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Jüdische Presse · 1921-11-25 · 41 (25.11.1921) · page 2

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Journal
Jüdische Presse
Volume
7 (1921)
Issue
41 (25.11.1921)
Date
1921-11-25
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
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Seite 290 JÜDISCHE PRESSE Nr. 41 Seitdem große Summen für kulturelle Zwecke verwendet werden, muß das Central Relief Commitee und das „People's Relief Commitee" 33 Prozent seiner Gelder für den Unterhalt von Schulen und anderer kultureller Zwecke verausgaben, wieder Millionen, die gleichfalls von den 70 Millionen, die wir für Hilfszweck gesammelt haben, die hauptsächlich für Brotverteilung, Medikamente und Obdach bestimmt waren, in Abzug zu bringen sind. Wir besitzen keine statistischen Tabellen, aber wir können wohl sagen, daß nicht mehr als 60 Millionen Dollar für sofortige Hilfe, d. h. für Suppenküchen, Obdach, Kleidung undUnterstützung, an Einzelne verwendet wurden. Es ist eine betrachtliche Summe, aber da Millionen Menschen die Empfänger dieser Unterstützung sind, ist der Betrag, der den Einzelnen zugute kommt, nur ein geringer. Wenn wir auch stolz sein dürfen auf unsere große Aktion, die wir auf dem Felde der Hilfe geleistet haben, so haben wir nicht einen einzigen Moment das Recht für uns in Anspruch zu nehmen, die osteuropäische Judenheit seit Ausbruch des Krieges versorgt zu haben. Im besten Fall können wir sagen, daß wir eine Million Menschen einige Monate im Jahre gespeist und gekfeidet haben. Der größte Teil des Jahres und der größte Teil der Notleidenden mußte unbekleidet, ungesättigt und ohne Medikamente gelassen werden, und ohne das große Hilfswerk der russischen Juden in den ersten Kriegsjahren und die Kooperation der englischen, südafrikanischen, französischen, italienischen und deutschen Juden an diesem Hilfswerk, hätten Zehntausende vor Hunger sterben müssen. Die jüdische Gemeinde von Moskau, obwohl klein an Zahl, hat in den ersten Kriegsjahren fünf Millionen Dollar für Hilfszwecke aufgebracht. Andere Wohlfahrtsvereine Rußlands haben ähnliches geleistet. Auch die deutsche Judenheit blieb den Leiden der Ostjuden gegenüber nicht gleichgültig. Einige Jahre hindurch waren die polnischen und litauischen Juden von der Hilfe der deutschen Judenheit abhängig. Während der Zeit, da die amerikanischen Juden keine Verbindung mit den Juden Polens hatten, fiel es der deutschen Judenheit zu, unsere Brüder hn Osten vor dem Hungertod zu bewahren. Das große amerikanische jüdische Hilfswerk in Polen und Litauen wurden nach dem Waffenstillstand begonnen und in Rußland und Ukraine haben wir gerade jetzt mit der Organisierung unseres Hilfswerkes begonnen, weil wir bisher keinen Zugang zu diesen Ländern hatten. Die Juden Zentraleuropas jedoch hatten mit den Juden in Sowjetrußland Verbindung und durch diese mit den Juden in der Ukraine. Und die Verbindungsmöglichkeiten haben dazu geführt, daß sie die Hauptbürde der russisch-ukrainischen Hilfe zu tragen hatten. Wir müssen diese Tatsache besonders erwähnen, da zahlreiche Juden Amerikas glauben, daß die sieben Millionen pauperisierter Juden des Ostens, von denen zumindest drei Millionen Juden auf unsere Hilfe angewiesen waren, während der letzten sieben Jahre die Pensionäre der amerikanischen Judenheit gewesen sind. Dieses konnte nicht der Fall sein, weil die umfangreichen Summen nicht genügten, auch nur eine Million Pogrom- und Kriegswaisen während dreier Monate zu ernähren. Es ist wahr, daß wir amerikanische Juden viel Generosität-und philanthropischen Geist entfaltet haben. Wir brauchen nur den Namen des zu uns gehörenden Julius Rosenwald zu nennen, der 1917 eine Million Dollar auf einmal für jüdische Hilfszwecke gespendet hat und seither fortfuhr, in der gleichen edlen Weise zu spenden. Aber es ist nicht wahr, daß die amerikanischen Juden allein sich ausgezeichnet haben auf dem Felde des Hilfswerkes. Die englische Judenheit hat ihr Teil gegeben und proportionell mehr gegeben, als die amerikanische. Desgleichen waren die Juden anderer anglo-sächsischen Länder sich ihrer Pflicht gegenüben den Juden Osteuropas bewußt, ebenso haben auch die deutschen, französischen, italienischen Juden, wie auch die Juden Hollands, der .Schweiz und Belgiens ihre Pflicht erfüllt und umfangreiche Summen für Hilfe bereitgestellt. Es war die Zusammenarbeit der Gesamtjudenheit der Welt, welche die Ostjuden vor völliger Vernichtung gerettet hat. Wir amerikanischen Juden haben nicht mehr gegeben, als die Juden anderer Länder, aber wir haben mehr gegeben als alle anderen ethnischen Gruppen Amerikas für ihre Stammesverwandten zusammen gegeben haben. Z. B. haben die Juden Chicagos mehr gegeben für jüdische Hilfszwecke als die deutsche Gemeinde Chicagos für deutsche Hilfszwecke, obzwar mehr Deutsche in Chicago leben als Juden. Die Polen in Chicago haben verschiedene Versuche gemacht, ein Hilfswerk für Polen zu organisieren, ebenso die Armenier, die Ungarn, die Litauer usw., aber all diese Gruppen zusammen haben nicht so viel während all dieser sieben Jahre aufgebracht, wie die Judenheit Chicagos in einem Jahre; aber während wir viel wohltätiger sind als viele unserer Nachbarn in diesem Lande, sind wir nicht wohltätiger als die Juden anderer Länder. Wir haben nur unsere Pflicht getan, ebenso wie die Juden überall in der Welt. Jetzt, da wir neuerdings mit einer 14 Millionen Dollar- Hilfskampagne einsetzen, ist es gut, in Erinnerung zu rufen, daß auch die verschiedenen jüdischen Gemeinden in Europa nicht schlafen. Die Juden in England führen dauernd eine Hilfskampagne. Der Londoner „Jewish Chronicle" bringt nahezu jede'Woche Hilfs-Appelle. Die deutschen und italienischen Juden sind ebenfalls sehr aktiv auf dem Gebiete des Hilfswerkes, selbst bis zum heutigen Tag, und die südafrikanische und australische Judenheit tut ebenfalls ihr Teil. Sie sind in der jetzigen Zeit nicht in der Lage, 14 Millionen Dollar aufzubringen, weil sie numerisch viel schwächer sind als wir, aber wir können wohl sagen, daß sie im Verhältnis ebenso viel wie die amerikanischen Juden gegeben haben. Dies bedeutet sogar einen großen Teil mehr als unser Beitrag, weil die Juden in den angeführten Ländern nicht so wohlhabend sind wie die amerikanischen. Wenn die deutschen Juden 10.000 Mark für Hilfszwecke geben, so bedeutet dies nach unserem Gelde nur 60 Dollar, aber dort sind 10.000 Mark eine verhältnismäßig große Summe, weil eine Summe von 10.000 Mark in Deutschland wahrscheinlich die gleiche Kaufkraft besitzt, wie bei uns 300 Dollar. Wir haben jeden Grund, auf unser Hilfswerk stolz zu sein, und wir sind sicher, daß die Zukunft der jüdischen Geschichte uns Kredit geben wird für Pflichterfüllung auf dem Felde des Hilfswerkes. Aber wir dürfen unsere Taten auf dem Gebiete des humanitären Werkes nicht übertreiben und die Leistungen anderer jüdischen Gruppen nicht unterschätzen. Wir haben alle nach Kräften unsere Pflicht getan und wir tun es alle bis zum heutigen Tag, weil sich jeder Jude seiner Pflicht seinem Judentum gegenüber bewußt ist und weil wir alle die große Tradition haben, daß wir ein Volk von „Rachmanim b'nei Rachmanim14 sind. Die Orthodoxen in der (Weiter Kultusgemeinde. Die Mitteilung des „Israelit", daß die Orthodoxie in einer öffentlichen Sitzung der Kultusgemeinde für die Reform des Wahlrechtes eingetreten sei, bedarf insoferne einer Richtigstellung, als die orthodoxen Vertreter nicht in einer öffentlichen Sitzung, sondern in einer sogenannten Klubsitzung der Majorität, welcher sie als Hospitanten zugezogen wurden, für eine unbedingte Erweiterung des Wahlrechtes der israelitischen Kultusgemeinde eintraten. Dieselben haben ihren Standpunkt dahin präzisiert, daß sie es als eine Ungerechtigkeit empfinden, auf einer Seite von den in Wien ansässigen fremden Juden Steuerleistungen zu verlangen, auf der anderen Seite jedoch dieselben von dem Rechte, in der Gemeindestube mitzureden, auszuschließen. Von der orthodoxen Seite wurde die Anregung gegeben, daß jeder in Wien lebende Jude, einerlei ob Oesterreicher oder Ausländer, falls er eine bestimmte Altersgrenze erreicht, das Wahlrecht in die Kultusgemeinde besitzen soll. In öffentlichen Sitzungen haben und hatten die Orthodoxen* bis jetzt keine Veranlassung, für eine Erweiterung des Wahlrechtes einzutreten. Alle Parteien der Gemeindestube sind darin einig, daß das Wahlrecht einer Reform bedarf, die Orthodoxen schließen sich jedoch der Ansicht der Majorität an, daß vorerst dringendere Angelegenheiten der Erledigung harren, da heute die Gemeinde sich in einer großen Notlage befindet und wohl zuerst finanziell Ordnung zu schaffen ist, worauf die Wahlreform der Erledigung zuzuführen ist. Der Eintritt der Orthodoxen in die Gemeindestube erfolgte nach reiflicher Ueberlegung, da, wie ja allgemein bekannt, dieselben durch 50 Jahre hindurch jede Mitarbeit negierten. Aus der Schwere 'der Zeit heraus haben die Orthodoxen sich entschlossen, ihren ablehnenden Standpunkt...aufzugehen, ,,um .tatig .mitzuarbeiten. Ihr Hauptaugenmerk ist auf eine Verbesserung des Religionsunterrichtes und der Schechita gerichtet. Wenn dieselben auch in ihrer eigenen Gemeinde den Religionsunterricht und die Schechita in Ordnung haben, so sind sie sich jedoch der Verantwortung bewußt und sind bemüht, was in ihren Kräften steht, zu tun, um ganz speziell auf diesem Gebiete wesentliche Verbesserungen herbeizuführen. Bis heute war leider die diesbezügliche Arbeit nicht von Erfolg begleitet. Die Orthodoxen wünschen das Arbeiten im Stillen und verlangen nicht den Applaus der Menge, unterließen es deshalb bis jetzt bei öffentlichen Sitzungen für die Wahlreform Propaganda zu machen, sind aber bereit, jede Aktion zu unterstützen, um nach Bereinigung der finanziellen Fragen mit möglichster Beschleunigung die Wahlreform in der israelitischen Kultusgemeinde einer unbedingt gerechten Erledigung zuzuführen. Daß den Orthodoxen die möglichste Befriedigung der notleidenden Beamtenschaft und die Beschaffung der Mittel hiezu über Effekthascherei geht, erklärt sich aus dem sozialen Empfinden der Thoragläubigkeit. X. Y. Der CzortRoiver Rabbi in Cornberg. Wie uns berichtet wird, rief die Ankunft des Rabbi nach mehrjähriger Abwesenheit in Lemberg in der gesamten Judenschaft der Stadt und der Umgebung eine große Bewegung hervor. Die Wirkung dieses Besuches zeigt sich bereits nach wenigen Tagen auf allen Gebieten des jüdischen öffentlichen Lebens. Auf seine Anregung wurde zunächst die Instandsetzung der Talmud Thora-Anstalten und der Badeanstalten in Angriff genommen. In besonders warmer Weise nimmt sich der Rabbi der Agudas Jisroel an und versäumt keine Gelegenheit, um die gesetzestreuen Juden zum Beitritt in die Organisation und zur Förderung ihrer Institutionen aufzufordern. Aus Anlaß seines Besuches beauftragte er das Lemberger Aguda-Bureau in seinem Namen einen Weckruf zu veröffentlichen, dessen Schlußsätze wir hier im Original wiedergeben: onan nrtsa oa^a m n»? <m lTnpnn *u Trip "bp nya tmaa ."bjntp" nu* n nya aanafc -ro? nvtDiB nia^ai D^yiaai iwn nmarc baa n^nS. nao&ai o^an jrcrpa rsn bzb) pt?ai ny bzb •rroc» bw myo Saai nnswö rat *by n yifc m:*nb na nonSbbaai ».Tuan wnmpn?a naitob Tin tp *?aa nun» nvöipö'mnp w manan npbö aaba lananm nbw uTa n pan mi bxian n*raa f?aw pp diti rmbm nana patm ♦D"*oa Die Tätigkeit der Aguda in Ostgalizien hat dadurch einen neuen Schwung erhalten und wird in der allernächsten Zeit zu hervorragenden Resultaten führen. Zwei ueue flguda-Zeitscbrifteit. „Degel Hatorah" (Das Thorabanner) heißt die neue Zeitschrift, mit der die polnische Aguda- Organisation die Freunde und Jünger des Thorastudiums überrascht. Das ist verwirklichte Aguda, das ist Limud Thora in des Wortes edelstem Sinne! Unter Redaktion des gelehrten talmudischen Schriftstellers Mendel Kascher, dem eine Kommission der bedeutensten Gedole Thora in Polen (der Rabbi von Sokolow, Rabbi M. D. Plotzky von Ostiowa, Rabbi I. M. Bidermann von Gor, Rabbi Men. Sembo von Praga, der Rabbi von Kinzk, Rabbi Gh. I. N. Silberberg von Warschau usw.) zur Seite steht, ragt die neue Sammelschrift aus der Reihe ähnlicher Unternehmungen der rabbinisch-talmudischen Publizistik hervor. Sie ist berufen, die Zusammengehörigkeit und die geistige Gemeinsamkeit all derer zum Ausdruck zu bringen und zu pflegen, die ihre Seele in das „Meer des Talmud" tauchen und in der Erforschung des G-tteswortes die schönste Blüte geistigen Schaffens erblicken. Aber nicht nur die zeitgenössischen Gleichgesinnten soll sie vermittels der talmudischen Forschungen zu einer Einheit verbinden, sondern auch — ganz im Sinne der Aguda — ihre Wurzeln in die Vergangenheit senken und ihre Aeste in die Zukunft treiben lassen. In ihr werden auch hinterlassene Geistesprodukte verstorbener Koryphäen, zugleich aber nicht minder manch gelungene Versuche vorwärts- und aufwärtsstrebender Jünglinge der Oeffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Veröffentlichung erfolgt . immer erst nach Begutachtung der Redaktionskommission. Auf diese Weise wird dafür gesorgt, daß nur wirklich Wissenswertes zum Abdruck gelangt. Einen breiten Raum nehmen die Jlülltn zu aktuellen Fragen aus dem Leben der Gegenwart ein. In dem vorliegenden ersten, 40 Oktavseiten starken Heft, begegnen wir Chiduschim und Tschuwoth unter anderem folgenden Meistern des Talmud-Thora: R. Akiha [Eger] s. 1., R.Meir Simcha Kahane [Dwinsk], R. Josef Rosin [Dwinsk], R. J. S. Morgenstern [Sokolow], R. M. D. Plotzky [Ostrowa], R. J. M. Bidermann [Gor], R. M. M. Kascher [Warschau], R. M. M. Wischegradsky [Dwohrt], R. Meir Hakohen [Mankatow], R. J. S. Joskowitsch [Pabianitz], R. M. Alter [Gor], R~ B. Epstein [Pinsk], R. J. Silberstein [Praga], R. Joab Jehoschna [Kinzk], R. J. F. Perla [Warschau], R. J. J. Silberberg [ Wansowo], R. Men. Sembo [Praga], R. M. D. Hakohen [Plön]. Das Heft kostet p. Mk. 100-— [für Rabbiner Mk, 75'—] und ist durch das Warschauer Aguda- Bureau [Granicza 9] und beim Wiener Zentralbureau [IL, Mälzgasse 12a] zu beziehen. * Ganz anderer Art ist die zweite Zeitschrift, die uns vorliegt: 3jm "WTK njH „The Path of Israel". Sie ist das offizielle Organ der neugegründeten amerikanischen Landesorganisation der Agudas Jisroel und erscheint in jüdischer und englischer Sprache unter der Redaktion von Rabb. Noach Garfunkel, Rabbi Doktor L. Young, Rabbi Dr. B. Drachman und Rabbi H. Goldstein. Aus der Notwendigkeit des pulsierenden Lebens geboren, trägt sie den Stempel der Tat an sich. Alles was in dieser Zeitschrift zum Ausdruck gelangt, zeugt von entschlossenem Willen, die großen Aufgaben der Aguda zu verwirklichen und der Ideenwelt der organisierten Gesetzestreue im amerikanischen Judentum eine würdige Stätte zu errichten. Mit aufrichtiger Freude und Genugtuung werden die orthodoxen Juden des Kontinents zum erstenmal eine orthodoxe Zeitung ans den Vereinigten Staaten begrüßen, die gradlinig ihren Weg geht und sich von den in Amerika üblichen Konzessionen an die Prinzipienlosigkeit grundsätzlich fernhält. Sowohl die jüdischen, wie die englischen Artikel beschäftigen sich mit dem Programm und die praktische Tätigkeit der Aguda, wie sie sind und nicht wie oberflächliche, auf Augenblickserfolge berechnete Propaganda sie zuweilen vielleicht als wünschenswert erscheinen ließen. Schon diese erste Nummer ihres Preßorganes schafft Gewißheit darüber, daß die amerikanische Aguda, sich den bereits bestehenden Landesorganisationen würdig anreihen wird. Aus dem Inhalt erwähnen wir die schönen redaktionellen Artikel „Die Aufgaben der allweltlichen Organisation Agudas Jisroel", Was hat die Aguda Jisroel bis heute geleistet", „Die Notwendigkeit der Agudas Jisroel in Amerika", „Tekias Schofas", „Im Golus bei Juden" [von Dr. Nathan Birnbaum], „Der Ruf zu der jüdischen Orthodoxis" [von Rabbi ZirelsohnJ," „Die herrliche Perle" [von Rabbi S. R. Hirsch s. 1.]. Der Orthodoxe Rabbiner-Verb and von Amerika und Kanada" wendet sich an die jüdische Bevölkerung mit einem warmen Aufruf, die Aguda zu unterstützen. Der Slobodkaer Gaon Rabbi Mordchaj Epstein richtet an den Führer der amerikanischen Delegation Rabbi Dr. Hildesheimer einen Brief, worin er seiner Begeisterung für die Aguda beredten Ausdruck verleiht. Im englischen Teil formuliert Dr. Leo Young in sehr geschickter Weise das Programm der Aguda. Ben Meir schreibt einen überzeugenden Aufsatz über „Tut Agudas Jisroel in Amerika not?" Der Honorarsekretär der amerikanischen Aguda Romie Lunzer berichtet über „Die Aguda in Amerika". Eine Reihe von Nachrichten aus Amerika und dem Kontinent bieten ein recht wohltuendes Bild von der Tätigkeit der Gesamtorganisation. Alles in allem: Die Aguda-Presse hat in der neuen Zeitschrift eine wertvolle Bereicherung erfahren. J. J. Der Irrgarten im Wiener Prater. Nun da die tschechische Krone zur Edelvaluta nobilisiert wurde und die österreichische in ihr botel beschischim wird, strömen die biederen Preschbuaga und Preschborger in hellen Scharen zum großen Ausverkauf „zur Stadt Wien". Da werden Weiber zu Schmugglerinnen, die früher ihr Leben als redliches

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