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Jüdische Presse · 1920-12-03 · 21/37 (3.12.1920) · page 3

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Journal
Jüdische Presse
Volume
6 (1920)
Issue
21/37 (3.12.1920)
Date
1920-12-03
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr. 21/37 JÜDISCHE PRESSE Seite 3 Hände solcher Männer legen können, welche sich ihrer Gesinnung, ihrem Lebenswandel, Wissen und Können gemäß am meisten dazu eigneten; das ganze Erziehungsfeld wäre dann ohne Kampf gesetzestreuen Juden anheimgefallen. Aber der Mangel an politischer Erfahrung der Zeire Isroel wurde von den Vertretern anderer Richtungen — wie der Zionisten und Neologen — geschickt ausgenützt und an der Spitze jüdischer Organisationen, wie des jüdischen Ministeriums und des ihm zur Seite stehenden jüdischen Nationalrates, welche aus Repräsentanten derKehillos gewählt wurden und des Aktionskomitees, welches letzteren vertritt, stehen in überwiegender Majorität die örtlichen Wortführer der Parteien und Richtungen, die tatsächlich in winziger Minorität sind. Infolgedessen liefen die litauischen Juden Gefahr, der geistigen Leitung dieser Elemente anheimzufallen. Diese Gefahr drohte ganz besonders dem Erziehungswesen. Denn obgleich verabredetermaßen und ihren Statuten gemäß die erwähnten Institutionen keine kulturelle Pression ausüben sollten, so wollten sie doch durch die Gründung eines einzigen Lehrerseminars, welches den verschiedenen Ansprüchen der drei Hauptrichtungen: der traditionellen Juden, der Zionisten und Idischisten alias Bundisten genügen sollte, faktisch die ersten, das heißt die traditionellen Juden, beeinträchtigen; denn es liegt ja auf der Hand, daß Zöglinge einer Lehranstalt, die möglicherweise von areligiösen und auch antireligiösen Lehrkräften geleitet wird, wohl kaum religiöse Juden gesetzestreuer Richtung sein können. Das haben wir ja an den Zöglingen des Wilnaer Lehrerinstitutes und der Grodnoer Lehrerkurse erlebt, welche fast ausnahmslos der Religion ihrer Väter entfremdet sind und ihr mitunter auch feindselig gegenüberstehen. Das sahen die Leiter der Zeire Isroel ein und beharrten mit aller Energie auf der Gründung eines selbständigen Lehrerseminars, welches eine Pflanzstätte echter, streng jüdischer Erzieher und Lehrer werden soll. Nach längerem, mutigem Kampfe ist es ihnen schließlich gelungen, alle Hindernisse und Intrigen von gegnerischer Seite zu überwinden und bei der Regierung die Bestätigung eines vollberechtigten, jüdisch-traditionellen Lehrerseminars unter dem Namen „Jawne" durchzusetzen. „Jawne" ist der Name der Organisation der gesetzestreuen Juden, welche das ganze jüdische Schulwesen in Litauen, vom Gheder aufwärts, sich angelegen sein läßt. Sie will sich alle Mühe geben, sämtliche jüdischen Lehranstalten, die im traditionellen Geiste gehandhabt werden, materiell zu unterstützen, mit gehörigen Lehrkräften, Lehrbüchern und Utensilien zu versehen und, wo es sich nötig erweisen sollte, die erwünschten Verbesserungen vorzunehmen und, was gegenwärtig die Hauptsache ist, "bei dem völligen Mangel an Melamdim und geschulten Lehrern im Geiste der Thora und der Tradition neue Lehrkräfte — in diesem Geiste eben — heranzubilden. An der Spitze von „Jawne" steht der rühmlichst bekannte Kownoer Oberrabbiner Schapiro und ihm zur Seite andere örtliche Rabbiner. Zum Vorsitzenden des Aktionskomitees ist Faywel Goetz aus Wilna, der schon viele Jahre hindurch auf dem Gebiete des Erziehungswesens in Litauen gewirkt hat, gewählt worden. Der Organisation „Jawne" untersteht das soeben ,ins Leben gerufene Lehrerseminar. „Jawne" hat vor allem dafür gesorgt, die möglichst besten und nach ihrer religiösen Gesinnung und ihrem Lebenswandel geeignetsten Pädagogen zu erwerben. Zum Direktor des Seminars ist der obenerwähnte F. Goetz gewählt und von der Regierung bestätigt worden. Im zur Seite stehen als Inspektoren der für die Bibelwissen- | | schalt weit bekannte Rabbiner Dr. Jampel und Herr Schmulewitz. Ein besseres und zweckentsprechenderes Lehrpersonal läßt sich kaum denken. Es ist zu hoffen, daß das Schülermaterial ein entsprechendes sein wird. Das Kontingent der Schüler besteht hauptsächlich aus Schülern der Jeschiwas, aus deren Mitte nach jeder Seite hin die strengste Wahl und Sichtung getroffen wird. Die Unterrichtssprache soll für sämtliche Lehrfächer die hebräische sein. Ein Hauptgewicht wird im Seminar auf Talmudstudium gelegt werden, dessen obere Leitung der oben genannte Kownoer Oberrabbiner gratis übernommen hat. Für den Talmudunterricht in den oberen Klassen ist eine bewährte rabbinische Kapazität in Aussicht genommen. Unbemittelte Zöglinge sollen genügende Unterstützung in Form von Stipendien erhalten. Von verschiedenen Seiten sind dem Seminar Geldmittel zu seiner Erhaltung versprochen worden. Es ist auch zu hoffen, daß auch die Regierung ihm seine Unterstützung nicht versagen wird. Etwaige Schwierigkeiten sind nur von seiten des jüdischen Ministeriums und des Nationalrates zu befürchten, welche fest entschlossen sind, ein anderes Lehrerseminar mit voraussichtlich völlig anderer Tendenz ins Leben zu rufen und sich leider recht unfreundlich zu dem gegen ihren ausgesprochenen Willen eröffneten Lehrerseminar benehmen. Allein ähnliche Schwierigkeiten ängstigen keineswegs die Leiter „Jawnes". Beseelt Von dem heißen Wunsche, mit aller Kraft der heiligen Sache der religiösen Erziehung unentwegt nach bestem Wissen und Gewissen zu dienen und voll Zuversicht auf die Hilfe des jP!D tfDS?, er ihre reinen Absichten D*W ÜWb kennt, setzen sie sich über alle etwaigen Schwierigkeiten, die sie möglicherweise auf dem Wege der Betätigung ihrer diesbezüglichen Bestrebungen finden, getrost hinweg und steuern mutig auf ihr Ziel los in der begründeten Erwartung des besten Erfolges. Paläslina TlücMlincic. tyes Ahasvertum vollster Jammer faßt einem beim Anblick der Palästina-Flüchtlinge an. Denn Erez Israel sollte ja der heilige Altar sein, in dessen Schutze unsere Heimatslosen vor jedem Drangsal frei leben sollten. Flüchtlinge aus Palästina. Das wirkt so trostlos, und hundertfach gutes Werk ist es, diese Kinder des heiligen Bodens wieder in ihr Erdreich zu verpflanzen. Die Fremde ist immer kalt, besonders für Kinder des Landes, denen die Sonne wärmere Blicke zusendet. Im Warteraum des Agudas Jisroel-Lokales gruppieren sie sich ungewollt wie ein lebendes Bild, das Flüchtlingslos darstellt. Der innig-fromme Zug im Gesichte ist ihnen allen gemeinsam und macht sie als Kinder des Bodens kenntlich, auf welchem die Blume des Glaubens am besten gedeiht. Ein wehmütiger Gedanke durchzieht wohl ihren Sinn. Laut preist sich in diesem großen jüdischen Zentrum die Liebe zu Zion. Aber sie, die echten Kinder Zionsffinden bei uns, wo die Liebe zu Erez Israel sich weniger lärmend ankündigt, den herzlichsten Empfang. Draußen pulsiert das Leben, in lautlosen Autos schnurren reiche Kaufleute, reichgekleidete Frauen, Brüder und Schwestern dieser Armen in vornehmen Straßen, in welchen auf glänzenden Schildern zahllose jüdische Namen als Träger wirtschaftlicher Macht sich bemerkbar zu machen suchen , . . Wir sind froh, wenn wir aus dieser Fülle mit rastloser Mühe das Nötigste für diese wahren Helden unseres Volkes zusammentragen können, für diese armen Zugvögel, denen unser rauhes Klima . . . jawohl. . . rauhes Klima, d Sehnsucht nach dem Süden, nach blauerem Himmel, nach grüneren Bäumen weckt. . . Denn hier ist alles verblaßter. . . Himmel und Erde und alles was darauf ist. Ihre dankbare Erinnerung wird den Jereim von Wien gelten, und sich besonders an den Namen des Rabbiners R. Josef Baumgarten knüpfen, an dessen Seite Herr Josef Brody Bewunderungswertes geleistet hat. Sie müssen es verzeihen, wenn wir ihnen gegen ihren Willen hier öffentlichen Dank sagen, ihnen und ihren Mitarbeitern, den Herren Sandor und Ludwig Adler, dann der Jugend- und Mädchengruppe, deren Korpsgeist genug entwickelt ist, daß man nur die Bravour der ganzen Gruppe hervorzuheben hat. Nebst den Spenden der Aguda- Mitglieder hat auch Oberrabbiner Dr. Chajes. der Joint, die israelitische Allianz, Jischuw Erez Israel und der Hilfsverein des XX. Bezirkes Erhebliches zum guten Werke beigetragen. Der Flüchtlinge Unstern tat auch hier das Seinige. Als der Transport sich nach wochenlangen Mühen endlich auf dem Bahnhofe befand, kam die Hiobspost, daß ein Eisenbahnerstreik ausgebrochen wäre. Nun hieß es neuerdings Obdach und Verpflegung suchen. Endlich schlägt die Stunde der Heimkehr. Der Zug setzt sich in Bewegung, Schalom, tönt es hin und wieder, die Mädchengruppe waltet noch ihres Amtes und händigt den erfreuten Kindern kleine Pakete mit Liebesgaben ein . . . Nicht das frohe Stufenlied der Heimkehr ist es, was ihnen durch die Seele zieht. Tränen in den Augen der Scheidenden .. . auch oft in den der Bleibenden ... Mögen aber „die mit Tränen säen, mit Jubel ernten" ... Persönliche Erinnerungen an Dr. Bloch. Von Oberrabbiaer W. Reich (Baden bei Wien). (Aus* der Festnummer der „Oesterr. Wochenschrift".) Ich merkte, daß Dr. Bloch auf seine äußere Erscheinung kein Gewicht lege, daß er sich noch immer so kleide, wie ein dürftig versorgter Studiosus und ich erlaubte mir, ihn einmal darauf aufmerksam zu machen, mit dem Bemerken, er sei ja doch Bezirksrabbiner einer Vorstadt von Wien; die Welt sehe doch auch auf das Exterieur, auf Aeußerlichkeit der Kleidung und sie schätze die Menschen auch nach diesen ein. Hierauf entgegnete mir Dr. Bloch mit blitzenden Augen : „Ich will die Achtung, die ich mir verdiene, nicht meinem Schneider verdanken!" Die Zukunft lehrte, daß er sie tatsächlich nicht seinem Schneider zu verdanken brauchte. Bald nachher begann sein blitzartig einsetzender Aufstieg mit seiner unsterblichen Rolle im Rohlingprozesse, mit der Gründung der „Oesterreichiscben Wochenschrift" und schließlich mit seiner Wahl zum Reicbsratsabgeordneten. Dr. Grunwald erzählt: „Blochs Schlagfertigkeit in der Erfindung den Nagel auf den Kopf treffender Gleichnisse in der alten Maggidim-Manier mögen noch folgende zwei Beispiele beleuchten. Man warf ihm auf einer seiner Kandidatentournees vor, daß er in seiner Jugend in bibelkritischen Arbeiten arge Freigeisterei an den Tag gelegt habe. Bloch antwortete mit folgendem Maschal. „Ein Schneider N. N. hatte als Anfänger einmal eine Hose verpfuscht. Was tat sein Konkurrent? Er kaufte die alte, verschnittene Hose auf und hängte sie in sein Schaufenster mit der Unterschrift: ,So arbeilet N. N." Die alte Hose des Dr. Bloch ist zum geflügelten Wort geworden. Ein andermal wurde gegen ihn geltend gemacht, sein Gegenkandidat sei der Sohn eines angesehenen Rabbiners. In momentaner Eingebung erwiderte Bloch: „Die Söhne Aharons, des Hohenpriesters, hätten doch, zumal Moses Söhne hierfür nicht in Betracht kamen, gewiß berufen sein sollen, der eine oder der andere ihres großen Oheims politischer Nachfolger zu werden, ihn in der Abodath chuz, der äußeren Leitung des Volkes, abzulösen. G-tt bestimmte aber: .Können sie sich darauf berufen, die Söhne eines Priesters zu sein, eines Mannes, dem Abodath p'nim, die innere Lösung Israels obliegt, so werden sie gewiß dort besser an ihrem Platze sein. Die Politik sollen sie anderen überlassen! Mögen sie auch Priester werden!'" Deutscbösterreicb. Versammlung* der Tempel- und Bethausdiener in Wien. Am Mittwoch, den 17. November, fand im Silzungssaale des Vereines der Brodier, II., Novaragasse 1, eine außerordentliche, zahlreich besuchte Versammlung der Diener der Tempel und Bethausvereine statt. Nach Wahleines vorbereitenden Komitees in welchem die Herren: Neumann, Grünbaum, Gollerstepper, Fürst, Schwarz, Brakl und Paschkus gewählt wurden, beschloß dieselbe zur Hebung ihrer gegenwärtigen geradezu unerträglichen, wirtschaftlichen und sozialen Lage, die Gründung eines Verbandes der Tempel- und Bethausdiener in Wien auf wirtschaftlicher und sozialer Grundlage. So wie alle Fixbesoldeten infolge der traurigen wirtschaftlichen Verhältnisse sich in größter Notlage befinden, sind es um so mehr die Diener der Tempel und Bethausvereine, diese Aermsten der Armen, welche in vielen Bethäusern noch in Friedensgehalt stehen und nur von den sogenannten Nebenemolumenten laben müssen und mit ihren Familien den größten Entbehrungen ausgesetzt sind. Das vorbereitende Komitee trat an Oberrabbiner Dr. Chajes um Mithilfe heran, welcher in Würdigung und Anerkennung der dringenden Hilfe dem Vereine den namhaften Betrag von K 10.000 zur Verfügung stellte. Die Statuten wurden durchberaten und der Landesregierung bereits überreicht. Nach Genehmigung derselben, wird eine konstituierende Generalversammlung einberufen und das Programm der Oeffentlichkeit bekanntgegeben werden. €$cbecbo$lowakei. De legierten versammlang der orthodoxen Gemeinde. Dienstag nachmittags fand in Kosice die Delegiertenversammlung der orthodoxen Gemeinden der Slowakei unter dem Vorsitze des Präses der orthodoxen Zentralkanzlei statt. Trauung. Sonntag, den 28. November fand im orthodox-israelitischen Tempel in Preßburg die Trauung des Herrn David (Leopold) Grünsfeld, des gewesenen Feldrabbiners, mit Frl. Josefine (Jakob) Lock statt. Protokoll der in Bratislava am 17. November 1920 stattgefundenen ersten Tagung der gemischten Kommission zur Regelung der Kultusbeamtenfrage in der Slowakei. Anwesende: Oberrabbiner Landespräses Weber, Oberrabbiner Kanzleichef Hirschler, Oberrabbiner Ungar (Trnava), Oberrabbiner Frey (Surany), Oberrabbiner Lebovits (Jöka); Kultusvorsteher Benedikt (Bratislava), Kultusvorsteher Pappenheim (Bratislava), Kultusvorsteher B. Kaiisch (Galänta), Kultusvorsteher G. Binether (Nove Zämky); Kultusbeamter Preßburger (Galänta), Kultusvorsteher Süßmann (Ra Sobota), Kultusbeamter Abrahamsohn (Salle n. Vahom), Kultusbeamter Kaufmann (Dunajska Streda), Kultusbeamter Nattovic (Oslany), Kultusbeamter Weismandl (Trnava) und Kultusbeamter Skreikus (Pezinek). Der Landespräses begrüßt die Erschienenen, schildert in längerer Auseinandersetzung das Entstehen der jetzigen Kultusbeamtenorganisation, erwähnt die Abordnungen dieser Organisation und referiert über die Beschlüsse der von der Orthodoxen Zentralkanzlei einberufenen Verwaltungskomraissionssitzung, wonach die Orthodoxe Zentralkanzlei die Forderungen der hierländischen orthodoxen Kultusbeamtenschaft sich zu eigen mache, indem eine Dienstpragmatik, verbunden mit Gehaltsregelung und Altersversorgung, von dieser Kommission auszuarbeiten wäre, um dieses Elaborat dann den Landesorganisationsstatuten einzuverleiben und der Landesregierung behufs Sanktionierung zu unterbreiten. Preßburger als Obmann der Kultusbeamten-Delegation dankt für die freundliche Heranziehung der. Kultusbeamten zu dieser Kommission, hofft, daß diese beitragen werde, die nun schon unerträglich gewordene Lage der orthodoxen Kultusbeamten zu bessern. Er stellt die Frage, warum die Orthodoxe Zentralkanzlei gegen eine Organisation der orthodoxen Kultusbeamten Stellung nehmen will. Süssmann erörtert in längerer Rede die Dringlichkeit der jetzigen Kultusbeamtenorganisation. Seiner Meinung nach fehle es dem ehrwürdigen Rabbinerstande an den nötigen Machtmitteln, seinem gewiß löblichen Willen Geltung zu verschaffen. Die Stellungnahme gegen eine Kultusbeamtenorganisation sei eine direkte Beleidigung des orthodoxen Kultusbeamtenstandes, dem doch auch in religiöser Hinsicht das unbeschränkte Vertrauen entgegengebracht wird. Schon durch den rP^O *1tfltt7 nfinX allein sei die Kultusbeamtenschaft organisiert und kann das Recht einer Vereinigung dem Angestellten nicht benommen werden. Landespräses weist auf die Beschlüsse der Verwaltungskommission hin, deren Weisungen für diese Kommission bindend sind und daher einer Kultusbeamtenorganisation nicht beistimmen könnte. Es entsteht eine rege Debatte, da auch die Vertreter der Kultusbeamten sich einer gebundenen Route unterordnet hatten und die Vereinigung der Kultusbearaten nicht auflassen konnten; es könnte nur der Name „Organisation* umgetauscht werden. Nach langandauernden und mitunter lebhaften Verhandlungen wurde die Vereinbarung getroffen, daß die Frage einer Kultusbeamtenorganisation von den jetzigen Beratungen ausgeschaltet werde, um zu den eigentlichen Beratungsgegenständen übergehen zu können. Die Kommission konstituierte sich hierauf folgendermaßen: Vorsitzender: Landespräses Oberrabbiner Weber; in Vertretung: Oberrabbiner Lebovits, Jöka; Schriftführer: Gantor Skreikus; Pezinek.

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