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Der treue Zionswächter · 1849-10-12 · 41 (12.10.1849) · page 4

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
5 (1849)
Issue
41 (12.10.1849)
Date
1849-10-12
Page
– (sequence 4)
Language
German
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in die Geschichte und in das Her; Israels; von ihm gilt irr Wahrheit das Wort des Propheten: r2'.^cz W2L3 htv:?>-)'?> pvpz'ce-; als Mensch war er der geweihte Priester der Menschheit, sein menschenfreundlicher Sinn eroberte-sich Aller Herzen, die ihn kannten die Licbeswerke bezeichnen, seinen lichten Weg durchs Leben. Jaim Alter ging er in sein Grab ein; er hat gelebt; und als die Achre gereift war auf dem Felde der That, da siel sie unter dem Messer des unerbittlichen Schnitters, um als volle Garbe zur Zeit cingeführt zu werden, und der kalte Nord fahrt über das abgcmähte Stoppelfelddie wallende Fluth des Lebens ist gebrochen und der Tod bat sein eisiges Gepräge znrnckgelassen.Er ha t blos gelebt? Lebt nicht mehr? Nein! er lebt fort, sein Geist wirkt in seinen hinterlasscnen Werken Seine Gottglänbigkcit» sein israelitischer Sinn ist nicht ins Grab mit versunken; die Erde hat das Saamcnkorn übcrfnrchet, aber über dem Hügel blühen und reifen Früchte, die in dem Ungläubigen den Glaubenin dem Zweifelnden die Ucbcrzrugung nähren und in frischer Erhaltung bewahren. ->26 p"? Zum ewigen Andenken bleibt-der Gerechte, zum Segen und zum Heile 1 Aller, ' die zu Israel sich bekennen, und in Israel ihr Herl, ihren Segen suchen. — » .; - . Historische Skizze ans der jüdischen Geschichte des Mittelalters. 2m 4ten Jahrhundert schon finden fich die Juden in Illyrieu, Spanien, Minorka, Gallien und in einigen Städten am Rhein; sie trieben Ackerbau Handel und Gewerbe, besaßen Grundstücke, wurden zu Acmtern und Militärdienst berufen und hatten eigene Gerichtsbarkeit. 2m Jahre 418 wurden sie vom Militärdienst ausgeschlossen; auch erfolgte 429 die Aufhebung des Patriarchats zu Liberias, und immer mehr sahen sie sich im Laufe des 5. Jahrh. eingeschränkt. Ungleich war ihr Loos in den verschiedenen Ländern nach dein Untergange dcS weströmischen Reichs. Wahrend sie in Italien, Sicilien und - Sardinien ziemlich unangefochten lebten, hatten sie im byzantim Reiche» viele Bedrükknngen und in Frankreich und dem wcstgothiscben Spanien im 6. und 7. Jahrh. grausame Verfolgungen zu erdulden. 2m parthischen und seit 226 im persischen Reiche war-,-ungeachtet einzelner Verfolgungen im 5 und 6. Jahrh. ihr Loos erträglich. Die Juden in -Palästinawelche mit Hülfe der Perser im Jahre 610 Jerusalem cinnahmen, träumten sogar die Wiederherstellung der alten Selbstständigkeit. wurden jedoch vom Kaiser Hcraklius gedcmuthigt. Die Herrschaft des Islam, der nach Besiegung der Judenstämme von Cbaibar, 627, sich Wcstasicn, Persien, Aegypten, Afrika, Spanien und Sicilien nach und nach unterwarf, änderte wesentlich die Lage der Juden in jenen Ländern. Abgesehen von einzelnen Bedrückungen und Verfolgungen, wie in Manriranien im Jahre 790 und in Aegypten im Jabre 1010, lebten sie unter dem Khalifen und arabischen Fürsten in ziemlicher Ruhe und Nahmen im maurischen Spanien an Zahl und Bildung seit dem 8. Jahrhundert zu. Mancher unterrichtete Jude war Rath, Schreiber, Astrolog oder Leibarzt der maurischen Könige, und die Stürme, die sie z. B. in Granada im Jahre 1063 und in Cordova im I. 1157 trafen, waren meist nur eine Folge anderer politischer Ereignisse. Jüdische Gemeinden gab cs im 9. Jahrh. auch in Kairwan, Fez und Marokko; in Babylonien veringerte sich ihre Zahl seit dem 11. Jahrh., dagegen stieg sie in Palästina durch häufige Ansiedelungen; selbst bei den mongolischen Khans standen sie in Ansehen. Trauriger war ihr Schicksal in den christlichen Europa, zumal in den halbcultivirten unter Lchnswcsen, Faustrecht und Pricstcrgewalr stehenden Westländern. Im byzanlin. Reiche hatten sie im Amsange und gegen das Ende des 8 Jahrh. Verfolgungen zu erleiden, die ihre Uebcrsiedelnng in das Land der Ehazaren, eines hunnischen Volksstammcs an der Wolga veranlaßten. Günstiger war für sie das folgende .Jahrhundert; dagegen hatten sie zn Anfande des 11. Jahrh. unter Kaisen Basilius II. wieder harte Stürme zu bestehen. In Italien war gegen beträchtliche Gcldopfer ihr Zustand leidlich; glückliche Zeiten verlebten sie in Neapel, wo sie nur im I. 1261 verfolgt wurden in Trani. Otranto, Salerno, Rom, Lucca und, besonders in späterer Zeit,? in Toscana, der Lombardei und Savoyen, wo erst 1435 eine Ver^

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