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Der treue Zionswächter · 1849-07-06 · 27 (6.7.1849) · page 3

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
5 (1849)
Issue
27 (6.7.1849)
Date
1849-07-06
Page
– (sequence 3)
Language
German
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und Glanzpunkte; ohne Wirken und Nützen giebts keine Ehre, sowie wieder andererseits einem Wirken im achten Weltgeiste der Tribut der Ehre und des Rahmes nicht ans die Länge versagt werden kann. Darum ist auch das Zeichen der Größe einer Nation, die Größe der Ehre und des Ruhmes, die sie sich in Ruhm hervorgehcr, wirken, und darum ergehet an uns der Nus: „Befördert das Wohl des Vaterlandes!" so bedeutet er: wirket für dessen Erhebung, für die Herstellung seines Ruhmes und seiner Ehre. — Meine Brüder, unser Vaterland oder, um mir der heiligen Schuft zu sprechen, der Ort, wohin wir vertrieben worden sind, ist ein von Gott reich gesegnetes Land: seine Kinder sind bieder, sein Boden ist fruchrreich; was Ackerbau, Kunst und Wissenschaft betrifft, stehen beide andern Ländern und deren Bewohnern in nichts nach. Wollen wir nun dessen Wohl befördern, das ist: für seinen Ruhm wirken, so müssen wir streben, daß sein Boden bebaut, daß seine Kinder an Geist und Seele veredelt werden. Daher müssen wir des Vaterlandes Sprache, das Unterpfand der Nation pflegen; pflegen die Kunst, daß sie im Vaterlande geehrt und ausgenommen und eifrigst betrieben werde; pflegen die Wissenschaft, daß sie, die zwar ein Gemeingut aller Länder sein soll, doch einen eigenrhümlichen vaterländischen Geist, eine eigenthümliche vaterländische Färbung bekomme und vorzüglichst müssen wir pflegen den vaterländischen Boden! — Ringen mit aller Kraft des überzeugenden Geistes, der eindringlichen Sprache, der hingebenden Liebe, der nie verglimmenden Be» geisteru'ngsglut; denn wir müssen für des lheuern Vaterlandes Ruhm wirken, wir müssen für die Errichtung eines Ehremempels, der ein Denkmal vaterländischer Größe und vaterländischen Ruhmes für ewige Zeiten bleibe, streben: „wir müssen das Wohl des Ortes befördern, wohin wir vertrieben sind!" „Befördert das Wohl des Ortes, wohin ich Euch strebet, daß Ihr daselbst als Vaterlandskinder anerkannt werdet! Denn, obzwar wir, als wir noch nicht als seine Kinder anerkannt, schon die heilige Verpflichtung hatten, sein Wohl zu befördern, so ists doch ein ungleich Anderes, wenn jetzt auch daL Herz dazu seine Stimme giebt. Warum sollten wir es auch leugnen? Wir lieben unser Vaterland! lieben die Stätte, wo wir zum erster. Maie das junge Licht begrüßt; lieben die Stätte, wo unser Mund zum ersten Male den süßen Varer» Muttcrnamen gelallt; lieben das Land, schlummern, wo die Häuser stehen, in denen unsere Gebete zum Gotte der Heerschaaren anfsteigen: aber wie würden wir es erst lieben, wenn wir wüßten, nicht daß nur wir seine Ki der, sondern daß es auch unsere Mutcer sei: wenn unsere Liebe mit Gegenliebe erwiederr werden würde! Wie würden wir es erst treuen Kinder! — Warum sollten wir es leugnen, daß schon die Hoffnung Feuer in unsere Adern gießt, daß schon die bloße Hoffnung eine Begeisterung in serm Glauben, kein Erdenguc schön genug fändendas uns dieses Glück auswiegen könnte? — Welche Freude und welch beseligendes Gefühl durchzöge nicht un ere Brust, wenn wir es aller Welt sagen könnten: Kennst Du, Fremdling, mein Vaterland? Kenu't du seine es und seine Kinder sind Lxei und bikVer, denn nicht nur .sind sie nicht gedruckt, sondern drucken sie auch Andere nicht! Si.hst Du, mein Vaterland, so würde ich Dich lieben! All mein Wissen, all mein Streben, alle Früchte meines Geistes und den dafür eingeernreten Ruhm würde ich an Dem treues Mutkerherz legen und zu Dir voll unendlichen süßen Gefühls sprechen: Sieh^ Mucker, dieses bin ich durch Dich geworden, nimm dies in Dankbarkeit gebrachte Geschenk Deines treuen jüdischen Sohnes an!. Und warum sollten wir Dich denn nicht aufrichtig, von ganzem Herzen und ganzer Seele lieben können, warum nicht? Deine und unsere Feinde, die in unserer Liebe unser gemeinschaftliches Glück sehen, und die uns dasselbe mißgönnen» sagen Dir, daß wir Dir nicht aufrichtig anhangen können, weil wir ans den Ruf unsers Erlösers, den Gocrgesalbcen harren und bei seiner Ankunft Dich verlassen würden; o, wir

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