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Jüdische Presse · 1922-09-29 · 35-36 (29.9.1922) · page 3

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Journal
Jüdische Presse
Volume
8 (1922)
Issue
35-36 (29.9.1922)
Date
1922-09-29
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr. 35/36 JÜDISCHE PRESSE Seite 215 wenigen Jahren, eure Väter und Mütter als veraltet belächelt, ja vergessen werden, weil ihr eben vergessen habt, euren Töchtern beizubringen, was es bedeutet, als Frau jüdische Pflicht zu erfüllen. Und habt ihr vergessen, daß diese Töchter einst jüdische Mütter werden sollen, «laß sie dafür bürgen sollen, daß jüdischer Geist und jüdische Glaubenstreue von Generation zu Generation fortgepflanzt wird? Welchen Mißklang muß es in einer Ehe geben, in der der Mann, wie wir dies so oft in ostjüdischen Kreisen finden, sich den ganzen Tag dem Thorastudium widmet, auf jedem Gebiete jüdischer Gelehrsamkeit zu Hause ist, die Frau aber nicht einmal imstande ist, der\ Sinn des einfachsten hebräischen Gebetes, das sie gedankenlos herunterplappert, zu erfassen, da sie dessen Uebersetzung nicht kennt, dessen Inhalt nicht versteht. In dieser Beziehung muß man lobend anerkennen, daß im Gegensatz zum Ostjudentum, seitens des Westjudentums schon mancherlei Gutes geleistet wurde. Hier finden wir Mädchenschulen, in denen, von echter Glaubenstreue erfüllte Lehrkräfte, den heranwachsenden Mädchen Unterricht erteilen, sie die Bedeutung ihrer Gebete lehren, sie mit Stolz auf ihre Geschichte erfüllen, ihnen die Wege weisen, welche die jüdische Frau zu gehen hat, bewußt und aufrecht zu ^•ehen hat zu ihrem eigenen Heil und dem Heil derer, die da kommen werden. Wenn man vermeiden will, daß der Abfall immer größer wird, wenn man unmöglich machen will, daß die sogenannte Aufklärung, wie eine böse Krankheit in unsere Reihen Bresche schlägt und unser^ Besten dahinrafft, dann hat man die tiefernste Pflicht schleunigst mit voller Kraft dafür einzutreten, daß durch entsprechenden Unterricht, durch sachgemäße Belehrung unsere Töchter zu den Quellen jüdischen Wissens, jüdischen Heils zurückgeführt werden, so daß wir uns nicht mehr, wie bis jetzt, sagen müssen „weiß doch keine woran sie glaubt". Man werfe mir nicht ein, unsere Zeit sei fortgeschritten, das Zeitalter erheischt aufgeklärte Frauen, man wisse jetzt erst, was das Recht der Frau bedeute. Wie lächerlich erklingt dieser sogenannte moderne Einwand. Ist denn schon vergessen, daß Israel schon Jahrtausende, ehe man von Frauenemanzipation redete, eine Dehorah, eine jüdische Richterin hatte, ist schon aus der Erinnerung geschwunden, daß eine Mirjam durch ihren Sang ein ganzes Volk begeisterte? Aber nicht daß eine Mirjam sang, war ihre Größe, sondern daß sie d a s sang, was ein Moses sie gelehrt, daß sie g-ttbegeistert ihr Wort ertönen ließ, zog eine Schar ihr nach. Mütter und Väter in Israel rafft euch auf, bedenkt, wie viel auf dem Spiele steht, wenn ihr das Beste, das in euren Kindern ruht brach liegen läßt. Gerade in der unsagbar schweren Zeit, die wir durchkämpfen müssen, gerade in dem Sturm, in dem von unzähligen Feinden Steine gegen Israel geschleudert werden, können wir uns nur retten, wenn wir imstande sind, als Schutz und Schild unsere Lehre zur Hand zu nehmen, wenn wir beweisen können, wir glauben weil wir verstehen, wir verstehen was wir glauben. Das ist aber nur möglich, wenn die jüdische Tochter von frühester Jugend an dazu erzogen wird, wissend und sehend den Geist der Lehre in sich aufzunehmen, wenn guter Unterricht, gute Lehrer und gute Schulen die richtige Grundlage schaffen, damit, wenn das jüdische, gut belehrte Mädchen zur Frau und Mutter heranreift, um einst -dem eigenen Kinde wieder auf alle bangen Herzensfragen Antwort geben kann, damit es ihm eine wirkliche Führerin durchs Leben sein kann. Rähel weint um ihre Kinder, so rief uns das Wort in den . heiligen, Tagen zu und tröstend, heißt es weiter, .es, soll der Tag kommen, wo diese Kfnüer in ihre Grenzen, in ihr Gebiet zurückkehren. Mütter und Väter kommt helft alle diesen Tag herbeiführen, ihr könnt und müßt es. Lehrt eure Töchter ihr Gebiet kennen, zeigt ihnen das Heilige Land des Glaubens, auf dem sie stehen sollen, nehmt ihnen die Binde vom Auge, die sie bisher das Herrlichste nicht sehen ließ, laßt sie Blicke tun in den Reichtum jüdischen Wissensschatzes, jüdischer Lehre, damit der Tag nicht mehr fern sei, an dem sich das Wort erfüllt, daß durch das Verdienst jüdischer g-tterfüllter Frauen die Erlösung kommt. Legt den Grundstein dazu durch Erziehung eurer Töchter zu jüdischem Wissen, zur jüdischen Pflicht. Eddy. Soraet, daß die „Jüdische Presse" in jedes orthodoxe Haus Einsang findet Jüdische Schillfragen in Osteuropa. II. Lehrerausbildung.* Im Mittelpunkt aller jüdischen Schulprobleme' steht die Frage der Lehrerausbildung. Bei allem erfreulichen Aufschwung innerhalb der Orthodoxie im Osten, auf dem Gebiete der Schaffung eines echt jüdischen Schulwesens kann leider nicht verschwiegen werden, daß das ernsteste Problem auf diesem Gebiete, die entsprechende Regelung des Lehrerbildungswesens, noch nicht gelungen ist. Die Gründe dieses Versäumnisses liegen hauptsächlich in den Zeitverhältnissen. Die letzten fünf Jahre haben die in Betracht kommenden Elemente völlig absorbiert. Infolge der allgemeinen wirtschaftlichen Zerrüttung, insbesondere aberdes materiellen Niederbruches der akademischen Berufe, wurde die in Betracht kommende Jugend anderen, mehr Erfolg versprechenden Berufen zugeführt. Wenn es so fortgeht, wird man in einigen Jahren kaum einen entsprechenden Rabbiner oder Lehrer ausfindig machen können. Noch trauriger ist es, daß diese Tatsache noch nicht genügend gewürdigt wird. Bei der ausgesprochenen Tendenz in allen Ländern, jüdische Schulwerke zu schaffen, wird sich dieser Mangel an geeigneten Lehrkräften geradezu katastrophal gestalten. In Deutschland sind wohl ausgezeichnete Lehrerbildungsanstalten, jedoch scheint die politische Isolierung Deutschlands auf jüdische Kreise zu wirken und somit kommen diese Anstalten weniger in Betracht, zumal die deutsche orthodoxe Judenheit wirtschaftlich geschwächt und ansonsten auch für außer deutsche Zwecke stark in Anspruch genommen, kaum die Möglickeit hat, für die Erweiterung und Umgestaltung dieser Anstalten aufzukommen. Doch glauben wir, liegt der Schlüssel der Lösung in Deutschland. Erfreulicherweise ist ein geistiger Umschwung innerhalb der deutschen Orthodoxie zu verzeichnen, unter Einwirkung der politischen Umgestaltung in Zentraleuropa. Wohltätig beeinflußt von der näheren Berührung mit frommen thorabefließenen ostjüdischen Kreisen, hät das Bildungsideal der deutschen glaubenstreuen Jugend eine Aenderung erfahren, die ebenfalls in der Tendenz liegt, jüdisches Thorawissen und Thoraleben als primäre Forderung einer jüdischen Erziehung gelten zu lassen. Die Schulgründungen der letzten drei Jahre stellen bereits' die praktische Verwirklichung dieses geänderten Ideals dar. Dieser Tendenz werden sich auch die älteren jüdischen Schulwerke in Deutschland und die Lehrerbildungsanstalten selbst auf die Dauer nicht entziehen können. Der gute Wille hiezu ist unstreitbar vorhanden. Dieselbe Bestrebung kann in Oesterreich wahrgenommen werden. Hier war das jüdische Schulwesen eine Angelegenheit, über die man in guter Gesellschaft überhaupt nicht sprechen durfte. Die einzige jüdische Volksschule Wiens hat ein sehr bescheidenes bekümmerliches Dasein geführt trotz der ausgezeichneten Lehrerfolge. Nun ist es auch hier anders geworden. Innerhalb der Orthodoxie hat eine mächtige Bewegung eingesetzt, diese bescheidene Schule zu einem echt jüdischen Schulwerk auszugestalten, das über das schulpflichtige Alter hinaus sowohl Thorawissen wie Ertüchtigung für das praktische Leben bietet. Auch muß in diesem Zusammenhang erwähnt werden, daß auch durch die Angliederung des Burgenlandes altehrwürdige jüdische Gemeinden, die alle selbständige jüdische Volksschulen haben, an Oesterreich gekommen sind. Diese Schulen, dürfen nicht aufgelassen werden und somit muß vor allem für geeignetes Lehrermaterial gesorgt werden. Damit berühren wir einen wunden Punkt, an dem die Orthodoxie aller Nachfolgestasten des alten Ungarns leidet. Die mächtige Orthodoxie des alten Ungarns hat es versäumt, eine orthodoxe Lehreranstalt zu errichten, obwohl schon in hunderten zu ihr gehörenden Gemeinden selbständige jüdische Volksschulen vorhanden waren. Schon zu jenen Zeiten war die Versorgung der orthodoxen jüdischen Volks- und Bürgerschulen mit entsprechenden Lehrern,,bloß dem Zufall zu verdanken, daß aus; dem Budapester israelitischen Lehrerseminar neologer Richtung und aus den staatlichen Lehrerbildungsanstalten noch eine gewisse Anzahl von orthodoxen Lehrern hervorging. Charakteristisch für Lehrer und für den Geist der ungarisch-jüdischen Schulen war, daß sie mehr das Ungarische als das Jüdische betont haben, was äußerlich durch den Gebrauch der vom Gesetz energisch geforderten ungarischen^Unterrichtssprache zum Ausdruck kam. Durch den Verfall Ungarns steht jetzt die orthodoxe Judenheit der Slowakei, Siebenbürgens und Potzkapatzka-Russia auf dem Gebiete des jüdischen Schulwesens vor neuen Aufgaben, deren erste sicherlich die Schaffung von entsprechenden Lehrerbildungsanstalten ist. Diese Aufgabe ist schon deshalb so dringend, weil die Orthodoxie auf diesem Gebiete in hartem Kampfe mit Kulturbestrebungen steht, welche den alten Glauben aus dem Herzen der Jugend reißen wollen, oder durch Schaffung von neuen Idealen das Alte. verblassen und zurückdrängen wollen. Dieser Kulturkampf hat in diesen Ländern noch nicht die scharfe Form angenommen, wie wir * Siehe Nr. 14 d. Bl. dies im eigentlichen Osteuropa finden. Daher kann die Ortho" doxie dieser Länder viel aus der Erfahrung der ostjüdischen Orthodoxie lernen. Es ist zu hoffen, daß diese Erfahrung nicht unbenützt gesammelt worden ist. Trotz aller Unterschiede, die gerade auf dem Gebiete des Schulwesens und des Bildungsstrebens in der Orthodoxie der Ost- und Zentraleuropftischen Länder vorhanden ist, muß die Gemeinsamkeit des alten echtjüdischen Bildungsideals in den Schulen, Thora zu lernen und ihre Lehren im Leben verwirkliehen, tiefer erfaßt und energischer betont werden, zumal die Orthodoxie all dieser Länder von der gemeinsamen Gefahr bedroht ist. Von einer gemeinsamen Gefahr einer sich jüdisch nennenden Kultur, die weder Thora lehrt noch Thoraleben als jüdisches Ideal gelten lassen will. Diese gemeinsame Gefahr ist äußerst akut, sie abzuwenden ist allein die Stärkung und Förderung eines echt jüdischen Bildungsideals imstande. Schule nnd Sabbat (Aus J. Breuers „Ein Kampf um G-tt.") Das erste, was Heinrich verlor, war sein Sabbat. Er ging am Sabbat zur Schule. Der g-ttliche Tag, zu dem er sich bis dahin die ganze Woche gesehnt hatte, wurde ihm ein Tag des Schreckens und des Verdrusses. Die ganze Stadt schien ihm ehedem an diesem Tage ein anderes Gepräge zu' haben; wohlvertraute Straßen schauten da ganz anders aus als sonst. Das kam, weil nicht die Menschen, sondern G-tt selber an diesem Tage regierte, G-tt selber zum anderen Male das Wunder der Schöpfung vollzog. Als Heinrich anfangs klopfenden Herzens und mit dem Bewußtsein eines Missetäters die Schulräume am Sabbat betrat, da wurderte er sich förmlich, daß man den kahlen Räumen so gar nichts anmerkte, daß sie in all ihrer Nüchternheit beharrten. Noch hatte er, selbst wenn er zur Schule ging, Feiertagsgewänder an. Noch hatte auch seine Seele an diesem Tage ihren frischsten Glanz, ihren himmlischsten Schmuck, und schritt am G-tt- Schöpfer-Tage, selber G-ttes unmittelbares Geschöpf, in frühestem Schimmer einher. Aber der Schimmer erlosch, der Glanz verschwand, und trauernd legte die Seele ihren Schmuck ab, als sie Sabbat für Sabbat des Werktags unheiliges Treiben rings umgab, als sie statt der Nahrung g-ttlicher Gedanken nur immer des Professors Xylander scheltende Offenbarungen entgegennehmen mußte. Professor Xylander war dem Sabbat gram. Wie alle Despoten, liebte er die Gleichförmigkeit, die das Regieren so ungemein erleichtert. Daß Heinrich am Sabbat nicht schrieb, reizte ihn jedesmal aufs neue. Wenn die Waltung seiner Regierungsweisheit einen lateinischen Aufsatz für Sonnabend über die Klasse verhängt hatte, und Heinrich sich alsbald erhob, um sein Verhindertsein mit zager Stimme kund zu tun, so geriet er immer wieder von neuem in zuckende Wut und goß die Schale seines Zornes in schmähenden Worten über Heinrich aus, dem er immer und stets zu verstehen gab, daß er doch nicht in Palästina, sondern in Deutschland sei. Wehe gar, wenn die hohen Herbstfeiertage der Juden nicht in die Ferien fielen, und Heinrich wenigstens einen Teil dieser Tage dem Unterricht ganz fern blieb. Heinrich hatte keinen Tag echter Weihe mehr im ganzen Jahre. Der Blütenstaub seiner Seele verflog. Des ewigen Widerstreits müde, ließ seine Seele ihre Schwingen hängen. Langsam und sicher übte die Gewohnheit ihre allbezwingende Macht aus. Professor Xylander siegte. Heinrich enthielt sich am Sabbat auch weiterhin des Schreibeiis. Aber die Engel des Friedens, die Engel des Königs der Königs-Könige, die er einst beim Einzug des Sabbat jauchzend begrüßt, kamen nicht mehr, und Heinrich vermißte sie nicht mehr. mmss^ Wer seinen Kindern wohl will, wer ihnen rechtzeitig jüdische Gesinnung und Erziehung zuteil werden lassen will, der schickt sie in die Talmud Thora s Der Tag der Sühne. Die Bitte um Verzeihung, die zage Sorge, ob man derselben würdig ist und die Gewißheit, daß man dieselbe erlangen kann, stellt die Skala der Empfindungen dar, welche uns am Jaum Hakippurim beherrschen. Die denkenden Menschen wissen wohl zu unterscheiden, daß dieses Können kein Müssen ist, und je mehr man sich in die Gedanken unserer Weisen s. A., über Sühne und Buße vertieft, desto wunderbarer wird man geführt, bis an die Grenze der Erkenntnis, die den Menschen zugestanden ist, über die Wege, auf denen der Allmächtige die Welt führt. Daß darüber so wenig nachgedacht wird, ist das traurige Zeichen unserer Zeit und den wahren Juden müßte Jaum Hakippurim zu einem denkenden Menschen gestalten. Man müßte das Wort des hohen Priesters, das er dem ehrfurchtsvoll gebeugten Volke zurief, sowohl deuten können in dem Sinne der Mahnung: „Ihr sollt rein sein!", als auch im Sinne der Verheißung: „Ihr werdet rein sein —. Und so könnte Jaum Hakippurim den denkenden Juden prophetisch begaben. Aus dieser Begabung müßten wir am Jaum Hakippurim die Mahnung schöpfen, daß wir auch im Verzeihen die Wege gehen müßten, nach denen der Allmächtige seine Welt führt, daß es Dinge gibt, die man nicht verzeihen kann, und nicht verzeihen darf, solange sie von ihren Urhebern weiter und weiter als Waffe des Truges geführt werden. Was wir aber von diesen Weg wissen, ist folgendes: Es herrscht eine strenge Gesetzmäßigkeit, der Allmächtige kommt den Menschen so nahe, als der Mensch sich ihm nähern will. Verjagen die Menschen aus ihren Beziehungen das Gesetz der Liebe, so kommt die Stunde, in der, um mit dem Wort der heiligen Schrift zu sprechen, der Ewige sein Antlitz birgt und die Menschen am furchtbaren Beispiel lehrt, wie eine Welt aussieht, in der Gewalt und Lüge herrscht. Aber seltsam, als höchste Blühte der Liebe, der feurigen Liebe zur Wahrheit, verlangt der Allmächtige einen Haß, den Haß gegen alle, die den Ewigen selbst und sein Gesetz haßen und verfolgen. Es ist eine sehr ernste Frage am Jaum Hakippurim, ob wir uns zu dieser sittlichen Höhe des Abscheues vor dem Schlechten und den Schlechten emporgeschwungen haben, ob wir nicht zu gern geneigt sind, mehr zu verzeihen, als der Allmächtige selbst. Dies sollte man auch am Jaum Hakippurim den Völkern der Welt künden. Noch ist die Zeit nicht gekommen, in der die Völker der Welt Sieger, oder Besiegte die Wege ahnen, nach dessen der Allmächtige sein Volk führt. Wir sind nicht berufe11 zu richten, aber hüten wir uns den Völkern zu schmeicheln, die aus selbstischen Gründen mit den Kindern des Allmächtigen spielen. Das ist ein sehr ernster Gedanke am Jaum Hakippurim, und es muß sich auch am 11. Tischri und an allen vorgehenden Tagen bewähren, daß wir in der Ahnung der Wege des Allmächtigen uns nicht beirren lassen, und daß wir unser Ideal allen Versuchungen zum Trotz rein und hoch erhalten. Dann wäre Jaum Hakippurim ein Tag der Sühne für alle Völker der Erde. P. K. Ein Dreiklang. zu row mir? Die Welt der Töne, unbestritten der entsprechendste Ausdruck für die Welt der Gefühle, ist an strenges Gesetz gebunden und nicht umsonst nennt man den Ausdruck dieser Gesetzmäßigkeit eine Harmonie. Wie immer nun in dieser Welt der Töne ein Ereignis sich vollzieht, ob es sich abspielt in sanfter Aufeinanderfolge, oder sich ergießt in wilden, zerrissenen Melodien, eines verlangt das Gesetz, daß es ausklingt in drei schliehten Tönen, die sanft hinübergeleiten in träumerischen Zu- Fördert das Jüdische Schulwerk! Erhaltet die Talmud Thora!

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