Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 5 (1849)
- Issue
- 28 (13.7.1849)
- Date
- 1849-07-13
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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SA> der"-i anheim''gefallen,' hättest Du nicht Ttost gesucht und kefiinöen-' in Israels einzigem E lücke HM 'Buche der Bücher, in der heiligen Thora — vnd wie unglücklich wurdest Du erst dann, wenn eben dieses? Bü'ch>-uch'L'S^'Weine ganze Glückseligkeit aüsr möchte, ' wenn 'Aüch-' dieses Buch der Geifer deSGefühllosen ^beschmutzte! - — — — Nichtwahr, armer Drude*! Du rvarst 'unglücklich; ja Du bist eS zum Theil noch; aber stehest Du, alles Dies soll schwinden, nichtunbestraft sollst'Du mehr zur Kurzweil Anderer dienen'; ^eehrt^ und geachtet sollst Du werden, so Du anders der Ehre würdig Dich benehmen wirst, wenn einst Gott Jacob erlöst und Israels sich wieder rühme! Brecht in lauten Jubel. Berge, aus!. Du Wald mit Deinen Bäumen allen! Wie oft. Ihr Gelehrten und Gebildeten in Israel.! Ihr Berge, die Ihr himmelan strebet, Ihr Berge, deren Rücken einen Wald init Bäumen des Wissens trägt, wie oft wurdet Ihr mir Eurer Gelehrsamkeit, mir Eurem Wissen, die, hätten sie einen Nichtjuden geziert, ihm Würden und Ehren gebracht haben würden, wie oft wurdet Ihr mit dieser Gelehrsamkeit, mit diesem Wissen verachtet! — Wie oft waren Gelchrtenvereine^zür Dcsörderung der „Bildung" gegründet worden, üsid hatte man es darauf angetragen, einen Juden darin anfzunehmen, da er doch eine ,,Perle" des Vereins sein mötzte, wie ward darauf geantwortet, von einem Könige? den seine Mitwelt den „Großen" nalinte, wie? „Ein Jude braucht keine Perle zu sein!" — ÄZie oft, Ihr Gelehrten! dachtet Ihr der Sache nach: daö hat nicht der Pöbel gerhan, dem man gewöhnlich a!llrs Schleckte zufchreibt; nein, ein Wcltweiser hat den Weltweisen verachtet, weil er Jude war!!! — Wir oft pachte es mächtig in Eurem Innern, wie oft loderte in Eurer Brust ein rasendFener. das des Lebens gräßlich: Ein Gelehrter von Gelehrten sich verachtet zu sehen! — Siehest Du aber, Gelehrttr in Israel! Das soll nicht mehr geschehen: man wird in Dir nur das Wissen und den Menschen schätzen, und nicht mehr den Juden verachten — wenn einst Gott Jacob erlöst und Israels sich wieder rühmet! Zn -er Gegsirwart leben - --5 - - - V - Ist es nicht sMam,^ daß von so vielen Lebenden wenige-verstehenwirklich zu leben? Sie glauben zu leben-, weil ' sie, wachenschlafen, essentrinken, reden- Leicken.^.Zlber,: genau betrachtetleben sie den--geringsten Theil der Zeit, in der sie da sind, sondern^sie haben, gelebt oder wollen noch leben. . .,.7. s-1 Wir leben' freilich mich, wenn wir schlafen- Aber wir'sind uns im Schlafe des Lebens unbewußt, Wir sind da gewissermaßen, als wären wir nicht. Man kann von demjenigen erst sagen, er lebe ganz, der, was da ist, mit vollem Bewußtsein erkennt und genießt. Wir leben nicht eigentlich mit dem Leibe, sondern mit dem Geiste, der den Körver beseelt. So sind wir im strengen Sinn des Wortes auch nicht eigentlich, an derjenigen Stelle, wo sich der Leib befindet, sondern da, wo unser Geist ist. Daher, können wir dem Leibe nach in große? Gesellschaft und derznoch qbwesend sein; nämlich mit dein. Meiste. Und wir sagen mit Recht zu einem geliebten, von uns,getrennten Freund: ich bin fast ^eW.^ig.bei ^ir... So ist-.es auch in andern Fällen: wer den größten Theil seines Tages.mit den Gedanken in der Zukunft lebt, sich immer voraus mit dem beschäftigt, was er in den nächsten Stunden thnn will, oder was in den folgenden Tagen geschehen wird, vergißt darüber wirklich den Augenblick, der da ist, und lebt zwar mit dem Leibe in ihm, aber nicht mit dem Geiste. Für ihn ist die Gegenwart wie verloren, wie gar nicht vorhanden gewesen. So kann man, indem man darüber mit voller Aufmerksamkeit nachdenkt, Ort und Umgebung vergessen, wo man sich befindet. Man sieht, man hört nichts um sich her; die äußern Sinne sind gleichsam verschlossen, wie vom Schlaf. Es ist nun freilich wol als eine Erweiterung des Lebens anzusehen, wenn man vermittelst der Erinnerung oder Voraussehung sowol in der läugstverflossenen oder zukünftigen Zeit, wie in der Gegenwart leben kann. Dieß ist ein hoher Vorzug des Menschen, und ein Beweis von der Erhabenheit der menschlichen Natur. Denn die Eiche,