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Der treue Zionswächter · 1849-11-16 · 46 (16.11.1849) · page 3

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
5 (1849)
Issue
46 (16.11.1849)
Date
1849-11-16
Page
– (sequence 3)
Language
German
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»M 363 GE» Charakter in das Wesen Anderer aufgehen ließ und also die Schranke durchbrach, die ihm Gott zur Abscheidung von den übrigen Völkern hingestellt hatte, so mußte es hinausstieben nach allen Erdseiten und der aügedrohten Srrafe in der Wirklichkeit verfallen, die das Vergehen nur als eine uochweudige Folge nach sich zog. . Ader auch in der Zerstreuung will Gott seinen Bund mit Israel nicht aüfhebcn.. (2. M. 26, 41); die göttliche Gnade hat ihm in sremdem L.n»oe ein Gut gelassen, wodurch es seiner Urbestimmung nachleben kann, und seinen Beruf zu erfüllen im Staude ist. Israels Lekre wird nie schwinden aus der Iudcnheir (Icsch. 5V, 21) und sie wird ihre Bekenner i i der Selbstständigkeit der religiösen Gesinnung nicht nur erhalten, sondern auch durch diese Selbstständigkeit die weltgeschichtliche Sendung Israels zu Ende bringen. Lurch diese Lehre wird das Moment der Isolirung an der Iudenbeit erhalten, zwar nicht so lebendig und stark wie dies durch den Eigenbesitz des heiligen Landes sein kann; aber was wir hier zur Hälfte erreichen, vas wird uns ganz — so ist unser Glaube — durch die Wiedererlangung des verlornen Gutes, in der Zcitdes Messias, zu Theilwerden. , Doch wir sind von unscrm Gegenstände abgeschweift und wollen wieder zu ihm zurückkehren. Wir haben in dem Momente der Isolirung, dgs die ganze Geschichte Israels, von ihrem Beginne bis auf uns herab, durchziehet, den charakteristischen Zug des jüdischen Glaubens erkannt, und demnach können wir auch dem jüdischen Ceremonialgesetz, dieses isolirende Princip, zusprechen: «Das jüdische Ceremonialgesetz ist die die Iudenheit inmitten der Menschheit eingränzende und dadurch ihren Beruf fördernde Aeußerung der jüdischen Religion"*). Durch das Ceremonialgesetz wird der Jude an eine bestimmte, sich stets gleich bleibende und normale Beziehung zu Gett gebracht, zu gleicher Zeit aber getrennt und herausgerissen aus dem subjectizu verschmelzen zusammenlöthen); denn durch das Ceremonialgesetz erhält sich die Iudenheit im Gegensatz zu allen Völkern und Stämmen; diesen Allen zusammen ist aber dadurch die Gelegenheit gegeben, zur rechten, einigen Wahrheit zu gelangen. ven Religionsausdruck der Menschen, und indem er den Inhalt der Offenbarung in der strikten Ausgeprägtheit der Tradition im Leben und durch Vas Leben verwirklicht, erfüllt er seinen Beruk, Lehrer und Priester der Menschheit zu sein. Das Ceremonialgesetz verhindert den Israeliten in die Gesammtkeit aufzugchen; damit die Gesammtkeit in dem andrängenden Kreislauf der menschlichen Idee die göttliche Idee nicht verliere und in Israel sie stets wiederfinde. Das Ceremonialgesetz verengt dem Juden das Lebe» und begrenzt seine Genüsse und Freuden; damit der Jude die Wahrheit durch sich begründe, daß dies Leben nicht alles für die Menschen sei und daß der Mensch seinen Haltputtkt in der Jenseitigkeit finde; nicht im Genießen, sondern im Entbehren reift der Mensch zur Vollendung, und jemehr er aus der Sinnenwelt sich zurückzieht, desto schneller erreicht er die geistige Höhe. Wir haben hier nur allgemeine Sätze ausgesprochen und wollen fie in Folgendem auf die speciellen Ceremonien anzuwenden suchen. Die Wanderungen nach der Gottesstadt Rede, gehalten von Herrn Oberrabbiner Etttiirgsr in Altona wcsi-u 's wc. (Beschluß.) M. F„ Freiheit ist das höchste der irdischen Güter, ohne sie giebt eS keine Freude, keinen Genuß h«eni»den. Der im Käfig eingeftblossene Vogel; ec sinder Leckerbissen darin im Ueberstusse, die ihm im Freren mangeln. Doch siehe, er sinder einen Augenblick nur sein Gefängniß geöffnet, und schnell sucht er bas Weite, begrüßt fröhlich die Freiheit wieder, und durchschifft lieber, Mangel leidend, die Lüfte, als daß er Uebrrffuß wieder in seinem Kerker sucht, denn auch ihm ist Freiheit das höchste Gur. Hat aber Freiheit selbst da, wo sie mir Mangel verbunden ist, so hohen Werth schon um wie viel mehr noch muß dieser steigen, wenn sie aus einem Zustande der Bedrückung und deS Mangels zum tzeil und Ueberfluß führt. Heilig und bedeutungsvoll istdarum das Fest der ungesäuerten Kuchen, eingesetzt zum Andenken unserer Befreiung aus v'v^v Sklaverei, eingesetzt zum Danke gegen unseren himmlischen Befreier. Die Feier dieses Festes war die erste im Jahre, die Stämme in die Mauern der GotteSstadr

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