Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 5 (1849)
- Issue
- 48 (30.11.1849)
- Date
- 1849-11-30
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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-M 881 Hk« ZeitrrMsnachrichten. Ungarn. Die Ausdehnung der den Juden auferlegten Strafkontribution auf alle Gemeinden zur Erleichterung der einzelnen bestätigt sich. Die Presse nimmt daraus Anlaß zn bemerken, daß die Repartition die Summe auf eine größere Anzahl der Gemeinden, zwar eine.materielle Erleichterung der einzelnen sein mag, der beklagenSwerthe Mißgriff aber nur davurch um so größer ^.sein können, weil er dem falschen Principe eine umfangreichere Wirksamkeit gegeben habe. ÄaierrN München. Der Gesetzentwurf über Gleichstellung der Israeliten-unterliegt'Krmalen der Berathung im combinirten ersten und dritten Ausschuß und wird souach in einer der nächsten Sitzungen zum Vortrag in den Klammern kommen. Nachdem nunmehr die Juden in allen deutschen Staaten emancipirt sind, kann schon aus diesem Grunde Bayern hierin nicht zurückbleiken und ist auch in der Annahme des Entwurfes von beiden Kammern nicht zu zweifeln. Gaden. Heidelberg, im Nov. Wer unS doch die Worte der Entrüstung dazu leihete, um das Auftreten des hiesigen Professors Weber gehörig zu schildern. Denn wir stellen es in einerKategorie, ob der Plebs thätlich die Menschenrechte beleidigt oder Männer der Wissenschaft theoretisch. — Dieser Herr schreibt im zweiten Bande seiner Weltgeschichte Seite 43S: --„Fiel der Bauer Wucherer und Juden in die Hände, so war er in wenigen Jahren um sein Eigenthum; im bessern Fall schleppt er sein müh- und sorgenvolles Leben bis zu-einem mäßigen Alter und hinterließ dann eine darbende Familie." Hätte der Herr Professor als ein eiserner gestrenger Historiker sich noch den Ausdruck Wucherjüdcn Maübt, so Hätten wix*s ihm.pekzeihen können, so aber idendificirt er die Begriffe Wucherer und Juden und daSsist mindeustenL gesagt unverschämt. Und dabei muß man wolz bemerken, daß dieses in einer neue n Ausgabe steht, die erst vor wenigen Wochen die Presse verlassen hat!! — Unsere Stadt ist aber überhaupt^ trotz ihrer Aufklärung und Hochschule der Sammelplatz aller kleinlichen Judenfeindlichkelten. ' Unsere Kirchenräthe: Ulmann, Umbreit und Paulus^, ja alle theologischen Docente» tragen eine gewisse Dosis antiquirten Fanatismus bei sich und vergessest ganz, daß es ja größtentheils nur die, jüdische Literatur ist, die ihnen Ruhm und Stelle, v^schafften. Altona. Nachdem wir in der vorigen No. d. Bl. das Cnculair, welches dem Entwurf des hiesigen GemeindestarukS voranqeher, mittheilren, lassen wir das Statur in der heurigen Nummer folgen. Entwurf zu rineM Ststrrt der* hochdeutschen Jsraeliteu-Gemeinde in Altona, ^rstsr Abschnitt! Von der Gemeinde. g 1. Die,K«rMeuischei:Jsra-liten-Geme>nde tona's ist eine Vereinigung von^ hstr^Mokwenden Dekennern deS mosaischen, „Elaphen^ Realisirunq sammrlicher, einer Mischen ReligionSWkllschaft eigenthümlichen Zwecke Und iJnkeressen.^ In den erwM^nch''Rechtes au-iwßKger Mitglieder tritt keine Aenderung ein. 8. 2. Die Stellung der Gemeinde als Genossenschaft, die Organisation derselben, die Leitung ihrer Angelegenheiten, so wie die Rechte und Obliegenheiten der einzelnen Mitglieder werden durch dieses Statur bestimmt. Zweiter Abschnitt. Bon den Mitgliedern. §. 3. Mitglieder der Gemeinde sind diejenige», welche daS Gemeinderechk bereits besitzen, oder nach Maaßgabe diese- .Statut-, erwerben.