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Jüdische Presse · 1922-01-20 · 3 (20.1.1922) · page 2

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Journal
Jüdische Presse
Volume
8 (1922)
Issue
3 (20.1.1922)
Date
1922-01-20
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
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Seite 14 JÜDISCHE PRESSE Nr. 3 trachtet werden. Haben die Väter heroisch, durch strenge Abschließung und Verschanzung einen heldischen Festungskrieg geführt, so fühlt sich das jüngere Geschlecht der Orthodoxie kräftig und zukunftsfreudig genug zum offenen Angriff gegen Unglauben und Indolenz zu übergehen. Mitten in unserer Zeit, der vielgescholtenen. die sichere Aera des Radikalismus einerseits und des Mammonisnuis anderseits, die beide in unserem Volke die extremsten Vertreter aufweisen, richtet sich wundersamer Weise das traditionstreue Judentum langsam und stetig zur alten Höhe empor. * * * Das traditionstreue Erziehungswesen in Wien. Das vor mehr als Jahresfrist in Wien errichtete agudistische Zentrum mußte auch naturgemäß günstige Auswirkungen auf die lokalen jüdischen Verhältnisse mit sich bringen. Bisher war die von den Herren Markus ßondi und Prof. David Kolin geleitete fünfklassige Talmud-Thora-Knabenschule die einzige Stätte strenggläubiger Schulbildung. Nunmehr soll die bisherige Leitung, welche außer den oben Genannten noch aus den Herren Dr. Josef Bondi, Wilhelm Freistadt, B. Hofbauer, O. Neurath, Prof. Simon und J. Weißkopf bestand, eine Verstärkung seitens der Aguda erhalten. Es wurden drei Mitglieder aus der Aguda kooptiert. Es ist uns ein willkommener Anlaß, den genannten Herren die herzlichste Anerkennung für ihre allen Gegnerschaften und finanziellen Nöten trotzende unentwegte Arbeit für die Erhaltung dieser thoratreuen Oase in der Wüste religiöser Indifferenz auszusprechen. Um das Erziehungswerk der Talmud-Thora-Schule weiter auszugestalten, soll eine Knaben-Bürgerschule und eine Mädchen-Volks- und Bürgerschule errichtet werden. Die Volksschule für Mädchen wird schon mit dem nächsten Schuljahre eröffnet werden. Die Gründung der beiden Bürgerschulen hängt von dem Maße der Opferwilligkeit ab, das sich unserer dringenden Bitte um Förderung dieses traditionstreuen Schul Werkes als Erfüllung repräsentieren wird. Inzwischen ist schon ein Privatkurs der Bürgerschule errichtet worden, geleitet von erfahrenen in Staatsschulen erprobten Lehrkräften. Dieser Kurs umfaßt pro Jahrgang zehn Unterrichtsstunden in der Woche, und soll der dem Thorastudium gewidmeten Jugend eine leichte Möglichkeit der Absolvierung einer Bürgerschule, ohne sonderliche Störung ihres Talmudstudiums und in strengjüdischern Geiste gewähren. Anmeldungen werden noch in der Talmud- Thora entgegengenommen. Eine besonders wichtige Institution bedeutet aber die von der Aguda in kürzester Zeit ins Leben zu rufende Handwerkerschule, verbunden mit einer Lehrwerkstätte. Sie wird die wichtigsten Zweige des Handwerkes pflegen und endlich das längst empfundene Bedürfnis nach der Möglichkeit einer sabbatfeiernden Schulwerkstätte erfüllen. Sie wird natürlich mit entsprechendem jüdischen Unterricht verbunden sein. Niemals war das Gebot des Talmuds, das die Pflege des Handwerkes anbefiehlt, gleichzeitig so sehr ein Gebot praktischer Erwägung. Gegenwärtig kehrt die wirtschaftliche Periode wieder, wo Handwerk einen goldenen Boden hat. Im Osten sind bereits mit Einwilligung der doriigen Rabbeim Handwerkerschulen, verbunden mit Talmud-Thora entstanden. Hat ja Ghassam Sofer s. z. 1. vor hundert Jahren im Vereine mit dem berühmten Parneß R. Abraham H. Lemberger eine solche Handwerkerschule gegründet! Palästina-Freunde werden in dieser wichtigen Gründung auch eine willkommene Vorbedingung zur Schaffung eines selbständigen, erwerbstüchtigen und dabei produktiven Standes begrüßen. Es ergeht daher an alle Freunde des strenggläubigen Erziehungswesens, insbesondere an alle Talmud-Thoras, an alle Korporationen und Institutionen, die sich mit jüdischem Erzichungswesen befassen, Waisenhäuser usw., die herzliche Einladung, an der Errichtung dieses sowohl im religiösen als wirtschaftlichen Belange so wichtigen Anstalt mitzuwirken. Wir besitzen bereits von ausländischen Freunden des traditionellen Chinuch Zusicherungen bedeutender Mittel zur Errichtung der Handwerkerschule und hoffen auch auf die beste Unterstützung seitens des nie versagenden Wiener Judentunis. (Anregungen und Spenden wolle man gefälligst an die Erziehungssektion der Aguda, IL, Malzgasse 12 a, richten.) Die Eemberger Konferenz. Leinberg, G. Tebeth 5682. Vorkonferenz. Die orthodoxe Judenschal't Lembergs hatte diese ganze Woche eine Jomtow-Woche. Den schönen Ghanukatagen schlössen sich Tage großer Agudatätigkeit an, was wahrlich Issru chag beawossim genannt werden konnte. Schon Montag strömten in die Metropole Ostgaliziens ehrwürdige Rabbiner, Balebattim und auch Jünglinge aus der Provinz zu, um für den 3. Tewes, den Tag, für den unser hochverehrter Führer, in Galizien und speziell bei uns Lemberg so beliebter Askon, Herr Benjamin Wolf Pappenheim aus Wien erwartet wurde, hier versammelt zu sein. In allen Bethäusern, Bote Medroschim bildete der bevorstehende Besuch Pappenheims das Tagesgespräch. Herr Pappenheim ist aber erst Mittwoch, am 4. Tewes früh hier angelangt und wurde der 3. Tewes zu einer Vorkonferenz der auswärtigen Gäste ausgenützt, auf welcher anfangs der agudische Vorkämpfer Rabbiner Israel Rappaport (Gzortkow) in gediegener Weise über die Bedeutung des Agudagedankens referierte: nachher unter Leitung des dann erschienenen, unter dem Namen Gliner Raw bekannten, berühmten Goein Rabbi Meier Schapira, Rabbiner aus Sanok, die Richtlinien für die Konferenz mit Herrn Pappenheim beraten und festgesetzt wurden. Mittwoch fand im Saale der Kultusgemeinde unter dem Vorsitz des hiesigen Agudapräsidenten Herrn Josef Schönblum die eigentliche Konferenz statt, bei der unter vielen anderen Lemberger Agudistcn und Aguda-Sympathikern die nachstehenden Delegierten aus der Provinz und Leinberger Aguda- Föhrer teilnahmen : Brotly: Rabbiner Krystianpoler Joel, Halberthal M. Gh., Margulies L., Rotenberg M. Gzortkow: Rabbiner Rapapoit Israel, Bilei H. Gliniany: Schapira M., Schickler S. beide Zeirim. Delatyn: Rabbiner Ehrlbh Nafthali, Abisch J. Husakow: Großmann D. Jaworöw: Rabbiner Thumim-Fränkl M. Kolomea: Rabbiner Thunum Gh. H., Lau .loset'. Kopyczynec: Hirschhorn Q. Lopatyn: Rabbiner Laszczower AI. Lubaczmv: Jolles Mendel. Pomorzany: Lipman W. Prsemysl: Babad Snm., Seldowiez M. A., Steiner II. Przemyslany: Ehrlich Markus, Nichtsorg Leib, Reis Hirsch, Rokach .fuda zwei letzteren Zeirem. Radziechow: Zehner R. Rawa-ruska: Rogen H. L. Rzcszöw: Rabbiner Steinberg B. Sambor: Drcnger L., Goldfischer Gh., Hirt L., Jolles B.( Teitelbaum S., sämll. Zeiriin. Sanok: Rabbiner Schapira M., Kulen Sandor. Schodnica: Heller S. Stanislau: Bergmann J., Wirth bezallel. Stanislawczyk: Rabbiner Laszczowvr Moses. Stryj: Rabbiner Jolles Q. A., Ehrlich M., Pfef'erbaum H., Seldowicz E. Skala»,: Finck Joel. Tarnopol: Gzaczkes Gh.. Koni B. Rotstein J. Wielkieoczy: Hochner J. Wien: Nüssenbaum Sam., Schreiber Ak. Zboiow: Rabbiner Kleinhändler S. Zloczöw: Rabbiner Landau Isr., Imber M., Schapira B. Z., Silberschütz Gh. M., Ilabbinowicz Isr. Zydaczöw: Rabbiner Ehrlich A. J., Laubgroß M., Liebermann M., Wirth Wolf. Entschuldigt ihr Ausbleiben und beglückwünscht die Konferenz haben: Gzortkow: Schlichter L., Aguda-Ehrensckretär. Grodek: Rabbiner Klieger J. Probuzina: Rabbiner Horowitz A. J. Przemyslany: Rabbiner Steiuberg Sch. Sambor: Rabbiner Lewin A., Rabbiner Moschkowitz J. Radziechow: Rommer «7., Unger J. Uscie-Zielone: Rabl.v- Schor M. Wielkic oczy: Rabbiner Thumini J. Zloczöw dabbiner Schapira Samuel. w Lemberger Aguda-Führcr: Aschkej fizy- H., Bardach S., Ebner J., Gerschon M., Horn B., Hirschsprung M., Kaliane W., Klieger P., Lipa A.. Lifschütz M., Dr. Pfau L., Rapapoit Abel, Schönblum J., Wahl L., Watt der M., Weinreb A., Ziegler S.; Die Leinborger Rabbiner Leeb Brody und Isak Ziff begrüßten die Versammlung, wobei Rabbiner Brody bemerkte, daß er Gegner der Zionisten sei und dadurch in gegnerischer Beziehung zu seinem Sohne Dr. Brody aus Lodz stehe. Sämtliche Delegierte nahmen eifrigen Anteil an der Debatte. Besonders taten sich durch ihre geistreichen' und förmvoU'endeten Reden über die Notwendigkeit der Organisierung aller Ghassidim durch den Anschluß an . die Agudas Jisroel die Rabbiner Schapira (Sanok) und Rabbiner Meilech Thumim- Fränkel (Jaworow) hervor, deren Ausführungen von begeistertem Applaus begleitet wurden. Es wurde der Zentraiausschuß festgestellt, über dessen Zusammensetzung nächsten berichtet werden wird. Die große Versammlung. Die Versammlung, welche unter dem Vorsitz des Glinaer-Sanoker Rabbiners Schapira geleitet war, ist über aller Erwartung imposant ausgefallen. Der große Saal im „dorn narodnyu war im Unterraume und auf den Galerien bis aufs letzte Plätzchen gefüllt. Schon das Erscheinen des Herrn Pappenheiiu auf der Estrade hat großen Enthusiasmus hervorgerufen und die Anwesenden lauschten dessen Worte und folgten seinem Referate über die Arbeit der Aguda in Erez Israel mit gespannter Aufmerksamkeit. Es sprachen ferner die Herren Rabbiner Gh. H. Thunum (Kolomea), Rabbiner Q. A. Jolles (Stryj) und Herr Josef Lau (Kolomea), deren kernige und schöne Reden auf die Anwesenden begeisternd wirkten. Die Begeisterung steigerte immer mehr als Vorsitzender Rabbiner Schapira in seinem bekannten Cluirifus und seiner Schlagfertigkeit die Ausführungen eines jeden Redners mit geist- und inhaltsreichen Kommentaren begleitete. Eine solch gemüth- und geisterhebende Versammlung hat die orthodoxe Judenschaft in Lemberg seit der Aguda- Landeskonferenz von Anno 1914 nicht gesehen. Selbst die Gegner, die sich wie überall, auch hier zur Aufgabe machen, in Aguda-Versammlungen ungebeten einzudringen und störend einzuwirken, verhielten sich, von der allgemeinen Begeisterung niedergehalten ganz ruhig. Mit großer Begeisterung wurde folgende hebräisch und jüdisch verlesene Resolution beschlossen: „Die große orthodoxe Versammlung im Saale ,dom narodnr zu Lemberg, vom 4. Tebeth, anerkennend die Notwendigkeit der Organisierung aller Strenggläubigen, beschließt einstimmig, sich an die allweltliche Organisation der Agudas Jisroel als die einzige orthodoxe Organisation anzuschließen, welche die Garantie bietet, für den Wiederaufbau und das Wiederaufblühen der Thora und des jüdischen Volkes in der Diaspora und in Erez Israel." Nach Aufnahme von neuen Mitgliedern, die sich von allen Seiten des Saales zur Einschreibung drängten, wurde die Versammlung geschlossen. Donnerstag wurde zu Ehren des gefeierten Gastes im Aguda-Lokale eine Sitzung abgehalten. Herr Pappenheim reiste nach Warschau ab und wird nächste Woche die noch schwebenden Fragen durchberaten und dem Beschlüsse zuführen. Vom Besuche Herrn Pnppenheims in unserem Lande werden wichtige und zur Entwicklung der Aguda beitragende Resultate erwartet und wir hoffen,, daß der Wunsch des Gzortkower Rabbi, in Osfgalizien eine starke, wirkende Aguda zu sehen, sich der Realisierung nähert. Zar Syära. rDenn nicht wie die ägyptischen Weiber sind die hebräischen." Nach Jahrtausenden entsteigt der Versenkung der Bühne der Weltgeschichte das mythenumwobene Volk der Pyramiden, der Sphynxe und der Mumien. Von jeher unerreicht in der Kunst der Einbalsamierung von Leichen, im Kampfe gegen die Vergänglichkeit, bereitet der Epigone der Pharaonen das seltsamst«1 Mirakel in j der Geschichte nationaler Auferstehung bevor. Heiß brütet j die Volksleidenschalt an den Kanülen des sagenhaften Nilus. J Ein mizrisches Weib, Zaghlul, eine dnnkelhäutige Jeanne d'Arc j verkörpert die J'Yciheitsliebe. der Aojjypter; ihr todesverachtendes Beispiel entflammt die Töchter des uralten Reiches. Die ganze Frauenwelt der Aegypter bildet einen einzigen Chor der Freiheitshymne. Da verkehrt sich das urzeitliche Wort der Bibel zum bitteren Vorwurfe: „Denn nicht, wie die ägyptischen Weiber sind die hebräischen". Haben wir im Getriebe der Zeiten unsere Ideale vertauscht; ist Apis, das goldene Kalb unser Götzen geworden, wahrend Mizraim nach Hochzielen strebt? Ist der heilige Boden Jeruscliolaims nicht der Opfer wert, wie die Erde des Deltas und die Lehre von Sinai nicht der Verteidigung würdig, wie die ägyptische Verfassung! In Kairo und Alexandrien boykottieren die Frauen um ihre nationalen Ehre willen die verführerische Schöpfung englischer Modeiudustrie, wer würde es unternehmen, um Sinai und Jeruscholaims willen ein gleiches Opfer von den Töchtern Israels zu fordern? . . . Denn nicht wie die ägyptischen Weiber sind die hebräischen. » Lord Reaaing mia Sir Montag-nes Rücktritt. Der Vizekönig von Indien, Lord Roading (Isaac Rufus) und der indische Staalssekrater Montague, beide Juden, sind von ihren' Aemtern zurückgetreten. Als Ursache wird der unfreundliche Empfang des englischen Thronfolgers angegeben. Bei dieser Gelegenheit wird wieder die auffallende Betrauung von jüdischen Politikern in den Kolonien Englands besprochen. Man weist 'darauf hin, daß England für den großen Kampf, der einmal mit. den Mohammedanern zu bestellen sein wird, die Sympathie der jüdischen Welt erwerben will. Es wiederholt sich das Schauspiel, daß Juden mit hohen aber unpopulären Aemtern ausgezeichnet, werden. Der seiner Verantwortung bewußte Teil des Judentums wünscht keinen Anteil an politischen Handlungen, welche von den Mohammedanern, mit welchen wir Jahrhunderte lang in brüderlicher Freundschaft lebten, als Unfreundlichkeit empfunden werden kann und lehnt es ab, in solchem Falle die individuelle Ehrung einzelner als eine Auszeichnung für das jüdische Volk zu betrachten. „Laidor wurde kein Oberrabbiner erschlagen l" Ist das ein Zitat von einem Hackenkreuzler, oder von einem roten Terroristen? Beileibe nicht! Es ist der „Jüd. Votkazeitung", dem Organe der sogenannten „ Vereinigten (!) Jüdischen Partei" in der Slowakei, entnommen. Der Misrachist S. B. Rosner schreibt da wörtlich : „Wir wurden ausgeraubt, von-Haus und Hof verjagt, erschlagen in der Slowakei und Magyarien Hunderte, in Polen Tausende, in der Ukraine und der übrigen Welt Hunderttausende. Nicht alle Juden konnten dieses Glückes teilhaftig werden, leider war auch kein 0 b er r n hb i n er unter ihnen!" Und weiter: „Doch da wiederholte sich etwas, was in der jüdischen Geschichte so oft geschehen (?). Die Juden lehnten sich gegen ihre Führer auf und verhöhnten die frommen Ermahnungen derselben. Sie pfiffen auf die heilige Mission, verzichteten gerne auf sie zugunsten der Oberrabhiner, wenn sie sich statt ihrer ausplündern, von Haus und Hof verjagen und erschlagen ließen . . Man weiß nicht, ob man die Verlogenheit oder die Gemeinheit dieser Auslassungen zuerst austaunen soll. Wahr ist daa Gegenteil! Ueberall waren naturgemäß die Rabbiner das erste Opfer des Rassenhasses. Wie viele Hunderte Rabbiner leben noch heule im Exil. Welches Martyrium haben einzelne Rabhinerfamilion erduldet. Und wo hat sich noch ein zweiter Schurke gefunden, der überhaupt, je den Ausdruck des Bedauerns, daß „leider kein Oberrabbiner erschlagen wurde" geäußert hätte! Wenn wir verraten, daß die Redaktion des Blattes, das dieser unerhörten Verworfenheit, noch Raum gibt, im Hause der orthodoxen Volksschule zu Preßburg haust, daß in dem „Volksverbande", der dieses erbärmliche Pasquill herausgibt, ein Chewra- Kadi-cha-Vorstand und andere orthodoxe Personen, es nicht unter ihrer Würde halten, mit diesen Menschen zu wirken, so gibt das ein Bild trauriger Indolenz und Verantwortungslosigkeit. In Warschau würde eine solche journalistische Platte keine einzige Nacht mehr in einem Gemeindelokale zubringen können. Das Wohnungsamt hat wohl ihnen den Raum requiriert, allein der Hinweis auf diesen Bubenstreich würde genügen, um diese Gesellschaft vor die Türe setzen zu lassen. m= =Bi Grand Sanatorium Wasserheilanstalt Bratislava (Prefjburg) Erstklassige Heilanstalt tür innere und Nervenkranke. Spezialbehandlung der Zucker-, Gallenstein-, Nieren-, Magen-, Darm , Herzu. Blutgefäßkrankheiten, Mast- und Entfettungskuren. Abteilungen für Chirurgie, Gynäkologie und Geburtshilfe. Urologie, Dermatologie, Ortopädie, Augen-, Onren-, Nasen-und Keh [kopfkranke. Zimmer, Beheizung, Beleuchtung, Bedienung, Krankenpflege, ärztliche Behandlung u. 5 Mahlzeiten pro Tag von 100 Kc aufwärts. Leitender Chefarzt DR. SltMUND ARANYI. Streng rituelle Kllche unter Aufsicht d.Preßb. Orth. Rabbinates

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