Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 8 (1922)
- Issue
- 35-36 (29.9.1922)
- Date
- 1922-09-29
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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I Nr. 35/36 JÜDISCHE PRESSE Seite 219 Grand Sanatorium Wasserheilanstalt Bratislava (Prcpurö), tiefer Weg Univsrsa9heilasistalf für Heroen- Abteilungen für Chirurgie, Gynäkologie, Geburtshilfe, Orthopädie, Urologie, Augen-, Ohren-, Kehlkopf- und Nasenkrankheiten. Täglicher Pauschaipreis von öK 55 aufwärts Röntgen-Durchleuchtungen, -Photographie, -Bestrahlungen. Moderne Untersuchungs-Laboratorien, Laboratorium Dr. Sägl. Chemische, bakteriologische und serologische Untersuchungen der normalen und pathologischen Sekrete (Harn, Blut usw.). Blutu, Milchprüfung von Ammen. Empfangstunden 8-12,2-6. Wasserkuren, Luft- und Sonnenbäder auch für Auswärtige Freie Arxtewahl Streng rituelle "itZO Küche unter Aufsicht des Preßburger orth. Oberrabbinates des Niveaus der Schule viel beigetragen, hielt eine gediegene Schlußrede. Die Jesehiwah-Ketanoh, die vor einiaren Wochen in unserem Blatte gebührend gewürdigt wurde, hielt Donnerstag, den 21. Elul, ihr Schiurverhör, das Oberrabbiner Schreiber vornahm. Die Schüler hatten über alle Erwartungen den an sie gestellten Anforderungen entsprochen. Die Schüler Lipe Weiler (Mako), M. Klein (Seredne), L Reinitz (Jeruscholajim) B. L. Löbl (Jeruscholajim) und A. Ehrentreu (Preßburg) wurden mit Stipendien ' ausgezeichnet. Oberrabbiner Schreiber hielt eine ergreifende Ansprache, worin er seine Freude für die Erhaltung unseres einzigen Bollwerkes, die Thora, aussprach und bat, in diesem Sinne auch weiter zu arbeiten. Dienstt'reiheit jüdischer Militärpersonen. Auf Ansuchen der orth. isr. Zentralkanzlei hat das Militär-Landeskommando mit seinen Verordnungen, sub. Zahl 18605 und 19337, den Militärpersonen jüdischen Glaubens, für die hohen Feiertage Dienstfreiheit bewilligt, und zwar für den 23. und 24. September (Rosch-Haschono), ferner für den 2. Oktober (Jom-Kippur) und schließlich für die eisten und letzten zwei Tage Sukkoth, den 7. und 8., respektive 14. und 15. Oktober. Die Dienstfreiheit beginnt mit dem Vorabend der Feiertage, um 4 Uhr nachmittags, und endet um 8 Uhr abends nach Ausgang derselben. Todesfall. Am 30. August starb im greisen Alter von 90 Jahren Wtw. Therese Valier Großraann. Die Verblichene, die sich durch ihre besonderen menschenfreundlichen Handlungen allgemeiner Achtung und Beliebtheit erfreute, war. die Gattin;des : vor 52 Jahren hierorts verstorbenen und tätig gewesenen Religions- und Hauptschullehrers Maxim Valier Großmann. Velke Topolcany. Herr Adolf Rosentbal aus Nedanoc hat zum Bau eines Bes-Hamidros in Velke Topolcany eine Viertelmillion tsch. Kronen gesjjendet und den Betrag bereits der Gemeinde übergeben. Denselben Betrag hat Herr Weimann, zur Errichtung eines Siechenhauses gestiftet. Uzhorod. Unser Berichterstatter aus Ungwar meldet: In einer Ungwarer Zeitung lesen wir einen Bericht über die glänzenden Erfolge des Tarbuth (zionistisches Schulwerk) auf dem Gebiete der Kindererziehung. Der mit „Hamabit"' gezeichnete Artikel gibt der Hoffnung Ausdruck, daß jetzt wohl zu erwarten ist, daß sich die Judenheit nicht mehr einschüchtern läßt von den „unjüdischen konservativen Chassidim", die den Tarbuth bekämpfen. Wir wollen die Bekämpfung der Tarbuth-Schule, die sich zum Ziele gesetzt, Minus und Apikorsus in die verfänglichen Seelen unserer Kinder mit Hilfe von „Majde ani und Krias Schma" lernen zu pflanzen, weiter unseren „unjüdischen konservativen Chassidim" überlassen. Tr.-Teplice. Am 5. September fand hier eine schöne' erhebende Simcha schel Mizwoh statt, wo der Sohn des Herrn Oberrabbiner M. Reich aus Bänovce, "13 ^KpfrF HH 3"H die liebliche, im gut altjüdischen Geiste erzogene Tochter, Frl. Recha des angesehenen Kaufmannes, Herrn Heinrich Wachsmann, aus seiner altbekannten Rabbinatsgemeinde Damborice, unter den Trauhimmel führte. Die Trauung vollzog der ehrwürdige Vater des Bräutigams und Ehrw. Herr Oberrabbiner Frei aus Velke Suräny, der hier als Kurgast weilt und vom Beginne bis zum Ende des ganzen Festes treu aushielt. Beim Hochzeitsmahle sprach Herr Oberrabbiner Frei anregende Worte. Die Sammlung für die Aktion der Aguda für Rußland, durch Frl. Szereue Reich und für Erez Jisroel, durch Herrn Moriz Just Urbovc hatte schönen Erfolg. Insgesamt za. cK 500. K—g. Danksagung. Die Agudas Jisroel-Jugendgruppe spricht auf diesem Wege ihren herzlichsten Dank für die Güte jener Presover Familien, die Preßburger Kinder über die Ferienzeit in Pflege nahmen, so auch für die Mitglieder der Presover Agtida-Jugendgruppe, die Großartiges bei der Unterbringung der Kinder leisteten. Gleichzeitig sei auch Herrn Max Neumann aus Preßburg, Mitglied unserer Gruppe, der gelegentlich bei seiner Erholung in Luhatschovitz eine bedeutende Summe für die Hungernden in Rußland sammelte, der Dank für sein nachahmenswertes Bestreben ausgesprochen. Erhebliche Preisreduzierung. Die Direktion des „Grand Sanatoriums'' hat sich noch vor dem zu erwartenden allgemeinen Preisaubbau in der kürzlich abgehaltenen Direktionssitzung dazu entschlossen, die Tagespension (Wohnung, ärztliche Aufsicht, vier Mahlzeiten, Beleuchtung, Pflege usw.) mit 1. September 1922 von tsch. K 55.— aufwärts festzusetzen. Mit dieser Preisbestimmung will die Direktion des „Grand Sanatoriums" auch denjenigen Gesellschaftsklassen, die in den bescheidensten materiellen Verhältnissen leben und die zufolge der hohen Kosten es vorzogen, in den allgemeinen Krankenhäusern Heilung zu suchen, ermöglichen, die erstklassige Pflege des Sanatoriums in Anspruch zu nehmen. Das „Grand Sanatorium", welche eine der schönsten und am Vollkommensten ausgestattete Heilanstalt ist, wird durch die durchschnittlich 40prozentige Preisreduzierung auch mit den Sanatorien der Länder niederer Valuten konkurrenzfähig. Ueber die nason der d^sd Ein neu erschienenes Werk O^HH *1QD (erschienen in Fürth 5622, Verlag Gusdorfer) Hegt yor mir. Das "HBD enthält Weisungen bei einem Kranken '^H hei einem DD13 un(* *D Die Gebete, die der Verfasser hiebei zusammengefaßt hat, sind sehr schön und da selbe auch übersetzt sind, einem jeden zugänglich, daher überaus geeignet, die Gefühle des n)2X hXff iDft beim jüdischen Volke zu wecken, hat also der Autor gewiß einen guten Dienst geleistet. Nicht dies niederzuschreiben, gab mir aber die Feder in die Hand, sondern eine kleine Bemerkung über die Q^'H, die das Buch in tJHpn \V2tb und deutscher Sprache enthält, zu machen. 1 ' Seite 152 schreibt nämlich der Verfassen „Am 2110 DV wird der Tote vom Bette herabgehoben, auf etwas Stroh auf die Erde gelegt, ohne daß man, wie am fiStt? Brot auf den Leichnam lege!" usw. Dieser Passus scheint mir ganz unrichtig zu sein. Orach Ghajim (§ 526) gestattet zwar Wasser zu wärmen und den Toten "HtQÜvZu sein, anzukleiden und durch einen Israeliten der ewigen Ruhe zu übergeben, jedoch aber — so man denselben am selben Tag nicht bestatten will — ist das Abheben vom Bette ohne ein Brot auf ihn zu legen, ent- Tag Tischri Oktober Notizen Sonntag 9. i. Erew-Jomkippur — Tod Mögen Awrohom 5443, dessen Sohn Chajim 5459 Montag 10. 2. Jomkippur. — Ermordung des Propheten Zacharia — Geburt R. Juda Hanassi Dienstag 11. 3. Tod R. Abr. Abesch Frankfurt 5529 — Tod R. Ghaim Oppenheim Straßnitz 5582 Mittwoch 12. 4. Tod des R. Awrohim Malach, Sohn des Meseritseher 5537 Donnerstag 13. 5. Tod R. Akiba Eger II. Posen 5598 — Tod R. Noa Ephr. Kolomea (Großvater des R. Meschullam) 5544 Freitag 14. 6. Erew Sukkoa — Verbrennung von Thorarollen Frankfurt 5270 — Tausende von Juden ermordet Lublin 5416 — Tod R. Kosnitzer Maggid R. Israel. Samstag 15. 7. Sakkos I. — Sieg der Juden von Gamala über die Römer — Tod R. Abraham Lurje (Portugal-Provence) aus dem Stamme Jona 5282 Lemberg — Chmelnicky mordet Tausende Juden in Dubna 5409 Jomkippur. Erew Jomkippur morgens (eventuell auch ein Tag früher) werden Kapores gemacht. Dazu wird für Männer ein Hahn, für Frauen eine Henne benützt. (Auch Fische können gebraucht werden.) Am Erew Jomkippur ist Essen und' Trinken Gebot. Aussöhnung zwischen Feinden ist Pflicht. Bei der Mittagstafel sollen Fische genossen werden. Abend nicht. Auch geistige Getränke nicht. Man darf nicht in Lederschuhen gehen. Es wird 24 Stunden getastet. Wöchnerinnen dürfen in den ersten diei Tagen nicht fasten. Nach dem dritten Tage muß Schaalo gemacht werden. Schwerkranke, Kinder unter drei Jahren dürfen nicht fasten. Von da ab sind diese allmählich zu gewöhnen. Mädchen fasten zu 12, Knaben zu 13 Jahren. Bei Hawdolo darf Bore Meore Hoesch nur über eine seit Kolnidre brennende Kerze gesagt werden. (Ner scheschowas.) Fromme beginnen sofort mit dem Baue der Sukko. schieden untersagt, heißt es doch Orach Chajim (§ 71, P. 2), will man den Toten am ersten Tag Jjlft nicht bestatten ri3tP3 hat man jegliche Vorschriften, die für diesen Fall am Sabbat bestimmt sind, einzuhalten und wohl wissentlich ist doch am Sabbat das Abheben nur durch ein auf den Toten gelegtes Brot erlaubt, wie dies ausführlich Orach Ghajim (§ 811) besprochen ist und meines Wissens finden wir auch bei den späteren Codificatoren keinen "Ifvn hiefür. Verfasser genannten Werkes schreibt auch selber nach oben zitiertem Passus, daß es einen Unterschied gibt zwischen ersten und zweiten Tag y\Q Q)\ jedoch ist dies so unklar beschrieben, daß derjenige, der nur aus diesem Werk seine •diesbezüglichen Kenntnisse schöpft und (z. B. in einem Dorfe wohnend) keinen Rabbiner hierüber befragen kann, im gegebenen Falle sehr leicht sich irren kann und zu einem 3185 D'P kommt. Es ist entschieden wünschenswert, seitens der Verfasser ähnlicher Werke um vieles vorsichtiger zu sein beim stilisieren solcher Vorschriften und sicherlich erforderlich das Gutachten (niÜSDn) einiger Rabbinim Nß^U einzuholen, damit kein Lapsus eventuell hineinkomme. Ich hätte dies wohl — um kein Aufsehen zu erwecken — dem Verfasser selbst geschrieben, da aber das Werk ohne dessen Namen erschienen ist und ich nicht weiß, an wem ich mich wenden soll um den Fehler richtigzustellen, glaube ich mich gezwungen, auf diesem Wege unser Volk aufmerksam zu machen, daß dies im "lÖD unrichtig ist. Sollte i c h aber geirrt haben, bitte ich unsere nTl sie mögen mir — wenn auch in diesem Blatte — meinen Irrtum beweisen, denn n^H ''JK Wßbb Levoöa, im Monate Elul 5622. Julius Klein. Spenden des Vereins Thoras Chajim, Wien IX. Amerika Subvention K 500.000, Bethaus Adas Jeschurun 158.460, Adler & Stern 100.000, (Emnoto) Ernst Stern 18.000, Emil Josef Schön 18.000, Rabb. Abraham Heschl 18.000, Bris Mile Elias Schön 17.250, Nathan Adler 10.000, Lewi Kahane 10.000, M. Figdor 10.000, Sammlung bei JaHiresprüfung 52.000, Jakob Witels 8000, Berl Kolb 5000, Mano Adler 5000, Josef Grünwald 4000, Israel Dirnfeld (Neutra) 3000, Dr. Ludwig Hofbauer 2360, Minja Reisz 4470, Minja Wohlstein 900, Schwarz Miksa tsch. K 50, Julius Schreiber K 2000. Majer Lieblein 1000, Isak Greif 1000, Josef Alt 1000, Chajim Schatner 1000, Isidor Goldschmidt 1000, Walter Reisz 500. Bdas Jisroel (Schiffschul). 11., GroBe Schiffgasse 8. Gebets tunden: vom 7. bis 14. Tischri 5688. Freitag na«? rfcjp 5.30 Samstag Wi^fi 'Q Morgengebet 6*30 u. 9-30, Mincha 1215 u. 4, p»tp tgXIB 6.15 D'"1 a*W " mrpf?D 5'45» Mincha 2 Uhr 1113 B'80, y* TttClÖ 6-10 An Wochentagon, Morgengebet 6, Mincha 5*30 Uhr. Herausgeber: „Jüdischer Verlag G. m. b. H." -— Verantwortlicher Redakteur: Jakob Deutsch. Für die Tschechoslowakei: Heinrich Schwarz. — Druck: Genossenschafts-Buehdruckerei, Wien, Vm., Hernalser Gürtel 20. — Telephon Nr. 19.772. Die 6 mal gespaltene Petitzeile d.-ö. E 2000*—. Für8 Ausland 100 Prozent Teuerungszuschlag. Bei Wiederholung entsprechender Babatt. rnnvö nsniö bin ipaa nsnwbbxn apy n^n "WKp nbww rnm kö*d paairantö ♦D'ttniKÖ ♦asnn b)bx Helfet den Hungernden! Pension Hirsch Semmering Es wird bekanntgegeben, daß die Pension bis auf weiteres gesperrt ist. Die Wiedereröffnung wird in diesem Blatte veröffentlicht werden. Hochachtungsvoll Leo Hirsch. Fünfzehnjähriger intelligenter Junge aus besserem jüdischen Hause sucht Posten als Praktikant Zuschriften erbeten unter „Sabbatruhe 15" an die Administration des Blattes. Kontoristin tüchtig in Stenographie, Maschinschreiben und einigen Kenntnissen in Buchhaltung, sucht Posten zu verbessern. Samstag frei. Gefl. Zuschriften unter »Tüchtig* an die Administration des Blattes. KLEIDER-INDUSTRIE RIEH, IU TflBORSTHflSSE 39 TELEPHON 40.324 EN GROSs: EN DETAIL 11 MM IM Uli 111MMM 1 IHM (HOTEL BAYRISCHER HOF) M®~ GHOSSB AUSWAHL IN HBBRBNKI/BIDBRN IMJHTIG UIVI3 NACH MA**S