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Jüdische Presse · 1922-02-17 · 7 (17.2.1922) · page 5

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Journal
Jüdische Presse
Volume
8 (1922)
Issue
7 (17.2.1922)
Date
1922-02-17
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
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Nr. 7 JÜDISCHE PRESSE Seite 41 Regierungsgebäude Wohnung, wurde aber nur vom Zivil-Sekretär Deeds ampfangen, da Samuel krank gemeldet wurde. Northcliffe besuchte die berümten Kellereien von Rischon le Zion, man zeigte ihm da Weinfässer die nach Amerika gehen, trotz des Alkohol Verbotes, für rituelle Zwecke. Der Präsident von Rischon le Zion begrüßte Northcliffe und dankt England für den Schutz der Juden. Northcliffe antwortete darauf in äußerst befremdlicher Weise: „Er habe den Eindruck, daß die palästinensischen Zionisten sich ein bißchen zuviel vorstellen, von dem Interesse des englischen Publikums fürden Zionismus.« Er glaubt auch, daß die Einwanderung ungewünschter Elemente, wie Bolschewiken und andeier, teilweise die Ursache der Entzweiung mit den Arabern sei. Die Araber waren 700.000 und die Juden bloß 70.000, trotzdem war früher Frieden. Die Juden mögen darauf achten, wem sie nach Palästina hereinlassen. Später besuchte Northcilffe den General Storrs und spendete ihm viel Lob für die sanitäre Verwaltung Palästinas. So meldet „Times" durch ihren Berichterstatter, der Northclife begleitet. Das ist eine höchst traurige Wendung der öffentlichen Meinung, die nicht nur eine böse Schlappe der Zionisten ist, sondern das ganze Judentum trifft. Regelung des Gerichtswesens in Palästina. (JGB). In den letzten Tagen hat das Regierungsgericht für Erbschaften und Familienangelegenheiten eine neue Organisation und Autorisation bekommen. Das Gericht hat aufgehört, Regierungsgericht zu sein und wurde eine islamitische religiöse Institution; ein oberster Rat wird durch islamitische Wähler gewählt und dieser allein hat das Recht, die Beamten des Gerichtes zu ernennen und ist er auch die oberste Aufsichtsbehörde des Gerichtes. Dies bedeutet eine wesentliche Ausgestaltung der Autonomie der islamiti'schen Gemeinden. Bisher wurden auch jüdische Erbschaftsprozesse vor dieses Gericht gebracht; nun hat gelegentlich eines solchen Prozesses zwischen jüdischen Parteien, der vor dem Kadi hätte stattfinden sollen, der Justizsekretär von Palästina erklärt, daß dieser Prozeß vor das Rabbinergericht gehöre. Die gesetzliche Regelung dieser Angelegenheit ist noch nicht erfolgt. Jüdische Kolonien als Stadtgemeinden. (J. G. B.) Die palästinensische Zivil Verwaltung hat der »Föderation der jüdischen Kolonien in Palästina" mitgeteilt, daß sie bereit sei, größere jüdische Siedlungen als Stadtgemeinden anzuerkennen. Diese Erklärung wurde von den Kolonisten mit großer Genugtuung aufgenommen, da sie als Beginn einer neuen Periode kolonisatorischer Entwicklung betrachtet werden kann. Bis jetzt haben sich die jüdischen Kolonien in Judäa an Jaffa, in Galiläa an Haifa zu wenden, wenn sie irgendwelcher Konzessionen bedurften. Diese Abhängigkeit von Städten, die noch arabische Majoritäten aufweisen, hat vor allen die Kreditaktionen der Kolonien stark behindert. Künftighin werden die als Stadtgemeinden anerkannten Kolonien ihre Konzessionen unmittelbar bei der Regierung einholen und so über größere Selbstständigkeit verfügen dürfen. Dabei wird man aus organisatorischen Gründen kleine Siedlungen einer benachbarten großen unterstellen, wodurch gleichzeitig die wirtschaftliche Zusammenarbeit der jüdischen Kolonien in Palästina gefördert werden soll. Der Chef der französischen Zivilverwaltung in Syrien über die Lage in Palästina. (J. G. B.) Der jüdische Orientalist Dr. Schiffer hatte eine Unterredung mit dem Chef des Zivilkabinetts in Syrien, Pierre Lyautey, über einige Palästina betreffende Fragen. Mr. Lyautey gab seine Bewunderung über die von den Chaluzim gebauten schönen Strassen in Palästina und über die jüdischen Arbeiter im Allgemeinem, die zu allen Jahreszeiten den Boden bearbeiten, der so innig mit der Geschichte der Welt verknüpft ist, Ausdruck. Mr. Lyautey versicherte, daß die Grenzen zwischen den Ländern des französischen und britischen Mandates sich auf dem besten Wege einer endgültigen Regelung durch die gemischte Kommission befinde. Diese Kommission handelt im Einvernehmen mit den Instruktionen ihrer Regierungen, indem sie einerseits die Lehren der Geschichte beherzigt und andererseits den gegenwärtigen Bedürfnissen der Bevölkerung Palästinas und Syriens Rechnung trägt. C$clKCho$lowakci. „Bfewaksehe Thora", Bratislava. Letzten Sonntag fand im Saale der Mensa die Szijumfeier über Messechtes Psochim statt. Das stimmungsvolle Fest wurde durch die Anwesenheit der ehrwürdigen Besdins, und zwar an der Spitze Herr Oberrabbiner Schreiber n. j. sowie der Herren Rabbiner Hirschler, Herzel, Donath und Goldstein zu einem weihevollen Abend erhoben. Obmann J. Weiß begrüßt die illustren Gäste, erörtert die Ziele und Zwecke der Chewra und dankt auf diesem Wege in erster Reihe dem ehrwürdigen Rabbinat für die liebevolle Unterstützung, wie auch dem Gemeindevorstand und nicht zuletzt auch dem g. Balbatim, die auch in jeder Hinsicht den Verein unterstützen. Der größte Dank gebühre dem Vereinsrabbiner Unsdorfer, dem keine Mühe zu groß ist und der keine Plage scheut, um den Mitgliedern Thora und Jira einzuflößen. Mit großem Beifall schloß Redner seine Worte. Nachher schloß Rabbiner Unsdorfer wie gewöhnlich die Messechte mit dem traditionellen Hadron aloch. Sodann begann Se. Ehrwürden Oberrabbiner Schreiber die Sugje Mizwes Zrichos Kewono, woran sich treffliches Maggidus schloß, in welcher er die Jugend zur Thora und Jira aufmunterte, und sie nicht den verderblichen Strömungen huldige. Danach sprachen Sr. Ehrw. Rabbiner Rubinstein, D. Wessely, Kaiisch erhebende Diwre-Tora- und Mussar-Worte und in humoristischer Weise Rabbiner Ab. Herzl. Nun sprach Vereins- Rabbiner Unsdorfer dem Vereins-Präses J. Weiß für seine außerordentlichen Leistungen seinen Dank aus. Sodann sprachen noch Sr. Ehrw. Rabbiner Donath und Hirschler, welch letzterer betonte, wie wichtig es speziell für die Jugend sei, sich als Jude und Mensch herauszubilden. Das Benschen, welches Sr. Ehrw. dem Oberrabbiner verehrt wurde, ergab 900 tschechische Kronen. ^(^tj^^J^^J^ jf£2jttjJ£ j|£!W+ *W*iW+2ltR' Aguda* mmmm Die Konferenz der we$tgaltei$cl)cn Orf$- und Jugendgruppen. Am 15. Jänner wurde im großen Saale der Kultusgemeinde in Krakau die Rayonskonferenz der Westgalizischen Orts- und Jugendgruppen feierlich eröffnet. Vorsitzender Herr Fränkel begrüßte die Delegierten und erteilt das Wort Rabbiner Halpern (Biecz), der eine kurze aber schöne Eröffnungsrede hielt. Namens der Krakauer Jugendgruppe begrüßt hierauf Herr Klein die Versammlung. Rabbiner J. M. Lewin (Warschau) referiert über die bisherige Tätigkeit und Aufgabe der Aguda. Herr Wolf Pappenheim (Wien) erstattete den Tätigkeitsbericht der Wiener Zentrale und hob besonders die Palästina-Arbeit hervor. In der zweiten Sitzung, Montag, den 16. Jänner, referierte Herr Deutsch über die Tätigkeit der westgalizischen Ortsgruppen. Es folgte hierauf eine lebhafte Debatte, an welcher sich die Rabbiner aus Biecz, Dembice, Grybow und Andrichow, wie auch die Herren Schreibtafel (Krakau), Freudenfeld (Mielec), Dr. Peiner (Krakau), «J. M. Lewin (Warschau) und W. Pappenheim (Wien) beteiligten. In der Nachtsitzung beantragte Herr J. Blühbaum (Krakau) die Gründling einer Jeschiwa in Krakau. Nach einer kurzen Debatte wurde der Antrag an die Ortsgruppe in Krakau abgetreten. Nach Schlußreden des Rabbiners aus Biecz, der Herren Wolf Pappenheim und J. M. Lewin wurde die Konferenz spät nachts geschlossen. Im Anschluß an die Rayonskonferenz fand auch eine besondere Beratung der Jugendgruppen-Delegierten statt. Zufolge Antrags des Herrn Langer (Bielitz) wurde die Konstituierung eines provisorischen Verbandes der westgalizischen Jugendgruppen beschlossen. Das vorbereitende Komitee des Verbandes wird aus 5 Mitgliedern aus Krakau und 5 Mitgliedern aus der Provinz bestehen. Auf Antrag des Herrn Gh. J. Wolf wurde ferner beschlossen, eine hebräische Monatsschrift, die Chidusche Thora und Publizistik enthalten soll, herauszugeben. Herr Blühbaum appellierte an die Anwesenden, eifrig für den Keren Hajischuro tätig zu sein, worauf der Vorsitzende Rabbiner aus Dembice die Beratung schloß.) K G. Spendet für den leschivafonds! Krakao. Dank der energischen Bemühung einiger Mitglieder der hiesigen Jugendgruppe ist es gelungen, wieder die „Schiere Erew" einzuführen. Bei der Eröffnung dieser Abendkurse, zu der sich bereits viele Teilnehmer gemeldet haben, hielt Rabbiner Rubinstein eine tiefdurchdachte Ansprache an die zahlreich erschienene Jugend und forderte sie zur gesteigerten Lerntätigkeit auf. Am verflossenen Samstag abends fanden hier unter starker Beteiligung der Mitglieder die Wahlen der Delegierten zur Warschauei Konferenz statt; es wurden gewählt die Herren Klein, Birnbaum und Blühbaum, als Vertreter die Herren Bauminger, Großfeld und Rittermann. E. G. Jerusalem. Am 2. Chanukatage fand unter starker Beteiligung die allgemeine Generalversammlung der hiesigen Jugendgruppe statt. Rabbi Blau eröffnete die Versammlung und Rabbi Katzenelbogen erstattete den Tätigkeitsbericht. Es wurde ein Verbandskomitee von 13 Personen gewählt. Bei der Generalversammlung waren auch die gegenwärtig in Erez Jisroel weilenden Mitglieder der Aguda-Deputation anwesend, die einen größeren Betrag für das Immigrationsbureau der Jugendgruppe spendeten. D"Wn HTM« •"•aiann BipS Unter diesem Titel hat Rabbiner Gerson Stern in Ludosul de Muras (Neurumänien) ein großes Sammelwerk rabbinischer Homiletik geschrieben. Der Verfasser bittet alle Freunde agadischer Literatur, ihm in der Herausgabe dieses Werkes behilflich zu sein. Die Namen der Spender werden im Buche veröffentlicht werden. The Jewish Quarterly Review. Geyrus Adler, London. Herausgegeben von Macmiller & Co., Ltd. — Aus dem Jännerheft: Eine Ansiedlung von Karaiten in Jerusalem von Jako Mann. Ueber die nachtalmudische-aramäische Wortbildung von J. N. Epstein. Kritische Notizen. D'OrD Von J. Thon. Warschau, Verlag Achiosof. "njrn* n*6 II. Band. Verlag Achiewer, New York, Broadway. in keinem jüdischen Hause fehle die „Jüdische Presse". Keren Ojleh Erez Jisroel. Mai Menasse (Paris) K 5000, Artillerie-Eskadronchef Armand Lipman (Versailles) Frcs. 6, Alfred J. Weichselbaum (Halberstadt) Mk. 70, Jakob Roth (Velka Bereczno) cK 20, Chaim Korall II K 2000, Agudas Jisroel (Kolomea) poln. Mk. 500, P. J. Lewin (Warszawa) poln. Mk. 500, Kommerzialrat Sigmund Bondi II K 1000, Albert Engelsrath II 1000, Großrabbiner Markus Friedmann II 1000, Ludwig Adler (durch Nathan Adler) 1000, N. Benveniste (durch Nathan Adler) 1000, Mor. Rabinek XX 1000, S. Dlugacz XX „Provisionsverzicht* 720, Samuel Goldfließ II 500, Rudolf Leitner II 500, Brüder Wiener I 500, Josef Diamant II 500, Rabbiner Dr. Auerbach (Halberstadt) Mk. 10, Max Grünhut U K 300, Josef Samet II 300, Jakob Fuchs I 200, Israel H. Goldstein n 200, Felix Leitner II 200, Jakob Kelen 1100, Sigmund Figdor II 100, Hirsch HorowitzII 100, Hermann Surkis II 100, Josef Weiß II 100, Salomon Ehrenreich II 100, Moritz Weiß VII100, Max Freud II 100, Hermann Herzka II 100, Sigmund Grünhut II 80, Alfred Paschkes II 50, Mendel Friedmann II 50, J. Kauftheil II 60, Dr. Samuel Korein II 50, S. J. Kohn VI 50. Gesammelt bei Hochzeit Padaver-Mermelstein durch Salmen Aszkenazy: J. Padaver K 5000, S. Rappaport 1000, A. Padaver 1000, S. Fuchs 1000, D. Blum 1000, L. Gettinger 1000, H. Mermelstein 1000, O. M. Poppers 1000, Schächter 1000, Blaser 1000, Schwarz 500, S. Feuer 500, Reiß 600, M. Friedler 500, Münz 300, Plachte 800, Jagid 300, Hadam Zioni 200, Julius Friedler 200, Joachim Friedler 200, S. Stom 100. Für Teflllin und Zezis: durch Rabb. Neuwirth: Lud. Adler K 2000, Greiner 2000, Elise und Johanna Kritzler 8000; durch Blanka Fürst 3284; zusammen K 10.284. KALENDARIUM. Tag Februar Schwat | Notizen Sonntag 19. 21. Tod R. Leb Chaneies 5356 — Tod R. Jakob Kalihari, Krakau, 5374 — Tod R. Mose Gälanti 5449 — Märtyrertod R. Izchok ben David, Krakau 5494 — Tod R. Juda Nowon Jerusalem (Kirjas melechrow) 5521 — Tod R. Lazar Winter, Stampfen 5653 Montag 20. 22. Altjüdischer Gedenktag — Tod R. Assoel, Saloniki 5450 — Freudentag in Livorno unter Rabbi Malachi wegen Errettung 6502 Dienstag 21. 23. Mobilisierung Israels gegen Benjamin — Tod R. Josua Rokeach, Bels 5659 — Ralbag beendet Bibeikomrnentar 5098 Mittwoch 22. 24. Weissagung Zacharias — Tod R. Saul, Amsterdam 5420 — Tod R. Jakob Mosche Zbariz, Enkel des Ghacham Zewi, Vater des Ghawas, Daas 6630 Donnerstag 23. 25. Tod R. Moses Sofer, Prag 5406 — Tod R. Moses Wallirstein, Prag 5419 — Tod R. Jerwham, Krakau 5502 — Tod R. Isak Charif, Stopnitz 5534 — Tod des Kabbalisten R. Meir, Dohna 5560 — Tod R. Esriel Brüll, Budapest 5613 Freitag 24. 26. Autodafe 17 Marranen, Spanien 5241 — Tod R. David (Türe Sohow), Lemberg 6427 — Tod R. Josef Rischer, Prag 5421 — Rabbi Jonathan Eibensehütz beschwört in der Synagoge seine Unschuld Samstag 25. 27. Miichpotim — Parschos Schekolim — Roseh-ChodesehBensehen — Haftoro: Ben schewa — Tod R. Tancbum, Sohn des Scheeris Josef, begraben im gemeinsamen Grabe mit Eltern und Enkel, Krakau 5378 — Tod R. Lazar Löw (Schemen Rokeach) Abaüi Sxäntö 6597 — Tod R. Chaim B. Pollak, Szered 5600

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