mandat über Palästina betraue. Wie .Jewish Chronicle" weiter schreibt, geriet dadurch der Konstantinopeler Rabbinerrat in eine schwere Lage. Er war sich einerseits bewußt, daß die Organisierung solcher Manifestationen die türkische Judenheit in Konflikt mit dem allweltlichen Judentum bringen würde und auch als eine Demonstration der türkischen Juden gegen Großbritannien aufgefaßt werden könnte; andererseits aber würde eine Verweigerung dieses Verlangens vielleicht von der Angora- Regierung falsch gedeutet werden und für das türkische Judentum unangenehme Folgen haben. Der Oberste Rabbinerrat in Konstantinopel hat der Angora-Regierung in seiner offiziellen Antwort zu verstehen gegeben, der Rabbinerrat habe sich bisher niemals in politische Fragen eingemischt, da nur religiöse Fragen in seine Kompetenz fallen. Es wurde aber als wünschenswert angeregt, daß sich eine Delegation der türkischen Juden nach London begebe und von der britischen Regierung die Uebergabe des Palästina-Mandates an die Türken verlange. Bis jetzt hat der Oberste Rabbinerrat in dieser Frage keinen festen Beschluß gefaßt und es ist sehr zweifelhaft, ob eine solche Delegation nach London abreisen wird. „Jewish Chronicle* schließt: „Es ist bekannt und so verstehen es auch alle Konstantinopeler Kreise, daß sich die palästinensischen Araber mit den Türken dahin verständigt haben, daß die Engländer aus der Türkei zu entfernen sind." „Morning-Post" und die Zionisten. (J. C. B.) Das von der englischen zionistischen Organisation veröffentlichte Zirkular, in welchem die zionistischen Wähler aufgefordert winden, von ihren Kandidaten die Verteidigung der zionistischen Interessen im Parlament zu verlangen, wird von der antizionistischen „Morning-Post" scharf kritisiert. Dio Zeitung schreibt: „Wir warnen die Kandidaten vor Uebernahme von Verpflichtungen gegenüber den Juden, weil dies im öffentlichen Leben ebenso gefährlich ist, wie im privaten Leben. Wir erklären der zionistischen Organisation ganz offen, daß das englische Publikum solche konspirativen Versuche, die Freiheit der Mitglieder seines Parlaments zu begrenzen, nicht zulassen wird." Zum Schluß schreibt die „Morning-Post", die zionistische Organisation habe die englische Regierung in die so verworrene Politik des nahen Ostens hereingezogen. Bonar Law über die englische Palästinapolitik. (.1. C. 1-5.) Auf einem Wahlmeeting in Leeds erklärte der englische Ministerpräsident Bonar Law folgendes: „Von allen Seiten werde ich mit Fragen überschüttet, ob wir Mesopothamien und Palästina räumen oder nicht. Mr. Asquith sagt, er würde diese Länder evakuieren. Während aber Mr. Asquith, mögen die Wahlen ausfallen wie immer, nicht an der Spitze der Regierung stehen wird, wird die Regierung, an deren Spitze ich stehe, nach meiner Uebeizeugung auch nach den Wahlen existieren. Wie kann ich also jetzt schon Zusicherungen geben. Ich kann nur so viel sagen, daß wir die Frage genau prüfen werden. Wir müssen aber in Erwägung ziehen, wie weit wir durch unsere bisherigen Verpflichtungen gebunden sind." Rabbi Chaim Nahum-Effendi in London. (J. C. B.) Der frühere Hauptrabbiner der Türkei, Rabbi Chaim Nahum-Effendi, ist auf der Reise nach Lausanne zur nahen Osten-Konferenz in London eingetroffen. Rabbi Chaim Nahurn wird in Lausanne als Privatmann weilen, wird aber in Wirklichkeit als der Ratgeber der kemalistischen Delegation und als inoffizieller Vertreter der Angora-Regierung fungieren. Rabbi Chaim Nahum- Effendi führt gegenwärtig in London mit der englischen Regierung Unterhandlungen über deren Verständigung mit der kemalistischen Regierung. Gerüchte besagen, daß Rabbi Chaim Nahum-Effendi zum türkischen Botschafter in Washington auaersehen sei, wo er vor kuizer Zeit zu Besuch geweilt hat. Iflcxiko. Das mexikanische Kolonisations-Angebot. Der Londoner J. Korrespondent der JPZ. berichtet: Auf die in der Presse vorige Woche verbreitete Nachricht hin, daß das Angebot Mexikos1! an die Juden, sich in einem Teile Mexikos niederzulassen, unwahr wäre, fragte der „Jewish Chronicle den Präsidenten der mexikanischen Republik, Ohregon, telegraphisch an, ob dessen Angebot an Rothenberg zurecht besteht, oder nicht. Die Antwort des Präsidenten lautet: „Mein Vorschlag an Rothenberg bleibt aufrecht und der Untersekretär des Kolonisationsdepartements wünschte nur festzustellen, daß es wünschenswert wäre, wenn einige Vertreter nach Mexiko kämen, um die allgemeine Grundlage zu studieren, auf der die beabsichtigte jüdische Kolonisation formuliert werden könnte. Gez. Alvaro Obregon." Der „Jewish Chronicle" bemerkt dazu: „Es ist dies eine Angelegenheit von größter Wichtigkeit, weil es kein sichereres Mittel zur Besserung der Bedingungen von Abertausenden unserer Brüder in Osteuropa gibt, als sie aus ihrer gegenwärtigen Umgebung in ein neues Land zu führen, wo das Leben für sie von der unerträglichen Behandlung frei sein wird, der sie nun unterworfen sind. Natürlich hängt alles von der Brauchbarkeit des angebotenn Teritoriums für die jüdische Kolonisation ab. Jedenfalls werden die Juden der ganzen Welt keine geringe Dankbarkeit für Präsident Obrpgon empfinden für das Angebot, das er unserem Volke gemacht hat. Man wird sich daran errinnern, daß dieses Angebot ausdrücklich für die Emigration der russischen Juden gemacht wurde, so daß es auf die Besserung der jüdischen Lage in Osteuropa abzielte. Die Jern8alemer Stadtverwaltung: und die Juden. (J. C. B.) Die hebräische Tageszeitung „Doar Hajom" veröffentlicht einen sensationellen Artikel über die Verhältnisse in der Jerusalemer Stadtverwaltung. Wie daa Blatt mitteilt, sind in der Stadtverwaltung 164 arabische und nur 9 jüdische Beamte angestellt. Unter den Tausenden von der Stadtverwaltung beschäftigten Arbeitern befindet sich kein einziger Jude. Die Aufträge der Stadtverwaltung werden ausschließlich an arabische Unternehmer vergeben. Zum Schluß führt die Zeitung „Doar Hajom" darüber Klage, daß die hebräische Sprache in der Jerusalemer Stadtverwaltung amtlich nicht gebraucht wird. Eine Aktion der tschechoslowakischen Regierung in Palästina. (J. C. B ) Nach offiziellen Angaben des Handelsamtes ist gegenwärtig eine umfangreiche Aktion der tschechoslowakischen Regierung für den Handel mit Palästina im Zuge. Unter Mitwirkung der Prager Regierung haben mehrere tschechische Firmen (darunter die Skodawerke, Roessemann und Kähnemann usw.) eine Ausstellung von Industrieerzeugnissen in Jaffa beschlossen. Die Waren sind bereits eingelangt; sie wurden unter besonderen Einfuhr- und Zollerleichterungen eingeführt. Jerusalemer Orthodoxie an Sir Herbert Samnol. (J. C. B.) Eine Gruppe von einigen Tausend jüdischen Orthodoxen überreichte dem Oberkommissär von Palästina, Sir Herbert Samuel, eine Denkschrift, in welcher sie ihn ersuchen, ein gesetzliches Verbot gegen die öffentliche Sabbatentweihung zu erlassen. Die jüdische Einwanderung in Palästina. (J. C. B. Wie das Kolonialamt mitteilt, sind im Laufe der letzten neun Monate, das heißt vom 1. Jänner bis 80. September 1922, 5889 Juden nach Palästina eingewandert. Unter ihnen waren 2554 Männer, 1748 Frauen und 1587 Kinder. Einstellung der Jerusalemer Zeitung „Haaretz". (J. C. B.) Die große tägliche Zeitung in hebräischer Sprache, „Haaretz", hat zu erscheinen;iulYreh'">rt. Die Zeitung „Haaretz" stand den führenden Organen der zionistischen Bewegung nahe. Bonar Law über die Frage der Räumung Palästinas. (.1. C. B.). Die „Fall Mall Gazette" glaubt, den offiziellen Standpunkt der Regierung Bonar Laws zur Räumung Mesopotamiens und Palästinas folgendermaßen formulieren zu können: „Die Frage ist keine einfache und sie kann unmöglich durch einen simplen Satz in einer Wahlrede gelöst werden. Großbritannien hat das Mandat für diese Gebiete vom Völkerbund erhalten. Großbritannien könne auf diese Mandate erst dann verzichten, nachdem es dies vorher dem Völkerbund angekündigt hat. Was wäre geschehen, wenn das getan wäre? Das Mandat für diese Gebiete würde Frankreich übernommen haben und die Millionen, die Großbritannien dort investiert hat, würden Frankreich zugute kommen. Großbritannien kann nicht sein Wort zurückziehet, es muß nach dem Gesetz vorgehen. Sollen die Mandate allzu belastend sein, so wird England dem Völkerbund darüber Mitteilung machen. Die neue Regierung wird nichts tun, was Englands Ansehen schädigen könnte. Englische Wahlkandidaten über die Palästinafrage. (J. C. B.) „Daily Expreß" veröffentlicht weitere Antworten von Kandidatei verschiedener Parteien über ihre Stellung zur Palästinafrage. Einer der Führer der Arbeiterpartei, Herr Thomas, hat sich in seinem Wahlbezirk folgendermaßen über die Palästinafrage ausgedrückt: „Wir sind Oekonomisten und wir wollen sehen, was das britische Inperium von den in Mesopotamien und Palästina gemachten Ausgaben haben wird. Sollten wir diese Gebiete nur mit Schwert und Bajonett halten können, dann ist es besser, wir gäben sie auf." „Evening News" greift im Zusammenhang mit Mr. Hendersons Interview an das Jewish Corrcspondence-Bureau zugunsten der bisherigen englischen Palüstinapolitik die Arbeiterpartei sehr scharf an. „Daily Expreß" wehrt sich gegen den Vorwurf des Antisemitismus und erklärt, sie handle im Interesse der Juden selbst und hätte die Mehrheit der Juden hinter sich. Die Wahlen in Palästina. (J. C. B.) Die palästinensische Regierung hat mit der Publikation der Wählerlisten und mit den übrigei Vorbereitungen zu den Wahlen bereits begonnen. Die Wahlen selbst finden Ende dieses Monats statt. Abreise des Mousa Kiazim Paschas nach Lausanne. (J. ('. B.) Die Delegation der palästinensischen Araber mit Mousa Kiazim an der Spitze verließ am (i. Novomber Jerusalem, um sich zur nahen Osten-Konferenz nach Lausanne zu begeben und dort die Ansprüche auf die Unabhängigkeit Palästinas zu vertreten. Die Delegation wird sich einige Tage in Kairo aufhalten, wo sie mit den syrischen Arabern eine Beratung abhalten wird. Auf ihrem Weg nach Lausanne werden die Delegierten auch Konstantinopel besuchen. Grand Sanatorium Wasserheilanstalt Bratislava (Pre(burg), tiefer Weg diagnostische, diätetische und ptwsihotherapische Anstalt für Nerven- und innere Krankheiten^ Chirurgie, Geburtshilfe, Orthopädie. Abteilungen für Augen-, Ohren-, Kehlkopf- und Hautkrankheiten, Röntgenbehandlung. Chemische und bakteriologische Laboratorien. r Täglicher Pauschalpreis von 5K 55 aufwärts Pauschalpreis für Entbindung von 6K 1100 bis ÖK 1800 (8 Tage). Wasserkur auch für Auswärtige ÖK 15. Freie Aerztewahl. Rituelle "KP^ Verpflegung unter Aufsicht des Preßburger orthodoxen Rabbinates.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.