Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 5 (1849)
- Issue
- 22 (4.6.1849)
- Date
- 1849-06-04
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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»W 173 dieses Begriffes im allerersten Capktel des ersten Buche Moses sich bereits vorfindet. Daselbst wird erzählt, wie Gott das ganze Menschengeschlecht von einem Vater und einer Mutter, dem Adam und der Eva, die er in seinem Ebenbilde erschaffen hat, und diese Ebenbürtigkeit, naturgemäß wol übertragen haben auf alle ihre Nachkommen, habe abstammen lassen; wonach also von einem Unterschiede zwischen einem Herren- und einem beschränkten Unterthanen-Verstande keine Rede sein kann. Dem Einen fehlt nur noch die praktische Ausbildung durch Erfahrung, die der Andere bereits erlangt und auf Unkosten Anderer zu seinem alleinigen Vortheile ausgebeutet hat. — Nach dem mörderischen Angriff auf die Kai« serstadt Wien und ihrer Einwohner durch Windischgrätz brachte uns, im November v. I., das ruhige Verhalten der berliner Bevölkerung beim Einzuge Wrangels. und der fortgesetzte passive Widerstand der preußischen National-Versammlung den Ausspruch des Propheten (' —'7?>72^ zum Bewußtsein: Nicht durch Heeresmacht und nicht durch (rohe) Gewalt, sondern durch meinen Geist (wird der Sieg errungen) so spricht der Ewige Zebaoth. — Und unsere Weisen sagen: (b'v 7«r lwft) Wer ist ein wahrer Held? — Der, der feine Leidenschaft unterdrückt. — Hiermit wollte ich nur Nachweisen, welcher große Schatz von praktischen Wahrheiten in der heiligen Schrift, im Buche Moses, wie in den Propheten enthalten ist; und daß der von Unwissenden so verachtete Talmud doch nicht so albern sei, wie so viele jesuitische Rabbiner im modernen Frack die leichtgläubige Masse gern möchten glauben machen. Man kann ihnen dies allerdings nicht verargen; sie thuen es nur, um ihre eigene Unwissenheit im Judenthume mit einigen zusammengeflickten Lappen bedecken zu können. Aber der Prophet klagt schon über solche Nerräther an ihrem eigenen Volke: O, mein armes Volk! deine eigenen Führer leiten dich irre. — (2esaj. 3 -12.) M. I. Freiffenhagen. Rabbinats-Verweser. Wv Affav und Tkrza. Gedicht von I. Schwarz. X. Fern Beth-Lechem eine Stunde, - Steht ein HauS aus schwarzen Steinen; Altehrwürdig sieht von Außen Jedem Seher eS entgegen. Wie ein Schattendach im Wege, Eine Hütt' im KürbiSfclde. Wie ein Thurm in öder Wüste. Unsrer Ahnenmutter Rachel Zertrrngsnsrhrrchtcn. Freie Städte. Hamburg, p'v '». Nachdem im Verlaufe der vorigen Woche noch mehrere v'wer, und Trauerfeierlichkeiten in verschiedenen Klausen und Vereinen Statt gefunden, ging heute am letzten Tage der zum Beschlüsse gleichsam, die Feierlichkeit in der Synagoge der Portugiesischen Gemeinde Hieselbst, vor sich. Der hohe Ernst und die sinnige Würde, die den Portugiesische Ritus in jeder Beziehung auszeichnen, bewährte sich bei dieser Gelegenheit abermals, ^ulid der Redner, Herr Cassuto,