Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 5 (1849)
- Issue
- 29 (20.7.1849)
- Date
- 1849-07-20
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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-Zs 229 W* reich, wo die Ungenügsamen arm sind. Du wirst mit Erstaunen Freudenquellen finden, wo du sie vorher in deinem Leben nie vermuthet hättest, und die Thoren verlachen, die nach Ehren und Gütern, Lustgelagen und Veränderungen, nach Berühmtheit und Herrlichkeit rennen, und nirgends finden, waS sie eigentlich wollen. Denn weil sie immer in der Zukunft leben und suchen, waEvch nothwendig nur in der Gegenwart liegen, kanss, sind sie gegenwärtig niemals glücklich. O, mein Gott, wie oft habe ich das Leben verkannt! Wie oft die Gaben deiner Güte nicht geachtet! Nein nimmer will ich durch eitle Bekümmernisse oder Wünsche das Glück und den Genuß der Gegenwart mir rauben; ich will jede Minute des Lebens als ein kostbares Geschenk von vir betrachten, und mich derer, so viel ihrer sind, in dir freuen! Amen. R. Wie ein Bär, der mich auflauert, Wie ein Löw' im Hinterhalt. Schmettert mich auf irrem Pfade, Macht auch trostlos mich dabei. Spannt den Bogen, mich zu nehmen. Seinem Pfeile, ach, zum Ziel. Schließet ein in meine Nieren Kinder seines Köchers all. Ward zum Scherze meinem Volke Und ihr Spottlied jeden Tag. Sättigt mich mit Bitterkeiten Und berauscht mit Wermuts mich. Schlug mit Kiesel meine Zähne, Wälzet mich in tiefem Staub. Raubt der Seele ihren Frieden — Schon vergaß all' Gutes ich. Sprach: verloren ist der Sieg mir, Jede Hoffnung mir von Gott. Metrische Bibel-Uebesetzungen LNsgeliever. O, gedenk des Graus und Elends, Meines WermuthS, meines Gifts. O. gewiß denkst du daran, Herr, Meine Seele sagt eS mir. III. Dieses sag ich meinem Herzen Und ich hoffe darum auch. Bin ein Mann, der Unglück schaute. Mit der Geißel seiner Wuth, Trieb und führte mich ohn' Willen Zu der nie erhellten Nacht. Kehrte gegen mich sich wieder. Streckt die Hand aus immerfort. Haut und Fleisch hat er verzehret. Und gebrochen mein Gebein. Engt mich ein und mich umgebet Nun mit Wermuth. stets und Noth, Setzet mich in Finsternisse Nebst den Tobten alter Zeit, Schließt mich ein in engen Zaume Und beschwert mit Ketten mich. Flehe auch und rufe zu ihm Es verhallet mein Gebet. . Er umzäumt den Weg mit Quarder» Und verkehret meinen Pfad. Gottes Gnad' geht nie zu Ende Nie hört sein Erbarmen auf. Jeden Morgen er erneuet — Deine Treue ist so groß, »Gott mein Theil» spricht meine Seele Harre ewig darum sein. Gut ist Gott, die auf ihn hoffen Und die Seele, die ihn sucht. Heil dem, der da hofft im Stillen Seiner Hülfe von dem Herrn- Wohl dem Manne, wenn er traget Schon ein Joch von Jugend auf. Sitzet einsam und verstummet. Und er flehet nur im Staube Ist vielleicht auch Hoffnung mir?