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Der treue Zionswächter · 1849-08-31 · 35 (31.8.1849) · page 3

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
5 (1849)
Issue
35 (31.8.1849)
Date
1849-08-31
Page
– (sequence 3)
Language
German
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silbernen Schüsseln, deren Mund voll ist von Freude und Ausgelassenheit. Gerade hier facht ihr den Segen GotteS am Unrechten Otter chr findet ihn init Nichten. Von diesen heißt eS: 'v, oo-tn ,w!> 'co während eben der heilige Sänger von den armen Un» glücklichen sagt: '121 M22I oa '2w'c» svv 222c, Ppv2 '72w Erdenglück ist noch nicht Gottes Segen. Eroenungtück noch nicht Gorres Fluch. Da wird ja so oft zum Segen der Fluch eines vvk, des gierigen allverschlin genden Zufalls, und Unheil wird der Segen eines p w'v, eines Blindgeschlagenen des Verführers Ausgeburt. — Und was ist denn nun Gottes Segen? Das ist es. was der sterbende Patriarch Jacob seinem geliebkesten Sohne gewünscht und verheißen. 0213 wo WIN v'20 022I 2 vc, Segen, welcher von dem Himmel floß, Segen, welcher in dem Herzen ruhet. — Lvp O'pc 022I, die heilige Religion, die da herabkam von dem Himmel zur Beglückung der Menschen die Lehre des Herrn, die das Herz erfreut und die Seele labt, die das Licht brachte den in Fin> sterniß wohnenden, und die die- Welten erhellte durch ihren Glanz, sie ist der wahre Segen. Wenn die heilige Schrift in Geist und Thar daS Leben ergriffen, wenn sie wandeln die Menschen in den Vorschriften ihres himmlichen Vaters, wenn sie erfüllen treulich ihre kindlichen Pflichten und nie mißachten die Lehre, die uns Moses» gab — dann ruhet Gottes Segen auf einem solchen Zeitalter — denn dieses Gottesieben ist der Segen selbst. — wo WIN 2vo 022I Segen, welcher in dem Herzen ruhet. Das ist die Liebe, batst die Tugend. Die Religion har es mehr mit dem Himmel, die Moral mir der Erdr zu thun. Nur wenn der Bruder liebt seinen Nächsten, und nie ihm zufügt Unrecht oder Leid, wenn Recht und Gerechtigkeit sich begegnen und küssen, wenn der Mensch seinem Berufe als Mensch nachkommr, dann ruht der Segen des Himmels auf ihm, dann findet er Wohlgefallen in den Augen des Herrn, der über die Welten waltet. Und jvereint müssen sie sein, diese beiden Brüder im Zudenthum — weder die Tugend von der Religion, noch die Religion von der Tugend darf getrennt werden. So heißt es: vmü ozc vw2 rwi Iw x,p pIx, .02220 oft '7 vc'2. 70' V2 Nur wo dieser geistige Gotressegen ist. da kann auch das wahre Glück ruhen, nur wo Religion und Tugend, da ist auch, anderer Segen erfreulich. wIwÜI s)'7b, v icwI rne» fib -So wissen wir nun, war der wahre GvkteSsegen sek, 0 könnten wir doch immer von ihm sprechen, dürften wir doch nicht nennen dasjenige, was ihm, wie die finstre Nacht entgegenstehek. Doch wir müssen auch erfahren, was der Fluch GokkeS sei. Fluch GorteS ist es, wenn der Himmelssegen, wenn die heilige Religion nicht mehr beglücken kann. So lesen wir in '2d!>v (L — 10). Das ist der wahre HimmelSflüch. Wenn der Dorn des Lebens für Viele eine trübe Quelle wird, wenn das Buch der Bücher ihnen entfremdet und veraltet scheint, wenn die Gokteswunder ihnen als Sagen erscheinen und wir nicht mehr auf ihn vertrauen können, der Israel fast 3 Jahrtausende in Sturm und Werker ein Obdach war; wenn eimrill diese Afterweise trübe Ausklärungesucht, der man zurufen möchte: pbv -jonv pb --cd öv sie soll nicht mit ihnen, die den Glauben schwächer und die Weisheit nicht weiser macht, nicht mit diesem Hochmurh auf meinen Altar steigen wollen, damit sie nicht selbst ihre Blöße endecken, wenn eS giebt unter Israel ss>c?7 -)'krn 2LI 'b2ifi 'w 5>12N öft 2'22vr>2', die sich entheiligen und verunreinigen in den Garten der Wollust, nur allein der lockenden Mode nachjagend die da essen das Fleisch unreiner Thiere und genießen die verbotene Sprise, wenn der klügelnde Vorstand dre Grenzen der Welten einzustürzen glaubt, wenn der verheerende Leichtsinn, wenn die Frivolität — ihr verstehts unter diesem Namen besser — in das Lager Israels so eingerissen. daß selbst das Ehrwürdigste m>t Füßen getreten uud ein Gespärre ftohcr. kaum der Schule entwachsener Buben wird, wenn das Gift des Unglaubens schon ansteckt die sonst so rieffühlende und gläubige Kindheit, dann lastet zentnerschwer der Fluch deS Himmels auf ein solches-Gejchlrchr. Wenn — wie dieses leider so häufig gefunden wird — in der Mitte denoch treu gebliebenen Häufleins, das sich rühmt auf der treuen ZionSwartburg auszuharren, wenn in deren Augen Moral und Tugend der Pflichten heiligste und schwerste als ein leerer Wahn erscheint, wenn wie Jesaijas im heurigen Schlußabschnitt sagt: ,2'M O7 2^2 PW 2L2 Mit ,L't> 221> 2W2 V1W )'ü P21 rvnö 7N1. wenn sie hier Opfer schlachten, dort aber auch durch Berläumdung ihren Nebenmenschen tödten, hier ein Lamm auf den Altar darbringen — dorr Liebe und Menschlichkeit nicht kennen, wenn oaS geweihte Geschenk durch Gedanken und Herzlosigkeit,

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