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Der treue Zionswächter · 1849-07-06 · 27 (6.7.1849) · page 6

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
5 (1849)
Issue
27 (6.7.1849)
Date
1849-07-06
Page
– (sequence 6)
Language
German
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<vM 214 GG» brauche, ihre zwei Seiten — eine gute und eine .böse — und es ist nicht allein nothwendig, nein, es ist auch unsere Pflicht, die Schattenseite dessen, was einst einen so wichtigen Theil unseres Lebens ausmachen soll, zu beleuchten, um sie entweder vorher kennen zu lernen oder — wenn wir sie für gar zu schwierig halten, zu vermeiden. Damit habe ich Ihnen Beiden übrigens kemesweges alle Unannehmlichkeiten aufgezählt, die eine Trennung der Schule und Kirche für den Lehrer haben müßte; nein, das lag auch gar nicht in meiner Absicht, denn Sie können sich wohl denken, daß es mir, des Nutzens wegen, den es mir bringt, ziemlich gleichgültig sein kann, ob ich Schulvorstand bin oder nicht. Cs ist das ein Amt, was mir viel Zeit raubt und gar nichts einbringt; aber, da wir doch einmal gerade darauf kamen, hielt ich es für meine Pflicht, Ihnen meine Ansicht darüber mitzntheilen.' — Ueberlegen Sie sich die Sache nur selbst und prüfen Sie! Ihr gesunder Geist wird Sie dann schon das richtige wählen lassen. — Wir Geistlichen selbst sehen ein, daß eine Reform in den jetzigen Verhältnissen, wenn auch nicht gerade unumgänglich nöthig, doch jedenfalls nicht ganz unzweckmäßig wäre, wir finden es sogar billig, daß den Schullehrern auch das Recht zustchcn müßte, ihre Schulen selbst und durch aus ihrer eigenen Mitte gewählte und sachverständige Männer revidircn lassen. Um also Allem und Jedem zu genügen, was nur vernünftige Menschen, die nicht gerade das Unmögliche, und mit dem Kopf absolut gegen die Wand rennen wollen, auch vernünftiger Weise verlangen können, geht mein Plan dahin, daß künftig der Schulvorstand aus fünf Mitgliedern oder Teilhabern bestehe, von denen drei, also die Majorität, Schullehrer — zwei aber, und zwar die Minderheit, Geistliche sein müssen, wobei zugleich sonst jeder dazu gewählt werden kann, der den Bcthciligten, also dem Schullchrcrstande überhaupt, am meisten zusagt. Ist das geschehen, so denk' ich, können Sie versichert sein, daß keine Klagen weiter über Uebergriffe der Geistlichen vorfallen können, die Majorität des Schulvorstandes, also die Lehrer hätten sich das nur sonst selbst zuzuschrcibcn. Dies ist also ein Gegenständ, der Ihre größte Aufmerksamkeit verdient. Es wäre vielleicht auch nicht unpassend, wenn wir Alle zusammen, Lehrer und Geistliche eine gemeinschaftliche Bittschrift hierüber an ein hohes Ministerium aufsetzten und übergäben, damit dieses von der wahren Stimmung im Lande überzeugen und danach handeln und wirken könnte. Ich glaube bestimmt, daß Ihre College« ein solches Entgegenkommen von unserer Seite freudig begrüßen werden, und wie segensreich das dann auf die uns anvertraute Jugend zurückwirken muß. wenn wir, die wir für die Bildung des Geistes und der Seele vereinigt dastehen, auch vereinigt und freundschaftlich handeln, brauche ich Ihnen doch wahrlich nicht erst weiter auseinanderzusetzen. »»oKUHOk«-,- Metrische Bibel-Uebesetzungen. Ulageliever. i. Ach! wie liegt die Stadt so einsam, Einst von Menschen angcfüllt, Eine Wittwe ist sie worden,

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