Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 5 (1849)
- Issue
- 41 (12.10.1849)
- Date
- 1849-10-12
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Wendung durch die Zudenheit gebracht wird, werden soll, eine Stelle hier angewiesen und Rechnung getragen werden; der Negativität muß der PvsiriviSmuS mit aller Kraft und Entschiedenheit zu begegnen wissen und sich gerade dadurch zur Geltung zu bringen suchen, daß er seine Nothwendlgkeit und jomir seine Bedeutung in der stets verneinenden Tendenz der Gegenwart zu begründen im Stande ist. - Das hiftorischt'Zudenthum ist uns aber nickt ein solches — und diese Auffassung müssen wir genau welchem man nach Belieben verfahren kann — daS sich aus den Tharsachen des mcnschltchen Bewußtseins siatig entwickelt har, und zu den vorhandenen Erschcieluer ewigen Fortbildung und Neugestaltung fähig ist; sondern das historische Iudeurhum ist: der von Gott fertig und vollendet gegeben und in der Geschichte -er Juden stets verwirklichte Inhalt der jüdischen Lehre, es ist mir einem Worte die Tradition. Den Toralinhalr des Zudenrhums setzen wir. als in den Urbesitz Israels gehörend, voraus, der sich oder durch mündlickcUcberliefrruug in dem GcschichtSleben deS israelitischen Volkes stets monifestirte. Es ist daher keine Fortbildung möglich, weil die jüdische Lehre in ihrer höchst vollkommenen Entwickelung vorhanden, weil wir keinen Keim> keine Dlürhc, sondern volle, reise Frucht haben; um so weuiger kann von einer Neugestaltung d«e Rede' sein. An die schließt sich die aufs inniaste an, und eben, weil das Vollkommene x«?-' welche hinaus die Vollkommenheit aufhört, so muß das viao ein die Tradition mir involvirendes Gebor sei», da auf diese die he«Uge Schrift bei sehr vielen Stellen hinweist und dennoch daS Gepräge der Vollkommenheit an sich tragt. — Das historische Iudenchum, oder daS Zudenrhum, wie es durch unsere Vater auf uns gekommen, muß seine Bedeutung in der Gegenwart zur Geltung bringen, wir müssen zeigen. daß die jüdische Lehre gerade in ihrer sezararistischen Färbung eine Macht in sich tragt, wodurch sie einen universalen sittlichen Einfluß auf die Gestaltung des menschlichen Bewußtseins zu äußern im Stande ist, die jüdische Religion muß gerade durch ihre isolirte und diesen Versuch als das Gott verherrlichende Werk anprciseu, das Iudenlhum seinem Verfall entreißen zu wollen. Diesem zerstörenden und zerwüh- Die Merkmale eines Wesens zusammen sind eins; keines dieser Merkmale allein ist das Wesen, und nähme man ein wesentliches Merkmal hinweg, so machten die übrigen das Wesen nickt aus, und nähme man sie alle, so bliebe kein Substrat, es blieb gar nichts übrig. Eben in den Formen der Religion Uegt das Wesen der Religion und wer an jenen rüttelt zerstört bewußt oder unbewußt auch dieses. Wir gehen jetzt zum eigentlichen Gegenstände unserer Besprechung.