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Jüdische Presse · 1922-02-10 · 6 (10.2.1922) · page 2

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Journal
Jüdische Presse
Volume
8 (1922)
Issue
6 (10.2.1922)
Date
1922-02-10
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
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Seite 32 JÜDISCHE PRESSE Nr. 6 selbst glich ja einem Kunstwerk, wie es zü bilden und zu gestalten ihm stets vorschwebte. All seine Bildnisse, die er schuf und unsere Kalender so oft zierten, waren das Spiegelbild seiner Seele, seines eigenen Ich's. Er malte „lernende Juden" und in diesen Gesichtszügen war alles Leid, Weh mit eingeprägt, welches Ghetto, Goluth in diesen Mienen mit scharfen Griffel einzeichnete. Aber aus den leuchtenden Augen funkelt Wissen und Gelehrsamkeit, glänzt Hoffnung und Glauben, strahlt Liebe, Verstehen und Verständnis. Er war ein jüdischer Maler, nicht, weil er Juden malte, sondern weil der Jude malte, er nicht nur Gesichter sah, sondern auch Gesichte. In jedem Gesichte steht auch seine Geschichte. Aber nicht auf diesem Gebiete zeigte er seine größte, vollendete Meisterschaft, sondern er war ein Meister, ein Künstler im Wohltun. Er wäre vielleicht auch ein großer Maler geworden, wie von Rafael behauptet wird, wenn er ohne,; Hände geboren worden wäre, aber nie und nimmer wäre er der gütige Wohltäter ohne dieses goldene, edle Herz geworden, das sich allen Enterbten ttes Glücks in der immer ihm eigenen Weise erbarmte. Er glich wahrlich dem jüdischen Künstler, den uns die Bibel so treffend schildert, wo es heißt: „Isch chacham lew, ascher nossan chochmoh belibau." Ein Mann weisen Herzens, dem G-tt die Weisheit ins Herz gelegt. Nicht seine Gelehrsamkeit, nicht sein Wissen und Können will ich rühmend hervorheben, sondern seine Ghochmas lew, seine Weisheit der Herzensgüte, die sich in allen seinen Wirken der Nächstenliebe in so wunderbarer Weise entfaltete. Vielen war er viel. Vielen hat er viel gegeben, aber Talmud Thauroh keneged kulom. Seit vielen Jahren betrachtete er es als seine Lebens- Mr. John Polachek (ein Bruder oder Cousin Polnays) in New York publiziert ein Schreiben an Franz Szekely, in welchem sich ein bedauerlicher Konflikt zwischen zwei ungarisch-jüdischen Parteien verrät. Mr. Polachek stellt in diesem Schreiben dar, daß Polnay im Frühjahr vorigen Jahres nach Amerika kam und es ihm gelungen wäre, eine Organisation zu schaffen, die aber durch Mißverständnisse und wegen der Sommerferien eingegangen wäre. (Schwache Leistung, diese Organisation, die an Mißverständnissen und Sommerferien gleich eingeht.) Diese Organisation (Wir glauben, daß der Name dieser Organisation eigentlich Engelmann ist.) hätte sich ganz in den Rahmen des Joints eingefügt und „sollte" gerade ein „Komiti appointen", welches im Vereine mit dem Joint arbeiten sollte. ■ Gerade um diese Zeit wäre die Sz§keiysche Deputation angekommen und hätte Mr. Polachek als der* Präses dieses Komitees aufgesucht. Dieser hätte ihnen die Mitarbeit in diesem Komitee empfohlen, und Mr. Szekely hätte eingewilligt. Darauf fand auf Vermittlung des Mr. Engelmann, der seit dem Beginne der Hilfsaktion eifrigst für das Gebiet des alten Ungarn arbeitet, eine Sitzung beim Joint statt, in welcher die Delegation ersucht wurde, ein Memorandum auszuarbeiten. Die Delegation hat ein solches Memorandum ausgearbeitet und 400.000 Dollar zumeist für kulturelle Zwecke verlangt. Das American Jewish Relief Committee hat 15.000 Dollar zur sofortigen Ueberweisung an die Joint-Zentrale in Wien bewilligt mit der Bedingung, daß die Delegation keine separate Sammlung mache. „Nun aber, fährt der Brief fort, haben Sie, weil der Betrag Ihnen nicht persönlich zur Verfügung gestellt wurde, eine gegnerische Haltung zu unserem Committee einge- '.{{•)■ Die Orthodoxie und die Zu dieser Frage erhalten wir aus allen Kreisen Zuschriften, welche wir der Reihe nach veröffentlichen, indem wir uns vorbehalten, zur gegebenen Zeit den Standpunkt der Adas Jisroel und der Agudas Jisroel zu kennzeichnen. Geehrte Redaktion! Die Ausführungen des Einsenders in Nr. 4 Ihres geschätzten Blattes haben ein hiesiges jüdischnationales Blatt in große Aufregung versetzt und spricht dasselbe die Vermutung aus, daß der Einsender „in einer slowakischen Orthodoxengemeinde beheimatet sein dürfte". Gestatten Sie nun einem tatsächlich dort Beheimateten einige Bemerkungen. Daß die Nationalen die Trennungstendenz der Orthodoxen erst jetzt entdecken, nimmt mich sehr Wunder, denn in den 1850 er und anfangs der 1870 er Jahre waren dieselben bekanntlich sehr bemüht, die Trennung der Gemeinden nach ungarischem und preußischem Muster durchzusetzen, allerdings ohne die damaligen österreichischen Regierungen dafür gewinnen zu können und bei den letzten Wahlen in die Kultusgemeinde, bei welcher unsere Führer zum ersten Male uns zur Wahl aufriefen, ist der überwiegende Teil der Orthodoxen der Urne ferngeblieben, weil er noch immer der Ansicht war, daß wir uns der aktiven Betätigung in der Kultusgemeinde zu enthalten und unsere ganze Energie darauf zu verwenden haben, die gesetzlichen Hindernisse gegen die Teilung der Gemeinde zu beseitigen. * Es ist dies auch nicht zu verwundern und weit weniger auf materielle Gründe als darauf zurückzuführen, daß, wie bereits Fichte sagt: „Der Fanatismus des Unglaubens hat mehr Unheil angerichtet als alle Religionskriege zusammen". Die Machthaber der Wiener Kultusgemeinde haben trotz ihres von ihnen immer betonten Konservatismus immer weit mehr Energie aufgewendet, die »Schwarzen" gegen ihren Willen mit dem .Fortschritte" zu beglücken, als der Taufepidemie in ihren eigenen Reihen Einhalt zu gebieten. Als 1826 der erste Tempel erbaut wurde, sperrte Kahal sämtliche Bethäuser und bereitete noch viele Jahrzehnte hindurch jedem aufgäbe, der Talmud Thora zu nützen, die Talmud Thora zu stützen, die Talmud Thora zu schützen. Mit Stolz darf sie ihn ihren besten Lehrer nennen, aber mit dem gleichen Stolz ihren besten Schüler! Er hat im besten Sinne des Wortes Schule gemacht, für die Schule und durch die Schule. Fast müßten wir verzweifeln bei dem niederbeugenden Gedanken, seine universelle Arbeitskraft entbehren zu müssen, denn er war die Seele der Schule, die Alles und Alle belebte und anfeuerte. Und nun ist diese reine Seele entschwunden. Kann ein Körper ohne Seele leben? Wird und kann nun dieses Werk, sein Werk, sein Kleinod, seine Talmud Thora weiterleben? Ja! Denn die Seele ist unsterblich. So wird David Kohn fortleben in unserem Vereine, wird fortleben in den von ihm geschaffenen und ausgestalteten Institutionen, wird fortleben in unserer dankbaren Erinnerung, wird fortleben in dem Denkmal, das mit goldenen Lettern in unsere Herzen geprägt erscheint. Sein Grabmal braucht wirklich keinen Titel und keine Charakterisierung. Sein Name allein bedeutet uns Ziel, Richtung und Programm. Und wenn ich vor meinem geistigen Auge nochmals all die Bilder vorüberziehen lasse, die seine Meisterhand hervorgezaubert hat, uns bleibt als Teuerstes und Schönstes sein Lebensbild; das nicht vom schwarzen Ton der Trauer umrahmt sein soll, sondern uns in leuchtenden Farben den zeigen soll, der er gewesen ist. Ein Kohen, ein Segensspender, der sich als Künstle^ vielleicht nicht ausgemalt hat, als Mensch und als Jude sich aber immer und überall ausgezeichnet hat. Was vergangen kehrt nicht wieder, aber ging es leuchtend nieder, leuchtets lange noch zurück. nommen und einen Aufruf zu einer eigenen Sammlung erlassen. Wir konnten mit vereinten Kräften wohl eine Million Dollar zusammenbringen. Sie allein werden kaum 10 Prozent davon aufbringen." Soweit das Schreiben des Mr. Polachek. Inzwischen ist Hofrat Szekely daheim angelangt und läßt durch die Presse verlauten, daß die amerikanischen.Juden 100 Millionen ungarische Kronen dem ungarischen Judentum zur Verfügung stellen werden. Das entspricht etwa 120.000 Dollar. — Wir stehen der Sache objektiv gegenüber; allein, es muß gesagt werden, daß es dem Judentum in der Slowakei nicht recht sein kann, wenn die dem Gebiete Altungarns geltende Hilfsaktion von inneren Kämpfen einiger Budapester Führer irritiert wird. Wenn sogar die Budapester unter sich einander bekämpfen und sich spalten, wie kann da verlangt werden, daß im Interesse der organischen Einheit des ungarischen Judentums in Amerika, noch der alte Rahmen beibehalten werde? Dieser Rahmen kann nur so lange respektiert werden, insolange nicht das leiseste politische Motiv jdie rein philanthropische Tätigkeit des Komitees trübt. Es ist doch nicht zulässig, daß das Jointgeld wieder zur umstrittenen Position wird, wie in Warschau, Wien und Preßburg. Die Polnay-Gruppe, welche im Vorjahre im ungarischen Joint dominierte, Hat in höchst ungerechter Weise, die ganze Leitung der großen Gemeinde abgedrängt, und die Behandlung der Delegation in Amerika darf als Fortsetzung davon angesehen werden. Unter solchen Umständen ist nicht daran zu denken, daß die Hilfsaktion in der Slowakei oder Siebenbürgen mit den Intriguen der Budapester Herren untereinander auch nur im Entferntesten verquickt werden darf. Wiener Kultusgemeinde. orthodoxen Bethause alle mögliehen Schwierigkeiten. Erst in der allerletzten Zeit als die fanatischen Glaubensfeinde weniger wurden und in der Leitung der Kultusgemeinde Männern Platz machten, denen ihr Judentum so gleichgültig wurde, daß sie es nicht der Mühe wert fanden, gegen die Träger des überlieferten Judentums Stellung zu nehmen, schien der Moment gekommen, wo ein rultfges Nebeneinanderleben aller Juden in der Kultusgemeinde möglich gewesen wäre, indem in den Bethäusern und im Religionsunterrichte jeder den andern nach seiner Art gewähren ließe und die Verwaltung der sonstigen rituellen-Instilutionen den orthodoxen Juden, als den einzigen, die daran interessiert sind, übergeben würden. Dies war auch der Grund, warum nach jahrzehntelanger Zurückhaltung die Orthodoxen sich entschlossen, an den Arbeiten der Gemeinde teilzunehmen. Leider zeigt sich nun, daß die nationale Partei, speziell in Wien, in gänzlicher Verkennung ihrer Aufgabe, die ihr gebieten müßte, jede bewußt jüdische Partei zu stärken und jeder das Judentum erhaltenden Idee ihre Unterstützung angedeihen zu lassen, der Bekämpfung der jüdischen Religion viel mehr Aufmerksamkeit zuwendet, als bei ihren hier immerhin schwachen Kräften ihr selbst zuträglich ist und die Trennungsidee, die in Wien leider beinahe aufgegeben worden wäre, hat wieder sehr stürmische Verfechter gewonnen, die allerdings wie der letzte Vorschlag des konfessionslosen, orthodoxen Judentums in ihrer berechtigten Erregung übers Ziel schießen. Hoffentlich wird es bald gelingen, die Idee zu verwirklichen, um so mehr, als, wie verlautet, maßgebende politische Persönlichkeiten die Berechtigung des orthodoxen Standpunktes einsehen und ein sehr gerechter sehr angesehener Politiker erst unlängst erklärte, daß wenn von Gesetzes wegen nur ein Religions-Judentum Anerkennung finden sollte, djes nur das Gesetzestreue sein könne, nachdem die anderen Schattierungen auf keinen Ursprung ihrer Religion hinweisen können und jeder Rabbiner steh für seine „Reformen" andere Grenzen stecke. Die Aufforderung des Einsenders in Nr. 4, keine Kultussteuern zu zahlen, halte ich für ungerecht, denn insoläuge wir in der Kultusgemeinde beisammen sind, müssen wir wohi.öder übel die Lasten tragen. Allerdings begreife ich die Entrüstung des nationalen Blattes nicht recht, nachdem die Jüdischnationalen ja seit Jahr und Tag in Wort und Schrift für die Steuerverweigerung eintreten und die Arbeit der Kultusgemeinde mit allen —• aber auch allen — Mitteln seit Monaten lahmlegen, während die Vertreter der Orthodoxen, trotzdem sie zur Opposition weit mehr Grund hatten und für die Gemeinde weit größere Opfer bringen, geduldig mitarbeiten und der Kaitalleitung in der ungeheuer schweren Zeit nicht meuchlerisch in den Rücken fallen wollen. Mit den Anwürfen gegen die , Schiffschul * und die „ Einheit* mögen sich die betreffenden Vereinsleitunjren, wenn sie es für der Mühe wert erachten, beschäftigen. Als tragikomisch muß allerdings angemerkt werden, daß eine Zeitung, die Samstag gedruckt wird und erst heuer die Ausgabe am Jomkippur einstellte, sich darüber aufregt, daß eine nichtjüdische Trafikantin Samstag in ihrer Trafik Speisemarken verkauft. Wie mir auf Umfrage in führenden Schiffschulkreisen mitgeteilt wird, ist die Mär von dem rituell verbotenen Fleisch, das in einzelnen Bänken der Schiffschul verkauft wird, glatt erfunden; das Protokoll mag ja existieren, aber von wem verfaßt. Ich halte dafür, daß bei reinlicher Scheidung viele Reibungsflächen vermieden würden und sollten es sowohl die „Assimilanten" als die »Nationalen" es selbst ermöglichen, daß die Gesetzestreuen eine eigene Gemeinde bilden, wo dann sich leicht eine Plattform für ein gemeinsames Auftreten nach außen finden ließe. Die Trennung hätte auch zur Folge, daß die Konkurrenz die Fortschrittsgemeinde (?) zwingen würde, dem Kachrus mehr Aufmerksamkeit zu widmen, -wie dies in Budapest, Berlin und Frankfurt der Fall ist. In letzterer Stadt, deren Rabbinat zu den freisinnigsten gehört, sind Fleischregie, Spital den Orthodoxen, die in den Reformgemeinden verblieben übertragen, weil diese sonst aus der Gemeinde ausgetreten wären. Genehmigen Sie usw. X. Der neutrale Heren bajessod. Sehr geehrter Herr Redakteur! Schiida bei Berlin. Im jüdischen Frühlingsmonat. Ich kann nicht gerade sagen, daß ich von dem farblosen Artikel Ihres sehr geschätzten Mitarbeiters P. K. besonders entzückt bin. Er scheint doch nicht ganz genau informiert zu sein, sonst hätte er wissen müssen, wieviel Farben allerneuester Art zu der Umfärbung verbraucht worden sind. Ich meine natürlich nicht eine Umfärbung des zionistischen Wollens, denn die Herren Vertreter dieser Anschauung wissen ganz genau, wie leicht es ist, auch die klügsten Vögel zu fangen, sondern ich meine die Umfärbung unserer Assimilantenkreise, hauptsächlich was mit der Zeit auch Uneingeweihten klar geworden sein dürfte, der Logenkreise. Es geht uns beinahe so, wie es der Midrasch für den Ringwechsel zwischen Ahasverus und seinen allmächtigen Minister erzählte. Ein Wink von oben genügt, und ganz Schuschan nebst 127 Logenprovinzen werden anderes Sinnes. Es könnte uns ja erfreuen, daß nun auch der stolze Keren Hajesod in dem nach früheren Urteil der nun so eng verschwägerten Assimilanten und Zionisten so fadenscheinigen Mantel der Ghaluka einhergeht. So scheint es also doch nicht so schlimm gewesen zu sein, wenn man dieser Methode zuliebe, den Zionismus und Nationalismus so verschämt kaschierte und desto unwahrer die Religion affichiert. Die Herren der Loge scheinen ganz wie in der Megilla durch ein solennes Frühstück gründlich umgestimmt zu sein. Sie scheint es außerdem, wie mir berichtet wird, für einen hoch politischen Akt zu halten, daß nun auch die deutschen Juden sich an einem Werk beteiligen, dessen Aufbau man der englischen Regierung versprochen hat. Und doch weiß man, daß es wahrlich nicht politisches Interesse allein ist, welches England bei Palästina im Auge hält. Was mich beschäftigt, ist die famose Tatsache, daß Richtlinienrabbiner (aber am Ende wissen Sie in Oesterreich nicht, was dies bedeutet?) nun plötzlich ihr warmes Herz für Palästina entdeckt haben, die dereinst sich mit dem böne jeruscholayim nicht so recht auf einen guten Fuß stellen konnten. Es ist geradezu amüssant, wenn man die Herren hört, um sich über ihren naiven Glauben zu wundern, daß es ihnen gelungen sei (Respekt!) den Zionismus zu neutralisieren. Man sollte wirklich meinen, dieser Aufruf samt den Unterschriften sollte dem Museum als Etappe der auf dem Wege der Assimilation des Zionismus als welterschütternde Wahrheit einverleibt werden; betrachten Sie dies aber, bitte, nicht als einen Vorschlag aus Schiida. Nun bitte lieber Herr Redakteur, sagen Sie ganz offen und teilen Sie mir bitte wegen des teuren Portos in einer Briefkastennotiz mit, ob Sie und Ihre geschätzten Leser weitere Berichte über Schiida wünschen. Ich verbiete mir aber ganz energisch, daß Sie diesen Bericht etwa für die Purimnummer reservieren, das würde furchtbar schmerzen und enttäuschen. Ihr sehr ergebener Schames von Schiida. Nachtrag. Sie haben wohl schon gemerkt, sehr geehrter Herr Redakteur, daß ich ein gebildeter Mensch bin, folglich gehe ich jeden Mittag ins Kaffee und da treffe ich einen Logenbruder, dem ich den Inhalt meines Schreibens mitteilte, worauf er mir mit bekannter Bescheidenheit antwortete: Ich möchte doch die Sache nicht so krumm nehmen, denn in der inneren Stellung der Loge zum Zionismus sei ja gar nichts geändert; im Gegenteil; er hoffe auf Spaltung in der amerikanischen Hilfsaktion.

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