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Der treue Zionswächter · 1849-11-09 · 45 (9.11.1849) · page 2

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
5 (1849)
Issue
45 (9.11.1849)
Date
1849-11-09
Page
– (sequence 2)
Language
German
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lr.ch in der Gouefstad.r zubegrastes,. . 'Bei der Trennung schon strahlte d>e Hoffnung des baldigen WiederfthenS irr,,je,dem Auge Beim Abschiede begrüßte man nach Gottes Tempel wallie, mir Dank und Freudcngesang cni^, f?rxrnde, Menge. Was betrübst du dich, meine Seele! HLg:um ist dir jo bange in mir? Harre nur zu G^tk; ihm werde ich einst noch danken für seines Angesichtes Heil. (Psalm 42 5—6 ) — - M. Fr., Freude ist das Element de- Le bens; ^Nach Freude strebt ledeThä-tigkett; sie ist der glanzende Firniß, mir.welcher die Allgüre des Himmelsvarers seine LLelr übcrstrichen, die er zum Wahle seiner Kinder ine Dasein rief, ihr ein freundliche-, einladendes. Ansehens» gebe». Hrende hebr das Herz des Knaben schon., wenn seine Spiele ihm gelingen. Freude hebt, die, Brust des Jünglings, wenn ihm auf der beginnenden Laufbahn des Daseins das Ziel der Ehre winkt; Freude erfüllt den Sinn des Mannes, wenn günstiger Erfolg seine Entwürfe krönt und hell sein Glückstern am Ho- .Würze der Religion? Vollkommen wie sein Werk, will der Allgütige auch des Menschen Glück. Er soll nicht genießen im lDcwußrftin Innerer Verworfenheit; nicht fall;dre Bitterkeit des Gedankens, daß er seiner Auflösung entgegen eile, sich den süßen Freuden, die er genießt, heimischen und sie ihm verderben. Darum will der Allbarmherzige, daß der Erdensohn das Leben nach dem Maaßstabe des Glaubens genieße, daß des Daseins Freuden die Weihe der Religion erhalten sollen; daß er darin einen Vorgeschmack der ewigen Seligkeit empfinde, damit er dadurch Vertrautheit mit dem Gedanken seiner Auflösung erhalte, und dieser nicke den Genuß seiner Freuden stören möge. Darum setzte der Herr selbst d«e Fest- und Freudenrage Israels eiA damit her Jeraelite nicht aus Genußsucht, sondern in religiöser heiliger Weihe, aus Liebe zu seinem Schöpfer und aus Gehorsam seiner Vorschriften, die Festfreuden genießen soll Ha, selbst, den heiligsten der Geisteserhebttng und Büße ausschließlich gewidmeten großen VeriöhnungStag hatte eine fromme Sitte unserer Voreltern dazu bcsirmmr, daß an ihm die Scbaaren sittsamer Jungfrauen den fröhlichen Reigen der Wi»zcriuncn m den Weinbergen tanzten; daß an ihm der Jüngling von dorr die Ei körne s.ineS Herzens als Lebensgefährtin Helm fühlte, zum Zeichen, daß auch das Glück und die Freuden der Ehe mehr dem Himmel als der Erde angehörcn sollen, und dal ec 'dieser grheiligste Taes des Jahres der geeignetste zue Schließung eines solchen heiligen Himmelsbundes Erguß reiner Seligkeit und nicht ein Gepränge eirier Genußsucht sein, so mußte die Nähe der göttlichen -.Herrlichkeit sie heiligen, die in der Gottesst.'dr Jerusalem thronte. . Da ferner keine Gemüchsstlmmung mehr der Anregung von außen und der Gegenstände des Ergußes bedarf, als die Fröhlichkeit, ro war es des AUgüttgen Wille auch, daß diese Festsfeiern den größtmöglichste» Grad der Allgemeinheit haben soilren: und, nachdem er. die, Feier des per?. Festes, des Woche?- nnd Erureiesie; und des Einsammein- und Laubhür. renscstcs angeordner. und dem Israeliten die Fre »de an denselben mit Frauen, Söhnen, Töchtern Dienstboten und Armen zur heiligen Vorschrift gemacht har e, . befahl er.-„Dreimal im Jahre sott alles Männliche bei o»r haben wird.". Nur dem männlichen Theil der Nation war es zwar .zur Pflicht gemacht, vor Gott LN seinem Hciiigthum dreimal im Zahre zu erscheinen. Doch schon aus der Vorschrift, diese Feste im Zirkel der Familie zu feiern, geht unzweideutig hervor, daß auch

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