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Der treue Zionswächter · 1849-06-22 · 25 (22.6.1849) · page 6

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
5 (1849)
Issue
25 (22.6.1849)
Date
1849-06-22
Page
– (sequence 6)
Language
German
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fürsorgend, um Alles zu beseitigen, was dem Gedeihen und Fortkommen des Organismus schaben kann, und übend, um Alles daS Hrrvorzurufen, was zur Stär, küna desselben sördettich. oder in jrgend einer Weise für das Frommen desselben ersprießlich sein könne. Hat nun die''Erziehung diese drei Momente in sich aufßefaßr, dann kann fte eine ganze genannt werben, und 'das Resultat derselben muß nothwendig ein ge« lüngeneS sein/d" K der Erzogene muß dem, «aS die Erziehung dezweckt, n-mlich Erkennrniß der menschlichen Bestimmung, der Gottähnlichkeit, genügen. Und dennoch könnte die Erziehung, trotz der sorgsamsten Berücksichtigung dieser Erfordernisse und der tteürsien Pflege, eine mißlungene werden, und die Erfahrung zahlt der Beispiele dieser Art leider nur zu viele. ES muß also, außer den genannten noch ejyioHauptmvment fehlen, ein Moment, der wichtig geflugioist, die Wirkungen aller früheren zusammen zu neMalißren, ja aufzuheden. Wo haben wir aber, djesey. neuen Grund zu suchen und was zu chunum' seinen etwa schädlichen Einfluß für die Erziehung? hin« ryegzuraumen? Die Erziehung kann nur dann eine vollkommene genannt werden, wenn sie eS sich zur Aufgabe gesetzt, sämmrliche Einflüsse, dies entweder, freiwillig oder nothwendigvon innen oder vow ^außew! auf,, den zu Erziehenden einwirken oder- UeinrvirkeN' müssen» zsi beherrschen, und ihrer Autorität! mnttrzrr^ ordnen. Denn sobald auch nur der geringste Einsilißr sich dieser Herrschaft entzieht, alsbald muß ,derselbe der Erziehung schon deshalb feindselig entgegenwirken,^ weil er durch fein HerauSkreten die Totalität-aufgehoben, und sich zur selbstständigen Idee cvnstiluirt har. Daher kann man für das Gelingen in irgend einer Erziehung nur dann einige Bürgschaft leisten, wenn man sämmtliche äußere Umgehungen des Zöglings tn Händen har. Die Schule ist nur ein Mittel zur Erziehung,, kann nur dann auf dielelbe günstig einwirken, wenn eS ihr höchster Grundsatz ist, zu schaffen, wo jene nur entwickelt und bildet, und zwar nur daS zu schaffen, waS der weitern Entwickelung fähig sei. Dje Schule soll erregen, daher darf kein fremder Einfluß die Erregung beschwichtigen; die Schule soll Kräfte wecken, daher von außen den Kräften keine tödtliche Erschlaffung beigebracht werden. Das ist also der Grund so oft verfehlter Erziehungen, daß fremde Einflüsse die Wirkungen der Schule auSgleichen, endlich aufheben, und daS natürlichste Mittel, dem zu begegnen, freiwillige- oder nochwendigeS Hinwegräumen aller jener fremden Einflüsse. Zeitungsnachrichten. Preußen. Berlin, den 18. Mai 484V. k». k. Mit Bezugnahme auf die Behandlung unserer jüngsten Generalversammlung, so wie auf die von dem jüdischen Gemeindevorstande ergangene Einladung zu einem auf den 20. d. M. anberaumten Termin zur Annahme eines Regulativs für die Wahl von Repräsentanten, müssen wir unser Bedauern darüber aussprechen, daß die Kürze der Zeit uns die Bernfung einer Generalversammlung zur Zeit unmöglich gemacht hat. Dagegen halten wir es für Pflicht, den werthen'Mitgliedern unserer Genossenschaft mirzutheilen, daß wir nach reiflicher Prüfung der obwaltenden Verhältmsse eine Betheiligung derselben an dein.genannten Termine und an den bevorstehenden 28 ah len im Interesse der Genossenschaft, sowol wie der Gesammtgemeinde für wünschenswerth erachten, und hoffen wir für diese Ansicht Ihre Zustimmung zu finden, wenn, sie sich mit dem Inhalte des umstehend abgedrucklen Schreibens bekannt machen wollen, das wir in Bezug auf diese Angelegenheit an den Gemeindevorstand gerichtet haben. Die Bevollmächtigten der Genossenschaft für Reform im Iudenthum. Berlin, 18. Mai 1849. Einem wohllöblichen Vorstande der jüdischen Gemeinde zu Berlin. In Folge der verfassungsmäßig für alle Religionsgesellschaften sestgestellten Berechtigung ihre Angelegenheiten selbstständig und ohne Einmischung der Staatsgewalt zu ordnen und zu verwalten hat ein wohllöblicher Gemeindevorstand die einleitenden Schritte gethan, um eine neue Organisation

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