Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 5 (1849)
- Issue
- 41 (12.10.1849)
- Date
- 1849-10-12
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Ausgaben zeigt sich eine kleine Verminderung (auf netto Crt.mK 5691), welche mit dem Erlöschen der Pensionen zusammenhängt, die 1821 bei der Reorganisation, wegen Versetzung mehrerer Lehrer in den Ruhestand bewilligt werden mußte. Was die „Israelitische Freischule" anbclangt, so steht sie mit der Gemeindeverwaltung in weiter keiner Verbindung, als daß ihr seil ckrem Entstehen 1817 cinö jährliche Snbsidie bis 1811 von 1209 "4. seidörn von 2900 gezahlt wird, und daß zwei Gemcilidcvorsteher ihrer Rechnungöablage assistircn. Der Ruf dieser Anstalt ist längst begründet und ausgebreitet, und zwischen ihren bezahlenden Schülern (20 dis 40 jährlichbefinden sich immer eine. Anzahl von auswärts ihretwillen hierher geschickter. Knaben. Neben einem ausgedehnten Unterricht in Realien und in der Religionslehre werden auch Französisch und Englisch. Gesang und Turnen darin betrieben. Die Verwaltung besteht aus einer Direktion von fünf Gliedern und den Oberlehrern. Ihr in 1817 durch ein Legat von Lstcrl. 2000 begründeter Fonds ist bis jetzt, einschließlich des Werths des Schulhauseö.,. auf Bco.mK 67,178.. 5 /? angewachsen. Die Bekleidung der unvermögenden Schaler bestreitet der Israelitische Frauenvcrein. Die Schülerzahl beträgt jetzt 19T Fernere Details geben die von Zeit zu. Zeit erscheinenden öffentlichen Schulprogramme. Zuletzt geschah dies 1842 bei der 25jährigen Stiftungsfeier Die Mädchenschule der Gemeinde ward 1818 begründet, mit dem auf den Antheil der Inden gefallenen unverausgabten Neste einer 1815 angestellten, allgemeinen Stadt-Collccte wegen Unterbringung der großen Zahl von Kindern, die damals jeder Schule ermangelt. Viele Töchter unserer Armen wurden in jener Zeit in verschiedene Nähschulen vertheilt, und erhielten blos einigen Schreib¬ und Religionsunterricht gemeinschaftlich. Erst 1831 wurde» sie in ein eigenes Institut zusammcngebracht, und das gegenwärtige Schullocal — das frühere Hospital bei den Hütten — ist der Anstalt 1814 nach Eröffnung des neuen Krankenhauses eingerüumt worden. Sie bezieht Mrlich ans der Gemeindecaffe Ert.H 1450 und ist die einzige unserer Schulen, die ohne eigene Contribuenten, ab, gesehen von den Zinsen des Crt.mK 10,817 betragenden Capitaislediglich aus der Gemeindecaffe erhalten wird. Daß die gedockte Snbsidie fiiebst den sonstigen nicht bedeutenden Einnahmen für die beträchtliche Zahl von 170 Schülerinnen hinreicht, beruht auf dem Umstande, daß der Gehalt der Hauptlehrerin für die Handarbeiten in dem auf Crt.A 700 tarirten Ertrag dieser letzteren besteht. In 1848 ist ein verhältnißmäß'g namhafter von 1847 übertragener Cassenbestand auf Schnlapparate und Utensilien verwendet worden. Die Verwaltung ist einer Direktion von sechs Personen, unter Vorsitz eines Gemeindevorstehers übergeben. Die Lehrgegenstände bestehen neben den Handarbeiten in Grammatik, N cligionslehre, Gesang und den gewöhnlichen Elemcntar-Realkcnntnissen. Die Bekleidung der Schülerinnen dieses, so wie des im Folgenden erwähnten Instituts wird von dem Israelitischen Mädchenbekleidungs-Verein besorgt. Blos der Vollständigkeit wegen, und obgleich sie mit der Gemeindeverwaltung in gar keiner Verbindung steht, erwähnen wir der „Unterrichtsanstalt für arme jüdische Mädchen," welcher die Ehre gebührt, unter unseren Schnlanstalten neuerer Richtung die älteste zu sein. Sie wurde sckon 4708 durch Peivatsubscription begründet, und erisurt auf dieselbe Weise noch jetzt, nachdem sich ihr Fonds durch Legate und Geschenke auf BconH 10,000 gehoben hat. Die Schülerinnenzahl beträgt durchschnittlich 70 und der Ausgaben-Etat geht auf 2500 >"S. (Forts, folgt.) GroWrzogiliurn Hessen. Worms, 2-w. — 7wvv rnb» ew? Prediger Adler ist eben mit vier Gensdarmen nach dem Gerichtshof in Mainz transportirt worden. -s-7'-nb ccv r:t?. Es wird ihm dort Zeit gegönnt sein, über sein gotteslästerliches Wirken als Jude und über seine republikanisch - socialistische Ideen nackzudcnkcn. Auch sein Bruder in Alzei ist wegen politischer Vergehen angeklagt worden.— Ich behalte mir es vor über Erstercn Nächstens ausführlicher zu reden zumal ich die religiösen Verhältnisse hiesiger Stadt Ihnen zur Musterkarte mittheilen werde. —