Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 5 (1849)
- Issue
- 41 (12.10.1849)
- Date
- 1849-10-12
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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f>,22 nv. Hier wurde eine zweimalige Pause während des Gottesdienstes vom Sanitätsvorsiande angeordnet. Eine ständige nach /'-rnc und eine nach Hiesige Reformatoren wollen darin den Anfang finden, um das , ganztägige Verweilen in der Synagoge abzubringen. zBou der Cholera ist hier noch keine Spur. . Vereinigte Staaten Nordamerikas. Nelv-Zork, im Juli 1819. Von den vielen europäischen Fremden, die sich bei uns einbürgern wollen, und von denen unsere Stadt überflnrhet wird, wurde diesmal Einer mit besonderer Aufmerksamkeit betrachtet, der sich mit Recht in kurzer Zeit schon die Hochachtung Aller erworben. Es ist dieses Rabbi Joseph Schwarz aus Baiern, der schon lange in Jerusalem wohnet und in einer religiösen Angelegenheit, beauftragt von den palästinensischen Brüdern zu uns gekommen ist. Das ist ein tiefgelehrter und wahrhaft frommer Manu. Die Zeit seines Hierseins war er bei seinen Brüdern nnd da er zugleich bei einem Knaben derselben Gevatter war, so nannte er diesen Ich thcile Ihnen, werther Herr Redakteur, die getreue Abchrift eines Briefes mit, den er nach seinem Geburtsorte geschrieben, und bemerke nur vorübergehend, daß Rabbi I Schwarz bereits gegen 20 Jahre im heiligen Lande wohnt und so lange seine Muttersprache nicht einmal gehört hat. Mir ist eine stille Zähre entfallen, alS ich diese ticfergreifenden Wahrheiten, entströmt einer solchen frommen Seele, gelesen habe. — ' .v"-w Hssä v*77 I 'f> 2'' 2"5 Liebe Schwester und lieber Schwager! Nicht wahr? Eine seltene Erscheinung einige Zeilen von mir aus New-L)ork zu lesen? . . . . Ach! ich erfuhr so manches Wunderliche, hörte so manches Lächerliche, Erstaunliche von F. Mit des Höchsten Hülfe gedenke ich auf meiner Ruckreise nach dem heiligen geliebten Vaterlande Lbic'pb auf kurze Zeit Deutschland zu besuchen, aber ich gestehe offenherzig, wenn meine Reise nur eine halbe Meile unweit F. führen sollte, ich lieber eine» Umweg einschlagen würde, um nicht diesen ,,Flecken"(.') besuchen zu müssen. Und warum? fragt ihr wahrscheinlich! Weil ich die neue, liebenswürdige K. Generation so umgestaltet finde, mir so veränderter Natur, mit anderem Mage». Während ein Gläschen Branntwein bei den frommen Alten die fette Speise des unschädlich machte — so muß jetzt eine dampfende Tabakspfeife diese Aufgabe lösen. Ich fürchte die gewöhnliche Küche des P5L wird ganz eonfiscirt werden, und die liebe Jugend ein fettes frisch gebratenes Schweinchen wählen. — Das erhabene 715-21 c. das erhebend aus der .Brust des k'!>72. . . . ertönte, verstummt; dessen große sind verschwunden, und ich sorge stark daß bis kommenden 2212 daö I^-Schütteiu nicht mehr gebräuchlich sein wird. Ach! das wird in Brnsirutreln in Obrschutkeln, in Raufereien übergehen, uud das p-L 72 anzünden nnd s»n verbrennen — — das wird in Hattennnd Häuser- und Schlösser- Anzünden verwandelt werden! —- O die aufgeklärte, gesirillllligstüchtige« liberale Generation! (Lieber keine Generation!) — Der Kälbergarten, ein passender Name, er erinnert an die goldnen Kälber, ist die gelehrte Halle, das Elisium eures Fleckens, wo mancher F. Phiivsovh beweist: eS giebk keinen Gott! wenigstens keinen, wie die dummen Alten sich ihn verstellten. — Wahrlich, nicht wünscht ich zu weilen, wo die.euere Grazien und Musen sind; wo die Kinder der Vornehmen, der Großen, mir denen der nicdcrn. gemcinen Menschenkinder im Geist und Körper verschwistert. treffend sagen : wir haben Alle nur einen Vater! Ta, wo die Bierstube der Tempel der Andacht, die Disputir» Stube der Atheisten, da wo der Gipfel des »rauben Kulms" der Giebel eurer Glückseligkeit ist. Da möcht' ich nimmer weilen! Doch möchte ich einen Blick auf das Grab unserer frommen seligen Ellern werfen, möchte ihre heilige Asche mir meinen Thränen benetzen, dankbar die Stelle küssen, wo diese Glückseligen ruhen, dankend erwähnen, daß sie eine andere Erziehung nnd Bildung mir erlangen ließen, nm nicht zu diesem verderbliche» Geschlechte gerechnet werden zu können! — — Ich wurde noch mehr geschrieben haben, wenn mich nickt schon diese Paar Worte gereueten, die ich zwecklos i» das Bühmerwaldgewild und Gebirge geschrien, dessen lächerliches, höllengeisterhaftes Echo ich jetzt schon höre. 'O, vielleicht versteht diese ächtdeutschen Worte, von einem gar nicht, das gelehrte