Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 5 (1849)
- Issue
- 32 (10.8.1848)
- Date
- 1848-08-10
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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2s3 Schreiber dieses ist ein Fall bekannt, wo eine als geschieden gesetzlich documeirtirte Frau, so sicher noch c'b ocfl ist, daß es kaum denkbar wäre, daß ein Mischer Geistlicher, der noch.-nicht wirklich den Namen Jude ganz abgelegt, es wagen würde, hier eine blurschänderischei Wiepfrverheirathung. zu denken. Und doch ist dem also.^ Hier scheint es mir dringend nöthig, wenn die-Neinheld, der Judenheit nicht gänzlich untergrabe^, wenn daS 0222V ttv »72 Lbie', O'Api> nicht zurc leeren Phrase herabsinken soll, daß von den Seite»! der frommen rw Etwas geschehen müsse.' Ueber das „Wie" will ich hier nicht näher eingehen, da ich überhaupt nur anregen, nicht bestimmen will.*) Oesterreich. Wie». Es heißt, daß auch die jüdische Gemeinde in Ketskcmel mit einer Brandschatzung von 500,000 fl. belegt worden sei. Tie Tepütc^ tion der Pesther und Ofener Gemeinde, , die sich mit ihren Reklamationen an den Minister Bach wendete, soll von demselben sehr übel ausgenommen worden sein. Außerdem wurden die.letzteren .Gemeinden beauftragt, die jctztfällige Rate einer altern Steuer im Betrage von 5F 000 fl. in Silbcrzwanziger zn entrichten. Es ist dieses-— wie ein hiesiges konservatives Blakt sich ausvrnckt — eine Reliquie der vormärzlichen Periode, ein Rest so weniger darf selbige von jener Seite dazu benutzt werden, um unsere eigene Freiheit des Gewissens zn beschränken, san unserer verwundbarsten Stelle unS drückende Fesseln anzulegen. der Toleranz-Auflage, ein offenes Dementi gegen der.Constitution vom 4. März. Freie Städte. Hamburg. (Forts.) Als 1811^-12 die Voreinigung der bis dahin bestandenen drei hiesigen Gemeinden: der Hamburgischen-Altonäischewund Wandsbekkische» vor sich gehen sollte, da> war eSnöthig, die beiden letzteren zuvor von ihrer Assoeration mit der Altonaifchen Gemeinde in Altona nnd der Wandsbeckischen in Wandsbeck abzulösen, und demzufolge erscheint nach vollendeter Auseinander, setzung der 4. August 1811 als der eigentliche Stiftungsrag unserer jetzigen Gemeinde. Es waren an Schulden zusammengebracht: Crt.H 515,000. Dagegen, waren baar vorhanden Bcotz 66,000 und Bco.K.20,l)00 Nennwcrth in damals sehr enty-ertheten 3 pCt. dänischen Staatspapieren. Außerdem wurden die bekannten, größrentheils noch jetzt ln. unfern 'Händen befindlichen Grundstücke, nämlich:die Spnagogen rc. übernommen. ,. ^. ...Wir . '.dürfen, nicht... weiter schreiten, ohne erst unsere, .verstorbenen, Vorfahren gegen den Vorwurf eines sorglosen.Haushaltes in Schutz z» nehmen, der sich uns . jetzt, aus dem Standpunkte emes geregelten, auf ein gehöriges Gleichgewicht zwischen Einnahme und Ausgabe gegründeten Zahlnngswesens betrachtet, aufdrängcn möchte. Diese Gemeinden waren rasch herangewachsen. Tie für den ^Gottesdienst, für daS Armen wesen, für die Verwaltung nöthigen Etablissements, als: Synagogen, Lehranstalten, Hospitäler, Bäder (Uiku'vt!») Bsgräbnißvlätze, Gullrrsreqnisile u. s. w. waren im Laufe der Zeit angeschasst worden. Ein eigenes Gericht mußte unterhalten werden und neben den vielen eigenen Armen war der fortwährende Tnrchzug der noch bis auf unsere Zeiten so zahlreichen heimathlosen Juden eine schwere und doch nicht abzuwälzende Last. Nach Kopenhagen war ein bedeutendes Schutzgeld (Ert.P. 10,000 jährlich und 1000 Dncatcn bei jedem Thronwechsel), und an