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Jüdische Presse · 1921-06-24 · 21 (24.6.1921) · page 2

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Presse
Volume
7 (1921)
Issue
21 (24.6.1921)
Date
1921-06-24
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite 160 JÜDISCHE PRESSE Nr. 21 Vätern, mfiüfcn von «lern Uebermaß des Elends, dessen Zeitgenossen wir sind, auf die höchste Potenz erhoben werden. Diese Waisen sind die Kinder Israels; ihr Schicksal ist kein Familientranerfall: es ist das historische Martyrium unseres Volkes, das wie eine /.arte Glorie um die Stirnen dieser Kinder schimmert. Zurück zurZedoko! Zur grollen, warmherzigen, brüderlichen Zedoko unserer Eltern. Eine millverstandenc Tendenz hat die jüngere Generation dazj) verleilef, dem teueren Worte Dachamonus einen ironischen Klang zu verleihen. Hachanionus- Politik rief man höhnisch hinter der Wirksamkeit unserer Gomle-(Ihrssed her! Auch hier gilt der grolle Schuwo-Huf. der auf allen Gebieten des jüdischen Lebens ertönt. Wie wir Jüngeren da draußen im Garten des Aguda-Waisenhauses den von den gi ollartigen Akzenten der Bibel befeuerten Reden der Aguda-Männer gelauscht haben und den allen unzerstörbaren Zauber des Wortes G-ttes. den wir täglich Gomel chassedirn lowim anrufen, in seiner alle Kreise zusammenfassenden Macht uns beherrschen fühlten, empfanden wir fast reuig, daß das Kachamonus-Judentum doch das einzige einigende Band sei, das die einheitliche Entfaltung unserer Kräfte ermöglichI. Aus der dumpfen sinn- und herzeinengenden Stube der Parteiarbeit, von dem Schreibtisch weg. der überhäuft ist mit Dokumenten des Bruderzwistes mit ihren „Plackereien, Laston und Hader" flüchtet der Geist sich froh in die reine, würzige Luft hinaus, die den ersten Bau an dem beginnenden großen Werke der Menschenliebe umspielt. Von der Terrasse sieht man eine jüdische Versammlung aus allen Lagern, aber versammelt um geistliche Führer alten Stiles. Diese Gruppierung symbolisiert die als wahr Die Einweihung des'Aguda-Waisenhauses. Von links nach rechts: 1. Wolf Pappenheim. 2. Lippe Türkl. 6. Großrabbiner Abraham Heschel (Kopyszinsze). 7. Oberrabbiner Meier Arak (ßuezaez). 8. Oberrabbiner Mendel Steinberg (Brody). 9. Oberrabbiner ßenzion Katz (Borszow). erkannte Form der Einigung Israels. Von Thora geleitet, in Menschenliebe geeint, das war die Parole, die stumm, aber eindringlich aus diesem schönen Bilde sprach! „Aguda" war an diesem Tage der Begriff der Verbrüderung im Zeichen der Liebe zu G-tt und Menschen, verständlich und achtenswert selbst für diejenigen, welche außerhalb unseres Lagers wirken. Möge es auch weiterhin so bleiben! * * * Ein herrliches Wetter tat das Seinige zu dem wunderschönen Verlauf der Eröffnungsfeier. Ein Separatzug brachte die Wiener Gäste nach Baden. Mau ist sehr überrascht von der reizenden Lage des Waisenhauses, dem weiten Garten und der glänzenden Einrichtung des Hauses. Helle, blinkende Schlal'räume mit gut ausgestatteten Betten, prächtigen Speiseräumen, Badezimmer und Küchen. Sauber gekleidet stehen die Knaben da, fast überrascht von soviel Liebe, die über die wenig Gutes gewohnten plötzlich hereinbricht. Das Schicksal war ihnen diese Revanche schuldig. Im Galten vor der Terrasse, von welcher die Festredner sprachen, sammelt sich ein zahlreiches Publikum, in der ersten Reihe die malerische Gruppe der ehrwürdigen Rabbiner aus dem Osten. Lautlose Stille hebt die begeisterten Worte der Festredner. Die in voller Blüte stehenden Bäume, die das schöne Bild umrahmen, scheinen jedes Blatt stille zu hallen, um besser lauschen zu können. Am ergriffensten sind gerade diejenigen, die unserem Kreise fernestehen, und von dem ungewohnten Zauber echter, tiefempfundener Thoraworte am stärksten erfaßt wurden. Als erster sprach der Oberrabbiner des Ortes. Rede des Herrn Oberrabbiner Reich (Baden). Meine hochverehrten Repräsentanten der „Aguda"! Mein ehrwürdiger, geliebter Amtsbruder! Hochgeehrte Festversanunlung! Millen im gewaltigen Sturm der Ereignisse, die seit dem grausigen Kriegsende mit den schaurigen und entsetzenerregenden Episoden über das jüdische Volk dahinbrausen, ist es für uns ein lierzerfreuonder, seelenerfriseheuder Anblick, Sie zur Eröffnung des eisten Kriegswaisenhauses der „Aguda" hier begrüßen zu können. Nicht nur deshalb, weil doch meine Gemeinde die Nuchbargeiiieimle des großen Wiener jüdischen Zentrunis ist, von welchem die Ausstrahlungen über West- und Ostjudentum sich verbreiten, sondern auch deshalb, weil sie die Sehwestergemeifide der rühmlichst bekannten ..\<l;ttt .//sroel" ist. der sie mit ihrer inneren Organisation und mit ihren thoratreuen Einrichtungen nachzueifern sich bestrebt Es heut uns daher herzinniglich, da 13 Sie mit der Errichtung des ersten "C'EIJTm m*» unseren Hoden aufgesucht haben. Damit haben Sie mit einem glänzenden Auftakt. Ihrer weiteren Tätigkeit glückverheißend begonnen. Sie linden ein warmes Echo in unser aller Herzen, nicht nur derjenigen, die hier bodenständig sind, sondern auch aller jenei'. die aus aller Herren Länder in dieser Metropole eines vielbesuchten Weltkurortes sich hier alljährlich sammeln. Und so bewährt es .sich auch heute, wie es in Esra heißt: •7i rvs nein ^.nbri; njrnn ljr-n oj?n Sr% ,d»s ganze Volk stieß (»inen großen .lubelruf aus, weil das Haus G-tlcs begründet, worden isl." Wie wir dieses Waisenhaus mit dein Höchsten, das Jisroel je hatte, mit dem Heiligtume, in Vergleich stellen, ist hiehei kein Schatten der Blasphemie zu sehen; wird uns doch erzählt, als das Heiligtum in Jisroel gegründet werden sollte, wünschte jeder der zwölf jüdischen Stämme, daß es auf seinem Hoden sich erhebe. Da ertönte der G-Uesrut: p^ftZ }12V*V HZ' npS"T3 HDE XV!" "fi-',32 ^w" -Ih'e Mutter Hachel starb im (iebiete ihres Sohnes Benjamin, deshalb soll auch die Scheehina das Heim haben im (iebiete dieses Stammes!" War es doch dieser Benjamin, der seiner Mutter als Kind beraubt, worden ist; dieser steht mir am nächsten: "p-p H£X "E'jS^'I" -Von Benjamin wird es gesagt, er ist. der Liebling U-tles!" Mein Haus, das Haus des Ewigen, sei Euch Juden eine siele Mahnung und Erinnerung, den verlassenen Waisenkindern Eure eigenen Häuser gastfreundlich und liebevoll zu öffnen. Meine hochgeehrte Fest Versammlung! I'räget es Euch unvergeßlich und unvergänglich ein: Wenn es überhaupt im menschlichen Leben eine Stätte gibt, die wert und würdig ist. mit dem Heiligtume G-ttes verglichen zu werden, so ist. es das Waisenhaus; wo Waisenkinder wohnen — dort auch wohnt die Scheehina (J-tt.es! Und dennoch ist die Freude, besonders bei diesem Waisenhause, eine getrübte; auch da sagen wir uns, wie es in Esra von dem Aufbau des zweiten Heiligtunis heißt: C^'H pXl» "Ds?n "33 bipb nnü^n njnnn b^p d-t3ö »"as voik i konnte den Jubelruf der Freude nicht, erkennen, wegen der Stimme des Weinens, die gleichzeitig vom Volke ertönte." [st. es nicht auch gegenwärtig mit. uns also? Ist. doch dieses Kriegswaisenhaus, gleichwie das zweite Heiligtum, erst infolge der vorangegangenen Zerstörung entstanden. Gewiß, jedes Waisenhaus hat eine solche traurige Vorgeschichte: um Waisenkind zu werden, mußten erst Vater oder Mutter dem Kinde durch den grausen Tod entrissen werden: aber es ist ein natürliches Ereignis, das sich seit Menschengedenken in gleicher Weise wiederholt. Es genügte daher auch, wenn hie und da ein einzelnes Waisenhaus gegründet, worden ist. Wie ganz anders ist. es jedoch mit. dieser Art von Waisenhaus, das wir heule eröffnen!? Welche schauerliche Schaltenbilder des Schreckens tauchen da vor unserem Geistesauge auf!? Wir erzittern innerlich, unsere Augen füllen sich da unwillkürlich mit Tränen, wenn wir bedenken, wie diese hier aufzunehmenden Waisenkinder ihrer Eltern grausam beraubt worden sind. Es waren vielleicht die schrecklichsten Todesarien, unter unmenschlichen Qualen und Torturen, unter denen Vater oder Mutter gerade dieser Waisenkinder ihr Leben ausgehaucht haben. Gerade diese Kinder haben zumeist mit ihren kindlichen unschuldigen Augen in die von Martern brechenden Augen des erschlagenen Vaters, der unbarmherzig ermordeten Mutter blicken müssen, die kein anderes Verbreeben begangen hatten —- nur weil Sie Juden waren. Es gibt kein noch so großes Opfer, das wir eben nur diesen Kindern bieten können, als den schwächsten Ersatz für das als Kind von ihnen erlebte Unheil, das wie ein Gespenst schaudererregender Bestialität demselben durch's ganze Leben folgen wird. Und solcher ewig unglücklicher Kinder gibt, es ungezählte. Nicht einzelne hie und da erstehende Waisenhäuser genügen wie in alter Zeit, ungezählte müßten erstehen; denn ein Angstruf, ein herz- und markerschütternder Schmerzensschrei gellt uns entgegen von lausenden und abertausenden verlassenen Waisenkindern, die um Hilfe, um Bettung, um Erlösung aus den Mördergruben der (istlichen Länder mit vor Schreck starrenden Augen flehend bitten. SJE\T] n£"C blp» VJS by H33Ü bfll DHHÜn i-D'e Stimme wird bis in die Himmelshöhe hinauf vernommen, ein bitterliches Weinen; Rachel weint, ob ihrer Kinder!" Das Weinen der Not, des Elends, der Bedrängnis ist der Widerhall der Gewalt, die zum Himmel schreit! " Nur ein Wort gibt es, das uns den Schauer widerspiegelt der gegenwärtig ganz Jisroel erfaßt: es isl das Motto jenes, biblischen Buches, das wir diese Woche im G-tteshause neu zu lesen beginnen: es heißt: '""131123" Judenheit ist in dieser grauenerregenden Nachkriegszeit vogelfrei, wie in einer Wüste. Ja, sogar die jüngste Erwartung, die letzthin aufleuchtende Hoffnung, die uns wie ein Morgenrot der Errettung aus der palästinensischen Heimstätte zu erstrahlen schien, hat uns schon die ersten Enttäuschungen gebracht. Mord und Todschlag in Erez Jisroel, Pogrome auch dort, auf dem Boden, wo uns eine siegreiche Weltmacht schützt. Müßte da nicht Verzweiflung uns erfassen!? Jedoch, nein! Höret die Worte, die unsere Weisen zu dem Schlagworte „Bamidbar", dem Titel des vierten Buches der Bibel, der Geschichte der schweren Prüfungen in der Wüstenwanderung, die dem „Jischuw Erez Jisroel" vorangeht, erklärend hinzutügen, indem sie die Frage des Propheten voranschicken : »»«Sbxü p« dx 'Sx-nr^ vrn -Q-tön« »war ich etwa für Jistoel'eine Wüste, oder ein finsteres Land!?" Diese erschütternde Frage wurde nach den Worten unserer Weisen von (i-tt verneint. H^Sw' DP!1? THttyPl SOPt" "□'"lEl prtX 'Htt^tt 'D^X^ habe ihnen doch in dieser schweren Prüfuugszeit der Wüsteiiwanderung drei große Menschen als Erlöser beigestellt, Mosche, Aren und Mirjam!" Meine hochverehrte Festversanmilung! Mit diesen Persönlichkeiten der Judenheit können wir uns wohl nicht in Vergleich stellen, jedoch rPtt?n hat uns immer in den Zeiten der größten Not Heiter erstehen lassen, die mit Begeisterung, mit Selbstaufopferung zur Rettung, zur Hilfeleistung, zum Beistände, zur Hebung des bedrängten Judentums aufgetreten rdnd Als solche können wir die g-ttbegeisterten Führer des orthodoxen Weltvereines der „Agudas Jisroel" bezeichnen; hier sehen wir gegenwärtig Mandatare dieses Weltvereines bei der Eröffnung dieses Kriegswaisenhauses, wir rufen ihnen zu ein tiefgefühltes, dankerfülltes "CVCH CODS» .d'ire Ankunft hier in Baden sei gesegnet." Redner begrüßt den Vertreter der Regierung Ministerialrat Dr. Suchanek, den Präses der Kultusgemeinde Dr. Pick, den Präses des Kriegswaisenhauses Herrn Isak J. Thumini, Herrn Pappenheim, die Vertreter des Joint und der Presse, vor allem aber die ehrwürdigen Rabbiner. Gesegnet mögen sie alle sein im Namen des Ewigen, im Namen G-ttes. dessen Schutz und Segen walten über jedes fromme Beginnen, über jede» barmherzige Werk der Menschenliebe und Menschentreue; möge auch dieses G-tteswerk blühen und gedeihen, daß in diesem Waisenhause heranwachsen fhoratreue Juden, tüchtigwackere Menschen, zur Ehre G-f.tes und zum Heile des Judentums. Dieses Waisenhaus, es sei von uns gegrüßt und gesegnet! (Fortsetzung des Berichtes in der nächsten Nummer.) Eingeflossene Spenden für das Kriegswaisenhaus in Baden. E Ii reu t a fe I. Herr Baruch Low spendet die Erhaltungskosten für' ein Kind gegen laufende Verrechnung auf den Namen seiner G. seligen Mutter Alte Sure Low. gestorben in Baden 6. Adar d. .1. (16. Februar 1921). Den Namen der seligen Mutter trägt, die Ehrentafel, ä ronlo K le.000. Herr Großrabbiner Israel Friedmann (Czortkow) spen let die Erhaltungskost*»» für zwei Kinder gegen laufende Verrechnung auf den eigenen Namen, welchen die Ehrentaufel zu tragen hat. ä conto K 25.000. Bett stift u ngen. N. Eidinger K 50.000. G r ü n d e r. Feiwel Eidinger K 1S.000. Stifter. A. G. Hornstein (Wien) K 20.000. Ford er er. N. Moosbacher (Frankfurt) K 10.000, J. Neurath (Wien) 10.000. A. Engelsrath (Wien) 10.000, Anonvm Isr. W. Pappenheim Ki.000, Is. Thumiin 10.000. Ak. Schreiber 15.000. Harn- Schiff (Wiener-Neustadt) 10 000. Großrabbiner Isak Heschel 10.000. E h r e n m i t g 1 i e d e r. Julius Fürst ( Wien) jährlich K 5000, Josef Stern (ßielitz) jährlich 5000, A. G. Hornstein (Wien) jährlich 5000, Lipe Türkl Söhne (Wien) jährlich 5000. Liste der u u t e r > t ü t z e n d e n Mitglieder. (Jahresbeitrag K 600.) Helene Stern K 1000, Ernst Stern 1000. Ernö Ehrenstein 600, S. Ehrenfeld 600. Baruch Heimowitsch 600, Emanuel Deutsch Einweihung des Kriegswaisenhauses. Die Rednertribüne. Von rechts nach links: Oberrabbiner Reich (Baden). Oberrabbiner Fürst (Wien). Präses Isak Thumim. Dozent Dr. Max Eisler. — In der zweiten Reihe: Capt. Rieur und Direktor Wechsler, Delegierte des Joint. 600, Eisig Erber (500, Sal. Aschkenasi 600, Dr. Lernberger 600, Simon Fischer 600, Mos. Sam. Knöpfelmacher 600, Emil Meißner 600, Moses Schreiber 600. Liste der ordentlichen Mitglieder. (Jahresbeitrag K 1200 ) David Schey (Baden) K 1200, Gh. Ingwer 1200, Jakob Lang 1200, Mendel Feigenbaum 1200, Chaim Krämer 1200, Salomon Schreiber 1200, S. Nissenbaum 1200, Akiba Schreiber 1200. Liste der einmaligen Spender. Lipe Türkei und Söhne K 10.000, Adolf Raab (Baden) 5000. Leopold Schelmitzi (Wien) 5000, Alexander Braun 5000, Rosalie Schwarz (Baden) 5000, Adolf und B. Hofbauer 5000, Anonym 5000, Rabbiner Ilorowitz 5000, Tempelverein Stumpergasse 600O, Mendel Feigenbaum 5000, Michael Sternfeld 5000, Jakob Grünberg 3000, Franz Neumann 3000, Buchbinder (Schweningen) 3000, Verein Marpe le Netesch 2000, Osias März 2000, durch Akiba Schreiber 2500, Frau Gemeinderat Schwarz-Hiller 200O, Rabbiner Abraham Heschel 2000, Großrabbiner Friedmann 2000, Rubin (Lodz) 2000, Dr. Lemberger 2000, Jenö Meißner (Budapest) 2000, Seide Komet 2000. M. Salzer 2400, Herr und Frau S. Ehrenfehl 2000, 11. Dreyl'uß (St. Gallen) 2000, Hermann Mäiz 1000, Leopold Berger 1000, Gh. Wickler 1000, 1. L. Gellmann 1000, Frau R. Backenroth 1000, Moritz Schreiber 1000, Moses Stern 1000, Nüssenbaum 1000, Salomon Aschkenasy 1000, Rabb. Chaim A. Friedmann iChortkow) 1000, Rabb.» N. M. Friedmann 1000, Rabb. Berl Friedmanu 1000, Rabb. Mersch Twerskv 1000. Jakob Joel Braun 1000. M. Schreiber 1000, Maikus* Ilorowitz 500, Nathan Gilsohn 500, Rachel Heschel 200, Mirjam Heschel 400, Arje Deiner (Wien) 500, Mouderner 200, Hermann Fuchs 500. Hermann Löwenthal 200, Josef Weinstock 200. €in weiteres Waisenhaus der Adulas jisroel. (Zur Nachahmung empfohlen.) Auf der am 1. Mai in Ansbach stattgefundenen Bezirkstagung der Aguda - Orts- und Jugendgruppen M i ttelfran ken s regte Distriktsrabbiner Dr. Brader (Ansbach) an, in Ansbach für die unglücklichen heimatlosen Opfer der Verfolgungen in der Ukraine ein Waisenhaus zu errichten. Die Anregung fand Beifall und die Erörterung über diese Frage, der ja bekanntlich in der Aguda besondere Aufmerksamkeit geschenkt wird, laüt erhouVn, daß das' Projekt bald verwirklicht wird. Die Leitung der Aguda hat sich bereit erklärt, einen namhaften Betrag zur Verfügung zu stellen.

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