Mannheim
Compact Memory

Der treue Zionswächter · 1849-10-19 · 42 (19.10.1849) · page 6

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der treue Zionswächter
Volume
5 (1849)
Issue
42 (19.10.1849)
Date
1849-10-19
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
88% known words query
IRI
…/2625941-2626254-2626297--2080-2629786
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

»W 3l nium des vorigen Jahrhunderts in Bildung weiter vorgeschritten. In der polnischen Revolution zeichncttn sich mehrere Juden .als Militäirö aus. Vielleicht .gerade, politische Bedenken bewogen die russische Negierung irn Jahre 1811 zu manchen Maßregeln, gegen die Juden .in Polen, namentlich hinsichtlich.-jhrcr Wohnsitze. an den westlichen Grenzen. . Gesichelter ist, die Lage der zahlreichen Juden in per preußischen,.Provinz Posen und in dem österreichischen.Galizien. In Ungarn, wo sie 1685 Ofen verteidigen halfen, genießen sic bedeutende Rechte und. den Schutz der Magnaten. Auch in Siebenbürgen giebt es Juden In der, Schweiz waren, sie! nur-bisher nur in Endingcn und Langenau, geduldet; sie wurden 1513 und, nachdem sie wieder.Eingang gefunden, 1616 aus Basel, 1622 aus Appenzell, 1631 aus Zürich, 1655 aus Schaff- Hansen,entfernt und erst in neuester Zeit haben einige Cantone Schritte zu größerer Duldung gethan. Ju.Spanien, wo sie erst seit 1837 wieder geduldet sind, giebt. es äußerst wenige Inden, In Portuggl, wo sie keine Staatsbnrgcrrechtc haben, giebt cs-fast nur.. deutsche.Juden. Durch Engländer und,Holländer, .wurden die Einwanderungen der Inderin, Amerika , veranlaßt. so 1625 — st 1. in ,Brasilien nud..16A9. 61 in , Cayenne, .Als.freie-Bsirgep leben.nsie in Surinam, wo sie 1661 einwandcTtf.!;, in Jamaika, wo sie. 1Ü5s) .sich.ansishMn,, unv^8^)H cmancipirt..Wurden,^ in Eanada, . wo ihre Emanzipationerfolgte, und . inden bereinig sen, SttaM. von-Nordamerika, wo sic. iss,dcu„mri.sten StaaMl^schM, 1778 allen übrigen .Eouses)lonen gleichgestellt wurden. Auch in Lydnei haben sich Indem au gesiedelt. . . . .Das.mannigfaltigste.^aber traurigste. Bild gewährte .seit dem 16. Jahrhundert das Loos der Indem, in . Deutschland. Von . Ehre und Bürgertum Grundbesitz und Zünften, selbst von vielen Handelszweigen ausgeschlossen, zu Wucher und Kleinhandel genötigt, stets von harten Gesetzen gehemmt, erkauften sie ihre Eristenz mit erniedrigenden, unter.mehr als 60 Benennungen, ihnen auferlegte Abgaben. In mehren Orten wurden sie gar nichtgeduldet,,.aus andern vertrieben.und selten wieder.zngclasseu. .Meist nqhm man nur eine festgesetzte,.Zqhl,.pnf,, uyd das Gesetz teilte sie in zahllose ßlasscn,. z, ,B. ppivcligirtc, tlerirte,..u vergleitete, Hof-, Schutz-, Stamm-, Grenz-, Schachcrjuden; u. s. w. Obgleich ihnen Kaiser Karl V. 1530 und 1511 den Reichsschutz gewährte, wurden, sie-doch ans: verschiedenen Staaten getrieben, namentlich 1551 ans Baiern, 1555 aus der Pfalz, 1573 aus Pex .Mark Brandenburg und 1670 aus den österreichischem Erblanden. Auch gab cs gegen sie gerichtete Volkstumulte, z. B. 1571 in Mähren,. 1611 und 1615 in Frankfurt am Main und Worms, 1730 im Hamburg und 1770 im Elsas. Nur hie und da erhielten sie Vergünstigungen; seit 1528 wurden sie in Furt, seit 1601 in Hamburg und Altona (die portugiesischen Juden mit Bürgerrechten) und 1670 in der Mark Brandenburg ausgenommen. , , , (Schluß folgt.) > ZmtMgsNKchxichLeN. , ' Grsterrcich ' ' In einer der letzten Sitzungen des hiesigen Ncmeiiideräths wurde ein Regierungsdekrer verlesest wonach im Folge des §. 1 der GrundreMc der p oliti sche Ehcconsens der Inden an keine' anderen, als an die hierüber für alle öfter« reichlichen ^Staatsbürger bestehenden Vorschriften geissi«den ist. — - Rurhessen Was die hiesigen jüdischen Verhältnisse betrifft, so herrscht noch immer dasselbige traurige Chaos. In Cassel bleibt es stets beim Alten; eine definitive Arraugirung der Gemeinde-Verhältnisse ist ferner als je; dasselbe gilt von der Anstellung eines Landesrabbinen. Wahrend der verflossenen und hörten wir zur Abwechselung einmal wieder einen Berliner Prediger; die Predigt wurde mit nur geteiltem Bcisäll ausgenommen; von Anstellung ist keine Rede. - In FiihlaH — hier zu Lande hinlänglich wegen seines religiösen Jndiffercntismüs berüchtigt— haben breivicrtel der Gemeinde den Berliner NcförmIGot'tesöienst^ angenommen, weshalb man einen . eigenen Lehrer und Prediger aus

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.