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Jüdische Presse · 1921-04-22 · 14 (22.4.1921) · page 8

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Journal
Jüdische Presse
Volume
7 (1921)
Issue
14 (22.4.1921)
Date
1921-04-22
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Seite 110 JÜDISCHE PRESSE Nr. 14 größte Zufriedenheit Ausdruck und betonten, daß dieses Institut sämtlichen großrumänischen Spitälern - was Reinheit betrifft — als Muster dienen könnte. Die Kommission wird auch dieser Tage dem Zentralleiter der Joint in Paris in diesem Sinne Bericht erstatten, um die größtmöglichste Hilfe zum Ausbau zu erwirken. Nachdem noch die Herren die sonstigen großzügigen und musterhaften Institutionen der dortigen Judenschaft, wie die Volksküche, Mädchen- und Knabenwaisenhaus und achtklassige Schulen besichtigten, verabschiedeten sich die Herren in der wohltuenden Ueberzeugung. daß die dortigen Juden ihrer Zahl und ihrer Vermögenslage entsprechende und vielfach auch überragende kulturelle und philantropische Arbeit verrichteten. Der Kommission wurde auch seitens der rumänischen Behörden ein warmer Empfang zuteil. General Traian Mosoiu gab zu Ehren der Herren ein Souper. Abraham Grünbaum Einer unserer besten, tatkräftigsten Arbeiter im Keren h'zewoois ist mit Abraham Grünbaum aus unseren Reihen geschieden. Ein Lieblingsschüler des bekannten und verehrten Rabbiners Wechsler s. A. von Schwabach, lernte er Zeit seines Lebens und förderte die PHU1 und ihre Lernbeflissenen aus allen Kräften. Mit scharfem Blick begabt, ein Meister des raschen Entschlusses und ebenso rascher Ausführung, war er in der Lage Vieles und Gutes durchzuführen. Seine Liebe zum Judentum und Erez Israel war unbegrenzt. Vor 36 Jahren weilte er in der heiligen Stadt und begann die Vorarbeiten für das 15 Jahre später erbaute Schaare Zedek-Hospital, zu dessen Errichtung er vieles beitrug. Vor 15 Jahren wurde ihm telegraphisch mitgeteilt, daß in Jerusalem große Mehlteuerung herrsche, da die betreffenden Kreise die Preise künstlich in die Höhe trieben. Grünbaum sandte sofort zwei Waggonladungen Mehl nach Jerusalem und mit einer Bedingung, sein Name dürfe nicht genannt werden. Die Mehlteuerung nahm durch diese großzügige Spende ein Ende. Als wir in Wien 1914 für die Flüchtlingskinder Talmud Thoras benötigten, war es Grünbaum, der die Sache in die Wege leitete und durchführte. Ein Waisenhaus für Galizien führte ihn unter den größten Verkehrsschwierigkeiten während des Kriegesjj]nach Lemberg. Seine Leistungen für die Adas Jisroel in Nürnberg konnte ich nur an den Erfolgen beurteilen. Aus dem Nichts eine so herrliche Gemeinde erstehen zu lassen, das konnte nur ein unbegrenzt opferwilliger, zielbewußter p^SC zuwege bringen. Seine Arbeit für die Orthodoxie in Bayern war geradezu mustergültig. Und nun erst seine Tätigkeit für die Aguda. Schon vor Kattowitz war er eines der nützlichsten Mitglieder derselben. Daß seine letzte Reise der Aguda und Erez Israel galt und unglücklicherweise so tragisch abgebrochen wurde, daß es mir nicht vergönnt war, ihm bei Ausführung seiner großen Pläne für Erez Israel behilflich zu sein, ist eine Fügung von G-tt, ebenso wie sein Grab in Erez Israel. Möge sein Geist über uns walten und sein fYDT uns helfen, für Erez Israel und den Klall Jisroel all das zu vollbringen, was er gewollt hat. Seine gleichgestimmte Gattin, die ihn begleitete, hat nach der aufopferndsten Pflege den schweren Schicksalsschlag mit einer Ergebenheit ertragen, die sie als würdige Enkelin Rabbi Mendel Zells (Rosenbaum) erscheinen läßt. Möge ihr G-tt die Kraft geben, sich zu trösten und in ihrer Familie und der gewohnten Wohltätigkeit Ruhe zu finden. Im Schaare Zedek-Hospital fand Grünbaum bei dem Leiter Herrn Marx und dessen liebenswürdiger Gattin eine Pflege, wie man sie nur in diesem Musterinstitute finden kann. Am 6. Adar Scheni fand das Leichenbegängnis unter großer Teilnahme statt. Rabbi Sonnenfeid würdigte tiefergrifFen die hohen Tugenden des Verblichenen, den unersetzlichen Verlust, den das echte, unverfälschte Judentum erlitten hat. Weitere neun Redner, darunter Herr Rabbiner Bergmann aus Nürnberg, widmeten Grünbaum tief empfundene NachruFe und priesen ihn glücklich, daß er im Lande der Väter zu Grabe kam. Möge die Adas Jisroel Nürnberg und die Orthodoxie Ersatz finden für diesen schweren Entgang an Mitarbeit für das echtjüdische Leben. W. P. Rabbi Josua Maimon h»^ Am Purimtage verstarb der bekannte Dajan von Praga, Rabbi Josua Maimon. Maimon war ein angesehenes Mitglied des Warschauer Rabbinates und stand als hervorragender Thoragelehrter in höchster Achtung. Ueber 32 Jahre übte er das Rabbineramt in der Vorstadt Praga aus, in welcher Zeit er viele Schüler heranbildete und zahlreiche halachische Schriften verfaßte. Er erreichte ein Alter von nur 62 Jahren. Als Nachfolger Maimons gilt dessen Schwiegersohn Rabbi Jacob Silberstein, was auch dem letztwilligen Wunsche des Verstorbenen entspricht. Warnung vor gewissenlosen Auswanderungsagenten. Von den amerikanischen jüdischen Organisationen erhalten wir die Mitteilung, daß von gewissenlosen Agenten Einwanderer, die nach den Vereinigten Staaten wollen, denen aber Schwierigkeiten seitens der Paßbehörden gemacht werden, verleitet werden, statt auf die legale Beseitigung der Schwierigkeiten zu warten, nach Mexico zu fahren. Von dort aus sollen diese Einwanderer versuchen, über die Landgrenze nach den Vereinigten Staaten zu gelangen. Die unglücklichen Emigranten, die von diesen Agenten zu solchen Schritten verleitet word'en sind, werden dadurch in die unangenehmste Lage gebracht. Die Landgrenze von Mexiko nach den Vereinigten Staaten wird strengstens überwacht, so daß keine Möglichkeit vorliegt, sich nach den Vereinigten Staaten einzuschleichen. Zahlreiche Personen, die dies versucht haben, sind in dem amerikanischen Staate Texas interniert worden, haben nun schwere Bestrafung und Rücksendung zu erwarten. Andere sind nach Mexiko zurückgesandt worden und befinden sich dort in der schlimmsten Lage. Durch ihre Unbesonnenheit haben sie sich außerdem die Möglichkeit, nach Amerika zu kommen, für immer verscherzt. Es ist selbstverständlich, daß keine jüdische Or-" ganisation eine ungesetzliche Einwanderung dieser oder anderer Art unterstützt. Die Emigranten müssen aber eindringlichst gewarnt werden, den Lockungen gewissenloser Agenten zu folgen, die es nur darauf abgesehen haben, aus der Unwissenheit, der begreiflichen Ungeduld und dem Elend der unglücklichen Emigranten Kapital zu schlagen und sich nicht darum kümmern, was schließlich aus denen wird, die sich in leichtsinniger Weise ihnen anvertraut haben. Es muß immer wieder darauf hingewiesen werden, daß jeder Versuch, in illegaler Weise mit nicht ordnungsmäßigen Pässen und Papieren die Vereinigten Staaten zu erreichen, die Emigranten nur in dauerndes Elend führen muß. AGUDA. Die Konferenz des Z.*ü der „Schlome-Emunt' 3i*rotl" Am 22. Feber wurde die erste Sitzung des Z.-K. eröffnet, zu welcher eine große Anzahl von Mitgliedern aus der Provinz gekommen ist. Die Versammelten schlugen den Gerer Rabbi ^'tS^U? zum Ehren-Vorsitzenden vor, welcher den Vorsitz dem R. J. M. Lewiii übergibt. Es folgen die Berichte des R. M. Kaminer über die Tätigkeit des Zentralbureaus und des .1. M. Lewin über die Preßburger Konferenz, die Aguda-Delegation im Auslande, die Arbeit in Erez-Jisroel und die Aussichten der Aguda auf diesem Gebiete. Bei der Frage der Einberufung der Konferenz meint. R. Piekarski aus* Bendin, man müsse Mittel zur Auflebung der Aguda in jenen Orten finden, in denen die Tätigkeit eingestellt worden ist. Gegenwärtig verstehen alle Jereirn die Notwendigkeit der Aguda, es seien nur die Ursachen der Spaltung in der Orthodoxie zu beseitigen. Er meint, es sei dafür noch vor der Einberufung der Konferenz zu sorgen. Der Gerer Rabbi spricht sidh auch für eine allgemeine Konferenz aus, und wenn es nicht bis Pessach scheni durchgeführt werden könne, nur auf kurze Zeit zu verschieben. Es wurde beschlossen, den Termin auf Pessach scheni zu bestimmen, eventuell auf einen Monat spater. Der Radziner Rabbi bespricht dann die neuen Chadorirn, die Jessode hathora, die so gestaltet sind, daß man mit ihnen auch in der Zeit des Schulzwanges auskommen könne. Jn diesen Chadorirn wird auch in weltlichen Gegenständen unterrichtet, aber nur in dem Maße, daß es nicht das Wesen des Cheders bedrohe. Eine Aguda-Delegalion habe *ich unlängst in dieser Angelegenheit an den Bildungsminisler gewendet, der versprochen habe, daß er die Meinungen der Aguda in Betracht ziehen werde, die Aguda solle dem Minister ein ausführliches Memorandum über die Ghederfrage zustellen. Vorläufig werde er einen Erlaß herausgeben, die Chadorirn nicht zu stören, bis die Frage geregelt werden wird. Henich Berger aus Lodz bespricht die Schwierigkeiten in den Chadorirn, welche der Schulzwang mit sich gebracht hat und die jetzt nach der Intervention der Aguda beim Bildungsminister nachgelassen haben. Bertsche Fränkel weist auf die rechten Elemente hin, die in Opposition zur Aguda stehen, die den Punkt im Memorandum über weltlichen Unterricht ausnützen werden. Der Radziner Rabbi antwortet, daß er in der Glieder-Frage rechter als alle war, jetzt aber sehe er, daß man nicht länger warten könne. Es wurde eine Kommission gewählt, die das Memorandum redigieren soll. In diese Kommission wurden gewählt: die Rabbiner aus Radzin und Lublin, R. M. E. Halpern, M. Kaminer, Niemcewicz, B. Fränkel aus Krakau, Henich Berger aus Lodz, der Dworter Rabbiner, Meier Eckstein aus Rzeszow, E. Kirschbraun. Es wurde auch eine Finanzkommission gewählt, in welcher die Agudos in Warschau, Lodz, Lublin, Krakau und Bendin vertreten sind. Zum Schlüsse der Sitzung meldete die Kommission das Resultat der Wahl in den Zentralrat. Gewählt wurden: der Gerer, Radziner und Sokolower Rabbi, R. Schaclina Awrech, Dawid Weidenfeld und Nachman Schwarz. Als Vertreter wurden gewählt: Lubliner Rabbi, Rabbiner M. E. Halpern, R. J. M. Lewin, R. M. Kaminer und R. Elasar Sirkus. Auf der zweiten Sitzung wurde die Erez-Jisroel-Frage behandelt. Die wichtigsten Beschlüsse wurden bereits von der Aguda-Zentrale und von der „Moezas Gedole hathora'' angenommen, Es werden in allen Ländergruppen der Aguda spezielle Aemter errichtet, die sich mit dem Jischuw Erez-Jisroel beschäftigen. Wenn die Aguda-Arbeit anfangs ein wenig langsamer geht, so ist es darauf zurückzuführen, daß die Arbeit der Orthodoxie am spätesten organisiert worden ist. Nach Palästina sind bereits einige Delegationen abgegangen, um das Erez-Jisroel-Problem an Ort und Stelle zu studieren. Sehr eingehend wurde die Frage der Entsendung einer Delegation Ton „Gedole hathora" nach Erez-Jisroel besprochen, die notwendig ist, um den Mut der Orthodoxie in Erez-Jisroel zu beleben, der seit der Zeit, da die Führung in Erez-Jisroel unter dem Einfluß des zionistischen und freisinnigen Lagers steht, sehr gesunken ist. Diese Delegation soll auch die Verbindung zwischen der Orthodoxie in „Ghuzloorez" und Erez-Jisroel herstellen, welcher Kontakt viel für die Entwicklung eines wahrhaft jüdischen Jischuw wirken könne. Nach Eröffnung der Sitzung erstattete der Pelzowisner Rabbiner den Bericht über die Arbeitsvorbereitungen, welche bis jetzt gemacht worden sind. Er besprach die Lage in Erez-Jisroel und die gegenwärtige Aktion der Aguda-Weltorganisation. Zum Schlüsse legte er folgende Resolution vor: 1. Entsendung einer speziellen fachmännischen Delegation aus Polen nach Erez- Jisroel; 2. Wahl eines speziellen Komitees zur Verwaltung des Keren Erez-Jisroel; 3. Ständige Verbindung mit Erez-Jisroel durch religiöse Autoritälen und als erster soll der Nassi der Aguda fahren. R. David Weidenfeld legt einen praktischen .liscbuw-Plan vor. wonach eine große Aguda-Kolonie gegründet werden soll. Dieses Projekt, wird der allweltlichen Erez-Jisroel-Zentrale überwiesen. R. Mendel Karniner fragt, ob der Gerer Rabbi bereit wäre, als Nassi der Aguda demnächst nach Erez-Jisroel zu fahren, worauf der Gerer erwiderte, daß, .obwohl er sich nicht zu den Gedole-Jisroel zähle", er doch bereit wäre, wenn noch Gedole-Jisroel mitfahren würden. Elieser Sirkus führt aus, daß ein großer Teil der Agudamitglieder in Erez-Jisroel schon jetzt intensiv arbeite. Er selber mit Kompagnons arbeiten jetzt an der Errichtung einer Fabrik. Das orthodoxe Erez-Jisroel-Amt solle auch die zersplitterten Arbeiten einzelner voreinigen. Eine Delegation von „Gedole hathora* werde auch den Mut vieler orthodoxer Juden stärken. Der Dworter Rabbiner meint, man solle sich bemühen, alle Gedole hachredim zu einigen, was die Aguda-Arbeiten erleichtern würde. R. Salomon Kleppisch weist auf die Bedeutung der Warschauer Aguda hin; es sei daher jedermanns Pflicht, dahin zu wirken, daß sich die Warschauer Aguda entwickle. R. Awraham Wallerstein führt aus, das Aguda-Komitee habe sich stets um die Vereinigung aller Gharedim bemüht; man dürfe auch nicht ruhen, bis dies realisiert wird. Vorläufig sei die Aguda-Arbeit fortzusetzen, das werde schon alle übrigen der Aguda zuführen. Der Gerer Rabbi meint, daß das Aguda-Komitee allein sieb nicht mit allen Fragen beseuäftgen könne, damit die Arbeit nicht gestört werde. Ein besonderer Ausschuß solle sich den Ausgleich der Meinung zwischen den Cliarediin und Rabeim zur Aufgabe machen. v R. J. M. Lewin beantragt, daß in den Vorstand noch einige größere Rabbonim und Rabbeim aufzunehmen seien. Vorsitzender Lewin bringt folgende Resolution ein, die einstimmig angenommen wird : 1. Die Orthodoxie erachtet es für notwendig, ihre Erez Israel-Tätigkeit weiter auszubauen, nicht weil sie das als Geula auffaßt — das würde eine Kefira in einem der Ikre Emuna bedeuten —, sondern aus liefer Liebe zum heiligen Lande und als Erfüllung der Mizwo Jischuw-Erez Israel. 2. Die Versammlung nimmt mit Zufriedenheit die Bereitwilligkeit des Gerer Rabbi, nach Erez Israel zu fahren, zur Kenntnis und betont die Notwendigkeit einer standigen Verbindung mit Erez Israel durch Gedole hathora. 3. Die Versammlung beschließt die Entsendung einer fachmännischen Delegation im Anschluß an die Delegation, die von der Wiener Aguda-Erez Israel-Zentrale abgefahren ist. Als Leiter der Delegation wird R. Schachna Awrech genannt. 4. Eine spezielle Erez Israel-Abteilung soll gegründet werden, welche in ständigem Kontakt mit der Erez Israel-Zentrale stehen soll. 6. Die Wahl eines Komitees zur Verwaltung des „Keren Erez Israel" wird Waad hapael und dem Komitee für Jischuw Erez Israel überwiesen. 6. Es wird beschlossen, eine Propagandakommission zu gründen. Für dieses Komitee meldeten sich gleich 15 anwesende Rabbejim und Rabbonim. Zum Punkt 2 erklärt der Gerer Rabbi nochmals, daß er bereit sei, auf eigene Kosten nach Erez Israel zu fahren, es sollen aber dann auch andere Gedole hathora fahren, und wenn sie nicht in der Lage sind, selbst die Kosten zu bestreiten, so solle es auf Kosten der Aguda geschehen. Es wurde dann der letzte Punkt der Tagesordnung, die Stellung der Aguda zu dem Komitee Esras Thora behandelt. Ref. M. Lewin referiert eingehend über die Unterstützung des Central-Relief und schildert die Politik des R. Meir Berlin und die Gründung des zeitweiligen Komitees ohne Wissen der Aguda. R. Halpern zählt Fakten auf, nach welchen die Lodzer Orthodoxie benachteiligt worden wäre. R. Mendel Kaminer zieht eine Parallele zwischen der Arbeit des Komitees für die englischen Hilfsgelder, in welchem die Aguda gehörig vertreten war, und der Arbeit des letzten Komitees. R. E. Kirschbraun beantragt den Austritt der Aguda- Vertreter aus dem Komitee. Es wurde dann folgende Resolution gefaßt: 1. Die Konferenz des Z. K. protestiert gegen das Komitee „Esras Thora", welches ohne Wissen der Aguda geschaffen worden ist. Bei aller Achtung für die Rabbonim-Mitglieder des Komitees kann es doch nicht als Repräsentanz des orthodoxen Judentums gelten, weil die Aguda, die den größten Teil der Orthodoxie umfaßt, in ihm nicht gehörig vertreten ist. 2. Die Versammlung fordert, daß in das Komitee eine von ihr delegierte Vertretung eintreten solle, welche die Garantie bietet, daß den Aguda-Institutionen die ihnen gebührende Unterstützung gewährt wird. In später Nachtstunde wurde die Konferenz geschlossen, die von einmütiger Begeisterung für die große Sache der Aguda geleitet war und die Teilnehmer mit erneuter Ambition erfüllt hat.

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