Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 5 (1849)
- Issue
- 29 (20.7.1849)
- Date
- 1849-07-20
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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S30 HZ* Giebt dem Schläfer seine Wange Und mit Schmach rr sättigt sich. Wahrlich, wahrlich, auch nicht ewig Wird verstoßen unS.der Herr. Trübt er, einmal er rrbarmt sich Nach der Fülle seiner Gnad'. Nicht mit Lust betrübt rmd quält er Seine Menschenkinder nur. Unter seine Füß' zermalmen Will Gekesselten auf Erd.' Um zu beugen Menschenrechte Vor des Höchsten Angesicht. Zn dem Streit der Mann verkehren Ob der Herr das schaute nicht» Wer spricht wol' daß es entstehe. Wenn der Herr eS nicht befiehlt? Kommt nicht aus des Höchsten Munde, Wie das Gute, so das Böst, Drum» was klagt der Mensch im Leben? Klag der Mann die Sünden an! Unsre Weg' laß prüfen, forschen. Und uns kehren nun zu Gott. Lasset Händ' und Herz erheben Zu dem Herrn im Himmel auf. Wir zwar fehlten, -ab'n gcfrcvelt, Doch, Du Herr, verziehest nie. Hüllst im Zorne Dich, verfolgst uns Und erschlugst, erbarmest nie» Zm Gewölbe Dich verhüllest. Daß das Flehen nicht durchdringt. Machst zum Scheusal und zum Ekel Uns in Mitte jedes Volks. Ueber mich den Mund sie sperren Alle meine Feinde nun, Angst und Schrecken unS geblieben, Trümmer und Verwüstung jetzt. Thränenströme rinnt mein Auge Ueber meines Volkes Bruch. Unaufhörlich trieft mein Auge, Weil es keine Ruhe find't, Dis heruntrrschaut und blicket Don dem Himmel einst der Herr. Meiner Seele thnt das Aug' leid Wegen meiner Tochterstadt» Zagten, jagten wie ein Vogel Meine Feinde Mich umfoyst. In die Grub' gepreßt mein Leben, Werfen auch mit Steinen mich. Auf dem. Kopfe schwammen Wasser, Ein ^-Verloren« sprach ich schon. Da rief, Gott, ich deinen Namen Aus der tiefsten Grube an. Du erhörst, schließt auf dein Ohr nicht« Wenn ich jetzt um Rettung fleh. Wärest noch am Tag des RufenS, Sprachest ja: «so fürchte nichts.« Strittest sonst die Herzenskämpfe, Herr, mein Leben du erlöst. Sichest Herr, wie sie mißhandeln. Schaffe Du, o Gott, mir Recht. Sichest Du doch ihre Rache, All ihr Sinnen gegen mich. Hörest Gott, wie sie »ich schmähten, All ihr Sinnen gegen mich. Wie die Lippen meiner Feinde Und ihr Sinnen gegen mich. Schau ihr Sitzen und ihr Aussteh'n, Bin ihr Spottlied ganz allein. Mögest ihnen das vergelten, Thun nach ihrer Händewerk. Gebe Wahnsinn ihrem Herzen, Und dein Fluch begleite sie. Zn dem Grimm verfolg', vernicht' sie Vor dem Himmel, Gott, hinweg. IV. Wie das Gold verdunkelt worden, Schön Geschmeid verändert ist, Heil'ge Stein umhergeworfen An den Ecken jeder Straff'. Kinder Zions, die so theure. Mit dem feinsten Gold beNeidet, Gleichen setzt den irdnen Scherben,.. Machwerk eines Töpfers Hand» ''