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Jüdische Presse · 1921-06-10 · 20 (10.6.1921) · page 3

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Journal
Jüdische Presse
Volume
7 (1921)
Issue
20 (10.6.1921)
Date
1921-06-10
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr. 20 .U'DISCHE PRESSE Seife 153 besiegten Feinde zu vernehmen und auch zu beherzigen. Vierundeinhnlb Jahre. wütete der mörderische Krieg, mehr als zweieinhalb Jahre ruhen bereits die Waffen und trotzdem ist nirgend der langersehnte Friede wahrzunehmen, trotzdem stehen die Völker und Nationen nach wie vor sich feindlich gegenüber. Auf die glänzend errungenen Siege folgte kein Sinai, auf die Freiheits- und Siegesfeste folgte kein Fest der Offenbarung. Dieses war nur einem Volke einst vorbehalten — Israel. Kritische Rundschau. Lieb« „Jüdische Rundschau"! Was wir Ihren östlicher situierten Schwesterorganen nachsehen müssen, nämlich ihre Rückständigkeif in der Auflassung von politischer Moral und journalistischen Usancen, kann Ihnen nicht verziehen werden, da Sie in einer westlichen Metropole wirken, die noch erfüllt ist von einem scharten, weitaushlickenden. von hohem Ethos geadelten politischen Verstände. Ihnen muß es darum selbstverständlich sein, daß es den glücklichen Besitzenden der Macht oder jeder Leitung obliegt, aufmerksam auf die Vorwürfe und Anklagen der Opposition hinzuhören. die beste Geneigtheit zu zeigen, den gewöhnlich in den heiligsten Ausdrücken kundgegebenen Ansprüchen der Opposition entgegenzukommen: Ihnen dürfte es gar nicht in Erinnerung gebracht werden, daß die Opposition überall das Recht des Angriffe? hat, und die Machthaber so gilt, es überall bis auf die Gegend des weißen Fleckes auf der Karte Afrikas — nur das Recht der Verteidigung: sie hat auf das Wesen und nie auf die Form zu reflektieren. Ueherall fühlt sich die Opposition als Richter und die Leitung verteidigt sich wie ein Angeklagter; selbst wenn diese Opposition aus Elementen bestünde, deren staatsrnännische Kapazität tief unier dem Niveau der Machthober rangiert. Was sollen wir daher von Euren abnormalen politischen Methoden denken? Die Aguda tritt nicht nur als Anwalt der Religion auf. sondern als Vertreter einer verständigeren Mäßigung in der jüdischen Politik in und außerhalb Palästinas. Aber nicht die Aguda allein nimmt diese gegnerische Haltunp Eurer Politik gegenüber ein, die Geschichte. das Leben, die Wirklichkeit machen Euch die heftigste Opposition. Woher nehmet Ihr den traurigen Mut in die Opposition zu schießen, anstatt. Euch zu verteidigen? Wenn wir es als Gewissenlosigkeit bezeichnen, daß man den Araber, den Ihr trotz aller Mahnungen der Besserdenkenden mit Eurem heillosen Messias-Rummel, den wahnwitzigem öffentlichen Geprahle, daß Ihr ihn bald majorisieren und beherrschen werdet, zum Toben gereizt habet, noch weiter injt. ähnlichen hohlen Gascognaden in Erregung hält, und wenn wir sagen, daß im gegenwävtigam Momente kein Mann von Gewissen eine Immigration ohne vorherige Sicherung von jüdischen) Leben und Gut (ordern darf, so wissen Sie nichts Sachlicheres zu entgegnen, als daß wir damit .die ganze Verlogenheit der Demagogie der Aguda gezeigt hätten". Ihr vergesset dabei, daß die Idee, eine Besiedlung Palästinas durch die Juden erst von einer öffentlich-rechtlichen Sicherung abhängig zu machen, eine spezifisch zionistische iat, daß es das Epochale an dem Auftreten Herzls war, daß er die zionistischen Vereine zur Einstellung der Kolonisation genötigt hat. „Der Sultan will/ sagte Herzl in einer Rede, ,daß ich das Zeichen der Einwanderung geben soll. Ich tue es nicht, und wenn der Sultan selbst die Juden zur Einwanderung auffordern sollte, würde ich aufstehen und sagen: Geht nicht." Diese Gewissensskrupel ob der Sicherheit des jüdischen Heimes galten gar in jenem goldenen Zeitalter, wo jeder zwischen Nord- und Südpol geschehene Einzelmord die gerechte Ahndung gefunden hat. Was würde Herzl in dieser traurigen Epoche sagen, wo der Orient in allen Fugen, die zwischen Rassen und Religionen klaffen, so beängstigend kracht? Wir glauben nicht, daß er eine geäußerte Sorge um Sicherheit, von jüdischem Leben und Gut. als „die ganze Verlogenheit der Demagogie der Aguda" bezeichnen würde. Was heißt denn Demagogie? Wenn man den Neigungen der Masse schmeichelnd, sie bei ihrem dunkeln Instinkte über die verstandsmäßigen Bedenken hinweg auf gefährliche Irrwege leitet. Wer ist da in diesem Falle der Demagoge Wenn Ihr noch ein Bestehen Pietät für Herzl bewahret, so wollet Ihr es doch gütigst nicht „Verlogenheit der Demagogie der Aguda* nennen, wenn jemand in dieser blutigen Aera, wo jeder politische Diätfehler Menschenopfer ohne Zahl verursachen kann, diejenige Sicherung als Vorbedingung der Immigration fordert, die Herzl selbst in der wolkenlosen Friedenszeit als.condifio sine qua uon gehalten hat. NACHRICHTEN. Dcutscböstcrrcich. Feierliche Eröffnimg des Aguda-Kriegswaisenhauses in Baden, In ergreifender und imposanter Weise ist Dienstag, den 7. Juni, das erste Kriegswaisenhaus in Baden eröffnet worden. Zu dem im Garten versammelten Publikume, in dessen ersten Reihen die ehrwürdigen Gestalten der hier weilenden Gedolim Platz genommen hatten, sprachen von der Terasse des Hauses Rabbiner Reich (Baden), Rabbiner J. Fürst (Wien), Herr Isak Thumim und Dozent Dr. Max Eisler tiefbewegende Worte. Hierauf fand die Besichtigung des Hauses statt. Bei der weißen Tafel sprachen Kultuspräsident Generalstabsarzt Prof. Pick, Wolf Pappenheim, der Vertreter der Regierung Ministerialrat Suchanek, Rabbiner Horowitz (Jerusalem), Gemeinderat Dr. Schwarz-Hiller, zum Schlüsse die ehrwürdigen Rabbiner Steinberg (Brody), Katz (Borszczow), Arak (Buczacz). In Vertretung des Joint waren Gpt. Jacques Riem' und Dir. Wechsler erschienen. Wir werden über diese überaus stimmungsvoll verlaufene Feier in der nächsten Nummer ausführlich berichten .s Praktische Landarbeit der Aguda. Herr Ludwig Adler, eines der tüchtigsten Mitglieder der Aguda, hat, um die durch die Sperre in Palästina in Wien aufgehaltenen orthodoxen Palästina-Immigranten sowohl zu verpflegen als auch auf ihre Tätigkeit vorzubereiten, zwanzig junge Leute auf der Gutsverwaltung des Herrn Low in Markgraf-Neusiedl untergebracht, wo sie praktische Landwirtschaft erlernen werden und dabei nicht auf Unterstützung angewiesen sind, sondern sich ihr Brot im Schweiße ihres Angesichtes — bei dieser Temperatur ist dies keine Phrase — verdienen werden. Die jungen Leute rekrutieren sich aus dem Verbände „Poalim charedifn" (glaubenstreue Arbeiter). Falls sich dieser erste Versuch bewährt, wird er in größerem Maßstabe fortgesetzt. Die Landarbeiter erhalten streng koschere Kost, sabbatfrei und sogar ein Lokal für ein Beshaknesses. Frohes Treiben herrschte da im Aguda- Lokale. Die Poalim nahmen blitzblankes neues Geschirr und Besteck mit sich, für Milch und Fleisch separat, und sind froh, aus der dumpfen Leopoldstadt hinaus ins Freie zur Feldarbeit ziehen zu können. Ausgerüstet wie in kompletter feldmäßiger Adjustierung ging der erste Zug ab. Kanzleileiter Grünberg ermahnte die Abziehenden, durch ihr mustergültiges Betragen das Prestige der orthodoxen arbeitenden Jugend zu heben. Lebensmittelausgabe des Amorican Joint Distribution Coinmittee, Abteilung Wien. An die bei der Abteilung Wien des American Joint Distribution Gonimitlee im Beziige der fortlaufenden Unterstützung stehenden Personen gelangt in der Zeit vom 6. bis einschließlich 17. Juni 1921 gegen Einziehung der Lebensmittelbezugsblocks nachstehende Lebensmittel zur unentgeltlichen Ausgabe: Mehl: 1 kg pro Kopf, jedoch höchstens <> kg für eine Familie; Fett: \L, kg pro Kopf, jedoch höchstens 3 kg für eine Familie; Zucker: '/.i kf,' pro Kopf, jedoch höchstens 2 kg für eine Familie: Milch: an Einzelpersonen und bamihen bis einschließlich vier Köpfen zwei Dosen, an Familien von funl Köpfen aufwärts vier Dosen. Die Ausgabe erfolgt an Personen, deren Lebensmittelbezugsblock mit der Bezeichnung Do 2 versehen ist, Donnerstag, den «».Juni; Fr 2, Freilas.', den 10. Juni; Mo 1 und Di l, Dienstag, den 14. Juni; Mi l, Mittwoch, den 15. Juni; Do 1, Donnerstag, den 16. Juni; Fr 1, Freitag, den 17. Juni. Die Ausgabe findet in der Lebensmittelsektion, III., Esteplatz 3, statt. Die obangeführten Fassungstage sowie die für die früheren Fassungen bezeichnete Stunde wollen genauest eingehalten werden. Freie Einreise nach Palästina für Kaufleute. Dem Wiener Aguda-Bureau wurde von autoritativer Seite mitgeteilt, daß Kaufleute zur Einreise nach Palästina betreffs Abwicklung ihrer Geschäfte bereits das Visum erhalten können. Die höhor verzinsten 6n/oigen Staatsschatzschoine. Die drückende iNotenüberflutung.. welche wir schon seit dem Umsturz sehr unangenehm empfinden müssen, dauert fort, obwohl alle Anstrengungen von seiten der maßgebenden Kreise unternommen werden, diesem gefährlichen wirtschaftlichen Uebel zu steuern. Auch die Bevölkerung wäre imstande, zur Heilung dieser Krankheit beizutragen, wenn es in weiten Schichten erfaßt werden könnte, wie tiefgreifend die gewaltige Notenüberllutung auf die Volkswirtschaft hemmend einwirkt. Die Begebung der 6 % igen Staatsschatzscheine, welche vor einigen Monaten an die Öeffentlichkeit erfolgt ist, hat gewiß auch zum Teile für die Abschöpfung des Notenüberflusses gewirkt, allein der Betrag von etwas mehr als eine Milliarde kann hiebei nicht, voll ins Gewicht fallen. Es erscheint daher notwendig, daß alle Kreise, welche dazu imstande sind, sich dessen bewußt werden, daß die überflüssig gehamsterten Noten oder sonst, aufgesparten Gelder der öffentlichen Verwertung zugeführt werden müssen, sollen wir einen rationellen Abbau der Notenüberllutung herbeiführen können. Der Ankauf von Scluitzscheinen empfiehlt sich zu diesem Zweck ganz besonders, zumal durch eine neuerliche Verfügung des Bundesministeriums für Finanzen eine höhere Verzinsung in der Weise angeordnet wird, daß jene Schatzscheine, welche länger als ein Jahr nicht der Kündigung unterworfen werden, mit einem höheren Zinsenertrag von G"4°/n zurückgezahlt werden. Es ist gar keine Frage, daß diese höhere Verzinsung den Schatzscheinen auch viele Freunde und Abnehmer zuführen werde. Ungarn. Orthodoxe Rabbinerversammlung. Am 15. Juni wird in Budapest die erste orthodoxe Rabbinerversammlung seit dem Kriege stattfinden. Orthodoxes Leben in Kecskemet. Die vor einigen Jahren von den Brüdern Kecskemethy gegründete orthodoxe Gemeinde schreitet in der Entwicklung des glaubenstreuen Judentums rüstig fort. Nun beginnt es auch in der Jugend, welche noch vor kurzem ein sicheres Opfer der Glaubenslosigkeit zu werden schien, zu blühen. Aul Initiative des Rabbiner Rubinsteins wurde ein Tiferes Bachurim-Verein gegründet. Bei der konstituierenden Sitzung hielt Herr Moritz Singer eine schöne Rede über die Notwendigkeit, daß die Jugend im Kampfe gegen die Glaubenslosigkeit vorangehe. Bei der darauf stattfindenden Wahl wurden gewählt: Izidor Kecskemethy, Ehrenpräses; Aladar Adler, Präses; Ludwig Davidovics, Schriftführer; Ignatz Itzkovics, Kassier. Die Vereinsmitglieder kommen jeden Abend zu Limud Hatora zusammen. Aufruf an die orthodoxen Frauen und Mädchen. Am 15. Mai hat sich in Budapest der Kultusverband der orthodoxen Mädchen konstituiert, dessen Ziel in erster Reihe die direkte und indirekte Ausübung von Wohltätigkeit ist, vornehmlich aber auch die Bekämpfung der gerade im Kreise unserer Mädchen in erschreckendem Maße um sich greifenden Gleichgültigkeit gegen den Anforderungen unserer heiligen Religion. In dem Geiste des wahren, thoratreuen Judentums wollefii wir auch an der Entwicklung jüdischer Kulturabgaben und des gesellschaftlichen Lebens arbeiten. Die Gründung unseres Verbandes geschah im Einvernehmen mit den kompetenten Kreisen und hat uns die orthodox-israelitische Kultusgeineinde bereitwilligst jedwede moralische und materielle Mithilfe in Aussicht gestellt. Am glänzendsten aber manifestiert sich die Notwendigkeit unseres Verbandes durch das glänzende Resultat, welches die unermüdliche und hingebungsvolle Arbeit der Leitung belohnt hat. Kaum zwei Monate ist es her, daß der Funke unseres schönen Ideals aufllanimte und schon haben sich 500 begeisterte jüdische Mädchen unter unsere Fahne versammelt. Fs ist nun die heilige Pflicht eines jeden glaubensstolzeu Juden unseren Verband stark, groß und zur Ehre des Judentums auszugestalten. Wir appellieren an alle unsere orthodoxen Schwestern, die bisher noch nicht in unsere Reihen getreten sind, sich ohne Verzug sich unserem Verbände anzuschließen. Wir appellieren an die gesamte .Orthodoxie, es uns mit ihrer wertvollen Unterstützung zu ermöglichen, unser Werk auf ein hohes Piedestal zu heben, würdig der erhabenen Idee, welcher es zu dienen bestimmt ist. Jedermann kann gründendes oder unterstützendes Mitglied sein. Die Mitgliedergebühren betragen für ordentliche Mitglieder monatlich K 10, für unterstützende Mitglieder ein für allemal K 250, für gründende Mitglieder K 500. Einschreibung täglich nachmittags von 3 bis G Uhr in unserem Bureau, VI., Podmaniczky-u. 35, 11. St., 12 (Telephon 68-8G). Spenden sind ebenfalls hieher zu richten. Mit glaubenstreuen Gruße im Numen der Leitung Rem-e Weinberger, Präsidialmitglied. Spendet für die ]ugendgruppe! Deutschland. Ermordete Geisel. Der Obersekundaner Haase, ein Sohn einer alten jüdischen Familie in Rybnik (Oberschlesien), ist von den Insurgenten in den Wald verschleppt und dort erschossen worden. Eilauen. Grausamer Raubmord an zwei Judenknaben. In Wassiloschok, im Gouvernement Wilna, wurden die zwei Knaben Bezahl Wolozinski, 14 Jahre alt, und sein Bruder Hersch, 12 Jahre alt, von dem Bauer Wierzinski und seinem Weibe auf bestialischer Weise ermordet. Die Tochter saß als Aufpasser beim Fenster. Die Mörder erbeuteten 600 poln. Mark, 100 Rubel. Wierzinski hat sich in der Zelle erhängt. Das Leichenbegängnis der beiden Knaben hat unter allgemeiner Teilnahme stattgefunden. Jüdische Hochschule in Litauen. Der Bildungsausschuß hat den von dem Minister für jüdische Angelegenheiten Joloweitschik vorgelegten Plan einer Schule für höhere jüdische Bildung angenommen. Die Schule soll von der Regierung erhalten werden. Die Bestätigung seitens des Parlaments ist wahrscheinlich. England. Sir Herber Jessel, einer der prominentesten Mitglieder der konservativen Partei Englands, sollte Organisator der Partei werden, wie aber die Londoner „Zeit" meldet, Avird dagegen seitens der Konservativen gearbeitet, anscheinend weil er Jude ist. Sir Jessel ist bereits einige Male als Konservativer ins Parlament gewählt worden und war Colonel der britischen Armee im Kriege. Oskar Grün in London. Der Herausgeber der „Jüdische Preßzentrale" hat auf der Rückreise von Amerika in London Aufenthalt genommen, um bei den dortigen jüdischen Persönlichkeiten für seine Korrespondenz Mithilfe zu suchen. Grün erhielt von Churchill die Ermächtigung zu erklären, daß England noch an dem nationalen Heim in Palästina festhält. Jimerika. Harding unterschreibt den Einwanderungsbill. Trotz hundertfacher Kundgebungen gegen die Immigrationsbill hat Harding das für das Judentum so verhängnisvolle Dokument unterschrieben. Dieser Umstand, an und für sich schmerzlich, ist auch noch ein Sympthom des schwindenden Philosemitismus in Amerika. Ein Fiasko Weizmanns. Bei der stattgehabten Jahresversammlung des großen jüdischen Ordens „Bris Awrohom", der etwa 150.000—200.000 Mitglieder zählt, wurde seitens des Keren Hajessod die Forderung gestellt, daß jedes Mitglied eine Taxe von 10 Dollar für den Aufbaufond zahle. Weizmann wurde höflich begrüßt, die Steuer wurde aber nicht beschlossen. Zum Großmeister der Loge wurde statt Richter Gustav Hartmann, der Richter Aron Levy gewählt. Rußland, Bialik unterhandelt mit dem Sowjet. Der berühmte hebräische Dichter ist bekanntlich von der Sowjet-Regierung gebeten worden, nicht auszuwandern und wurde ihm die Stelle des Präsidenten der hebräischen Akademie angetragen. Wie nun berichtet wird, unterhandelt Bialik darüber mit der russischen Regierung, da er hofft, die antijüdischen Tendenzen der kommunistischen Yiddischisten zu paralysieren.

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