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Der treue Zionswächter · 1849-08-03 · 31 (3.8.1849) · page 5

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
5 (1849)
Issue
31 (3.8.1849)
Date
1849-08-03
Page
– (sequence 5)
Language
German
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<»W 215 Mo hören zu erkennen gegeben hat: Siehst du, mein Kind, wenn du einmal zur Schule gehest und das Hebräische erlernst, wirst du gar viele solcher schönen Geschichtchen lesen, dann wird, das Kind eine Lust zum Hebräischen bekommen. Daß die hebräische Sprache, wie dies bei den morgenländischen Sprachen im allgemeinen der, Fall ist, etwas singendes an sich hat, steht fest. Wird also das L)hr des Kindes* von früher Jugend an diese Sprache gewöhnt, so wird es die Sprache, versteht es gleich deren Sinn nicht, lieb gewonnen. Selbst wenn euer Kind im Spiele vertieft ist, und ihr sagt oder singt in irgend einer Sprache etwas vor, so vergißt es das Spiel und lauscht aufmerksam auf das, was gesprochen oder gesungen wird. Nachahmcn und nichts als Nachahmen ist die Art und Weise des Kindes. Mit dem Nachsagcn oder Nachsiugen läßt das Kind cs nicht bewenden, sondern es nimmt dieselbe Mienen, des Ernstes oder Gleichgültigkeit an, wie der es ihm Versagende. Fehlt dem Kinde auch. noch vermöge seines beschränkten Verstandes die. Kraft der Peurtheilung, so zieht es aus den Blicken seine Schlüsse.. Es bemerkt es augenblicklich, ob es mit dem ihm. gesagten in der That ernst sei, oder nicht. Keines nähern Beweises bedarf cs daher wenn ich behaupte, daß den meisten Kindern schon. ..dadurch von ihrer frühesten Jugend an eine Abneigung gegen unsere heilige Sprache bekommen, weil man ihnen die Gebete zu oberflächlich, in halben Wörtern vorgcsagt. So manche Mutter will aus ihren Kleinen schon Franzosen machen, und lehrt sie z. B. wie Vater, Mutter, Brod n. dgl. in französischer Sprache heißen. Warum, ihr Eltern, verpönt ihr es, euern Kleinen die Bedeutung dieser Gegenstände in hebräischer Sprache zu sagen? Ist es euch in der That ernst euere Kinder zu ihrem Schöpfer beten zu lernen, so bereitet sie dazu vor! Lernt sie erkennen, wie man dem danken müsse, der uns etwas schenkt, lernt sse den Schöpfer erkennen, flößt ihnen Achtung vor seinen heiligen Namen ein' Macht denn nicht der Religionslehret, wenn er mir eueren Kindern z. B. die Segenssprüche übersetzt, die traurige Erfahrung, daß das Kind nicht einmal den Namen Gottes richtig ansspricht, und das Ganze herzlos hersagt. Woher kommt dies alles? Aus Gewohnheit! Die Schule steht dann mit der häuslichen Erziehung im Widerspruch, das Kind kommt mit einer Abneigung gegen das Hebräische in die Schule. Es hat von seiner frühen Kindheit an gegen daS Hebräische, weil es ihm nicht auf die rechte Weise beigebracht wurde, einen Widerwillen; zwar kann der Lehrer vieles verbessern, aber der Keim ist gelegt, und alle Bemühungen des LehrcrS sind fruchtlos, wenn die Ettern nicht Mehr leisten. Indem wir nächstens bevor wir speciell zur Schule übergehen, über die Art Und Weise-, wie das Kind zum Gebete anzuleiten fei, unsere Ansicht in einem Gespräche der Eltern mit den Kindern wiederlegen wollen, schließen wir und hoffen unsere Arbeit möge dazu beitragen, die Jugenderziehung zu haken. Möge Gott, der Allmächtige, der das Verborgene prüft und meine lantere Absicht kennt, diese Arbeit segne».' Dpr Kummer um die Zukunft. i Betrachtung von R. (Zortschuyg.) ' Aber es ist Gottes Wille, es ist der Gottheit ewiges -Gesetz, daß die Zukunft dem- Auge des Menschen verborgen bleibet! Und Gott ordnete cs also mit wohlthatiger Hand an, daß wir vertrauensreich auf ihn, und unbekümmert um künftige Prüfungen, den gegenwärtigen Augenblick mir Freuden annehmen und genießen, und, unbesorgt wegen des Uebrigen, unS nur fest und znversichUich an der unsichtbaren Hand halten sollen, die nnS durch das Dunkel führt. Der Kummer um die Zukunft kann durch keine andere Mittel gehoben werden, als durch Vertrauen auf die arlwalteude, Alles am besten ordnende Hand der Vorsehung, und durch eigene Vorsicht, die vorhandenen Nebel zu vermindern. Lege selbst Hand anS Werk, bereite dir dein besseres Schicksal vor. ' Ucberlasse dich erst in der Einsamkeit ganz der Betrachtung deiner gegenwärtigen Umstände. Diese Ueberlegung geschehe, wenn du vollkommen

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