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Jüdische Presse · 1921-07-22 · 25 (22.7.1921) · page 4

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Journal
Jüdische Presse
Volume
7 (1921)
Issue
25 (22.7.1921)
Date
1921-07-22
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
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Seite 188 JÜDISCHE PRESSE Nr. 25 Zentralbureau der orth.-isr. Gemeinden in der Slowakei. Z. 957,921. Euer Ehrwürden! Im Sinne der ministeriellen Zuschrift Z. 1280/1921, odd. ev. vom 4. d. M., übersenden wir Ihnen anbei zwecks strenger Darnachrichtung die auf die Eheschließung von Militärpersonen Bezug habenden Ministerialerlässe Z. 101/21, adm. odd. IV. vom 27. I. und Z. 2305/21 vom 20. V. 1921. Mit glaubensbrüderlichem Gruße Bratislava, am 15. Juni 1921. Für das Zentralbureau: Heinrich Schwarz m. p. KoJoman Weber m. p. Sekretär. Präses. Jeschiwa-Aktion. Diejenigen Gemeinden, welche das Resultat, noch nicht bekannt gegeben haben, werden ersucht, dies? im Interesse der Sache postwendend der Landesorganisation der Agudas Jisroel (Bratislava, Turnerg. 14/16) bekanntzugeben, beziehungsweise den eingelaufenen Betrag mittels Ausweis einzusenden, ebenso werden diejenigen Gemeinden, denen es nicht möglich war, den für die Jeschiwos bestimmten Schnbbos aus irgendwelchen Gründen abzuhalten, ersucht, diesen im Interesse des hehren Ideals der Unterstützung des Limud liatoru abzuholten und für das beste Gelingen Sorge zu tragen. Jeschiwa-Aktion. Gemeinde Piestany. Stern Jeremias Kc 82, Schiller Abraham 5, Schultz (Wien) 10, Roth Anschel 5, Kolin Kaiman 5, Ponger Hugo 20, Ponger Salornon36, Vogel Ignaz t>2, Erdely Abraham 10, Nagel Nathan 2, Manheimer Mor 10, Manheimer David 5, Mangold Sigmund 10, Leitner .Julius 100. Löwv (Totsook) 10, Winter David 17, Wilcsek Leopold 50, Weinherger Leopold 100, Hertz (Rathoc) 40, Haas/. (Moravani n, Holeer Karel 138, Donath (Piestany) 12, GipszIgnazlO.Böhm (Piestany) 20. flurgast „Becher* 10. Rapaport Dezsö 60. Becher Adolf 7. Szimai bei Becher 110, Urban Sigmund f)0. Sr. F,w. Oberrabbiuer K. Weber 50. Hertz Rahme 100, Breuer. Terebes 20, S< hottig Friedrich 12, Ignaz Vogel 10. Emil Vogel 10. Fiilop (irünwald 10, A. Pollak 10,Ignaz Mannheim 10, Rcclmitzer (Frauenkirchen) 10, Armin Holzer 5, Kaiman Eisler 5. Bittermann 5, Ponger 5. Alexander Leitner 5. Ferdinand Komlos 4, Rosner 3. Winter 3, .hingleih 2, Leopold Donath 84, Josef Vogel A3. Sal. Hölzer 50, Lmvy Sokoloc r>0, H. Bienenstock 40, Sal. (»rofJmann 4(>. Aron Wäldler 30. Arnold Weiß 30, Armin Weinberger 20. S. Luwy Szerdahely 20, M. A. Roth (Nunsdorf) 20, S. Kaliscli 20. Adolf Schiller 20. David .Löwinger 20, Josef Nagel 20, Friedmann B. 32; zusammen Kr 1829. Bratislava, Volksküche. Mayer Klkan Kc 32, Schwarz Lipot 14 50. Kohn Mor. 14. Selig 10. Springer .1. 10, Steiner Hermann 10. Schwatz Sandor 10, Weiß M. 10. Hecht 8 20. Weiß Herrn. 9. Angelusz f>, Ullmann 15. Bereits ausgewiesen Kc 14.147-15, zusammen Kc 16.18415. Spißkc-Podhradie. Leopold Grünberger K<" 236. Salomon Schlesinger 224, (ieza Wald 110, Samuel .Eichner 100, .lakoli Friedlander 59, Isidor Fried 48, Mor. Wolf 51, Mor. Birnbaum 46, Wolf Feldmann .38, Joachim Weingarten 35, Alorüz Topfer 31, Mor. Friedlander 58, M. D. Landau 30. Theodor Kempler 30, .1. S. Birnbaum (Gelnica) 30. Leopold Treitl 30, Viktor Goldberger 30. Heinrich Weiß 25. Georg Grimberg 23, Leopold Frankel 27, Heinrich Baurnöhl 25, Jakob Engländer 27, Hirsch (Galunta) 40. Leopold KannengicMer 20, lzidör Saphir 20, Armin Leichtag 20, S. Baldinger 28, Abraham Haasz 19, H, Abrahamovits 19, Samuel Bittermann 24, Heinrich Lefkovits 20, Ladislaus Zipser 30, Simon Deutsch 16. J. Müller 16, Abraham Popiel 16, Baruch Singer 14, Simon Weiß 17, Salomon Apfelbaum 10, S. Birnbaum 10, Saul Biftermann 12. Isak Bitteimann 10, Bela Nenmann 5, Nathan Schwartz ^, Zinn iN. 6. II. Nareisenfeld 8, Leopold Goldberger I, Heinrich (Jlück 3, Nechcmje Scheiuer <>. Abraham .Müller 8. Ignaz H.t/. 15. Tobias Goldberger 4: zusammen Kc 1741. Eanacsverband der JfpdaOugendgruppen der Slowakei, ScDomreb Scbabbos Sektion. Offene Stellen: Schnittwarenhändler stiehl Lehrjungen. Schniftwaronhändler sucht Kommis. Kurzwarenhändler sucht Lehrjungen. Kappenmacher sucht Lehrjungen. Stellengesuche: 1. Oekonomieverwalter sucht Stehe als solcher oder anderweitige Beschäftigung in einer Wirtschaft. 2. Spezereiwarengehilfe sucht Posten. 3. Galanteriewarengehilfe (langjähriger) sucht Posten eventuell gegen Verpflegung und mäßiges Honorar. 4. Zwei ansländige junge Leute vom Lande würden in einem Geschäfte (jeder Branche) gegen Kost und Quartier und kleines Honorar in Stellung gehen. Anfragen und Meldungen sind an den Landesverband der Aguda .lisroel-Jugendgruppen in der Slowakei, Bratislava, Turnergasse 14—ltj, zu richten. Aufruf. Die unterzeichneten Korporationen wenden sich an ihre Glaubensgenossen ohne Unterschied der religiösen Anschauung mit folgender Bitte: Die Verfolgungen in der Ukraine haben Tausende von Kindern elternlos gemacht. Wir betrachten es als eine Pflicht gegen die Gemordeten, nicht bloß für das leibliche Wohl ihrer Kinder Sorge zu tragen, sondern auch dahin zu streben, daß die Erziehung der Waisen dieselben zu frommen und braven Menschen ertüchtigt. Deshalb hat Agudas Jisroel beschlossen, ihr Waisenhilfswerk dahin zu erweitern, daß mit aller Beschleunigung ein neues Waisenhaus für die ukrainischen Kinder errichtet werde. Wir sind ferner bereit und in der Lage, solchen edlen Menschen, welche ukrainische Kinder in ihr Haus aufnehmen oder an Kindesstatt annehmen wollen, als Vermittlungsstelle zu dienen. Wir ersuchen und bitten, uns bei der Fürsorge für die ukrainischen Waisen behilflich zu'sein und unseren Beauftragten, die in der nachten, Zeit an Sie herantreten werden, mit offenem Herzen und offener Hand entgegenzukommen. Spenden wolle man an den Wiener Bankverein, Konto Agudas Jisroel, überweisen. Die Ortsgruppe der Wiener Agudas Jisroel. Die Jugendgruppe der Wiener Agudas Jisroel. Der Kriegswaisenfonds der Wiener Agudas Jisroel. Aufruf. Berlin, 1. Juli 1921. Glaubensgenossen!* Die Geschichte der Juden im Laufe der Jahrtausende ist furchtbar, ist qualvoll, ist blutig. Wir Juden sind daran gewöhnt, daß denen, die zu uns gehören, seihst in unserer lichteren Gegenwart die Schrecken des Mittelalters nicht vollkommen erspart bleiben. Auch in der letzten ilfilfte des neunzehnten Jahrhunderts und im Beginn dieses Jahrhunderts hat es im Osten von Zeit zu Zeit, hat es stets und ständig Judenverfolgungen und Judenpogrome gegeben; Plünderung, Schändung, Verstümmelung, Mord und Brand. Solche Ereignisse haben uns bis auf den heutigen Tag begleitet: Niemals, auch nicht in den entsetzensvollen Tagen des Mittelalters, ist aber über Juden eine Katastrophe hereingebrochen von so unvorstellbarer Furchtbarkeit, wie sie sich jetzt am Rande des zivilisierten Europas, in der Ukraine, abgespielt hat. Es ist im Augenblick noch nicht möglich, völlig klar den ganzen Umfang dieser Tragödie zu überblicken. Sicher ist nur, daß Hunderte von Ortschaften, die von Juden bewohnt sind, niedergebrannt wurden; daß Zehntausende von Menschen, weil sie Juden sind, ihrer Habe beraubt, -verstümmelt, verwundet, vergewaltigt, getötet worden sind. Es gibt Tausende und Tausende von jüdischen Vollwaisen, die während der Massakres in der Ukraine ihre Heimstätten, ihre Geschwister, ihre Mütter und Väter verloren haben. Diese Waisen irren wie gehetztes Wild umher, ohne gesicherte Unterkunftsstätte, und Tausende von Erwachsenen, die nur ihr nacktes lieben retteten, stürmen gegen die westlichen Grenzen vergeblich an, um der östlichen Hölle zu entfliehen. Die gesperrten Grenzen verhindern, daß sie sich in gesichertere Gegenden zu retten vermögen. Das furchtbare Elend, das über die Juden der Ukraine gekommen ist, kann nur gemildert werden, wenn die Gesamtheit der Juden in der zivilisierten Welt sich zusammentut, um entsprechend dem entsetzlichen Elend sich zu einer gewaltigen Hilfstätigkeit aufzuraffen. Wie ernst die Lage der deutschen Juden ist, — wir müssen in diesem Augenblick uns auch unserer Pflicht gegen die gehetzten Brüder in der Ukraine bewußt bleiben; wir müssen einen Hilfsfonds von einer Größe, die der Größe des Unglücks entspricht, schaffen. Wir fordern Euch auf, zu spenden, reichlich zu spenden für die unglücklichen Juden der Ukraine. Und spendet nicht nur selbst, sondern sammelt zugleich bei Euren Verwandten, Euren Freunden, bei jedem, der es vermag, das schreckliche Unglück zu lindern. Hilfsverein der Deutschen Juden Dr. James S i m o n * Wir verweisen bei dieser Gelegenheit auf den Aufruf der Aguda. Großloge für Deutschland VIII U. 0. B. B. Geli. Justizrat Tiraendnrfe r Hilfskomitee für die notleidenden osteuropäischen Juden Justizrat Dr. Blau, Frankfurt a. AI. Verband der rassischen Jaden in Deutschland Staatsrat T e i t e 1 Zentralrat der Jüdischen Welthilfs-Organisation. Vortretung in Deutschland Dr. Klee Gütige Spenden bitten wir mit der Bezeichnung „Für den Ukrainefonds * zu senden an die Kommerz- und Privatbank, Depositenkasse C, Berlin, Lharlottenstraße 47. Postscheckkonto 1308, und an das Bankhaus Lincoln Menny Oppenheimer, Frankfurt a. M., Postscheckkonto 1270. „Zydu givenymas." Tu Kowno erscheint seit Anfang Pammus ein orthodoxes jüdisches Wochenblatt unter dem Titel „Jüdisches Leben", auf litauisch „Zydu givenymas". Die erste Nummer bringt Artikel von J. Lewin, Israel Motz, S. Sandler und Rabbiner J. J. Weinberg. Als Herausgeber fungiert die Aguda- Jugendgruppe Kowno. Die Redaktion befindet sich Maironin gr-ve 1. Frau Erna Sternfeld. iTK Von einem grauenhaften Unglück ist Herr Michael S t e r n f e 1 d, das angesehene, von uns allen geschätzte Vorstandsmitglied der Wiener Adaß-Jisroel-Gemeinde, heimgesucht worden. Seine würdige Gattin Frau Erna Sternfeld geb. Bernfeld, Tochter einer weitverzweigten, durch Thoratreue hervorragenden Familie, ein jüdisches Biederweib im schönsten Sinne des Wortes, ist am 13. Juli, in der Blüte ihrer Jahre, kaum 35 Jahre alt, den fürchterlichen Brandwunden erlegen, die ihr die Explosion eines Spiritusapparates verursacht hatten. Binnen wenigen Stunden hat der Todesengel eine Frau aus unserer Mitte gerissen, die durch Schicksalschläge in ihrem eigenen Familienleben geläutert und geprüft, stets eine Helferin der Annen, eine Wohltäterin der Bedrückten gewesen, die viele Tränen getrocknet und manchen Schmerz gestillt hat. Ihr Mann verliert in ihr die treueste. selbstloseste Gattin, eine Lebensgefährtin sondergleichen, ihre Kinder die beste aller Mütter, und wir alle, die ihr nahestanden, ein treues, stets hilfsbereit bescheiden wirkendes, wahrhaft frommes Mitglied unseres Kreises. Groß ist daher die Teilnahme, die die „Schiffschul''-Gemeinde. welche ja stets von tiefem, fast familiären, Zusammengehörigkeitsgefühl beseelt ist, dem Manne entgegenbringt, der selbst das Unglück hatte, Zeuge des entsetzlichen Unfalles sein zu müssen und ihm ohnmächtig gegenüber stand. Tief erschüttert hat uns alle die schwere Tragik dieses Geschickes. Möge Michael Stern feld in der Erziehung seiner Kinder, in seiner unentwegten, aufopferungsvollen Tätigkeit im jüdisch-öffentlichen Leben die Quelle des Trostes finden und möge der Allerbarmer dem auch hochbetagten gramgebeugten Vater der Verstorbenen die Kraft geben, das Fürchterliche zu erlragen. i"05Hn Dr. L. N. Ololbynien. Anläßlich der Polenreise hat unser Mitglied der Aguda Jisroel-Jugendgruppe der Slowakei in Preßburg, Josef Grünsfeld, über unser Ersuchen auch Wolhynien besucht, da dort keine orthodoxe Organisation besteht und den glaubenstreuen Jehudim Wolhyniens seitens anderer Organisationen eine Katastrophe droht. Derselbe hat die orthodoxe Organisation der in Wolhynien lebenden zahlreichen, thoratreuen Jehudim angestrebt. — Durch tatkräftiges Arbeiten der dortigen Rabbonim, Jereim und Schlemim ist es gelungen, nach Rowno eine großangelegte Versammlung der Glaubenstreuen unter Führung der Rabonim einzuberufen. Bei diesem Anlasse hielt Regierungsrabbiner Schleume Gottlieb aus Wladimir-Wolynsky ein mitDiwiv-Theuroh und Emes durchdrungenes Referat, in welchem er die Wichtigkeit des Zusammenarbeitens und die Organisation der Thoratreuen, als auch die Aufstellung einer Zentrale für diese schildert. ITienach schilderte Josef Grünsteid, aus Preßburg, die hohe Wichtigkeit der Organisation der orthodoxen Jugcndgruppe, die eigentlich stets die Hauptarbeit zu verrichten hat, und welche die zeitgemäßen Fragen im Einvernehmen mit den Geeune- Hador im Sinne der Thorah zu lösen hat. Redner schildert mit beredten Worten, daß die orthodoxe Organisation kein neues Programm hat, sondern im Sinne der 3000jährigen' Glaubenstreue unserer Väter und Ahnen, im Sinne der Thorah-Hadeusche, mit dem Motto: Theuroh. Aweudoh und Gemiles - Ghasodim, geführt werden müsse. — Dr. Leon Niemecewicz, Direktor des Mädchen-Gymnasiums „Chawaceles" in Warschau, hielt ebenfalls, als Vertreter der Schleume- Emüne-Jisroel in Polen, eine begeisterte Rede und erklärte die unbedingte Notwendigkeit des Zusammenschlusses aller Thoralitreuen. Nach diesen Referaten wurde einstimmig beschlossen, den bereits in Rußland bestandenen Bund dor orthodoxen Juden, „AGHDUSk, welcher diesen Prinzipien entspricht, zu erneuern und aufzufrischen; weiters betreffs Propaganda-Maleriales und Propaganda-Redner sich an die Zentrale in Wien, II.. Malzg. 12 a zu wenden. Nachdem noch Vorsitzender KALENDARIUM. Tag | Thanius j Juli Sonntag ' . is. : 24. Montag 19. 25. Dienstag 20. '; 26. Mittwoch 21. 27. Donnerstag 22 ■_______;......j 28. Freitag 23 i 29. Samstag!--'! 24. 30. j Notizen! Fasttag. Erstürmung Jerusalems (verschoben i. Moses zerstört das goldene Kalb. — Tod! U. Samuel Schattin, Frankfurl, 5479. ' Tud 11. Thunum, Lemberg,;">533. — Tud IL Aliron Sumuel Kidinower, Krakau. I Märtyrertod P.abbi Nathan in Ungarn, 5443. Tod IL Schlomo — Lemberg (Merkewes hamischna).; Tussafos Jomtow wird aus dem Kerker befreit, 5423. — Tod IL Sacharja^. Wien 5407. | Kreuzfahrer erobern Jerusalem, ermorden 500o Juden, 4895». - Tod K. Awrahom Abele : Hels 54G7.; Piuchas. - Haftoru: Diwre Jirmijahu - - 1 l'erek. — Pogrome in Litliauen 5415.

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