Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 5 (1849)
- Issue
- 48 (30.11.1849)
- Date
- 1849-11-30
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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L80 Vertraue«. Ich trau' auf dich mein Gott und Herr Wenn Alles. Alles wanket, Und tobt der Sturm und' schäumt das Meer, Zu dir die Hoffnung ranket. ,, i, . H^n Sorg' und Notb sich Häufen mir Blick ^ich hinauf, zum Himmel. — Z'n Angst und Qual bin ich bei dir» sur: "tzm'-'jvildm Weltgctümmel. KiK Lu mi'rrioch, du Helfer stark, Was'zittre ich .und bebe? Es stärket sich mein Lebensmark Betrachte vas kwige^lseßen: Warum es-mchVeinmal'zu Ende geht! DasMige^ ewige Hlicßen, Und shMW§ie Quelle denn immer fort. Verstechet sse nie äüf dem Grunde? Die Winde, die fächeln die Wellen an. Die Winre das Wasser verwehen. Und traue nicht so lange, Tobt auch der Sturm, schäumt wilde- Meer, Mir wird es nimmer bange. 1 Zchhade:noch. der schirmetÄri«^ s Wenn Alles. Alles wanket. Und wenrr die Erde von Zu ihm die Hojstuuig ranket. Ewig verharret dein himmlischer Geist, Du wähnst, daß im Tod er entrücke. De- Lebens Nichtigkeit. Wenn auch dem Vorplatz so schön, .nuiuL nu.Dem Mg lauter herrliche Auen, ,man,auch Blüthcnduft wehn >, ^Und glaubt man nur Rosen zu schauen» ZÄnuiG .Täuschender i Wahn ist es mir, nj ckUQ su uns alles zu Zeiten, FonistdielieblicheSpur - , "V/chts will üns mehr Wonne bereiten. . x.» Zeder Tag hat seine Freuden, ' Zeder Tag hat feine "Leiden, - - : . Zeder eilt de« ander» zu, Um was siegend wir gestritten,. , Um was duldend wir gelitten DaS kündet lei? die Abendruh. Zeder Tag reißt neue Wunden, Einer heilt der Andern Schlag. Bringt auch dieser herbe Schmerzen, Zeigt der andre liebe Herzen. Und so vergehet Tag ans Tag» Zeder Tag fuhrt näher dem Zick. Reißt Ans aus dem Wettgewühle- Zeigt uns die Vergänglichkeit. — Keinen laß' dir drum entrücken. Sollst an jedem Blumen pflüH»? Zum Strauße der Unsterttichkk. Trügerisch ist uns das Glück, ES necket sich gern mit den Schwachen, Frcundelt's^HsUMicht es zurück. Lein Lächeln list Heuchlerisch «achen. . Und^ ewiger Zweifel Ümgiebt üns im Leben. , " Kaum trauen wir noch diesen Bildern der Zeit, Wir können den' Schleier der Zukunft nicht Heden — Aber auch dunkel bleibt die Vergangenheit Wenn bis zu 'den 'stÄhem^Ta^er!'rächet' — s Er denkt nur mit Mißmuth ans üble Geschick? Wie schwankend^^nd wankeyd die ^strsch geschüttelt, Dlickst.dn das^^chwarzgraue P,föttchen denn nicht? Hier chfrdsdet Wliickliche hlötzlich .gerüttelt,,. Schreckende Äachte, M'folgen dem Licht, Hör'-die Posaune ticfgellend erschallen — Ehrfurchtsyoll>horchsst der Jüngling undGreiß — Me freudig die Herrlichen Mägdlein dort walle«; Nachtglö.ckchen tönet, geknickt ist daS Reis.