Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 5 (1849)
- Issue
- 25 (22.6.1849)
- Date
- 1849-06-22
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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stände /Denen,-,die, He, eyevM.. alü Schuld anzurechpen.,— Zu. reich, aber ist. Der, welcher mir der Vergrößerung seirHeS Vermögens sichtbar Andere verarmen macht und also jene, üblen, Umstände herbei führt,, und daS. rhut b^fpndcrS der. übcrlriebcnc Handels-Sinn tt?rlcher .durch die Waffe feines. Geldes alle Nahrung-- E^kN ^mit seinen Söldnern besetzt, damit sie überall das.. Mark der Armuth aussaugen. — Ale größte- Peispiel dasür. kannte das gepriesene. England gelten mir seincx,. einst neiderwcckenten Verfassung. Fürchterlich wir de S, wenn man den?lusspruch Crvmwell's: „England kann Hei dem halben Handel nicht bestehen, es muß den ganzen haben! mit einer Beharrlichkeit durchführen sah die in kalter Schwärmerei der Eigensucht eine Handels Üeberspannung durch zahllose Kriege festsiellre. Mir Schauder — und Hoffnung — muß man folgende Worte lesen, welche Daco in seinen Briefen an die Königinn Elisabeth schrieb: „England har der Freiheit seine Größe zu danken, und mit ihr alle Völker umbannr. ES zeigte ihnen aber zugleich die Dahnen und Mürel, wie die Größe zw gewinnen ist; England muß aber durchaus zu verhindern strer den; daß kein, nach der Meerherrschaft ringendes Volk die Macht erreiche, ein Gleichgewicht gegen England wieder herzustellcn. Es muß vor Allem,bei andern Völkern die Lust zur Freiherr erdrücken: dct,n wird sie eingreifend, können alle Schätze Indiens, die Verluste Englands nicht decken "— Fürwahr ein gutes Merkworr! — in welchem unleugbar ein, ewiges AnkälUpfen gegen Völkerglück geboren ist, und wenn ich sagte, daß ich es jetzt mir einiger Hoffnung lese, so gründet sie sich auf die oft gedruckte Behauptung: Haß man zur Freiheit überhaupt, so wie zu der des Handels die Milte! immer mehr suchen will. Vielleicht ren Beschränkungen und begründet die Erfolge, welche Thales sich ans einer gntcn Verfassung hervorgehcnd dachte. Man unterstützte nur nür der Freiheit besonders den Fleiß, minder Die, welche nur von dem Flciße Anderer leben; denn erstens har der Ttzätige doch ein Recht, den Lohn seiner Anstrengungen möglichst allein zu gewinnen; zweitens ist der Fleißige selten bösartig. Der gewöhnliche Mensch rhut gern alles Unnütze, wenn er eben Zeit dazu hat; darum muß vor Allem der Müssiggang. er spiele so vornehm als er will verdrängt werden. Die Nichlslhuer aber etwa um des Luxus willen begünstigen, heißt rnr Verderben schützen,; um M bei Andern zu verhindern, denen es bald, eben durch den überall hindringenden Luxus, die tiefste Vernichtung, bringt. Die ihn rühr men, sind Markrschreier.f,;rve!che uns nur für krank erklären, um ihre Pillen loS zu werden. — Jetztspreche AnarcharsiS:^^ „Der beste>Staqt istidek,--,»» bei völliger Gleich, heir alles Anderen dt^. Tugend höher, das Laster niedriger gehalten rvird.^ Völlige Gleichheit alles ^luderen ist eine Voraussetzung, welche zu erstreben wol schwerlich möglich wird, weil alle Mittel dazu das Mark der Freiheit tödlcn. Wir wollen dies Wort aber auch nicht mir „Egalire" für einsinnig halten, sondern den Sah so nehmen: Tugend muß gewinnen, Laster verlieren, alle- Uebrtge ist im echten Leben von minderer Bedeutung! — und wahrhaftig! — wenn wir es d:chin bringen können, daß Laster nicht mehr einträglich sind, wird Hie Welt tugendhaft auS Spccuiariön und der Egoismus^— dieser Führer zum Guten und Bö>'en, der welche -zu erlauben ist. weil völlige -Unterdrückung menschliche Kräfte übersteigt, und lähmr. Aber der Egoismus, von dem hier die Rede ist, muß auch deS Lebens Aufgabe erreichen, die bei Jedem in den Grundsatz liegen soll: „Ich will mir das höchste Glück gönnen in dem Bestreben, meine Umgebung — -glücklich zu machen!" — Dann wi'd jedes Unglück, was nicht übermenschlichen Anlaß har, schwinden oder erträglich sein, und das erweckt allerdings die Herr» lickste Verfassung auf Erden, erblüht aus einem systematischen Egoismus, der in Gott selbst seinen Anwalt findet, intern er, nach unserer Schöpfung Geschichte glaubt: daß ein von ihm aus Erde gebildetes Wesen, welches er mit dem Gerste avsstatkete — daß, kurz gesagt, eine Vermählung des Himmels und der Erbin der menschlichen Kraft, endlich doch den durchdringenden Sieg des Geistes, eine Verbreitung des Himmels auf Erden darihun würde. Zn seiner unüberwindlichen Langmulh und unaussprechlicher Weisheit har der Ewige nach unserer Zeitrechnung sechs Jahrtausende schon gewartet und dabei den großen Versuch einer Universal-Monarchie des Geistes von einem Welttheile bis zum andern hinüber gewendet;