Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 5 (1849)
- Issue
- 33 (17.8.1849)
- Date
- 1849-08-17
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Wächter. rga» zur Währung deLZNtercssrn des orthsdoxerr Zudeuthunrs. Redacleur: vr. Enoch, 5. Jahrgang. 17. -August 18^9. I Altona. I Die dreifache Forderung Gottes an Israel. V r e v Lg t gehalten am Sabbath zpi? in der großen Synagoge zu Altona von Herrn vr. S Cohn. 'P^TNV, »:>s 77VN »2 Deine * Liebe zu gewinnen, das schwebt mir -stets vor Augen, darum wandle und -Wahrheit. (Ps. 26. 3.)- Gott, mein Herr! betrachtete ich das All deiner Schöpfung, betrachte ich das wunderbare Leuchten deiner Sonne, und Monde, deinen Himmel in der prächtigen Wölbung seines Baues, deine Erde geschmückt mit dem Jugendkranz des Frühlings, oder mit den Greiseslocken des Winters, betrachtete ich die Natur in ihrem harmonischen Einklänge, in ihrem zauberischen Zusammenwirken der Kräfte, dann fragte ich mich oft gebeugt und niedergeschlagen: cvb cw? was ist der Mensch? was ist der gebrechliche hinfällige Mensch gegen diesen Bestand? was ist sein kümmerlich gefristetes Dasein, das jeder Wellenschlag der Zeit zerstören, jeder Windhauch des Schicksals wegführen kann, was ist sein Dasein gegen die Fortdauer deiner übrigen Geschöpfe? — cvb .-w, was der Mensch fei? Erhabenes Wesen der Welten und der Geschicke! Vater der Barmherzigkeit, verzeih dem Irrenden die Frage! verzeih dem menschlichen Gedanken, wenn er deine göttliche Absicht nicht erräth, ver. zeih dem schwachen Augewenn es den Strahlenschein deiner Weisheit nicht erräth. Herr und Vater! was der Mensch sei? Ein Bild von dir eine dunkle Wiedererscheinung deines göttlichen Wesens. Du hast ihm den dir verwandten Gerst eingegeben, du hast Unsterblichkeit in seine sterbliche Hülle gesenket, du hast dein ewiges Licht, die Seele, in den dunkeln Körper gegossen; er kann dich erkennen, er kann deinem erhabenem Walten in dem mächtigen Drängen von Ursachen und Wirkungen nachspüren, du hast ihm den Ursprung alles dessen, was da ist, »die Wahrheit," in der Seele geoffenbart; und ich fragte, was der Mensch sei? — Doch die Wahrheit? wird sie ahs das köstlichste Geschenk deiner Gnade erkannt? Wie oft mißdeutet, verfolgt und verjagt, mußte sie nicht in die Abgeschiedenheit fliehen, wo sie der einsame Denker mühsam aufsuckt? Die Wahrheit? Herr und Vater! Der Mensch folgt so willig den falschen