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Der treue Zionswächter · 1849-07-06 · 27 (6.7.1849) · page 4

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
5 (1849)
Issue
27 (6.7.1849)
Date
1849-07-06
Page
– (sequence 4)
Language
German
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leugnen eS nicht! Za, wir bekennen cs laut und frei, daß wir sein mit Sehnsucht Harren; denn die Tage, an denen ' er-kommen wird, wird ja die Erde in ein Himmelreich umgeschaffen^ werden, die Tage, an denen mein lebendiger Erlöser: Gott erscheinen wird, wird ja zugleich die ganze Welt erlöst werden, wird ja Ncid>Haß und Rache don der- Oberfläche der Erde schwinden; aber darum wird daS „Land Israels" ein selbstständiger Sraütsein, darum wird aus Zion die Lehre ausgehen und das Wort Gottes aus Jerusalem; aber darum „wird ja uns nur in Deinem Wohle wohl sein" und wir sollten dich verlassen? Nimmermehr!!!... Auf Brüder, lasset unS streben, des theuern Vaterlandes Wohl zu befördern, lasset uns muthig Hand ans Werk legen und nicht ermüden, lasset uns mit streben, daß das Vaterland uns als seine Kinder anerkenne! Und jetzt, meine Brüder, lasselE uns insonders streben; denn ein so günstiger Zeirpunkr/wie jetzt ist, wird vielleicht so bald nicht wieder sein; darum, um deS Glaubens und um des Vaterlandes willen lasset unS ihn nicht verabsäumen! — ' — Darum lasset Euch nicht entmuthigen Alle, dieihr eS mit Gott, Glauben, Israel. Menschheit und Vaterland aufrichtig meinet und nützet Eure Kräfte des Vaterlandes Wohl zu fördern durch treue Anhänglichkeit an den väterlichen Glauben; durch uncrmüdetes Wirken für des Vaterlandes Ruhm; und durch stetes Streben als seine Kinder anerkannt zu werden! und Gott wird Euch seinen Segen dazu verleihen, und das Vaterland wird blühen in seinen treuen Kindern. Gin Wort zu seiner Zeit Wenn ich dasjenige, das ich eben sagen möchte, mit Flammenworlen in die Herzen meiner Brüder eingrabcn könnte, dann dürfte ich eines Erfolges gewiß sein, so aber muß ich leider befürchten, baß dem Gegenstände, der freilich mir guten Augen besehen, hochwichtig genug ist, dennoch aber für dieses nicht gehalten wird. — — Man wird schon oft bei unserm Gottesdienst die schmerzliche Betrachtung gemacht haben, wie da'meistens gedes Ohr mehr auf die Laute und Töne als auf'Wdrr und Sinn des Vorsängers gespannt ist,! und rfichüvöw demselben einwiegen und einlullen läßt..? Viebgehennan den wichtigen Tagen auch besonders dess schönen ^Gesanges wegen in die Synagoge. Das -ist sehr traurig: l 3UebrrgenS kann ich mir nichts trauriger.vorstillen? als' eine solche Bedeutung des VorbeteramtS.^ iDas :ist ein arger Schaden im heurigen Judenrhum.' Warum soll nicht überhaupt der Rabbi derjenige sein, der die Gebete seinem Gorre vorträgt? Warum soll dieses Amt, das mora» lisch so streng mit dem des Seelensorgers verknüpft ist, durch einen traurigen Mißbrauch zerrissen werden? Wie Vieles wäre mit dieser einzigen Verrichtung bezweckt? 1) Der Beter lauscht nicht mehr, wie auf eine Oper dem Sänger zu, denn er weiß, er hört nur einfache, herzliche Worte. 2) Unsere Geistlichen leiten dadurch selbst den Gottesdienst. Und endlich 3) dieser wird dadurch würdiger und erbebender Wer diese Pmikte erwäge, der wird gewiß mit mir wünschen, baß sie wol beherzigt werden und seiner Zeit auch in die Wirklichkeit übergehen. Gespräch zwischen einem Geistlichen und einem Lehrer. G. Kann Deutschland frei werden, ohne eine freie Volksschule? Kann das deutsche Volk stark und einig werden, ohne eine freie Volksbildung? Können sich die freien Institutionen, welche unsere freisinnige Negierung gab, dauernd erhalten, ohne eine gediegenere Volksbildung? Das sind Fragen, die insonderheit den deutschen Lehrerstand erfüllen sollen. L. Die Volksbildung kann und darf nicht mehr einseitig und klerikal betrieben, die Lehrer können und dürfen nicht mehr wie Kinder bevormundet und bemaßregelt werden. Die Schule soll und darf nicht mehr als Magd betrachtet und behandelt werden; soll anders der große, himmelanstrebende Bau der deutschen Volksfreiheit nicht wie ein Haus auf Sand gebaut, Zusammenstürzen. G. Ja, ja, das klingt nicht übel und ich kann mir denken, wie es durch sein stechendes

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