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Jüdische Presse · 1921-11-11 · 39 (11.11.1921) · page 3

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Journal
Jüdische Presse
Volume
7 (1921)
Issue
39 (11.11.1921)
Date
1921-11-11
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr. 39 JÜDISCHE PRESSE Seite 279 wachsen begriffene Inanspruchnahme dieses Amtes, zeigt ein so überraschend befriedigendes Resultat, daß man dieses jüngste Institut heute schon als für die orthodoxe Kaufmannschaft absolut unentbehrlich bezeichnen könne. 1873 Stellen wurden vermittelt. Vielen jungen Leuten wurde durch Darlehen, wie durch Bat und Tat verschiedener Art die Möglichkeit zur Erlangung eines Berufes, beziehungsweise zur Gründung oder Erweiterung eines selbständigen Unternehmens, vornehmlich auf dem Gebiete des Handwerkes, gegeben. Das „Rechtsschutzbureau14 intervenierte in 1754 Fällen. Die Ferienaktion versorgte ursprünglich über 2000 unterernährte Kinder gemeinsam mit anderen Aktionen unter Wahrung der traditio-1 nellen Vorschriften Plätze im Ausland. In letzter Zeit arbeitete auch diese Abteilung selbständig und hat bereits 534 Kinder im Elsaß und der Slowakei untergebracht. Die anderen Aktionen, zu welchen sich noch laufende und einmalige Unterstützungen, Kranken-, Arbeitslosen-, Spitals-, Kurbeiträge und andere mehr gesellen, verschlingen monatlich 3—400.000. Kronen. Schließlich folgt ein Appell zu finanzieller und werktätiger Mithilfe am Ausbau aller Aktionen, die im kommenden Winter, der, wenn nicht alle Anzeichen trügen, für die armen Juden der schwerste zu werden scheint, um die zu befürchtende Katastrophe wenigstens teilweise lindern zu können. . .-' Generalsekretär Braun referiert über Organisation und Propaganda der Wiener Ortsgruppe. Diese Gebiete — meint der Redner — sind die einzigen, auf denen die Leistungen der Wiener Aguda hinter den allernotwendigsten Erfordernissen zurückstehen. Dem Uneingeweihten dürfte es kaum glaublich erscheinen, daß die großartigen praktischen Erfolge, über die von den einzelnen Sektionen berichtet wurde, fast ohne jede Propaganda zu verzeichnen waren. Für Organisation und P^paganda habe die Aguda beinahe nichts ausgegeben und ihre geistigen und finanziellen Kräfte auf die Verwirklichung der, programmatischen Aufgaben verwendet. Redner verweist auf Pflicht der Mitglieder, nunmehr mit aller Energie an den Ausbau der Organisation und die Errichtung von Bezirkssektionen zu schreiten. Er fordert von allen ernsten Mitgliedern die Erhöhung ihres Jahresbeitrages mindestens bis zu den Kosten eines Mittagessens. Würden alle Anhänger der Aguda auch nur ein Viertelstündchen im Jahre dem Nachdenken über das Gedeihen der Organisation widmen, so wäre die Wiener uAguda in kürzester Zeit organisatorisch am Ziele. Gustav Pappenheim referiert übef den Stand der Jugendbewegung und tritt für die kräftigste Unterstützung der Aguda-Presse ein. Damit war die Tagesordnung erschöpft. In der Diskussion spricht als erster Rabbiner Dr. Pinkas Kohn. ' H,err Dr. Kohn dankt zunächst im Namen der Versammlung den Herren Referenten, aus deren Aeußerungen und Berichten klar hervorgehe, daß die Ortsgruppe Wien der- Agudas Jisroel gewillt und geeignet sei, das Herz der Weltbewegung -Agudas Jisroel zu bilden. Er habe den Auftrag des Zentralrates, den Dank dafür zu übermitteln, daß sie dem Zentralrate und dem Geschäftsführenden Ausschüsse desselben eine so freundliche Heimstätte bereitet habe und dessen Arbeit mit so regem, Verständnis und so offener Hand unterstütze. Er hoffe deshalb auf ungeteilte Zustimmung der Oitsgruppe Wien, wenn er sie bittet, sich in dem folgenden Gedanken mit ihm zu vereinigen: Wir verlangen, daß überall, wo man vom jüdischen Volke spricht und wo man auch nur im Entferntesten über das Schicksal des jüdischen Volkes oder einen Teil desselben Entschlüsse faßt und Entscheidungen trifft, man vor allen Dingen uns zu, Rate ziehe, die wir in lückenloser Fortsetzung eines zwei tausendjährigen Martyriums der Treue, den Wesenskern .des jüdischen Volkes, die unlösbare Einheit von Judenheit und 'Judentum darstellen. Das möge man in London und, Genf hören und beherzigen und wir werden nicht müde werden, diese Forderung der historischen Gerechtigkeit überall anzumelden, um so" einer geschichtlichen Fälschung vorzubeugen. Dieser Gedanke fand einhellige begeisterte Zustimmung und wurde beschlossen, eine Resolution dieses Inhaltes den zuständigen Stellen zu übermitteln. Der hohe Ernst und die tiefe Bewegung, mit welcher diese Worte gesprochen wurden, pflanzte sich auf die Versammlung fort. v Auf stürmischen Zuruf der Versammlung, erhob sich nun.. Herr Jakob Rosenheim. Er spricht in ergreifender Weise von der ebenso schweren als großen Arbeit, den zerfetzten jüdischen Körper, vor dem sich viele verzweifelt fragten: „Werden sich diese Gebeine wieder beleben", mit einer einheitlichen Seele zu beleben. Er ist auch wohl davon befriedigt, daß in der Aguda nur ein kleinster Teil ,auf Propaganda verwendet werde, will aber die Aguda-Propaganda wohl von der anderer Organisationen unterschieden wissen. Uns ist unsere Propa-' ,ganda, die Verherrlichung der Thora, kein Mittel sondern Zweck. Sie ist unser Hallel, unser Hodu l'haschem Ki tow. .■ Wir stellen damit unser Thoragesetz wieder auf das hohe | Piedestäl zurück. „Ist das nicht die Mizwo aller Mizwos?* (Stürmischer Beifall). Mit diesen Mitteln sei es uns gelungen auch jenseits des Ozeans, im Lande, das vom Pulsschlage des Thoralebens so entfremdet war, die Standarde des wahren Judentums aufzupflanzen. Eben seien Nachrichten von namhaften Spenden für den Keren ha-Jischub eingelangt. Wir müssen mit den Mitteln dieser Propaganda auch die Völker der Erde den G-ttesgedanken verstehen lehren. Wie anders hätte sich das Geschik der Völker gewendet, Millionen von Mütter vor Thränen und gebrochenen Herzen, Millionen vor dem grausamen Untergang bewahrt, wenn wir besser begriffen worden wären. Wir werden daher auch weiterhin in der Presse, vor Parlamenten und im Namen unserer Thora reden und ihren Einfluß auf den Gang der Dinge fördern. Dazu gehöre auch die treue Gefolgschaft der Massen, die jede ausgegebene Parole mit der ganzen Spannkraft ihres Geistes auszuführen bemüht sein müssen. In prachtvollem Schwünge, appelliert Redner, auf Maase Bereschis hinweisend, an die Versammlung, das Werk mit aller Kraft zu fördern. Stürmischer, sich wiederholender Beifall klang wie ein Gelöbnis. ' Hierauf sprachen noch die Herren Mosche Porjes und Dr. Neumann, deren Anregungen Beifall ernteten. Mit dieser Versammlung hat die Aguda die Wintersaison in würdigster Weise eingeleitet. Solidarität? Die „Wiener Morgenzeitung" ist ein Röntgenspiegel, der an dem Körper der Aguda nur krankhafte Bildungen erblicken will. Dieses treffliche Tagblatt, das sich zu Wahlzeiten zum alljüdischen Organ ausweitet und in Nachwahlzeiten zum Leibblatt eines einzigen ehrgeiztollen Mannes zusammenschrumpft, ist seinen Lesern bisher jede Nachricht über die Entstehung, Programm und Wesen der Aguda schuldig geblieben. Jedes andere jüdische Tagblatt der Welt berichtet auch in objektiver Weise über die Aguda. Die „W. M.a kennt kein Gebot journalistischer Anstandspflicht. Sie weiß vom ganzen großen philanthropischen Betrieb der Aguda gar nichts mehr zu erzählen, als daß ein Knabe unsertwegen in einem Stalle übernachten mußte, und daß wir daran schuld seien, daß er am soundsovielten Tage jenes Monates nicht gewaschen war. Unser Communique über die Antwort Churchills auf die Forderung einer Aenderung des Punktes bezüglich der „Jüdischen Agentie" ist wieder eine Gelegenheit, sich mit der Aguda zu befassen. Es muß gestanden werden, daß der hierauf bezügliche Angriff mäßig genug ist, und daß die „Morgenzeitung" diesmal nicht im „Morg^nzeitung"-Stile schreibt. Den dabei erhobenen Vorwurf des Mangels an Solidarität weisen wir zurück. Es ist ein Anlaß, nochmals auf die Tatsache hinzuweisen, daß Sokolow seinerzeit das Anerbieten einer Mitarbeit der Aguda in geradezu übermütiger Weise — bewußtermaßen im Gegensatze zu dem Willen der zionistischen Masse — autokratisch mit den denkwürdigen Worten zurückgewiesen hat: Mi sche-torach be-erew schabbos jochal be-schabbos. (VYer sich am Vortage des Sabbat bemüht hat, darf davon am Sabbat essen.) Wir erkennen den Wert, den man im Ghetto auf ein „Wörtchen" gelegt hat; es bleibt länger in Erinnerung als Artikel, Akten und Reden. ,Es ist gut, daß Sokolow uns mit einem „Wörtel" geantwortet hat. Das bleibt im Gedächtnis- und man kann sich darauf berufen. Hat die zionistische Organisation irgend einen Schritt der Möglichkeit eines ehrenhaften Zusammenarbeitens getan? Wo ist der Geist der Solidarität der „Morgenzeitungu? Nach welchem journalistischen Ehrenkodex hält es die „Morgenzeitung " für zulässig, eine um Palästina bemühte Organisation totzuschweigen? Wenn es Herr Stricker ehrlich mit Palästina meint, wagum freut es ihn nicht, k--\_; daß für den Keren Erea Isroel Millionen einfließen, warum schweigt er diese Tatsache tot? Ist ihm Keren hajessod nur heilig als Instrument des Aufbaues Palästinas, so wird er in dem Keren Erei Isroel und in allen Palästina-Werken der Aguda einen freudig begrüßten Mitarbeiter erblicken; ist ihm Keren hajessod nur ein Mittel, Vertrauensmänner zu besolden und sich sicher zu halten, dann — dann allerdings verstehen wir die Haltung der „Morgenzeitung0. Solcher Tendenz gegenüber verweigern wir allerdings jede Solidarität. Das Misrachi-Zentralorgan — als Theaterzeitung. Die letzte Nummer der Berliner „D. J. P.", die doch prätentiert, die Herzkammer des glaubenstreuen Judentums darzustellen, verblüfft durch den großen Raum, den die Theaterrubrik ausfüllt. Von vier Artikeln beschäftigen sich nicht weniger als drei ausführliche Aufsätze mit der Aufführung der „Dybuk* im jüdischen Theater in Berlin, das merkwürdigerweise die Sinne der misrachistischen Leitung gänzlich in seinem Banne hält. Der Misrachir führer B: ist derart vom „Dybuk" besessen, daß er in ein und derselben Nummer eine längere Vorbesprechung zur Aufführung des „Dybuk" liefert, und gleich darauf in einem zweiten Artikel beglückt die frohe Botschaft mitteilt, daß die erste „Dybuk"- Aufführung bereits vorüber sei, und sich in eine dythirambische Schilderung dieses großen Geschehnisses in Israel ausläßt. Er macht quasi Vor- und Nachbroche über den „Dybuk" mit außerordentlicher K'wono. Noch ein dritter Artikel in ein und derselben Nummer gilt der Aufführung des „Dybuk". Es ist wahrhaftig schwierig, den Leitfaden für das Labyrinth neomisrachistischer Psychologie zu finden. Sollen diese Begeisterungsausbrüche des Habitues des jiddischen Theaters der einzige Ersatz für den mangelnden biblischen und. talmudischen Geist darstellen, den man doch im Zentralorgan einer Partei, welche die religiöse Führung im Judentume beansprucht, zu suchen berechtigt ist? Noch ein großer zionistischer Erfolg. Die „ Wiener Morgenzeitung*, eine., in täglichen Fortsetzungen erscheinende, die Ruhmestaten des großen jüdischen Nationalheros Robert Stricker verherrlichende Epopöe, stimmt einen neuen Gesang zum Preise des vortrefflichen Helden an. Der Finanzminister, sagt die „W. M.w, beabsichtigt, die Subvention für Rennstallbesitzer zu streichen. Daswäre eine Idee des großen Zionistenführers, sagt die „W. M.K, denn in jenem goldenen Zeitalter des jüdischen Volkes, als Robert der Große noch im Reichs- und Nationalrat Rufer im Streite ^egen die Antisemiten war, hat er (im unerklärlichen Zusammenhange mit der öffentlich rechtlich gesicherten Heimstätte in Palästina), „stolz wie noch nie ein Jude", die Abschaffung der Rennsubvention gefordert. Der Antrag wäre (zum Heile Zions) schon damals mit einer kleinen Majorität durchgegangen, sagt ,die „W. M.", allein die Ghristlichsozialen respektierten nicht nur kein Minoritätsrecht, sondern auch diese Majorität nicht, und dieser Antrag wurde, sagt die ,W. M.", damals re-a-ssum-iert. Doch der von Strickers Genie erdachte Plan ging (zum Ruhme Erez Israels) nicht verloren. Der Finanzminister erinnerte sich des weisen Rates des hebräischen Mannes (wie wäre er sonst auf die Idee gekommen, ebenso wenig wie der Gemeinderat auf die Idee des Aguda-Autobus) und streicht nun die Rennsteuer. Ein dreifaches Hedad dem ruhmbekränzten jüdischen Nationalheros. NACHRICHTEN. Deut$cft5$terreicft. Reumann an Warburg. (JPZ) Felix Warburg, der Ghairman des Joint Distribution Committee, hat vom Wiener Bürgermeister Reumann ein Dankschreiben erhalten für die Verdienste des „JDC beim Heimtransport der österreichischen Kriegsgefangenen aus Sibirien. (Das Joint Distribution Committee hatte neben den 500.000 Dollar des amerikanischen Roten Kreuzes bei dieser Aktion sich mit 250.000 Dollar beteiligt und die Heimsendung von 12.000 Kriegsgefangenen ermöglicht.)"' Vorstandssitzung der Adas Jisroel. Während der Chol hamoöd hat der Vorstand beschlossen, die Gehalte sämtlicher Angestellten um 60 bezwX 100 Prozent zu erhöhen. Ferner wurde beschlossen, der „Jesod Hathora" einen außerordentlichen Hilfsbeitrag - von K 60.000, dem Kriegswaisenhaus der „Agudas Jisroel" in Baden, dem allgemeinen österreichischen israelitischen Taubstummeninstitute und der „Mensa academica judaica ritualis" Hilfsbeiträge von je K 10.000 zu gewähren. "Wohltätigkeits-Mahle. Der Obmann des Vereines Marpe lenefesch, Herr Philipp Fleischmann, hat als Chosson-bereschis-Mahl seine Vorstandskollegen zu einer Tafel im Restaurant Mayersohn eingeladen, bei welcher Gelegenheit Reden von Rabb. Friedmann, Herrn Rosner u. a. gehalten wurden. Der Benschen-Verkauf ergab K 50.000 zugunsten der Vereine „Tiferes Bachurim", „Tomech ewjonim",' „Einheit" und „Kolel". — Ebenso hat Herr Leopold Ulimann ein Bankett gegeben, bei welchem in gleicher Weise K 61.000 eingekommen sind. Aguda-Klub. Mit Beginn des Wintersemesters wird in der Wiener Agudas Jisroel-Ortsgruppe einem allgemeinen Wunsche Rechnung getragen. Seit dem Bestände der Ortsgruppe wird es vielfach als Mangel empfunden, daß den Gesinnungsgenossen nur selten Gelegenheit geboten wird, ily-e Gedanken, über aktuelle Fragen des Judentums und über laufende Angelegenheiten der Agudas Jisroel ungezwungen auszutauschen. Auch die auswärtigen Freunde der Aguda, die in jüngster Zeit häufig unsere* Stadt besuchen, äußern oft den Wunsch, mit den Wiener Führern und Gesinnungsgenossen in engeren Kontakt zu treten. Um . diesem Verlangen in weitgehendem Maße zu entsprechen, würde beschlossen, allwöchentlich Donnerstag abends freie klub mäßige Zusammenkünfte Zu veranstalten, an denen die Mitglieder der Ortsgruppe sowie eingeführte Gäste teilnehmen werden. An jedem Klubabend wird irgend ein Thema zur Diskussion gestellt und im Rahmen einer freien Unterhaltung besprochen werden. Die Veranstalter der Abende hoffen, durch diese neue Einrichtung der Agudas Jisroel zur Belebung des Interesses für allgemein jüdische und lokale Angelegenheiten beizu- .tragen. Die Zusammenkünfte finden zunächst im Restaurant „Wienea" statt. Weitere Einzelheiten werden noch bekanntgegeben. Etwaige Anregungen. wolle man an das Bureau der Ortsgruppe, IL, Malzgasse 12a, richten. Aguda-Waisenhans, Baden. Am Schmini Azeres beschenkten zwei Damen, namens Frau Flaschner (Baden) und Frau Friedmann (Konstantinopel), unsere ^Waisenkinder mit schönen Liebesgaben. Nach Maskir überreichten die Damen im Tempelhof, im Beisein des Oberrabbiners und der Gemeindevorstehung, den Waisenknaben je ein Paket, enthaltend vom besten Obst, außerdem Spielzeug für das Waisenhaus, wie Lotto, Domino, Trompeten, Ballen, Baukästen. Direktor Friedmann dankte den gutherzigen Damen für die Aufmerksamkeit und die Jungen gingen recht lustig in ihr Heim zurück. Deutschland. Die rheinischen Gemeinden und das Ostjuden* hilfswerk. Auf Veranlassung der Zentralkasse Köln, der Wanderarmenfürsorge des Provinzialverbandes rheinischer Synagogengemeinden, der Synagogengemeinde Köln und des Arbeiterfürsorgeamtes fand vor kurzem eine Besprechung rheinischer Gemeinden zur Frage des Ostjudenhilfswerkes statt. Herr Feilchenfeld erstattete ein grundlegendes Referat über die Tätigkeit der Wanderarmenfürsorge, die unbedingte Notwendigkeit der Arbeit der Wanderarmenfürsorge darlegte und einen genauen Bericht über die Tätigkeit der Zentralarmenkasse Köln gab. Zum Schluß verwies Herr Feilchenfeld auf den Aufrut

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