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Der treue Zionswächter · 1849-10-19 · 42 (19.10.1849) · page 3

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
5 (1849)
Issue
42 (19.10.1849)
Date
1849-10-19
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Ohne dieses kann ein rechter Neligionelehrer gar nicht gedacht werden. Es muß ihn hineinleiten in seine heilige Arbeit an den Herzen der Kinder, damit er jederzeit in der rechten Erhebung und Weihe vor Heuchelei. Er ist gcnöihigr. täglich Worte der Frömmigkeit in seinem Munde zu führen, täglich zu reden von heiligen Gedanken, frommen Gefühlen, und wenn Historische Skizze aus der jüdischen Geschichte des Mittelalters. " ( F ö rt setzung. ) Gxoßes Elend brachten über sie die Kreuzzüge, Pöbelaufstande und AaStreibungenin.Loebschntz1)63, Wien 1106, Mekstnburg,1225>uud 1330, Breötau 1226 und 131!), Bcandetrbnrgj! 4243, Frankfurt 1211 und 1316, Pforzheim LK71> i München 1285, Weisicusee 1303, Uebeliugen1331, N-ördlingen 1200 und 1384, Deggendorf 1337, Weißenfels 1368, Nürnberg 1390, Prag 1391. und 1122, Negcnsbnrg 1176, und Passau 1178, und insbesondere die Verfolgung bei Gelegenheit deö schwarzen Todes (s.d ) 1318 — 50. Oesterreich ausgenommen wurde Deutschland damals von Juden fast entvölkert; sie wurden zu Tausenden gemordet, verbrannt nno viele stürzten sich selbst in die Flammen der brennenden Synagogen. Bald darauf siedelten sie sich wieder im rheinischen und fränkischen Kreise, in Hessen, Sachsen und Brandenburg an Blutige Verfolgungen in Schlesien veranlagte der Franciscaner Eapistrauus 1152 — 55. Seit dem 13. 2abrh. war ihnen eine anszeiehnende Tracht auferlegt und wiederholt wurden keil dem 11. Iahrh. alle ihre Foderung durch die Kaiser für nichtig erklärt. Nur hier und da hatten sie Bürgerrechte und unbewegliches Eigenthum; im Allgemeinen waren ihnen bloS Handel und Wucher gestattet, nno selbst das Gesetz hatte für sie härtere' Strafen; doch wurde der Leibzvll abgeschafft. 2" verschiedenen Orten mußten sie in einigen 2udenstraßen wohnen und auS mehren Reichsstädten, zumal seit dem 15. 2ahrk.. wurden sie völlig verwiesen, so aus Ulm 1380, Magdeburg 1381 Augsburg 1110, Liegn'tz 1147 Bamberg 1175, Glatz 1102, Salzburg 1108, Nürnberg 1109 und Regensburg 1519. In der Schweiz, wo sie schon im 13 2abrh. erwähnt werden, durften sie liegende Gründe besitzen; doch auch hier begannen 1318 die Verfolgungen. 2ra 2ahre 1101 wurden sie in Winterthur und Schaffhausen bedrängt und 1121 ans Zürich gewiesen, wo sie jedoch 1151 und '1190 wieder sich aufhalten durften. Das iEoneils zu Basel befahl 1431 allen 2uden das Ehristentknm zu predigen. Aus Genf wurden sie 140O> aus Thurgau 1191 vertrieben. Mehr Ruhe und Schutz, ja seit 1261 sogar gewisse Vorrechte genossen sie in Polen und Lithauen. Von König Kasimir l!1. begünstigt, vermehrte sich ihre Zahl seit 1318 ansehnlich durch die ans der Schweiz und Deutschland eiuwandernden Flüchtlinge. In Rußland findet man sie im 10. sowie im 11. Iahrh.; doch wurden sie in späterer Zeit ausgewiesen. In Ungarn, wo sie seit dem 11. 2cchrh. Vorkommen und Grundbesitz haben dursten, wurden sie ur den'letzten. Jahren des 11. und 15. Iahrh. verfolgt.

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