Mannheim
Compact Memory

Der treue Zionswächter · 1849-09-21 · 38 (21.9.1849) · page 4

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der treue Zionswächter
Volume
5 (1849)
Issue
38 (21.9.1849)
Date
1849-09-21
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2625941-2626254-2626293--2042-2629744
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

»W 300 HZ. dich.. fr siher r yder- -später, mit Schmach bedecken. SiM, nicht,yuf.We, Melchrwjetztmanche Thorheit unschädlich) hingfhtn. yder die ungestraft Bvsesl ln dixMeltszn bringen scheinen. - Ach, du kennst) das 2«uepx-,5it)xe.s' HerzenL .nicht, sie können, glänzen uMdsch ,Wcht glückltch'isein;! sie können -sich^M-. men, und. doch den schmerzlichen Widerspruch ihres Herzens,hören'i)jduchügsti — Was haben sie von ihrem, falschen» ganz dem Irdischen geweihten Leben?:-Sorge, Verdruß, Angst, keine Stunde reiner Frende.-MdiiheiMn,. ächten Lebensgenusses. Aber die Unglücklichen, was haben sie, wenunun ihr unruhiges,! finsteres Dasein am Ende ist? < Erfülle, deine frühen Entschließungen; noch ist die Kraft- Ln dir, noch ist die Stunde, welche dir die -Rücksehrj erlaubt. - Noch einige Jahre — noch ehr Traum, und das gebrechliche Alter wird, dich überraschen und verzehren. Hoffe nichtsvätcre Jahre werden dir ein ruhiges Blut, und damit eine Erleichterung bringen, besser zu werden. Nein, sie bringen uns größere Kraftlosigkeit und -— Rene. Als Kind, als Jüngling, als Jungfrau weintest du die, Thronen der frohen Hoffnung, um Das, was du werden könntest; als Greis wirst du heimlich die Thronen fruchtlosen und desto ticfern Schmerzes weinen um das, was du nicht geworden bist. Erfülle deine Entschließungen und kehre zur Besserung zurück, che Krankheiten deine Kraft vernichtendie jetzt noch dir gehört: ehe ein unvermütheter Tod dich aus der Reihe der Lebenden hinwegzieht^ ehe das furchtbare Wort des Herrn an dir zur Erfüllung wird: Die Gott verlassen, werdest'zu Grunde gehen. (Jcs 1. 28.) Ihr aber, denen die Gottheit Gelegenheit cröffnete, auf die zarten Herzen der Jugend zu wirken, hütet sie, durch eure eigenen Erfahrungen gewarnt, daß nicht ihre Religion bloßes Werk aufgeregter augenblicklicher Gefühle sei, sondern eine Frucht fester Grundsätze von dem, was wahr, gut und gottgefällig ist. Nichts ist leichter, als ein zartes Herz durch religiöse Ermahnungen zu rühren; nichts ist leichter, als Thränen hcrvorzulocken und kühne, seclenvolle Entschlüsse. Denn Alles macht ans daS junge Gemüth stärkere Eindrücke. Aber leget der Tugend > zugleich - die ^Wahrheit ' der Religion klar vor Augen, und unterrichlek^sie von ihren Pflichten auf eine - verständliche,': ein leuchtende Welse; machet ihr das Gerechte, das GuE zur Gewohnheit; so bauet ihr die Religion in ihrer Brust gleichsam auf Felsengrund, nicht"Mf 'Mlchen Sand, den der nächste Sturm umwälzt und entführt. Die Empfindungsvöllsten ^vckdek ihr' oft im später» Alter als die Tugenfflosesten beklagt haben; die in ihren Jugendjahren am-, schwärmerischsten mit euch beteten, werdet ihr in späteren Jahren oft als Rcligionsspötter und Zweifler erblicken und bemitleiden. Dies sind die bösen Wirkungen einer unvorsichtigen Belehrung in religiösen Dingen, wo man sich begnügt, 'Gefühle in Bewegung zu bringen, statt den Willen des Lehrlings an Ueberzengung und Grundsätze zu binden, um den Verstand zu erleuchten.: Herz und Verstand müssen beim Religionsunterrichte zugleich in Anspruch genommen werden, wenn dessen Wirkung von bleibender Dauer sein soll.! i Ja, ich will der ersten Liebe gedenken, und meine frommen Entschließungen dir wieder erneuern, o Gott, mein Schöpfer! Und was ich einst, übermannt von heiligen Empfindungen, in großen Augenblicken meines Lebens beschloß, das will ich nun mit ernstem Willen und voll erhabener Ueberzcugungen vollbringen — denn noch lebe ich in frischer Jugcndkraft, noch stehet es in meiner Gewalt, mich zu bessern und zu Meinem Gotte und seiner heiligen Religion zurück zu kehren. Höre mich. Allwissender! höre mich, o du Langmütbigcr, du einst mein Richter! Ich weiß, daß nur ein reines Gemüth ein seliges Gemüth werden und sein kann. Ich weiß, daß nur Kummer und Unruhe auf Erden sind, Welt der Mensch selbst im Wahnsinn jedes Unheil bereitet, wenn er von Gott absällt, von seiner Religion, von der Tugend abtrünnig wird. ' So erneuere ich hiemit vor dir. Allgegenwärtiger, die Vorsätze meiner ersten Liebe; ich will zurückkehren.zu meiner Unschuld, zu meinem Himmelsfrieven. Ich will die mit mir erwachsenen und stark gewordenen Fehler austilgen, und zu

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.