Mannheim
Compact Memory

Der treue Zionswächter · 1849-08-03 · 31 (3.8.1849) · page 4

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der treue Zionswächter
Volume
5 (1849)
Issue
31 (3.8.1849)
Date
1849-08-03
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2625941-2626254-2626286--1979-2629674
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

merksamker't, frommer Leser, fesseln zu können, weil dich diese Betrachtung an. dein größtes, za an dein heiligstes Gut,-an dfine Kinder erinnert. — Wir »vollen nicht durch eine erkünstelte Sprache, durch schöne Phrase deine Aufmerksamkeit zu gewinnen suchen, sondern wir werden in den einfachen, schlichten Worten so sprechen, »vie eS der Gegenwand erheischt. . Sie schweben uns vor unfern Augen die lieben Kindlein, wenn sie so seelenfroh sich »nit ihren Spielereien unterhalten, so sie noch nicht zur Schuie reif sind. So lange das Kind sich ausschließlich^,verrnöge seines Alters, mit dem Dpiele unterhalten darf, ist es glücklich zu preisen. Es ist. ein, Al rer, das das schönste im menschlichen Leben zu nennen ist, da weiß man noch nicht, was Sorge ist, mau ahnt noch nichts von den Mühseligkeiten des Erdenlcbens. Aber ach, da wird »nit einem Male das Kind ans seinem schönen Traume geweckt, es wird in die Schule geschickt und soll mit einem Male dem Spiele ganz den Nucken kehren und lernen. Werden wir durch liebliche Töne der Musik ans den» Schlaf geweckt, so werden wir freudig unser Lager verlassen, und den ganzen Tag über in einer frohen, munteren Stimmung bleiben. Schreckr uns aber ein zufälliges Ereigniß von unfern» Lager auf, dann befinden wir uns den ganzen Tag über in einer-mißmüthigen Stimmung. Hat cs doch der froininc König David gemerkt,, wie, viel es darauf ankäme, nzit ein cm, frohen Geiste z»lcr»vachen,;U»id .ließ -er. Haber eine Harfe über seinen Bette anbringen, deren Seiten der Wind, wenn er sich um Mitternacht wendet ergriff, und durch deren Klang der fromme Sänger wach wurde, sich erhob, seinen Schöpfer zu lobpreisen. , >''b p-or v Ozvr» p'2'ot nn oiw v'.'oc ^'21?n Diente gleich die Harfe dem Könige David znm Wecker, so hätte er sich vielleicht eines einfachen Mittels, wodurch er ebenfalls zur Stunde der Mitternacht erweckt worden wäre, bedienen können, aber er wollte mit einer»» heitern Gemütbe sich erheben, darum die Harfe. Wer wollte der» Jahren der Kindheit es absprechen, daß sie dem Traume gleich sind, und die ersten Schultage der heranbrechcnde Morgen des Kindes! Wie nun bei dem Menschen im allgemeinen, »vie oben gesagt, es auf die Art und Weise seines Erwachens ankommt, ob er den Tag hindurch munter gestimmt sei, so kommt es beiden» Kinde besonders auf das Erwachen oder Wecken an. — Sucht man nicht daS Kind auf eine ängenehine Art aüS den» Schlafe zu erwecken, so wird es den ganzen Tag, die ganze Schulzeit über mißvergnügt sein, die schone Schulzeit wird ihm zur Last'werden. Ja, es wird sich den Tag herbei»vü»»schen, an dein es die Sch»»Ie verlassen kann- ° Unser Blick bleibt mir ans die Mische Neligionsschule gerichtet, deren Hauptaufgabe neben dem systematischen Religionsunterrichte das Erlernen des Hebräischen ist. Streng genommen beginnt der erste Religionsunterrlcht schon in» häns-- lichen Kreise. Hier sind es Vater und Mutter, die ihren Kindern^ sobald sie sprechen können und man sich mit ihnen unterhalten kann, die ersten Begriffe des Glaubens ihnen bcibringen, »nit ihnen beten sollen, ö'ow -'nr>'cv wöö ö'ooy ,'r» <Z'VV p'p7 psr '5>7»' : rvZ P7V1 »70^5 Verstehen es nun Eltern, ihre Kleinen, so zu sägen, üüs dem Schlafe zu erwecken, dann werden .Hke^Kiiidei?. mit Iröude dein Tage entgegenblicken, ckn »vclchem sie die Schule betreten können. Aber Leider ist 8»es bei vielen Eltern nicht der Fall, deün »neistens wird den Kindern zu Hause dadurch ein Abscheu gegen das Hebräische beigebracht, »veil viele Eltern ihre Schuldigkeit gethan zu haben glauben, haben sie ihren Kindern Gebete vorgesprochen, und werden diese von denselben, wenn auch in einem schlechten» Hebräisch, in halben Wörtern nachgesprochrn. Wir haben in unsern jüngsten Aufsätze eine kurze Anleitung zu geben versucht, »vie das Kind zum andächtigen Gebete herangebildet werden könnte, und »vollen daher heute diese Seite unberührt lassen. Nur müssen »vir hier nochmals wiederholen/ daß man gleichzeitig, wenn man zum Gebete schreitet, den» Kinde in seiner Sprache und Denkweise den Begriff von Gott u. s. »v. beibringen muß. Sodann sollte man ihm die hebräische Sprache als eine heilige, in der unsere Voreltern sprachen, in welcher die heilige Schrift niedergeschrieben sei, zu schildern suchen. Erzählt die Mutter ihre»» Kleinen eine Geschichte aus der heiligen Schrift, und sagt ihm, nachdem das Kind seiner Beifall durch aufmerksames Zu-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.