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Jüdische Presse · 1921-07-01 · 22 (1.7.1921) · page 2

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Journal
Jüdische Presse
Volume
7 (1921)
Issue
22 (1.7.1921)
Date
1921-07-01
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite 1(58 .H'T[)fS(.;HE PRESSK Nr. 22 liebsten feierlichsten Weise verpflichtet haben, einer Anarchie und Verwirrung schlimmster Sorte zur Beute lassen. Wir können nicht nach dem. was wir «^esa^-J und getan haben, die Juden in Palastina von den Arabern mißhandeln lassen, die gegen sie aufgehetzt wurden, wir können auch nicht die große und historische Stadt Bagdad und andere Städte und Ortschaften in Mesopotamien den Plünderungen der wilden Beduinen der Wüste aussetzen . . . . . . Wir sind verpflichtet, einen ehrlichen, aufrichtigen, geduldigen und entschlossenen Versuch zu machen, unsere Verpflichtungen einzulösen, und ob dieser Weg nun populär oder unpopulär ist, ich bin sicher, es ist der einzige Weg. den irgend eine britische Regierung oder ein britisches Parlament schließlich selbst für gangbar halten wird. Ich sage eine ehrliche, geduldige und entschlossene Anstrengung. Ich gebe zu. daß die. Verpflichtung nicht unbegrenzt ist; ich gebe zu, daß ein Punkt erreicht, werden kann, wo wir etwa erklären müßten, daß wir einen Mißerfolg hatten und daß wir nicht mehr das Recht hätten, von den britischen Steuerzahlern weitere Opfer zu verlangen; daß die Bedingungen unserer Finanzen oder unserer militärischen Hilfsquellen so wären, da Ii wii nichts mehr tun könnten. Das wäre ein sehr erniedrigendes und trübseliges Bekenntnis,, und nach sorgfältigen und. ich glaube, ganz unvoreingenommenen Erwägungen der ganzen Materie glaube ich nicht, daß es richtig wäre, in diesem Augenblick zu sagen, wir stünden vor dem Mißerfolg oder unsere Hilfsquellen setzen uns nicht in den Stand, unsere Verpflichtungen zu erfüllen. Ich glaube das Gegenteil. Nach allen Tatsachen die wir heute, sehen, zu urteilen, ist es unsere Pflicht, auszuharren und ich hoffe, daß wir durch Ausharren einen ehrenhaften, regulären und letzten Endes erfolgreichen Ausgang unserer Angelegenheiten linden werden. Aber wenn wir Erfolg haben" sollen, wenn wir die Beschämung des Mißerfolges vermeiden sollen, wenn wir unsere Unternehmungen zu einem befriedigenden Abschluß bringen sollen, liegt die fundamentale Bedingung, der einzige Schlüssel in der Herabsetzung der Ausgaben in diesen beiden Ländern innerhalb vernünftiger und praktikabler Grenzen. . . . „In Palästina ist augenblicklich das Problem akuter als in Mesopotamien. Andererseits ist es im militärischen Sinne eine weit kleinere Frage. Mesopotamien ist ein großes, unzugängliches Land, Palästina ist an allen Punkten leicht von der See aus zugänglich, ein Land, das ein Automobil von einem Ende bis zum andern im Laufe eines Tages oder in noch kürzerer Zeit durchqueren kann. Obgleich nach meiner Information in Palästina in diesem laufenden Jahre eine größere Gefahr von Unruhen besteht als in Mesopotamien — ich gebe bloß meine Information wieder — könnte man die Unruhe viel leichter behandeln, wenn sie einmal ausgebrochen wäre. Die Ursachen der Unruhen in Palästina und die einzige Ursache kommt von der zionistischen Bewegung und von unseren Versprechungen und Zusagen mit Bezug auf sie. Aber wegen dieser Versprechungen und dieser Bewegung könnte die auf britische Kosten gehaltene Besetzung noch beträchtlich herabgesetzt werden. Zu Ende des letzten Jahres, als ich noch im Kriegsamte war, beschlossen wir eine sehr beträchtliche Herabsetzung der palästinensischen Garnison. Unsere Truppen wurden von einer Stärke von 10.000 Mann auf eine Stärke von 70Q0 Mann herabgesetzt, was einer Kampfstärke von 5000 entspricht. So viel sind heute noch dort. Ich kann nicht hoffen, diese Truppenzahl in unmittelbarer Zukunft noch weiter zu verringern. Im Gegenteil ist es möglich, daß sie noch eine gewisse Verstärkung erfordern kann. Die Gesamlkosten, die wir in Palästina im letzten Jahre hatten, waren 61/., Millionen Pfund und im laufenden Jahre 4,/J Millionen Pfund. Von diesen viereinhalb Millionen Pfund aber stellen zwei Millionen die Kosten der Repatriierung und Demobilisierung der großen Masse indischer Truppen dar, die jetzt, das Land verlassen haben. Daher kann man sagen, daß die militärischen Auslagen in Palästina — denn die Zivilverwaltung erhält sich selbst, das Land erhält sie — aber die Auslagen der britischen militärischen Garnison . werden im nächsten Jahre zweieinhalb Millionen Pfund betragen. Es ist nicht ganz richtig zu sagen, daß diese Auslagen noch reduziert werden könnten, wenn wir zum Beispiel Palästina nicht bekommen hätten, denn der Großteil der in Palästina stehenden Truppen sind reguläre britische Einheiten und wenn sie nicht in Palästina stationiert wären, so würden sie wahrscheinlich anderswo stationiert sein, wenn nicht das Haus weitere Maßnahmen durch Entlassung der Vorkriegstruppen der britischen Armee beschließen sollte. Nun, die Frage steht vor uns und ich will ihre Schwierigkeiten keineswegs gering schätzen. Wir wollen betrachten, wie wir den Juden und den Arabern in Palästina gegenüberstehen. Ich habe bereits die Deklaration des Lord-Präsidenten des Staatsrates erwähnt, die von dem Obersten Rate der Verbündeten in San Remo angenommen wurde. Der wesentliche Inhalt der Deklaration wurde in dem 'Mandatentwurf' wiederholt, der binnen kurzem dem Völkerbund vorgelegt wird.* Sir F. Banbury: „Wird der Völkerbund in Palästina und Mesopotamien vertreten sein?" Churchill: „Nein. Wir haben schon ganz genügend Komplikationen. Die Mandat; werden nach dem Völkerbundakte ausgestellt. Die Schwierigkeit dieser Zusagen eines nationalen Heimes für die Juden in Palästina ist, daß sie unserer Politik der Anhörung der Wünsche der Bevölkerung in den verwalteten Gebieten unter Einsetzung von Vertretungskörpern, sobald sie dazu fähig siud widerspricht, weil derartige Vertretungskörper in diesem Falle jede weitere jüdische Einwanderung verhindern wurden. Es gibt viele Schwierigkeiten, aber so zahlreich und dornig sie sind, glaube ich doch, daß wir mit Geduld, Ueberlegung und ein bißchen Glück einen Weg herausfinden können. Das britische Reich wurde von Optimisten und durch positive Behauptungen und nicht durch Negationen erbau!. In Palästina gibt es etwa 500.000 Mohammedaner, 05.000 Christen und etwa 63.000 Juden. Auf Grund des zionistischen Einwanderungsplanes sind etwa 7000 Juden ins Land gekommen. Diese Einwanderung und die Propaganda, von der sie begleitet war, hat die arabische Bevölkerung seinalarmiert und erregt. Es ist nicht so sehr die Zahl der Einwanderer, die den Alarm hervorgerufen hat, sondern die ständigen und heftigen Erklärungen der zionistischen Organisationen in der ganzen Welt — worauf sie ein vollständiges Recht haben —, daß sie hoffen und .streben, Palästina zu einem vorherrsche nd jiid is c h euLand z n mac hen, bevölkert von Juden aus allen Teilen der Welt und auch di e Befürchtung, daß diese Juden hauptsächlich aus Mitteleuropa und insbesondere aus Rußland kommen würden. Die Araber glauben, daß sie in den nächsten paar Jahren durch Massen von Tausenden von Einwanderern aus Zentraleuropa weggeschwemmt werden würden, die sie vom Lande verdrängen, den wertvollen Teil des Landes besetzten und möglicherweise die absolute Herrschaft über seine Einrichtungen und Geschicke gewinnen könnte. Tatsächlich sind diese Befürchtungen illusorisch. Um die Begeisterung und Unterstützung, die sie brauchen, zu erhalten, sind die Zionisten geuötigt, ihre Sache mit äußerster Wärme, Ueberzeugung und Hoffnung zu verfechten, und es sind diese Erklärungen, die die Araber alarmieren, nicht die wirklichen Ausmaße der Einwanderung, die eingetreten ist oder eintreten kann. Schließlich haben wir Sir Herbert Samuel dort, der vielen Mitgliedern dieses Hauses so wohl bekannt ist, einen tüchtigen, praktischen, erfahrenen, liberalen Politiker. Fähigkeiten, die man höchst notwendig in reichem Maße für die Regierung eines so weit gedehnten und maunigfaltigen Reiches braucht, wie das unsere ist. Er ist gleichzeitig ein äußer? I durchdrungener Z ionist. (!) Ich folge mit sehr großem Vertrauen seiner Aktion und gebe ihm jedes mögliche Mal» von Vertrauen und Unterstützung in diesen schwierigen Zeiten. Er hat kürzlich eine weitere Erklärung an die Bevölkerung Palästinas erlassen, worin er ihnen seine Auffassung des Ausdruckes ,nationales Heim" in der von der britischen Regierung 1917 gegebene Zusage erklärte. Er hat folgendes gesagt: .Diese Worte (nationales Heim) bedeuten, daß die Juden, die ein über die ganze Welt verstreutes Volk sind, deren Herzen sich aber immer noch nach Palästina hinwenden, in die Lage kommen sollen, ihr Heim zu linden, und daß eine gewisse Anzahl von ihnen innerhalb der durch die Zahl und die Interessen der gegenwärtigen Bevölkerung bestimmten Grenzen, nach Palästina kommen sollen, um durch ihre Hilfsquellen und Anstrengungen an der Entwicklung des Landes zum Vorteil aller seiner Bewohner mitzuhelfen." Ua ist tatsächlich für die Araber nichts zu fürchten. Die ganze jüdische Einwanderung wird sehr sorgfältig überwacht und kontrolliert sowohl vom Gesicht spunkt der Zahl als auch des Charakters. Kein Jude wird eingelassen werden über die Zahl hinaus, die durch die fortschreitende Wohlfahrt und Entwicklung der Hilfsquellen des Landes versorgt werden kann. Gewiß besteht kein Zweifel, daß zurzeit das Land sehr unterbevölkert ist. Jeder, der die Arbeit der jüdischen Kolonien, die während der letzten zwanzig oder dreißig Jahre in Palästina errichtet wurden, gesehen hat, wird erstaunt sein über die gewaltigen produktiven Ergebnisse, die sie erzielen kann. Ich hatte die Gelegenheit, die Kolonie Rischon le Zion, etwa zwölf Meilen von Jaffa, zu besuchen und da kam ich aus dem unwirtlichsten Boden, rings umgeben von Wildnis und elendster Form der Bodenbearbeitung, in ein fruchtbares und üppiges Dorf, wo der fette Boden schöne Früchte bringt. Zwischen Weingärten und den schönsten prachtvollen Orangenpflanzungen, alles in zwanzig oder dreißig Jahren durch die Anstrendungen der jüdischen Gemeinde, die hier lebt, geschaffen. Als wir ankamen, umringten uns fünfzig hie sechzig junge Juden zu Pferd und Bauern aus dem Dorfe, die von der Arbeit kamen. Als wir endlich den Mittelpunkt erreichten, waren dreihundert oder vierhundert der prachtvollsten Kinder aller Größen und Geschlechter und etwa eine ebenso große Zahl weißgekleideter Mädchen aufgestellt. Wir wurden eingeladen, die ausgezeichneten Weine zu kosten, die die Ansiedlung hervorbringt und die vielen Schönheiten der Pflanzungen zu besichtigen. Ich warne jeden, nach dem Anblick dieser Arbeit, die mit so vieler Mühe, Anstrengung und Geschicklichkeit vollbracht ist, zu sagen, daß die britische Regierung, nachdem sie einmal diese Haltung eingenommen hat, all das beiseite schieben und durch einen fanatischen Ueberfall seitens der arabischen Bevölkerung von außen roh und brutal zerstören lassen soll. Es wäre schändlich, wenn wir etwas derartiges zuließen. Ich spreche hier von Dingen, die ich mit eigenen Augen gesehen habe. Rund um die jüdische Kolonie waren die arabischen Häuser aus Ziegeln statt aus Lehm gebaut, so daß die Kultur von diesem Mittelpunkt aus sich in den umgebenden Bezirk verbreitet hat. Ich zweifle nicht, daß mit der eigentlichen Entwicklung der Hilfsquellen Palästinas und wenn jüdisches Kapital für die Entwicklung in Palästina verfügbar ist, was ja sein kann für die Schaffung großer Bewässerungsarbeiten am Jordan ünd für die Errichtung elektrischer Kraftstationen im Jordantal, die dort sehr rasch geschaffen werden könnten, daß dann Jahr um Jahr neue Mittel für eine gute Existenz für eine mäßige Zahl von Juden geschaffen werden und die Tatsache, daß sie ihren Unterhalt durch diese neuen Mittel erwerben, wird auf die allgemeine Wohlfahrt der ganzen Bevölkerung der Araber und der Christen ebenso gut wie der Juden, einen Einfluß haben. Ich sehe keinen Grund, warum hier nicht mit Vorsicht und Fortschritt ein ständiger Strom jüdischer Einwanderer ins Land kommen könnte, der in jeder Phase von einem allgemeinen Aufstieg des ^Wohlstandes der ganzen bestehenden Bevölkerung und ohne Unbill für irgend jemand begleitet sein könnte. Das ist ungefähr das Ziel auf das wir lossteuern, und das wir, meiner Meinung nach verpflichtet sind, zu verfolgen. Wir können unmöglich zulassen, daß die jüdischen 1 Kolonien zerstört oder alle künftige Einwanderung eingestellt werde, ohne endgültig zuzugeben, daß das Wort Englands im Oiient und im Mittleren Orient nicht länger zählt. Wenn den Arabern in Palästina Vertretungskörper zugestanden werden, was hoffentlich einmal geschehen wird, so werden in dem Vertrag, auf dem sie beruhen, bestimmte Vereinbarungen zu treffen sein, welche innerhalb vernünftiger Grenzen die Einwanderung der Juden ins Land sichern, sofern sie ihren eigenen Weg gehen und ihre eigenen Existenzmittel schaffen. Unsere Aufgabe ist, nach einem Ausspruch des verstorbenen Lord Salisbury, die eine Seite zu Zugeständnissen und die andere zum Nachgeben zu bewegen und ein vernünftiges Maß von Macht uns vorzubehalten, das nötig ist, um die Annahme unserer Vorschläge durch beide Parteien zu sichern. Die Unruhen, die in Jaffa und der Umgebung vor zwei Wochen stattfanden, waren ihrem Charakter nach ernst. Etwa vierhundert Personen wurden getötet oder verwundet. Obgleich uns die Lage noch immer mit einer gewissen Sorge erfüllt, halte ich doch die Situation nicht für unhaltbar oder für derart, daß sie unhaltbar werden könnte, ich glaube aber, daß sie uns veranlaßt, uns eingriffsbereit zu halten, gemäß unseren Wünschen und Absichten, natürlich innerhalb der Grenzen der Kosten, die ich angedeutet habe ... Die Politik, welche ich versucht habe, der Kommission darzulegen, und in deren Anhörung Sie mir so besondere Freundlichkeit und Nachsicht gezeigt haben, war durchaus von dem aufrichtigen Wunsche beseelt, eine Interessengemeinschaft zwischen den Arabern einerseits und Großbritannien und seinen Verbündeten andererseits zu schaffen und zu befestigen. Aber all diese Bemühungen würden zunichte gemacht, wenn wir sie nicht mit einer friedlichen und dauernden Regelung des Verhältnisses zur Türkei verbinden. Es ist nicht zu erwarten, daß eine solche Regelung erreicht werden kann durch die Zuschaustellung einer absoluten Machtlosigkeit von seiten Großbritanniens und Frankreichs. Wir müssen die Mittel haben, unsere Lebensinteressen zu verleidigen und wir müssen zeigen, daß wir diese Mittel besitzen und daß wir letzten Endes nicht unfähig sind, sie auch zu gebrauchen. In keinem jüdischen Hause fehle die „Jüdische Presse". Die eröffnuihi des flpu>UI<men bauses in Baden. Rede des Herrn Oberrabbiner Pftrst (Wien). i Fortsetzung;, i rm« m pix nytr b nna ..Oefl'net mir die Tore des Wohltun-, ich gehe sie ein. danke G-tf\ Tiefinniger als sonst empfanden wir diese Hallelworte heute am Bosch chodesch. am Anfange des denkwürdigsten, lichtvollsten Monates, in welchem mit der Offenbarung am Sinai das Himmelslor zur G-ttesnähe sich uns erschlosseis hat. die Zedek-fdeale uns gelehrt wurden und sichtbar geworden sind die Zedek-Pforte, deren Betreten eine Huldigung G-ttes bedeutet. Hochgeehrte Fest Versammlung! Die Eröffnung von Sehaare- Zedek führt uns hier zusammen. Erfolg gekrönt ist ein DtpS O^ttlP-Sh'eben, hervorgegangen aus der Nol. der Zeit, aus der düsteren Lage der Gegenwart. Durchlebten wir doch in den jüngsten Jahren abermals die mit Tränen und Blut geschriebene jüdische Geschichte, den Churban Isroels mit all seinen Schrecknissen, Trübnissen und Bitternissen, mit allen fYCX und nijp Klagen und Seufzern -pJHPB 3*1 f?J? VT *Z 13£ "OS1? "QE? rT^blS? izb^l den G-tf betrübte sie wegen der Menge ihrer Vergehungen, die Kinder gingen gefangen vor dem Feinde her. nTlH bz jVSI DZ fÖ X^l da Z0S> VL,n der Tochter Zion ihre ganze Herrlichkeit fort. Hiezu bemerkt »■) nrfai x1?! pTwo nrbi ♦mpirn prrnn naa n*m mpirn bw \vz n:w nnSa sbi nrmm bi nrar .siehe doch nrn bz pra dz jö an Ynn nrarnn1?: wie wichtig die Kinder sind. Das Synhedrion wanderte in die Verbannung und die Schechina wanderte nicht aus. Die Wachen des Heiligtums wanderten in die Verbannung und die Schechina wanderte nicht aus. doch als die Kinder in die Gefangenschaft zogen, da zog die Schechina mit, da zog des Zions Tochter ganze Herrlichkeit fort." Zions Trost ist seine Jugend! So lange diese auf heiligen Boden ist. kann dem Verbannten und Verlorenen Ersatz werden; können die Hallen des Rechtes und der Mikdasch-Wache wieder in ihrem Glänze erstrahlen. Ist jedoch die Jugend dem Admas Kodesch, dem heiligen Erdreiche entwurzelt, elterlicher, religiöser Pflege verwaist, dann ist sie wahrhaft selbst verwaist und die Schechina beklagt das Schwinden des Kostbarsten, beweint, den Verlust des Unwiederbringlichsten. Angesichts solch opfer- und tränenreicher, das jüdisch-menschliche Empfinden mit namenlosem Weh erfüllenden Erlebnissen, wer könnte, wer dürfte mit seiner Teilnahme zurückstehen, wer sich verschließen der in dem Schlußsatz unserer Sidra angedeuteten durch alle Zeiten und Verhältnisse forttönenden Warnung pbZZ DMtrh 1&On vSHpH und s'e solle» nicht schauen, wenn das Heiligste vom Verderben verschlungen wird und an unserem Gewissen pocht es: p13£ "HJ?XD b liinS- Erschließet, eure Herzen, erschließet die Pforten der Barmherzigkeit! Wir vernahmen die Jeschajo- Mahnung onmjMÖ B»W DH büt D*Z WZD CTHrtÖl D^Jfl „Bringe die Armen ins Haus", diejenigen, die es vermöge ihrer unmündigen Kindheit sind. Und durchgerungen hat sich die Pflichterkeuntnis, ein Sehechina-Heim zu gründen. Hier an den Heilquellen der Schechina sollen die Verlassenen und Verwaisten leiblich und geistig erstarken als Synhedrion und Mischmoros, als Thoiroträger und bewußte Glaubenswächter, als nützliche Mitglieder der Gesellschaft ^ertüchtigt. werde«; Groß und hehr ist die uns gestellte Aufgabe und nebst dem Beistande des Q^in^H ,3i$ erfordert sie das hingebungsvollste Verständnis der Edelsten und Besten, um das Gewonnene zu erhalten und auszubauen. Meine Hochgeehrten! ^bbil ^HZ TTl Es war uro Mitternacht. Rückschauen wir auf jene Mitternachtsstunde, da der Engel Esows mit Jaakow ringend ihm zurief: Schalchern ki olo haschachar! Entlasse mich, der Morgen ist angebrochen QVÜ 1J? mn» |DT rJH HO ^DXIZW Seitdem ich erschaffen, war die Zeit für mich nicht gekommen, dem Ewigen ein Loblied anzustimmen bis jetzt, entlasse mich. Jaakow antwortete: ich entlasse dich nicht, du habest mich denn gesegnet. Jahrtausende sind seitdem dahin und noch ist jene Stunde der Mitternacht und des Ringens nie verflossen, noch nicht dieMorgenröte der Menschheit angedämmert, ein heller Sonnengedanke leuchtet uns jedoch aus jenem nächtlichen Ereignisse entgegen: er beglänzt den Gesichtskreis Isroels, wo und wann er sich noch so traurig verdüstert. Der Engel will zum Himmel hinan und DtTil verherrlichen, Jaakow tritt dein mit der ihm eigenen, uns Erbe gewordenen Weltanschauung entgegen 15 "jnSttfX üb "*3DD*13 DK keine G -11 v e r h e r r 1 i c h u n g, ohne Menschensegnung. Segne mich vorerst, und du bist Himmels- 'bote. Segne mich und dies ist JTTU?. segne mich und ttPHp '1.11 tPlIp heil'o. heilig, heilig ist Q^'H die ganze Erde ist voll seiner Herrlichkeit. Q\p )^ "pS"'! und der Engel von dieser Jaakow-Wahrheit besiegt und bewältigt segnet ihn und aus dieser Segnung erwachsen ihm Schwingen, die ihm zur Hiinmelshöhe zur HTU beflügeln. Wer möchte nicht während seiner hieniedrigen Daseinsdauer eine solche Erden- und solche Ewigkeitsstunde erleben, angesichts der G-Üesherrliehkeit Lob und Lied anstimmen, welcher Jaakow, Isroel möchte nicht Mensch-Engel sein Brocho und Schiro, G-tteshuldigung und Menschensegnung harmonisch vereinigen. Dank und Preis dem Awi-ha-jessomim, dem Vater der Waisen, der uns in dieser Zeit der Rabo ho-asuwo, der großen Verlassenheit eine solche Stunde erleben, uns diese Segensschöpfung erstehen ließ. Dank den wackeren Mitarbeitern und hochherzigen Spendern des In- und Auslandes oSttT ntib1® prTDttflÖ inni D^JJS- 0ank der Aguda-Weltorganisation, die hier eine Schechinastätte begründete, als ein weithin leuchtendes Wahrzeichen thoratreuer Zusammengehörigkeit, zur Sammlung der Zerstreuten, zur Rettung der Verlorenen. Dank namens der Owdim weuidoehtm, deren verewigte Eltern Tl ntt?Hp by ÜPSH "HDÖttf dank für die Vergangenheit, Bitte und1 Gebet für die Zukunft. Durch den Kitt allgemeiner Opferwilligkeit hat sich dieses herrliche Werk zusammengefügt D2£3p Tl ITH der Odem Qtyjl 's hat es belebt, umschwebt uud getragen, jedoch in der Allgemeinheit und Beständigkeit des Opfergedankens beruht die Gewähr des Fortbestandes. Wir sind der Zuversicht, daß die Sympathie und werktätige Unterstützung der hiesigen hochverehrliehen Kultusgemeinde und ihrem hochwürdigen Oberrabbiner an der Spitze, das Wohlwollen der hiesigen Behörden, der berufenen Wächter aller edlen gemeinnützigen Institutionen, dieses Heiligtum schützend überwachen, einzelne Körperschaften, Gemeinden und Vereine durch Stiftungen und Beiträgen fundieren werden. Hochverehrte Festversammlung! Die Wohltätigkeit zweigt sich nach verschiedene« Richtungen ab, je nach Mannigfaltigkeit der Not sind mannigfaltig und unterscheiden sich die Sehaare Zedek D'XÖÜ HpTO Mjn ^SKtt Stt? HT

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