Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 5 (1849)
- Issue
- 50 (14.12.1849)
- Date
- 1849-12-14
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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*W sss nicht das Iudeuthum Hk- , wackerste« Mänuer z» Tage förderte, wenn es quch noch so scdr aus ernem Dornenpfade unter dem Zocke der Sklaverei sich durchzuwmden hatte. Sp ragt ein Mann um das Jahr 466 L d. W. unter l seinen Zeitgenosse« hervor, Hessen ganzes Levens und Streben die Auf' yierksamkeit säminllicker Israeliten auf sich zog, und noch heute die: Blicke seiner Glaubensgenossen guf sich ziehen durfte; eS war dies Saadjab Sohn Josephs ans: Tgjum in - Egypten. Seine gediegene Gelehrsamkeit mit einer ssannenswerlhen Charakterstärke, welche uns bei seiner Lebensbeschreibung, als eine seiner schönsten Tugenden vorschwcbt, konnte nicht verfehlen ihn bei den damaligen Hochschulen als würdig zu deren Gaou oder Dirigent berufen zu werden, zu empfehlen. In Sura war cs, wo schon lange Zeit Zwietracht zwischen den dortigen 9j rhbinen chnd Rcsch Glutha herrschte. Siebzehn Jahre hindurch ward die Schule zu Sura äußerst schlecht yon Stuhirenoen besucht, weil der Ne sch Glutha David S. Snccais den Weber Jom Tob, nicht geeignet eine Schule zu leiten, zum Gaon ernannte. Nach dem Ableben des genannten Gaon suchten die Rabbiuen dadnrchudie Schule wieder zu ihrer alten Wurde zu erbeben, daß sie ihr zwei Männer Sandjnh Josephs und Zcmach, der letztere war nur durch seine Abkunft berühmt, zur Gaouswürde vorschlugeu. David, im Begriffe einen Günstling zum Gaon zu ernennen, ernannte, nachdem dieser ableknte, Sandjuh zu Vieser Stelle. In der Regel wurde diese Würde nur Babyloniern übertragen, hier qber wurde des Vorfalls der Hochschule wegen eine Ausnahme gemacht. Im 33. Lebensjahre trat Sandjah seine Stelle in Sura : an. Bald bot sich ihn die Gelegenheit dar, dem Resch,Glucha gegenüber sich als ein Mann zu zeigen, dem es nicht schwer fiel, selbst vor seinem obersten Vorgesetzten die Wahrheit zu behaupten, wenn er auch alles auf's Spiel setzen wußte. Zwei Jahre hatte er bereits sein Amt verwaltet, als eS sich ereignete, daß bei einem Rechtsfatte, wobei außer dem CohenrZedek mindestens ein Gaon gegenzeichc nen mußte, er: seine Unterschrift: verweigerte. Trotz aller Drohungen, des Re sch Glnta,, yerharrte Saadjab in seiner Weigerung, worM ihn David mit dem Bamre belegte, und einen Gegeugaon ernannte. PLwiif. nicht Lchlepd schleudextk^nadM, dem hie Rabbiner zur Sekte standen, den Darm auf de« Resch Glnta zurück undernannte Hafia« Iosnah-, Bruder des David zum Resch-Glma, jedoch wäre« nicht alle PaNhcieu auf Seite Hassans ES entstand hierauf eine Spaltung, die jedoch dreiJabre später durch de» Tod Hassans wieder ausgeglichen wurdS. Keineswegs waren aber dw Streitigkeiten deS Gaanals hierdurch geschlichtet. Saadjah mußte nurt, um nickt alS eiu Opfer der Rache des ^neu wieder zu seiner völligen Macht gelangten Resch-Oluta zu f.rlleu, sich siebe» Jakre lang verborgen hatten, »velche Zeit er znr Abfassung feiner Werke benntzt haben soll. Unterdessen trug es sich der einer^ von» kpmmettveu Gerichtssache zu, daß beide Pa-rthoie« dahin ubereiukaineu, ihre Angelegenheiten durch Schiedsrichter schlichte» zu lassen, van denen döe eine Partei veu Nesch-Gluta und die a»rdere ParÜi Saadjah wählte. Durch die Wahl veS Saadjah erbittert, ließ David den Gegner, der sich Saadjah erwählte, vor sich kommen und ihn durchs seinen Diener hart züchtigen, so daß derselbe weinend , und mit zerrissenen Kleidern der Gemeinde sein ihm widerfahrenes Unrecht klagte. Hierdurch entstand ein Aufstand in der Gemeinde. Zu einem damals in Babylon lebenden angesehenen Manne, Namens Eässstv^ wendete sich die. Gegenpartei ihn um Beijinstv anfietMv. Kassa v lud, nachdem er vorhee mit David Rücksprache genommen, denselben mit seinem Llnbauge^ sowie Saadjah und feine Genossen zu. einer Vergleichnng zu sich ein. Es trug sich, wie uns Mehrere, erzählen, dieses gerade am Abende des Fasten Ester's zu. Als sich nun Saadjah und David durch das Zureden CassadS ausgeglichen, bat Letzterer dieselben in seinem Hause die Nackt zuzubringen nnd das Buch Esther daselbst zu lesen. David, darauf nicht eingehend, ließ es durch das Loos entscheiden, ob Saadjah bei ihm, oder er bei demselben eiukehren sollte; das Loos entschied zu Gunsten Davids. So feierte nun Saadjah das Purimfest im Hause des Resch.Glma, blieb bei demselben noch zwei Tage und verabschiedete sich am dritten freudig und fröhlichem Herzens von demselben. Ungeachtet dessen, ließ Saadjah den Liegen« gaon Joseph im Amte- und erlaubte ihm, vor wie nach seinem Gehalt , zu beziehen^ Kr widmete sich sich nun Mnz. gejohs.ten Arbeiten! »np starb in enwm Alter von.50 Jahreg,^ eil