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Der treue Zionswächter · 1849-05-25 · 21 (25.5.1849) · page 4

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
5 (1849)
Issue
21 (25.5.1849)
Date
1849-05-25
Page
– (sequence 4)
Language
German
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»W 161 ^-> lassen Sie unS seine Verdienste erwägen, damit uns bewußt werde, was wir harten und was uns verloren ging. Damit wir unS nicht zu sehr inS Einzelne verlieren, wollen wir jene Stelle aus dem Traktate: ft'p;»?7ti2O zu Grunde legen. Sie lautet: „Als einst 'n krank war, kamen vier Aeltesten, ihn zu besuchen. Nabbi Tarphon begann die Anrede: Du bist unS bester als der Regentropfen, der Regentropfen nützr nur für diese Welt, du aber für diese und jene Welt. Nabbi Zosua sagte: Du bist uns mehr als der Umlauf der Sonne, welche nur für diese Welt rhätig ist, du aber bist für diese und jene Welt. Hierauf sagte Nabbi Elirser ben Asaria: Mehr noch als Vater und Mutter bist du uns, denn diese sorgen pur für das diesseitige Leben, du aber für das dies- und jenseitige. Da begann Rabbi Akiba und sagte: Angenehm sind die Schmerzen, denn sie sühnen alle Vergehungen. Als Nabbi Elieser diese Worte vernahm, rief er aus. unterstützet mich, daß ich die Worte des R. A. höre. Wohl könne es scheinen, als hätten diese Weisen dem großen Lehrer sein Schmerzenslager dadurch erträglicher machen wollen,, daß sie ihm die Anerkennung seines hohen Werthes in Israel steigend zeichneten. Der eine verglich ihn mit dem Regen, der irdische Nahrung giebr; so er durch seine Verdienste. Der zweite wählte den höheren Vergleich mit der Sonne;* die Licht der Erde spendet; so er durch seine hohe Weisheit. Der dritte endlich nannte ihn Israels Vater und Mutter, weil auf seine Gottseligkeit Israels ganzes Sein, zeitliches und ewiges Heil sich stütze. Doch konnten unmöglich jene großen Weisen ihren großen Freund und Lehrer so verkannt haben, um nicht zu wissen, daß fade Schmeicheleien seinem demulhsvollcn Herzen nicht Erholung, vielmehr nur Pein bereite» würden, wie er in der Thar auch nur an den Worten Nabbi Akiba's Behagen fand, der ihm die Möglichkeit der Vergehungen nannte, ^zu deren Sühne er litte. Mehr aber scheint es die Absicht jener Weisen gewesen zu sein, die Leiden des großen Lehrers als im göttlichen Wertgesetze begründet zu zeichnen. „Besser bist du für Israel, als Regen," sagte der erste. Der Regen, der segnend niederfällt, den Boden befruchtet, und Menschen und Thiere Nahrung giebr, nicht dem heitern, sondern dem dunkelbewölkten Himmel entströmt er. So müssen auch Leiden, Dich, o, großer Lehrer, umhüllen, der du Israel mehr als segenvollen Regen giebst. „Besser bist du für Israel, alS die Sonne in ihrer Dahn," sagte der zweite. Die Sonne, Trägerin des strahlenden Lichtes, dunkel ist ihre Bahn, von welcher aus sie ihre Strahlen entsendet nach allen Enden der Welt. Gleich ihr ist auch dunkel deine Lebensbahn, die du, o große Sonne Israels, ihm in diesem und jenem Leben leuchtend, wandelst. „Besser bist du für Israel als Vater und Mutter, sagte endlich der Dritte. Sie, denen der Sohn Leben und Erhaltung verdankt. Schmerzen nur und Sorgen ist dafür ihr LooS hienieden. Zn Schmerzen wird er von der Mutter geboren, in Sorgen wird vom Vater seine Erziehung vollbracht. Ihnen ähnlich bist auch du', großer Lehrer, der dn Israel mehr als Vater und Mutter bist, von Schmerzen heimgesucht. Nicht doch, dachte Rabbi Akiba. dieses Alles befriedigt den demurhsvollen Sinn des gortesfürchtigen Lehrers nicht; ich nenne ihn Leiden der Sühne, um seinem frommen Herzen Trost zu geben, so schmerzlich eS auch meinem eignen Herzen ist, ihn eines Vergehens zu zeihen Und in der Thar hatte der Erfolg seine Vermurhung bewährt; seine Anklage war lindernder Balsam für die Wunde des frommen Lehrers. Was nun Nabbi Elieser für Israel war, daS war in gewissem Maße auch Ihnen, fromme Gemeinde, Ihr dahingeschiedener, großer Lehrer. Seine Weisheit, seine Weltkenntniß und seine vielseitige wissenschaftliche Bildung bahnte Manchem Ihrer Söhne den Weg zum Broterwerb, die sprühenden Funken seines Geistes drangen zündend zu ihrem Herzen, erleuchtend zu ihrer Seele; durch die tief empfundenen Lehren der mit welcher er mehr als ein viertel Jahrhundert Ihr reiegiöses Leben an den stillen Bächen der Gottesfurcht geleitet, war er Ihnen nicht nur Lehrer, sondern nach dem Ausspruche unserer Weisen: nZ« »öto cnw p 7vöin ö-, Vater geworden. Darum war auch sein Leben, wie das jenes großen Lehrers, nur beglückend, nicht beglückt. Manches seiner Jahre, besonders seiner später»'., floß ihm in Kummer und, Trübsal dahin. Er konnte mit Jacob spreche»», der von Pharao befragt, wie viel die Jahre seines Lebens seien? antwortete: 'iuv »)L w, »p» uw »r> 'rc 'p' »'k» O'v-n vvp rve v'cöL

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