Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 5 (1849)
- Issue
- 45 (9.11.1849)
- Date
- 1849-11-09
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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diese die Wanderung nach Jerusalem mikmachte, Theil an d»n dorrigrn Freudenfesten zu nehmen Wenn nun aber dreimal jährlich Städte und Dörfer, im festen Gollverkrauen, alles bei der Rückkehr unversehrt wieder zu finden, von ihren Bewohnern verlassen wurden; wenn Tausendvon Glücklichen, im Herbste, alle Laudstraßen ^e.hccklen, mit Freudenruf die Lufr erfüllend, fröhliche Lleder anst'mmend, die das Echo der Derae tausendstimmig nachsang; wenn wofeicrnden Menge " Wenn nun aber erst die Menge das Ziel erreicht; wenn sie eingekehrr in Jerusalems Thoren, vereinigt Trennung freudig gestimmt wieder gefunden; wenn endlich die Festes-Feier begonnen, wenn viele raufende Selige sich im Tempel beisammen gefunden, in welr wem die Herrlichkeit Gorres thronte; wenn dort diese Tausende unter dem Lobgesange unzähliger Stimmen, begleitet vom vielstimmigen Trompetrnschall, .lieblichen Klang der Harfe und Zimbeln, in reiner Seligkeit schwimmend, überirdische Wonne arhmend, gleichzeitig auf Knien sank und zur Anbetung sich niederwarf vor dem König der Ehre, vor dem Schöpfer des Alls — welcher Geist vermag hier ein treues Bild solcher Seligkeit^» malen, und in wessen Brust muß dabei nicht der Wunsch rege werden, mit Israels lieblichen Sänger zu sprechen: „Meine Seele lächzt nach Gott, deS Leben- Quell; wann werde ich wiederkommen, wieder mich vor Gottes Antlitz zeigen?" Nicht Wehmulh, m. T., «rollte ich durch dieses Gemälde der einstgenossenen, aber ach, leider, längst verlornen seligen Wonne, in Ihnen erwecken; mir diesen Erinnerungen möchte ich bloß Ihren Geist beflügelt haben, daß er nicht in irdischen Freuden und Genüssen erstarre, sondern des Aufschwungs zu höheren geistigen Genüssen fähig sei. Wer^ Schiffbruch erlitten, wem sein Schiff gesunken, welches seine köstlichen Güter barg, soll doch sicher nicht in kalter Er. starrung auch noch das wenige Rettbare von den Fluchen versMngen sehen; und so müssen auch «vir, die wir in dem großen Schiffbruch der Zeit unsere erhabensten Seligkeiten verloren haben, doch wenigstens die noch zu erhalten suchen, für deren Errettung uns Macht verliehen ist. W«r ziehen nickt mehr hinauf nach Zions-D urg am Feste der Befreiung, am Feste der Ernte und Gesetzgebung, und am Feste deS E«Nl'alNmetNö, Seligkeit zu schössen aus dem heüiaen Brunnen der Gor« 3 einst im hohen heiligen Tempel der Ew'qkeir daS große Fest des Einsammelus vor den Augen des Ewigen, um'ckeö Gorres, muse-ern zu können. Dein Thron, o Gott' »st der Hmnmt, und lue Erde ist Deiner Füße Schemel; e««en Strahl Deiner Herrlichkeit, die keine Welt einschließr, ließest D» einst thronen in Jerusalems Tempel . und auch, nachdem Darum iss Dir nahewer seine Sinnlichkeit unter des GkaubenSjvch beugt; darum wird mir dem Besteigen der Neligionshöhe auch der Tempel erre'wr, in dem jetzt Deine Herrlichkeit, thront O, Allgüttger, verleihe uns Kraft, diese Höhen zu erklimmen, sende Dein Licht der Wahrheit und Erkenntniß uns. o Allbalmyerz»ger: uns zu geleiten nach Deinem heiligen Berge, dem Wohnsitze deiner Herrlichkeit. (Schluß folgt.) Trennung, daS äußerste, doch uothwendrge Mittel. Zur Beachtung, vornehmlich den orthodoren Stabbinen gewidmet von '.Jehudi. Mögen wir uns auch noch so sehr dagegen sträuben, es unterliegt keinem Zweifel mehr, die Judenheit nähert sich immer mehr und mehr, und zwar in raschen Schritten einer entscheidenden Krise. War eS dem aufmerksamen Beobchler