Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 5 (1849)
- Issue
- 34 (24.8.1849)
- Date
- 1849-08-24
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Israel? Drohet unS etwa. Gefahr durch unfern Glauben? Verbietet ,uns irgend ein Despot des neunzehnten Jahrhunderts die Ausübung und Arier, kennung des göttlichen Gesetzes? O nein, nicht die Beschränkung von außen hemmt den Juden in seiner religiösen Thar; ein anderes Hindcrniß hat sich in Kaum wurde uns im verflossenen Jahre das so lange uns entzogene Recht zu Theil, kaum sind wir letzt zum Besitze dessen, was jedem Staatsbürger zusteht, gelangt, und siehe, da glauben viele, die wahre Freiheit erreicht zu haben, da wähnt man durch diese äußere Gleichstellung jene von den Propheten verkündete Einheit und Einigung aller Völker verwirklicht zu sehen, und spricht mit großer Emphase aus: „das Iudenrhum har seine Aufgabe erfüllt, es hörr von nun an auf, ein besonderes Volk zu sein; es gehr aus in und unter die übrigen Völker." Und seine Lehre? Auch sie ziehet, wie einst aus Jerusalem, mir ihren Bckennern hinaus in dip Völker, und gehr in die Lehre derselbe» auf. Herrliches Ende der rausendiährigen jüdischen Geschichte! Glorreiches Ziel und erhabener Zweck der Gotteslehre! Wahrlich, würde der Gegenstand nicht so ernst sein, man würde über den Unsinn dieser leichtfertigen Tagesmänner herzlich lachen. Leider aber wurzelt dieses Uebcl lief, die Bekenner des alten Iudenthums, irgend eine Polemik gegen Nicht-Juden. Allein trotz allem Freisinn unserer Reformer sind sie so wenig srcimülhig, daß sie kaum ihre wahre (unwahre) religiöse Gesinnung gelten, und um diesen Schein zu retten, wird dem Wesen des Iudenlhums ein neuer Schein angefabcll und angedichter. Gleich dem französischen Mode-Wechsel soll dasselbe zu jeder Zeit einen andern Schnitt, eine andere Gestalt gehabt haben, und deshalb muß es jetzt ebenfalls eine neue Umgestaltung erhalten, damit eS seine Träger nicht entstelle. Gegen solche irrige Behauptungen dürfen wir uns nicht ruhig verhalten. O, ihr Leichtsinnigen, wen glaubt ihr zu blenden? Oder seid ihr so baar alles Wissens, daß ihr eure Worte für unumstößliche Wahrheit halrer? Doch wozu mir euch streiten, '277?2'27? Aber an euch, ^meine Gläubigen in Israel sind meine Worte gerichtet: Achtet nicht auf die Worte dieser Männer, denen die Emancipalion schon die Erlösung und die Freiheit Israels ist. rrp'pv r,N72?' hin ist der Glaube und ihrem Munde ganz entwichen Eine andere Freiheit ist dir, Israel, beschieden, pön 7>^2 vso ^c'i j?ir> ^22 7tv 'p Ipv«, nicht ist dieses der Anrheil Jacobs, sondern der Schöpfer des Alls ist es, und Israel der Stamm seines Eiyenrhums. Wol sind auch wir der neuesten Zeitdewegung mit dem größten Eifer zugelhan. wol wünschen auch wir zum Heil der Menschheit, daß alle äußeren Schranken fallen und daß die Freiheit ein Gur Aller werde: allein darin daS Endziel der höchsten Vervollkan» cs seine Ausgabe gelöst haben, wenn seine Institutionen wieder praktische Geltung werden erlangt haben. Es muß das Iudenrkum ein Staat unter auf daß alle andern Staaken und Völker auf diesen Gotkesstaar und dieses Gvttesvolk Hinblicken und ausrufen: önn »u? 02N 2v p7. Es müssen d«e Juden, vereint aus ihrer Zerstreuung, wieder zum Besitze ihres Landes gelangen, dort nach den Gesetzen Gottes leben, Gottes Lehre verbreiten, auf daß alle Crdendewohncr ansrufen: '7^ 7571 Mw;n:y »2 o'!>cn'p. Wann aber diese Zeit eintressen werde, und welch eEceignisse dieselbe herbeiführen werden, dieses zu erörtern ist nicht unsere Aufgabe. DaS Judenrhum ist und wird von einer unsichtbaren Macht getragen, diese Macht wird auch jene Zeit herbeiführen. Daß