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Der treue Zionswächter · 1849-08-17 · 33 (17.8.1849) · page 2

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
5 (1849)
Issue
33 (17.8.1849)
Date
1849-08-17
Page
– (sequence 2)
Language
German
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»4H LS8 Eingcbnugen des Scheins, und straft gar gerne die Hand, die ihm den Schleier zu lüften versucht; und wenn ich nun in dieser Stunde der Andacht die Wahrheit, wie ich sie erkannt, aussprechen werde, Vater der Gnade! 7^0 '2 Deine Liebe zu gewinnen, das schwebt mir stets vor Augen der Gedanke an dich, der mein Leben tragt und bewegt, erfüllt meine Seele, zr-wf'I dürmrr waudle und beharre ich indem Streben nach deiner Wahrheit. Ich bin deß gewiß, 72 p Iwc i!; Wer tue Wahrheit spricht mit all seiner Kraft, ohne Rücksicht, ohne Rückhalt, dem öffnest du die Pforten deines Himmelreiches, und er wallet dort ein, wo die ewige Liebe, die ewige Wahrheit waltet, zu dir Gott und Vater unser Aller. Also, meine verehrten und andächtigen Brüder und Schwestern! haben wir heule gelesen im 5. B. M. E. 10, V. 12. 15. wie folgt^ '2 "twl) -75 7 7» 772))„ 177 77'7^) V777 Ppb 7 ob 7i)7'!> oib) ob7»o!r ^51 -.I'H7'pb 7 ob 713^1 "!> oro '-)b 7Lb?opo ob) '7. Und mm Israel! was fordert denn Gott dein Herr von dir? nnr daß du fürchtest den Ewigen Deinen Gott, daß du wandelst in allen seinen Wegen und ihn liebest, und dienst dem Ewigen deinem Gotte mit deinem ganzen Herzen und deiner ganzen Seele, daß du beobachtest die Gebote Gottes und seine Satzungen, die ich dir heute befehle, damit es dir wohlgehc." Schon ein oberflächlicher Überblick dieser Worte läßt uns ein dreifaches daran wahrnehmen, ein Gottesfürchten und Lieben Gottes, ein Gottdienen mit Herz und Geist, und ein Hüten und Bewahren und Halten der Gebote GotteS und seiner Satzungen. Und in der That ist es ,,eine dreifache Forderung," die Gott an Israel zu allen Zeiten gestellt hat. Ein Glauben an Gotr, ein Denken und Fühlen durch und für Gott, und ein Thun und Handeln mit Gott. Lasset mich jetzt diese dreifache Forderung Gottes an Israel klar und anschaulich machen, und zwar lasset mich deutlich auseinander setzen, was das heißet: Gott fordert von Euch I den rechten Glauben, U. die rechte Gesinnung, HI. die rechte That. O, daß es mir gelingen möchte, Euch die Bedeutung und die Wichtigkeit dieser dreifachen Forderung mit eindringender Kraft vorzuführen; 0, daß mein Wort einen empfänglichen Boden in Eurem Herzen finde, daß ihr wahret den „rechten Glauben, die rechte Gesinnung, die rechte That;" 0, daß die Würde der Religion, als deren Diener ich hier stehe, Euch auösöhne mit den schwachen Mitteln, die mir zu Gebote stehen. Eure Aufmerksamkeit zu fesseln; 0. daß das Gotteslicht mich durchkläre und meine Rede entflamme, auf daß sie begeisternd wirke auf Eure Seele. Amen. 1. Und nun, mein Israel! was fordert Gott Dein Herr erstens von dir? Den „rechten Glauben." M. B. u. Schw.! Wenn die WLutersturme mit eisigem Hauche klopfen an unsere Herzen und Hütten und die ganze Natur, wie in ein finsteres Leichentuch eingehüllt uns erscheint, erkennen wir da nicht erst recht, wie wohlthnend das milde Licht, die warme Luft des Frühlings wirkt? — Oder, wenn eine Krankheit uns mederstreckt auf das Siechbett und unsere Kraft ist gelähmr und unsere Lebenslampe brennt düster und trübe, erkennen wir da nicht erst recht, von welch' hohem Werth uns die Gesundheit ist? irnc^!> ->cü (Ijob 2, 1) Oder rveun die Nacht der Trübniß auf unser Gemüth sich legt und mit dunkeln Gestalten unsere Seele schreckt, erkennen wir da nicht erst recht, wie wol und köstlich der Helle Tag der Freude ist; Und so gilt es überall im Leben; Licht und Schatten, Glück und Unglück, Lust und Gram, aus dem Gegensatz des einen erkennen und erklären wir uns die Wahrheit und die Bedeutung des andern. M. Fr., wollen wir nicht jetzt von dem rechten Glauben sprechen? Nun wol, so lasset uns nach seinen! Gegentheil uns umschauen. Was ist aber das Gegentheill vom -rechten Glauben? Ich nenne euch zuerst das eine, es ist dies der Unglaube. Der Unglaube ist auch so ein eisiger Wintersturm, der an die Herzen heranbraust und jede Blüthe erstarrt, und das Gemüthsleben wie in ein finsteres Leichentuch einhüllt; der Unglaube

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