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Der treue Zionswächter · 1849-05-18 · 20 (18.5.1849) · page 5

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
5 (1849)
Issue
20 (18.5.1849)
Date
1849-05-18
Page
– (sequence 5)
Language
German
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»Vater! ich gehöre dlr. Dir und deinem reinen Glauben; Kreuz und Taufe konnten mir Nicht die Ucberzeugung rauben. Grade wie ein Kieselstein, Der mit Wasser wird benetzet; Innen dringt kein Wasser ein. Trocken bleibt er, unverletzet. So ist bei mir nie die Treue gewichen. Habe noch besser die Wahrheit verglichen. Welche nun stärker und fester als je. Aber meine theure Braut, Glaubt sie mich wohnend in kirchlichen Mauern, Glaubt sie mich knieend bei'm fremden Altar.- --»Sei beruhigt, lieber Sohn, An waS Andres laß und denken — Längst, ward in mir rege schon. Mög' es sich zum Heile lenken — So mein Alter ich verbringen Blick ich immer unverwandt» Willst du den Vater, den greisen begleiten? Ohne dich möcht' ich um Alles nicht scheiden. Fern meines Lebens alleinziger Freud'. Schon hast du das Leben mir ^lus dem Flammentod errettet, Nahe war's, da lag ich schier In dem Feuer heiß gebettet» Sohn versüße dieses Leben, Das ich dir ja nur verdank. Gott wird dir den Segen geben, — O, daß dein Entschluß nicht wank', Lenker der Pläne, ich hoffe nur immer. Immer auf dich, wenn in Splitter und Trümmer Auch mein Gedankenbau ringsum zerstiebt»»'« -Euch verdank ich ja mein Sein, Darum sei's nach euer'm Willen; Baterwunsch ist himmelrein, Zeder streb, ihn zu erfüllen» — Wohl gefährlich ist die Reise, Ich geleit Euch treu und gern, Wenn ich auch auf diese Weise Meinem Glücke mich entfern. Doch wenn im Hafen wir glücklich gelandet. Wenn ihr das Ziel, das ersehnteste fandet, Kehr ich zurück und forsche nach ihr» . Und dein Bild begleite mich. Du mir einz'ge Lebens-Leuchte! Daß du, wenn die Sonn' erblich. Und die Nacht das Licht verscheuchte Dann in deinem heil'gen Glanz Himmlisch, wie ein Geist, erscheinest; Wie und wo du lebest, ganz, Ob du lächelst oder weinest. Lebe nun wohl, ich erscheine bald wieder, Trägt es mich leicht, wie des Vogels Gefieder, lieber das Meer und zu Tirza zurück.» ——' Zeitungsnachrichten. England. Londo». Im Unterhause trug Lord John Russell auf die zweite Lesung der parUnmentrny- Ostlis-LM an, Sir R. Jnglis beantragte dagegen die zweite Lesung erst nach 6 Monate», er de schwerte sich, daß der Name dieser Bill nicht den Inhalt ansdrücke, er halte eS für besser, dieselbe nach dem Inhalt die „Iuden-Bill" zu nennen, denn sie habe den Zweck, diejenigen Eide zu verwerfe», deren Leistung bisher als nothwendige Bedingung zur Aufrechthältuug der Constitution gegolten hätten. Die Bill sei darauf berechnet, die hervorstehende Gestalt deS gesetzgebenden Körpers alS einen christlichen zu zerstören. Dies sei um so gefährlicher, als die Zahl der Inden in England unbedeutend sei, man schlage sie auf 30—40,000 an; er hoffe, das Unterhaus würde mit ihm die Bill verwerfen, deshalb trage er auf die zweite Lesung erst nach 6 Monaten an, Major Beresforv unterstützte diesen Antrag. Bei der darauf erfolgenden gleichzeitigen Beanspruchung des Worts durch Sir R. Peel und Hrn. Trelawny, ward dem erstern dasselbe gegeben. Sir Robert Peel sprach sich entschieden für die sofortige zweite Lesung aus. Er unterstützte die Bill zufolge des Grund-

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