Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 5 (1849)
- Issue
- 45 (9.11.1849)
- Date
- 1849-11-09
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 85% known words query
- IRI
…/2625941-2626254-2626300--2102-2629811- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Wer der . , Interessen -es orthodoxen Zudenthnms.!rgan zur M>«W Redaeteur. Vr. Gnoch, Director uudOdcrlcbrerzu Altana. 5. Jabrqang. 9. November 1849. s Ältorra. I .p'v!> Inhalt. Hannover. München, Mannheim. Rördlivgen.' ütm- Anzeiger. — Briefwechsel. — .-U-Hr'. Die Wanderungen nach dev: Gottesstadt Rede, gehalten von Herrn Oberrabbiner Ettlinger in Altona octnI 'v ozc. Die Geschichte ist die große Lehrerin der Menschheit; ihre Mahnungen dringen tief in die Herzen ein, und leiten den Wettgang der Erdensöhne. Die Vergangenheit ist die Erzieherin der Gegenwart, und diese ist wiederum der Spiegel, in welchem, nach menschlichem Ermessen, die Zukunft sich malt. Auch Israels heilige Lehren und Gesetze wurzeln in der geschichtlichen Vergangenheit, und haben den gemeinsamen Zweck, dtese den aufkeimenden Geschlechtern zu vergegenwärtigen, um damit Gegenwart und Zukunft zu beherrschen. Besonders sind Israels Feste eingesetzt, von dem Herrn des Weltalls,, zur Erinnerung an Wohlrharen, die er seinem Volke in dessen Jugendzeit gespendet, um es damit zum Gehorsam zu spornen. und seine Hoffnung für eine segenretcke Zukunft zn »beleben. Eine solche Erinnerungsfeier haben wir in rdüLiHMgst^ verflossenen Taaen begangen, mir dem M2io-, Schluß- und Freudenfest des Jahres. Diese Feste aber, nie w«r sie sehr, ohne Tempel und Dienst '-tÄ'rHeWihlkme^-zü' -feiernvermögen, find selbst nur ' Erinnertintzszeicheir noch von jener hohen seliqen Feier, -^e^Mfeve^Botelrern ernst m der Gorresstadt begangen. ' sWiitn^ der Lenz 'dioWonne der Jahreszeiten bezeichnet, - iventsb di» Jüg-nvaldie Freudenzsir des- Lebensalters erscheint/ so waren in jenen Festfelern. die von Israeli Stämmen in Jornfalems Manern begangen «Men, jeye selige Wonn«.h.egriffe gepaarr: eS waren Feste, wie sie in gewürzter^ inniger Freude von Höhr licher Jugend in heiterem Frühling gefeiter werden. Und so wie das Alter noch ein wehmürhiges Vergnügen dann findet, sich mit den Träumen seiner Jugend zu wiegen, und in der Erinnerung an den Genuß jugendllcher Freuden sich zu ergötzen, fo kann auch Israel in seinem Alrer noch Seligkeit schöpfen aus der wehmürhig n Erinnerung an die Freuden der Jugend seiner Volkskhümlichkett. Vorzüglich »der ist «S die Erinnerung an sein Hinauswallen nach Jerusalem bei den drei Hauplfesten des Jahres worin für uns Schmerz und Freude, Wehmulh und Hoffnung in emanier verschlungen erscheine,, und ist besonders der iehige Zeitpunkt geeignet, solche in uns zu wecken. Jetzt