Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 5 (1849)
- Issue
- 33 (17.8.1849)
- Date
- 1849-08-17
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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262 wie das schwankende Schiff im Meere den festen Ävöeir nnrev sich verloren haben? sehet, «S ist die falsche Gesinnung. Ach^ und was hat der Religion die Bekenner entzogen, was hat die Begeisterung der Glaubensjünger abgekühlt. was hat den Krebsschaden des ZndifferenrLsmuS so weit hineinfreffen lassen iw die edelsten Theile Israels, daß eS mit eisiger Gleich-- gülriykeit die Glieder an sich absterben steht und von den Mahnruf nicht aufgeschreckr wird: vipy 2°) ^5? (AmöS 8, 3i) „ach es sind der dem Glauben Abgestorbenen schon genug, schon zuviel, überall hin ist die schon gedrungen?" WaS har in das eigene Lager Juda's den Zwiespalt geworfen, in Parrheiungen gegliedert die Söhne Jacobs? Was hat das Gotteshaus der Gemeinde Zeschuruns der einigenden Andacht entrückt und eS zum Ausdruck der gegnerischen Ansicht gemacht? sehet, es ist die falsche Gesinnung. O, m. Dr. u.Schw.l in eurem Herzen und in dem Herzen der ganzen Menschheit, da liegt ein Funke der Göttlichkeit, der stirbt nicht, der erlischt nicht, und wenn die Asche verglühter Leidenschaften noch so dicht verhüllend darüber sich deckt, der GorreSfunke bewahrt dennoch immer seine glurtge Kraft, und wenn der heilige Odem durch die Asche weht, dann schurr er sich wieder an zur belebenden Flamme und zeitigt die Früchte des Herzens, die herrlichen, die süßen, womit Tugend und Glaube eine Menschenseele so reichlich begnadigen und beseligen kann. Kennet ihr den Odem nicht, wollet als er von dem zukünftigen Erlöser und Netter Israels begeisterte Ermahnung lhur: M7 '? rn w:' '? 5W7 M7 cnwi T'tv Ml „Es rnhr auf ihm und in ihm der Odem Gorree, der Odem der gesandten verkündiget vb!:r> mch rnwöm i'rny mch X-n (ibid. V. 5.) Tugend wird der Gurr der Lenden, Glaube der Gurr der Hüften sein; wo diese Gesinnung beginnt in uns wirksam zu werden, da leuchrer auch wieder das göttliche Licht iu unö, und wen» es früher dunkelte in unserer Seele, und wenn uns das Laster hingestellr hätte in die Versumpfung und die bodenlose Verirruvg -7di« rechte Gesinnung, die wiruns zugeeignet, sie trägt uns wieder empor auf die Hellen Anhöhen der Tugend, wir nehmen die Unschuld iu Händen, bewahren die Rejnhejr im,Herzen, wir geben uns .nichr dem Luge hin und schwören nicht trügerisch und steigen so hinan den Berg des Herrn, wo Gvrr uns in seinem Heiligthume sichtbar wird. Und nun mein Israeli was fordert Gott Dein Herr drittens von dir? Die rechte That. M. Fr. Ist die rechte Gesinnung die Blüthe, so ist die rechte Thar die Frucht des Glaubens, und ihr wisset ja, daß nicht die Blüthe, wol aber die Frucht das eigentliche Ziel unseres Höffens und Wün» schens ist. c77vr, ftö ist ein alter bekannter Spruch. Indeß wo Glaube und Gesinnung sich innig vereinen und verschmelzen, da bleibt auch die Thar, die ächte und rechte, nicht aus. Sind wir von Liebe dann werden wir nicht nur keinen Schaden ihnen zufügcn» sondern überall helfen und retten, wo die Gelegenheit dazu sich uns darbiecer. Da wird das Erbarmen, die Milde, die Freundlichkeit unsere Handlungen auszeichs neu und beherrschen; da wird der Friede und die Ein» es ist dies eine selbst verstandene Schlußfolgerung der von uns bisher erkannten beiden früheren Punkte. Ich will Euch aber auf eine ganz andere Thar hinsnhrcn, ich meine auf die religiöse That, auf die hat sich durch das Bestreben, alles Ueberkommene auf religiösem Gebiete als ein der menschlichen Freiheit unwürdiges zu betrachten überhaupt durch das Der streben des sielen Verneinens in Widerspruch gesetzt mrr dem Geiste der Geschichte, der die menschlichen Thärigkeitcn im Laufe der Zeiten wie eine eng ver» gesetzt Mit dem Geiste der Religion, der durch den Glauben an die Gorreeoffenbarung in der Menschheit durch Israel der Vergangenheit eine unbestreitbare Macht der Einwirkung auf die Gegenwart einräumt